DE1934460C3 - Verfahren zur Herstellung von 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propion-säure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propion-säureInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
zunächst
a) l-Halogen-2-methoxynaphthalin mit Acetylchlorid oder Essigsäureanhydrid in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren in einem inerten organischen Lösungsmittel umsetzt, danach
b) das erhaltene 2-Acetyl-5-halogen-6-methoxynaphthalin mit Trimethylsulfoniumjodid oder Trimethylsulfoxoniumjodid in einer Lösung von Tetrahydro- 6 s
furan und Dimehtylsulfoxid, die einen molaren Überschuß eines niedrigen Alkalimetallalkoxids
enthält, umsetzt: anschließend
CH3O
X (V)
CH3O
CH = NOH
COOH
COOH
CH3O
Im obigen Formelschema wird von 0-Naphthol (i)
ausgegangen, das mit Methanol in Anwesenheit konzentrierter Schwefelsäure bei Rückflußtemperatur
in 2-Methoxynaphthalin (II) übergeführt wird. Das in
üblicher Weise gewonnene 2-Methoxynaphthalin (II) oder /^-Naphthol (I) wird zur Einführung eines
Halogenatoms, vorzugsweise Fluor, Brom oder Chlor, in die !-Stellung in üblicher Weise halogeniert (siehe z. B.
Ber. 2!, 891 (1PP8); bezüglich der Fluorierung siehe J.
Org. Chem. 33, 2469 (1968), wobei östron durch äquivalente Mengen ^-Naphthol ersetzt wird).
Die Jodierung, Bromierung oder Chlorierung erfolgt vorzugsweise mit dem Halogen in einem inerten
5 organischen Lösungsmittel. Gegebenenfalls kann ein üblicher Katalysator mitverwendet werden, obgleich die
selektive Halogenierung in 1-Stellung auch sehr gut ohne Katalysator verläuft Geeignete organische
Lösungsmittel sind substituierte Aromaten, wie Nitro
benzol, halogenierte Aromaten einschließlich Mono
chlorbenzol und den Dichlorbenzolen, aliphatische flüssige Kohlenwasserstoffe mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen, chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffatome, wie Methylenchlorid, Tetrachloräthylen,
Tetrachlorkohlenstoff oder Pentachloräthylen; niedrige Alkohole wie Äthanol oder Butanol; Äther mit bis zu 6
Kohlenstoffatomen, wie Diäthyläther; und niedrige aliphatische Carbonsäuren, wie Essigsäure oder Ameisensäure. Bevorzugte Lösungsmittel sind Carbonsäuren
wie Essigsäure oder halogenierte flüssige Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid oder Monochlorbenzol.
Das elementare Halogen wird unmittelbar oder als Lösung mit einer der flüssigen Komponenten dem
System zugefügt Die Anwesenheit niedriger aliphati
scher Carbonsäuren, wie Ameisensäure oder Essigsäure,
führt zu besonders guten Ausbeuten. Die Anwesenheit einer geringen Menge von elementarem Jod beschleunigt die Einleitung der Reaktion mit Brom und Chlor.
Auch Eisensalze, wie Ferrchlorid, beschleunigen die
Reaktion und erhöhen die Ausbeute. Die 1 -Halogen-2-methoxynaphthaline (IV) (in welchen X für Jod, Brom
oder Chlor steht) können auch hergestellt werden, indem man das ^-Naphthol zuerst halogeniert und dann
die Methoxygruppe einführt Die Halogenierung erfolgt,
wie oben beschrieben, wobei vorzugsweise ein Chlor-,
Brom- oder Jodatom eingeführt wird. Es wird ein 1-Halogen-2-hydroxynaphthalin (III) erhalten, das dann
mit Dimethylsulfat in verdünntem Alkali zur Bildung des l-Halogen-2-methoxynaphthalins (IV) methyliert wird.
Von dem angegebenen Verfahren der Herstellung der l-Halogen-2-methoxynapthtaline (IV) wird die Reaktionsfolge I-* II->
IV bevorzugt
Die Fluorierung erfolgt z. B. durch Nitrieren von ^-Naphthol mit einem Äquivalent Salpetersäure in
einem inerten, organischen Lösungsmittel zur Bildung von 1 -Nitro-2-hydroxynaphthaIin, das dann mit Dimethylsulfat in verdünntem Alkali in 1 -Nitro-2-methoxynaphthalin überführt wird. Dieses wird über Raney-Nikkel zu l-Amino-2-methoxynaphthalin hydriert, das dann
in wäßriger Fluorborsäure zum 1-Diazoniumfluorborat
diazotiert und letzteres in Anwesenheit von Kupferpulver zum l-Fluor-2-methoxynaphthalin (IV) thermisch
zersetzt wird.
Das l-Halogen-2-methoxynaphthalin (IV) wird nun
erfindungsgemäß mit Acetylchlorid oder Essigsäureanhydrid in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators
in einem inerten organischen Lösungsmittel in das 2-Acetyl-5-halogen-6-methoxynaphthalin (V) überführt.
Geeignete Lösungsmittel sind z. B. chlorierte aliphati
sehe Kohlenwasserstoffe, wie Dichloräthylen, Methy
lenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform oder Tetrachloräthylen. Der bevorzugte Katalysator ist
Aluminiumtrichlorid, obgleich auch andere Friedel-Crafts-Katalysatoren, wie Lewis-Säuren, verwendet
werden können. So sind z. B. auch Ferrichlorid, Stannichlorid, Bortrichlorid, Zinkchlorid, Zirkoniumchlorid, Fluorwasserstoff, konzentrierte Schwefelsäure
(96°/oig), Phosphorpentoxid oder Phosphorsäure geeig-
net Die Reaktion erfolgt bei Temperaturen von 0 bis 1000C und benötigt in Abhängigkeit von der Temperatur bis zu 10 Stunden bis zur Beendigung. Mit
Aluminiumtrichlorid als Katalysator erfolgt die Reaktion vorzugsweise bei 0 bis 30" C für 0,5 bis 2 Stunden.
Nach Beendigung der Reaktion wird die organische Schicht gewaschen, konzentriert und das 2-Acetyl-5-halogen-6-methoxynaphthalin (V) durch Kristallisieren,
Waschen, Umkristallisieren, Wascheil und Trocknen gewonnen.
Die ro erhaltene Verbindung der Formel V wird nun
mit Trimethylsulfoniumjodid oder Trimethylsulfoxoniumjodid in einer Lösung von Tetrahydrofuran und
Dimethylsulfoxicl, die einen molaren Überschuß eines niedrigen Alkalimetallalkoxids enthält, umgesetzt, wodurch man das 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propylenoxid (VI) erhält Dabei werden zuerst das
Trimethylsulfonium- oder Trimethylsulfoxoniumjodid mit einem molaren Überschuß (molares Verhältnis über
1:1) eines Alkalimetallalkoxids im Lösungsmittelsystem gemischt, wodurch in situ das Dimethy !sulfonium - oder Dimethylsulfoxoniummethylid gebildet wird. Dann
wird die im Lösungsmittelgemisch gelöste Acetylverbindung (V) zugegeben.
Trimethylsulfoniumjodid ist bekannt (siehe z. B. ]. Chem.Soc. 1126[1946]und Ann.61!, 117[1958]). Es wird
z. B. erhalten, indem man Dimethylsulfid und Methyljodid in einem geeigneten Lösungsmittel umsetzt Man
kann es jedoch auch in situ bilden, indem man Methyljodid zu Dimethylsulfid in einem geeigneten
Lösungsmittel, wie Dimethylsulfoxid zugibt und die Mischung 4 Stunden bei 15 bis 200C rührt. Nach
Abkühlen auf 10 bis 15°C kann die Mischung dann mit den Reaktionsteilnehmern und Lösungsmitteln nach
dem obigen Verfahren gemischt werden.
Auch das Trimethylsulfoxoniumjodid ist bekannt (siehe Ann. 611, 117 [1958]): Man erhält es z. Bn indem
man Dimethylsulfoxid mehrere Tage mit Methyljodid zum Rückfluß erhitzt Es wird in gleicher Weise wie das
Trimethylsulfoniumjodid verwendet.
Als Alkalimetallalkoxid können Natrium- oder Kaliummethoxid, -äthoxid, -propoxid, -n-butoxid, -isobutoxid oder -tert.-butoxid (vorzugsweise Natriumalkoxide) verwendet werden.
Als Lösungsmittel wird eine Mischung aus Dimethylsulfoxid und Tetrahydrofuran in einem Vol.-Verhältnis
von 1 :10 bevorzugt Die Reaktion kann bei einer Temperatur von 0 bis 500C, vorzugsweise 10 bis 150C
erfolgen, bis das gewünschte Produkt gebildet ist; vorzugsweise erfolgt die Reaktion bis mindestens 5
Minuten nach beendeter Zugabe des Ketons V zur Reaktionsmischung. Die Reaktion (sowie die Herstellung des Methylisierungsmittels) sollte unter einer
inerten Atmosphäre, wie Stickstoff, durchgeführt werden.
Das 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphthal-2'-yl)-propylenoxid kann z. B. durch Verdünnen der Reaktionsmischung und Abfiltrieren des ausgefallenen Niederschlags von der Mischung abgetrennt werden. Dann
wird dieser vorzugsweise gewaschen und getrocknet.
Das 2-(5'-Halogen-6'-methoxynapahthal-2'-yl)-propylenoxid (VI) kann nach verschiedenen Verfahren, in
den 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd (VII) umgewandelt werden. So kann das
Propylenoxid (VI) in Abwesenheit eines Katalysators mit oder ohne ein inertes organisches Lösungsmittel auf
eine Temperatur oberhalb 220° C erhitzt werden. Erhitzt man das Propylenoxid ohne Lösungsmittel in Gegenwart einer Lewis-Saure als Katalysator zum Schmelzen
auf eine über 1200C, vorzugsweise 120 bis 140° C
liegende Temperatur, so bildet sich ebenfalls der Aldehyd. Wird diese Reaktion in Anwesenheit der
Lewis-Säure in einem inerten organischen Lösungsmittelsystem durchgeführt so können niedrigere Temperaturen angewendet werden, z. B. Temperaturen von 0 bis
300C, vorzugsweise 5 bis 100C. Die Reaktionen erfolgen
in einer inerten Atmosphäre, wie Stickstoff.
ίο Geeignete Lewis-Säuren sind z. B. Bortrifluoridätherat, Bortrifluorid, Bortrichlorid, Aiuminiumchlorid.
Zinkchlorid oder Stannichlorid, wobei Bortrifluoridätherat bevorzugt wird. Ein besonders geeignetes
inertes organisches Lösungsmittel ist Tetrahydrofuran.
Der erhaltene 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd (VII) kann nach üblichen Verfahren
von der Reaktionsmischung abgetrennt werden. Eine Abtrennung ist jedoch nicht unbedingt nötig, da die
Reaktionsmischung durch Destillation unter verminder
tem Druck, vorzugsweise nach Zugabe einer Base, wie
Pyridin, so konzentriert werden, daß sie in der nächsten Verfahrensstufe verwendbar ist
Der 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd (VII) kann dann mit Hydroxylaminhydrochlorid
in einem inerten Lösungsmittel zur Bildung von 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldoxin
(VIII) umgesetzt werden. Das Reaktionsmedium enthält vorzugsweise einen basischen Katalysator und das
bevorzugte Lösungsmittelsystem ist eine Mischung von
Wasser und Pyridin. Das Hydroxylaminhydrochlorid
kann der Reaktionsmischung als wäßrige Lösung zugegeben werden, wobei mindestens ein leichter
molarer Überschuß des Hydroxylaminhydrochlorids verwendet werden sollte.
Die Reaktion kann bei einer Temperatur von 20 bis 100"C erfolgen, wobei niedrigere Temperaturen zur
Verminderung von Nebenreaktionen bevorzugt werden. Da die Reaktion exotherm ist können die
Temperaturen der reagierenden Mischung 400C und
mehr erreichen, wenn nicht für Kühlung gesorgt wird.
Die Reaktion wird bis zur Bildung des Aldoxims fortgesetzt Die Reaktion verläuft sehr schnell und es ist
nicht notwendig, die Reaktionsmischung länger als einige Minuten stehenzulassen.
Dann wird das Aldoxim (VIII) von der Reaklionsmischung abgetrennt. Die Reaktionsmischung kann z. B.
mit Wasser verdünnt und mit einem inerten organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie
Methylenchlorid oder anderen chlorierten oder bro
mierten flüssigen Kohlenwasserstoffen extrahiert wer
den. Chlorierte Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, werden bevorzugt. Die Extraktionslösungsmittelphase
die das 2-(5'-HaIogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldoxim enthält, kann zur Verwendung in der nächsten
Verfahrensstufe konzentriert werden. Das Aldoxim kann jedoch auch abgetrennt und durch Umkristallisation, Waschen und Trocknen gereinigt werden.
Das 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldoxim (VIII) wird durch Erhitzen auf eine zum
Dehydratisieren ausreichende Temperatur, gewöhnlich zwischen 100 bis 2000C, vorzugsweise auf etwa 1200C
oder darüber, zur Bildung des entsprechenden 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl-propionitril (IX) dehydratisiert. Erfolgt die Reaktion ohne ein Lösungsmittel
oder in einem inerten, neutralen, organischen Lösungsmittelsystem, so kann das als Produkt erhaltene
Propionitril durch übliche Verfahren abgetrennt und gereinigt werden. Dann kann es durch übliche
Hydrolyseverfahren mit einer starken Säure oder Base zur entsprechenden Säure hydrolysiert werden.
Die Dehydratisierung und Hydrolyse erfolgen vorzugsweise in einer einzigen Stufe durch Erhitzen des
Oxims auf Temperaturen von 100 bis 2000C, vorzugsweise etwa 1200C oder mehr in einem stark alkalischen
oder stark sauren Medium. Die Hydrolyse kann z. B. in einer alkoholischen Lösung eines Alkalimetallhydroxids
zur Bildung eines Alkalimetallsalzes durchgeführt werden, wobei ein Ansäuern die Carbonsäure ergibt.
Geeignete alkalische Materialien für die Hydrolyse umfassen Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid in
wäßrigen Lösungen von Alkoholen einschließlich Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, tert.-Butanol,
Äthylenglykol und Methoxyäthanol, wobei die höher siedenden Alkohole bevorzugt werden. Die
Hydrolyse erfolgt vorzugsweise in einer Kaliumhydroxidlösung in wäßrigem Äthylglykol. Zur Hydrolyse wird
die Reaktionsmischung bis zur Bildung des Salzes des Produkts erhitzt, vorzugsweise auf 125° C.
Dann wird die Reaktionsmischung gereinigt und zur Bildung der Carbonsäure angesäuert, die nach üblichen
Verfahren abgetrennt und gereinigt werden kann. Die Reaktionsmischung kann in Wasser gegossen und zur
Entfernung der darin löslichen Verunreinigungen z. B. mit Methylenchlorid extrahiert werden; dann wird die
wäßrige Schicht mit Aceton verdünnt, mit einer geeigneten Säure, wie Salzsäure, angesäuert und zum
Abdestillieren des Acetons von der Lösung erhitzt, worauf die aus dem Aceton ausfallende 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
(X) gewonnen wird.
Die Hydrolyse (oder Dehydratisierung und Hydrolyse) kann auch in einer wäßrigen Lösung einer starken
Mineralsäure, wie Schwefelsäure, Salzsäure oder Phosphorsäure, die vorzugsweise auch eine Carbonsäure mit
1 bis 3 Kohlenstoffatomen enthält, wobei letztere in ausreichenden Konzentrationen zur Erhöhung der
Löslichkeit des Aldoxims (VIII) oder Nitrils (IX) in der
Reaktionsmischung anwesend ist, durchgeführt werden. Das Erhitzen des Aldoxims auf 100 bis 2000C,
vorzugsweise auf etwa 1200C oder mehr, ergibt sowohl
die Dehydratisierung als auch die Hydrolyse und liefert die 2-(5'-Halogen 6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
(X). Die erhaltene Säure kann nach üblichen Verfahren abgetrennt werden.
Der 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäurealdehyd (VlI) kann auch unmittelbar mit einer
Chromsäurelösung zur 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure (X) oxidiert werden. Diese
Oxidation erfolgt in einer Mischung aus Aceton und einer wäßrigen Lösung von Chromsäure mit einer
Normalität von 6 bis 10, vorzugsweise etwa 8, unter Kühlung (Reaktionstemperatur -200C bis 300C,
vorzugsweise —5° C bis 100C). Die Chromsäurelösung
kann nach bekannten Verfahren aus Wasser, Chromtrioxid und Schwefelsäure hergestellt werden. Die
Propionsäure (X) kann durch Verdünnen der Reaktionsmischung mit Wasser, Abtrennung des ausgefallenen
Feststoffes und Waschen und Trocknen desselben isoliert werden.
Die 2-{5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
(X) kann nach jedem üblichen Dehalogenierungs- ■ verfahren, das die anderen Teile der Verbindung nicht
stört, zur Bildung der 2-{6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
(XI) dehalogeniert werden. Ein besonders geeignetes Verfahren besteht in der Umsetzung der
5'-Halogenverbindung (X) mit einer Mischung aus Magnesiummethylat und Triäthylamin in Methanol. St
werden z. B. eine Mischung aus Magnesiumpulver Methanol und ein molarer Überschuß an Triäthylamir
zusammen gemischt, und während diese Mischung untei einer inerten Atmosphäre, wie Stickstoff, gehalten wird
gibt man die 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl) propionsäure in einer Methanollösung zu. Nacl
beendeter Reaktion, z. B. nach einstündigem Erhitzet unter Rückfluß, kann der Reaktionsmischung zui
ίο Lösung alles verbleibenden Magnesiums Salzsäure
zugefügt werden. Die dehalogenierte Verbindung X kann nach üblichen Verfahren gewonnen werden. Sc
kann die Reaktionsmischung z. B. in Wasser gegosser und mit einem geeigneten Lösungsmittel, wie Methy
lenchlorid, extrahiert werden. Dann wird die organisch« Schicht abgetrennt, mit Wasser gewaschen, und dis
2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure (XI) auskri stallisiert.
Die 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure unc ihre entsprechenden 5'-Halogensäure haben ein asym
metrisches Kohlenstoffatom und werden als Mischung der optischen Isomeren erhalten. Diese Isomerer
können getrennt werden, indem man die Salze dei Säuren mit einem Alkaloid oder einer ähnlicher
aufspaltenden Verbindung, wie Cinchonidin, herstell· und die Produkte durch fraktionierte Kristallisation
trennt, wobei das d-Säuresalz in Methanol am wenigster löslich ist. Die d-Salze werden säuregespalten unc
ergeben das entsprechende, optische Isomere, d. h d-2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure oder die
entsprechenden d-5'-Halogen -(Fluor-, Chlor-, Bromoder Jod)-säuren. Durch Wiederholung des Verfahren:
mit einem Alkaloid, das mit den entsprechender !-Säuren ein weniger lösliches Salz bildet, erhält man die
reine l-2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure odei
die entsprechenden l-5'-Halogensäuren.
Versuch
a) In eine Lösung aus 5 g 2-Methoxynaphthalin ir 100 ecm Essigsäure wurde eine Lösung aus 1,1 molarer
Äquivalenten Brom in 50 ecm Essigsäure eingetropft Nach Verschwinden der Bromfarbe wurde Wassei
zugefügt. Der gebildete Feststoff wurde abfiltriert, mi Wasser neutral gewaschen, umkristallisiert, erneu
gewaschen und getrocknet und ergab l-Brom-2-metho xynaphthalin.
b) Wurde Teil a) unter Verwendung von 1,1 Mol Chloi
(das durch die Reaktionsmischung geleitet wurde) odei 1,1 MoI Jod (in 50 ecm Essigsäure) anstelle von Brorr
wiederholt, so erhielt man l-Chlor-2-methoxynaphtha
lin bzw. 1 -Jod-2-methoxynaphthalin.
c) 1 g j9-Naphthol wurde in 30 ecm siedendei
Essigsäure gelöst; als die Lösung eine Temperatur vor 45°C erreicht hatte, wurde langsam eine molekulai
äquivalente Menge Salpetersäure zugefügt Nach Stehenlassen über Nacht bei Zimmertemperatur wurde
die Reaktionsmischung mit Wasser gemischt Dei ausgefallene Feststoff wurde abfiltriert, mit Wassei
gewaschen und durch Chromatographie auf Tonerde gereinigt; so erhielt man 1 -Nitro-2-hydroxynaphthalin.
0,5 g 1-Nitro-2-hydroxynaphthalin wurde mit einem
molaren Überschuß an Dimethylsulfat in Tetrahydrofuran (50 ecm) und 50 ecm 10%igen Kaliumhydroxidlö
sung innerhalb von 6 bis 8 Stunden mit periodische! Zugabe einer 40%igen Kaliumhydroxidlösung (32 ecm)
um die Reaktionsmischung basisch zu halten, methyliert Das 1 -Nitro-2-methoxynaphthalin wurde von dei
Reaktionsmischung abgetrennt, gewaschen und getrocknet.
Ig l-Nitro-2-methoxynaphthalin in 200 ecm abs.
Äthanol wurde über 1 g Raney-Nickel als Katalysator bei 25° C und einem anfänglichen Druck von 2,8 kg/cm2
hydriert, bis die theoretische Wasserstoffmenge absorbiert war. Der Katalysator wurde entfernt, das Filtrat
unter Vakuum zur Trockne konzentriert und der Rückstand aus Methanol umkristallisiert; so erhielt man
l-Amino-2-methoxynaphthalin.
Eine Suspension aus l-Amino-2-methoxynaphthalin (1 g) in einer Mischung aus 50 ecm Tetrahydrofuran,
10 ecm Dioxan und 12,5 ecm 48%iger wäßriger Fluorborsäure wurde auf 0°C abgekühlt. Eine Lösung
aus 6,2 g Natriumnitrat in 20 ecm kaltem Wasser wurde ι j
innerhalb von 5 Minuten unter heftigem Rühren in die Mischung eingetropft, wogei die Temperatur auf 0 bis
100C gehalten wurde.
Die Aufschlämmung wurde 1 Stunde bei 00C gerührt
und mit 650 ecm kaltem Wasser verdünnt, wodurch das 1-Diazoniumfluorborat des 2-Methoxynaphthalins ausfiel. Der Niederschlag wurde abgetrennt, mit Äther
gewaschen und getrocknet.
Eine Mischung aus 1 g Diazoniumfluorborat und 1 g
Kupferpulver wurde in einer dünnen Schicht in eine Sublimationsvorrichtung ausgebreitet und unter Vakuum (0,2 mm) zersetzt, indem man die Ölbadtemperatur
langsam innerhalb von 6 Stunden auf 1700C erhöhte.
Das auf den Seiten der Kolonne sublimierte feste Material wurde gesammelt, in Chloroform gelöst,
filtriert, getrocknet und auf mit Säure gewaschener Tonerde chromatographiert, wobei mit Benzol eluiert
wurde; so erhielt man 1 -Fluor-2-methoxynaphthaIin.
d) Wurde im Verfahren von Teil a) und b) 2-Methoxynaphthalin durch 2-Hydroxy naphthalin ersetzt, so erhielt man l-Brom-2-hydroxynaphthalin,
l-Chlor-2-hydroxynaphthalin bzw. 1-Jod-2-hydroxynaphthalin.
In 100ecm 15-N-Natriumhydroxid wurde l-Brom-2-hydroxynaphthalin gelöst und die Lösung filtriert und
abgekühlt. Dazu wurden 10 ecm Dimethylsulfat gegeben; nach einigen Minuten fiel das Produkt aus der
Reaktionsmischung aus. Der Feststoff wurde aufgebrochen und mit 100 ecm 1-n-Natriumhydroxid gewaschen.
Dann wurde er azeotrop mit Benzol getrocknet und destilliert wodurch man l-Brom-2-methoxynaphthalin
erhielt
Durch Wiederholung dieses Verfahrens mit 1-Chlor-2-hydroxynaphthalin oder l-Jod-2-hydroxynaphthalin
erhielt man l-Chlor-2-methoxynaphthalin bzw. l-Jod-2-methoxynaphthalin.
a) 14 000 ecm Nitrobenzol und 200 g l-Brom-2-methoxynaphthalin wurden unter Stickstoff gemischt
und auf 0 bis 5° C abgekühlt Zu dieser Lösung wurden 2600 g Aluminiumtrichlorid in 20 000 ecm Methylenchlorid, auf 0 bis 5°C vorgekühlt, zugegeben. Innerhalb
von 30 bis 40 Minuten wurden zu dieser Mischung 1300 g Acetylchlorid zugefügt, wobei die Temperatur
unter 25° C gehalten wurde. Nach beendeter Acetylchloridzugabe wurde die Mischung auf 35°C erwärmt
und 10 Stunden auf dieser Temperatur gehalten.
Zur Entfernung organischer Verunreinigungen aus der Methylenchloridschicht wurde die Reaktionsmischung wiederholt mit Wasser, das Salzsäure enthielt,
gewaschen. Die Methylenchloridschicht wurde unter
Vakuum zu einem schweren Sirup konzentriert. Das
2-Acetyl-5-brom-6-methoxynaphthalin wurde durch Zugabe von Methanol und anschließend Wasser ausgefällt,
filtriert, gewaschen, getrocknet und aus Cyclohexan umkristallisiert.
b) Eine Mischung aus 4800 ecm Dimethylsulfoxid und
400 ecm Tetrahydrofuran wurde mit Stickstoff durchgespült und auf 10 bis 150C abgekühlt. Zu dieser Mischung
wurden 500 g Natriummethoxyd und 1300 g Trimethylsulfoniumjodid zugegeben. Während die Temperatur
der Mischung auf 10 bis 15°C gehalten wurde, fügte man
innerhalb von 30 Minuten eine Lösung aus 100 g 2-Acetyl-5-brom-6-methoxynaphthalin in einer Mischung von 2400 ecm Dimethylsulfoxid und 920 ecm
Tetrahydrofuran zu. Nachdem die Temperatur der Mischung weitere 15 Minuten auf 10 bis 15°C gehalten
worden war, wurde die Reaktionsmischung auf ein Gesamtvolumen von 50 000 ecm mit kaltem Wasser
verdünnt und filtriert und der Filterkuchen mit Wasser gewaschen, bis die Waschwasser neutral waren. Das
erhaltene 2-(5'-brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propylenoxid wurde bei 500C getrocknet.
Das in diesem Beispiel verwendete Trimethylsulfoniumjodid wurde hergestellt, indem man langsam 2000 g
Dimethylsulfid zu 4660 g Methyljodid unter Kühlen in einem Eisbad zugab. Die Mischung wurde über Nacht
bei 20°C belassen und der feste Reaktionskuchen aus heißem Wasser umkristallisiert, bei 15° C getrocknet
und bis zur Verwendung in einem Dessikkator gelagert.
c) Eine Mischung aus 7000 ecm Tetrahydrofuran und
1060 g 2-(5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propylenoxid wurde mit Stickstoff durchgespült und auf 5 bis
10° C abgekühlt. Innerhalb von 15 Minuten wurde eine Lösung aus 4 ecm Bortrifluoridätherat in 1200 ecm
Tetrahydrofuran unter Rühren zur Mischung zugefügt Nach beendeter Zugabe wurde die Mischung 30
Minuten bei 5 bis 100C gerührt. Dann wurden 8 ecm
Pyridin zugefügt und die erhaltene Mischung durch Destillation unter vermindertem Druck auf 2000 ecm
konzentriert. Dieses Konzentrat enthielt 2-(5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd.
d) Der den genannten Aldehyd enthallende Rest aus
Teil c) wurde per se verwendet Es wurden 6500 ecm Pyridin zugefügt und die Destillation unter vermindertem Druck fortgesetzt, bis die Flüssigkeitstemperatur
drastisch anstieg, was die Abwesenheit von restlichen Tetrahydrofuran anzeigte. Dann wurde eine Lösung aus
400 g Hydroxylaminhydrochlorid in 800 ecm Wasser zugegeben und die Mischung unter Rühren in einem Bad
15 Minuten erhitzt Dann wurde sie abgekühlt und es wurden 5000 ecm Wasser und 4000 ecm Methylenchlorid zugegeben. Die Mischung wurde heftig gerührt, dann
wurden die Phasen sich abscheiden gelassen. Die untere organische Phase wurde abgetrennt und die wäßrige
Phase mit Methylenchlorid extrahiert Die das 2-{5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldoxim enthaltenden organischen Phasen wurden auf 1500—2000 ecm
durch Destillation, zuerst bei atmosphärischem Druck und dann unter Vakuum konzentriert
e) Der aus dem Verfahren von Teil d) erhaltene Rückstand wurde in der erhaltenen Form verwendet Es
wurden 7200 ecm Äthylenglykol und eine Lösung aus 100 g Kaliumhydroxid in 100 ecm Wasser zugegeben.
Unter mildem Rühren wurde die Mischung auf etwa 125° C erhitzt und 7 Stunden auf dieser Temperatur
gehalten. Dann wurde abgekühlt und in 60 000 ecm Wasser gegossen, worauf mit Methylenchlorid extrahiert und die Extrakt*· verworfen wurde.
Die wäßrige, mit 20 000 ecm Aceton verdünnte Schicht wurde auf 45 bis 500C erwärmt und langsam mit
750 ecm konzentrierter Salzsäure angesäuert. Das Aceton wurde weitgehend durch Destillation unter
Vakuum entfernt, und die erhaltene Suspension wurde auf 15°C abgekühlt, filtriert und mit Wasser gewaschen.
Der feuchte Kuchen aus 2-(5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure wurde erneut in Aceton gelöst, mit
Tierkohle behandelt, filtriert, konzentriert und erneut mit Wasser ausgefällt. Das filtrierte Material wurde mit
Wasser gewaschen und getrocknet. Es wurde eine Mischung der d- und 1-Isomeren der Säuren erhalten.
f) In einen mit Rückflußkühler und Stickstoffeinlaß versehenen 250-Kolben wurden 60 g Magnesiumpulver,
50 ecm wasserfreies Methanol und 10 g Triäthylamin gegeben. Der Kolben wurde mit Stickstoff durchgespült,
und während der gesamten Reaktionszeit wurde eine Stickstoffatmosphäre aufrechterhalten. Aus einem
Tropftrichter wurden langsam 0,1 Mol dl-2-(5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
in 15,0 g Methanol zugegeben. Die Mischung wurde eine weitere Stunde nach beendeter Zugabe der 2-(5'-Brom-6'methoxynaphthpropionsäure
unter Rückfluß erhitzt. Die abgekühlte Mischung wurde mit ön-Salzsäure gemischt, bis
kein Magnesium zurückblieb. Dann wurde sie in Wasser gegossen, mit Methylenchlorid versetzt und die
Mischung geschüttelt. Die organische Schicht wurde abgetrennt, mit Wasser gewaschen und die dl-2-(6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
durch Konzentrieren der Lösung und Zugabe von Hexan kristallisiert.
g) Die Mischung der d- und 1-Isomeren der erhaltenen
dl-2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure wurde zu einer Lösung von Cinchonidin in Methanol zugegeben
und das Cinchonidinsalz der d-Säure aus der Lösung auskristallisiert. Dieses Salz wurde zuerst aus einer
Lösung aus Aceton und Methanol und dann aus einer Lösung von Pyridin und Isopropanol umkristallisiert.
Das erhaltene Produkt wurde mit Salzsäure hydrolysiert und mit Äthylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde mit
Isopropanol gemischt und die Mischung zur Entfernung des Äthylacetats aus Ausfällung des Produktes destilliert.
Der Niederschlag wurde mit kaltem Isopropanol gewaschen und getrocknet und ergab d-2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure
mit einem F. von 155,3° C ίο und einer optischen Drehung von [a] D= +65,5°
(C=I1OmCHCI3).
Eine Lösung aus 8n-Chromsäure (hergestellt durch Mischen von 26 g Chromtrioxid mit 23 ecm konz.
Schwefelsäure und Verdünnen mit Wasser auf 100 ecm) wurde unter Stickstoff und mit Rühren zu einer Lösung
aus 1 g 2-(5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd (erhalten gemäß Beispiel 1 Teil a bis c) in 10 ecm
Aceton, die auf 0°C abgekühlt worden war, zugegeben.
Die Chromsäurezugabe wurde fortgesetzt, bis die Farbe des Reagenz in der Mischung bestehen blieb. Dann
wurde die Mischung 5 Minuten bei 0 bis 5° C gerührt und mit Wasser verdünnt. Der gebildete Feststoff wurde
abfiltriert, mit Wasser gewaschen und unter Vakuum getrocknet und ergab dl-2-(5'-Brom-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure,
die gemäß Beispiel 1 f debromiert werden kann.
Beispiel 1 und 2 können in gleicher Weise wiederholt werden, wenn man anstelle der bromierten die
entsprechenden chlorierten, fluorierten oder jodierten Ausgangsmaterialien einsetzt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächsta) l-Halogen-2-methoxynaphthalin mit Acetylchlorid oder Essigsäureanhydrid in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren in einem inerten organischen Lösungsmittel umsetzt, danachb) das erhaltene 2-Acetyl-5-halogen-6-methoxynaphthalin mit Trimethylsulfoniumjodid oder Trimethylsulfoxoniumjodid in einer Lösung von Tetrahydrofuran und Dimethylsulfoxid, die einen molaren Überschuß eines niedrigen Alkalimetallalkoxids enthält, umsetzt; anschließendc) das erhaltene 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphlh-2'-yl)-propylenoxid entweder bei einer Temperatur von etwa 0 bis 30°C in Gegenwart einer Lewissäure in einem inerten organischen Lösungsmittel oder bei einer Temperatur oberhalb von 1200C in Gegenwart einer Lewissäure ohne Lösungsmittel oder durch Erhitzen ohne Lösungsmittel auf eine Temperatur oberhalb 2200C umsetzt undd) den erhaltenen 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd entweder mit einer Chromsäurelösung zur 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure umsetzt oder mit Hydroxylaminhydrochlorid in einem inerten Lösungsmittel zum 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-porpionaldoxim umsetz! und dieses danne) durch Erhitzen auf eine zur Dehydratisierung ausreichenden Temperatur zum 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionitril dehydratisiert und dieses gleichzeitig oder in einer weiteren Stufe zur 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure hydrolysiert undf) die erhaltene 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure zur 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yI)-propionsäuredehalogeniert.c) das erhaltene 2-(5'-HaIogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-piopylenoxid entweder bei einer Temperatur von etwa 0 bis 300C in Gegenwart einer Lewissäure in einem inerten organischen Lösungsmittel oder bei einer Temperatur oberhalb von 120° C in Gegenwart einer Lewissäure ohne Lösungsmittel oder durch Erhitzen ohne Lösungsmittel auf eine Temperatur oberhalb 2200C umsetzt undίο d) den erhaltenen 2-{5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionaldehyd entweder mit einer Chromsäurelösung zur 2-(5'-HaIogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure umsetzt oder mit Hydroxylaminhydrochlorid in einem inerten Lösungsmittel zum 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-pro pionaldoxim umsetzt und dieses danne) durch Erhitzen auf eine zur Dehydratisierung ausreichenden Temperatur zum 2-(5'-Halogen-6'-methoxynaphth-2'-yl)-propionitriI dehydratisiert und dieses gleichzeitig oder in einer weiteren Stufe zur 2-(5'-Haiogen-6'-methoxynaphth-2'-yI)-propionsäure hydrolysiert undf) die erhaltene 2-(5'-Halogen-6'methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure zur 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)- propionsäure dehalogeniert.Die 2-(6'-Methoxynaphth-2'-yl)-propionsäure ist eine entzündungshemmend, analgetisch, antipyretisch und antipruritisch wirkende Verbindung (siehe ältere DT-OS 16 68 654).Das neue Verfahren verläuft nach dem folgenden Formelschema, in dem auch die Herstellung der Ausgangsmaterialien enthalten ist. Daher steht X für Halogen (Fluor, Chlor, Brom oder Jod).
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US74860368A | 1968-07-30 | 1968-07-30 | |
| US74860368 | 1968-07-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1934460A1 DE1934460A1 (de) | 1970-02-05 |
| DE1934460B2 DE1934460B2 (de) | 1977-06-23 |
| DE1934460C3 true DE1934460C3 (de) | 1978-02-02 |
Family
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