CH414451A - Verpackungsmaterial - Google Patents
VerpackungsmaterialInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Verpackungsmaterial
Die Erfindung betrifft ein aus Polymerfolien bestehendes Verpackungsmaterial, das insbesondere für Wegwerfpackungen für Milch, aber auch für Öle, Fette und andere flüssige oder fliessfähige, pastenförmige oder feste Lebensmittel, Getränke oder kosmetische Zubereitungen geeignet ist.
Das Verpackungsmaterial gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das schlauchförmig ausgebildete Material mindestens eine praktisch lichtundurchlässige Schicht besitzt.
Die Verpackung von Milch und ähnlichen Produkten in wegwerfbaren Behältern gewinnt zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung, weil Reinigung und Transport der üblichen Glasbehälter unwirtschaftlich ist.
Für wegwerfbare Milchverpackung ist es bekannt, Schichtstoffe oder Laminate auf Basis von Hartpapier und Polyäthylen oder 1 und Wachs zu verwenden, welche die Wandung der Verpackung für die Milch undurchlässig machen. Der Nachteil dieses Verpackungsmaterials ist die relativ ungünstige Verschlussmöglichkeit und die Gefahr von Beschädigung der Packung. z. B. durch Aufreissen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass schlauchförmiges Folienmaterial aus flexiblem thermoplastischem Kunststoff dann zur Verpackung von Milch und anderen, obenerwähnten Produkten, insbesondere auf dem Lebensmittelsektor, besonders geeignet ist und die Nachteile der bekannten wegwerfbaren Verpackungen vermeidet, wenn es mindestens eine für Licht praktisch undurchlässige Schicht aufweist.
Das schlauchförmige Folienmaterial kann aus den bekannten thermoplastischen Kunststoffen bestehen, die sich zu flexiblen Folien verarbeiten lassen und keine besonderen Zusatzstoffe, wie Weichmacher, zur Verarbeitung als flexible Folien erfordern.
Beispiele hierfür sind Polyolefine, insbesondere Poly äthylene, deren Heissiegelfähigkeit für die Verpakkung vorteilhaft ist. Polyäthylen mittlerer oder hoher Dichte ist besonders geeignet. Es können die in üblicher Weise, z. B. nach dem Blasverfahren hergestellten Schlauchfolien, aber auch längsgeschweisste bzw.
Iängsgeklebte Schlauchfolien verwendet werden.
Nahtlose Schlauchfolien werden bevorzugt. Auch Polyamide, Polyester oder Polycarbonate sind geeignet. Fernerhin kann auch mehrschichtiges Material aus verschiedenen der genannten Stoffe verwendet werden. Besonders bevorzugt wird ein Schlauchmaterial mit mindestens zwei Schichten aus jeweils gleichem oder unterschliedlichem thermoplastischen Polymeren, von denen eine und vorzugsweise die im Schlauchinneren befindliche Schicht mit einem Zusatz versehen ist, der eine praktisch vollständige Lichtundurchlässigkeit (mindestens zu 950/0, vorzugsweise zu 100 O/o undurchlässig) dieser Schicht bewirkt, z. B. Russ oder ein ähnliches schwarzes Pigment bzw. ein schwarzer Farbstoff. Die Aus sein schicht kann z.
B. weiss gefärbt sein, etwa durch Zusatz von weissem Füll- oder Farbstoff zum Thermoplast der Aussenschicht, sofern dieser Thermoplast nicht schon von sich aus undurchsichtig ist. Ein derartiges zwei- oder mehrschichtiges Material kann zweckmässig nach dem Blasschlauchverfahren mit mindestens zwei Extrudern hergestellt werden, die einen gemeinsamen Kopf besitzen, der zwei oder mehr konzentrische Ringspaltdüsen für die einzelnen Schichten aufweist.
Um das Folienmaterial für Licht praktisch undurchlässig zu machen, wie dies für die erfindungsgemässe Verpackung zur Verhinderung einer Schädigung z. B. von verpackter Milch erforderlich ist, kann allgemein ein lichtabsorbierender Stoff, z. B. schwarzes Pigment oder schwarzer Farbstoff, gleichmässig in dem Folienmaterial verteilt oder in Form einer Schicht im schlauchförmigen Folienmaterial vorgesehen sein.
Gemäss einer besonders bevorzugten Verwendung wird schlauchförmiges Folienmaterial aus Polyolefin, insbesondere Polyäthylen, verwendet, das an seiner Aussenseite durch Zusatz entsprechender Füllmittel weiss bis hellgefärbt ist und das unter der weissen Schicht eine z. B. durch Zusatz von schwarzem Füllmittel, wie Russ, dunkel bis schwarze Schicht aufweist. Aus optischen oder/und physiologischen Gründen kann die dunkle Innenschicht nochmals mit einer hellgefärbten Schicht überdeckt sein.
Die Wirkung des Lichtausschlusses ist am folgenden Beispiel zu ersehen:
Frische Milch wurde in Beuteln aus Polyäthylen Folienmaterial verpackt, das eine weisse (aussen) und eine schwarze, praktisch lichtundurchlässige (Undurchlässigkeit mindestens 98 O/o) Innenschicht aufwies.
Das Folienmaterial war nach dem Blasschlauch
Tabelte Verlust an Vitamin C in O/o
EMI2.1
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Im Zusammenhang mit diesen Untersuchungen wurde gefunden, dass die Abnahme des Gehaltes an Vitamin C stets von einer merklichen Geschmacksverschlechterung begleitet war.
Die obigen Ergebnisse zeigen, dass eine dem Tageslicht ausgesetzte Milchverpackung lichtundurchlässig sein muss, wenn eine Verschlechterung der Milch vermieden werden soll. Die erfindungsgemässe Verpackung ist somit für eine zweckmässige Milchverpackung hervorragend geeignet. Ähnliche Ergebnisse, d. h. Schädigung durch Licht, wurden bei der Verpackung anderer Produkte, z. B. Sauerkraut, Tiefkühlkost, Öl oder kosmetische Zubereitungen gefunden; derartige Produkte können daher mit Vorteil in dem erfindungsgemässen Material abgepackt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Aus Polymerfolien bestehendes Verpackungsmaterial, das insbesondere für Wegwerfpackungen von Milch geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Material schlauchförmig ausgebildet ist und mindestens eine praktisch lichtundurchlässige flexible Schicht besitzt. verfahren mit zwei konzentrischen Schlitzdüsen hergestellt, wobei das der äusseren Düse zugeführte Polyäthylen mit Teig2, das der inneren Düse zugeführte Material mit Russ gefüllt war. Der Schlauch hatte eine Dicke von etwa 0,12 mm und konnte in üblicher Weise durch Heissiegeln verschlossen werden.Die mit Milch gefüllten Packungen wurden dem Tageslicht ausgesetzt. Der Gehalt der Milch an Vitamin C wurde vor dem Abfüllen und in periodischen Abständen nach dem Abfüllen bestimmt. Der Verlust an Vitamin C (O/o) ist in der folgenden Tabelle angegeben (Spalte B). Zum Vergleich wurde der Verlust an Vitamin C einer im Dunkeln aufbewahrten Probe der Milch bestimmt (Spalte A der Tabelle).Zu Vergleichszwecken wurde die gleiche Untersuchung mit Verpackungen aus folgenden Materialien durchgeführt (siehe Tabelle): handelsübliche Hartpapierverpackung (Spalte C) gelbe Kunststoffolie (Spalte D) weiss eingefärbte Folie (Spalte E) Glas (Spalte F) UNTERANSPRÜCHE 1. Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es ein nahtloser Schlauch aus Polyolefin, vorzugsweise Polyäthylen, ist, der unter einer weissen Aussenseite mindestens eine schwarze Schicht aufweist.2. Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise mit einer heissiegelfähigen Schicht versehen ist.3. Material nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schwarze Schicht auch nach dem Schlauchinneren zu mit einer Deckschicht versehen ist.4. Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es ein dreischichtiger nahtloser Schlauch ist, der als lichtundurchlässige Schicht eine schwarze Mittelschicht aufweist, die auf beiden Seiten mit einer anders als schwarz gefärbten Schicht überdeckt ist.
Priority Applications (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0006049A1 (de) * | 1978-05-31 | 1979-12-12 | Société Chimique des Charbonnages | Transparente Folie und seine Verwendung zur Verpackung von Waren die von U.V. Licht beschädigt werden können |
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1964
- 1964-10-06 CH CH1298064A patent/CH414451A/de unknown
Cited By (2)
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| EP0006049A1 (de) * | 1978-05-31 | 1979-12-12 | Société Chimique des Charbonnages | Transparente Folie und seine Verwendung zur Verpackung von Waren die von U.V. Licht beschädigt werden können |
| FR2427269A1 (fr) * | 1978-05-31 | 1979-12-28 | Charbonnages Ste Chimique | Procede de stockage exterieur de produits en matiere plastique |
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