CH406946A - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Erhitzen und Klassieren von körnigen bis feinsten Feststoffen bei der Aufbereitung bituminösen Mischgutes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Erhitzen und Klassieren von körnigen bis feinsten Feststoffen bei der Aufbereitung bituminösen MischgutesInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen, Erhitzen und Massieren von körnigen bis feinsten Feststoffen bei der Aufbereitung bituminösen Mischgutes Die Erfindung betrifft -ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen, Erhitzen und Klassieren von körnigen bis feinsten Feststoffen, z. B. Schotter, Splitt, Sand, bei der Aufbereitung bituminösen Mischgutes.
Derartige körnige Feststoffe werden getrocknet, erhitzt und in heissem Zustand mit bituminösen Bin- demitteln gemischt. Für die Qualität und Haltbarkeit der aus den bituminösen Mischungen hergestellten Deckenbeläge ist, neben anderen Einflussgrössen, die Korngrössenkomposition der Feststoffe bzw. Ge steine massgebend.
Die bekannten Einrichtungen zur Durchführung des Trocknungs- sowie Erhitzungsvor- ganges und der nachfolgenden Siebung sehen ge trennte Aufbereitungsmaschinen vor, und zwar den direkt befeuerten Trommeltrockner und anschlies- sende Siebe, meist Schwingsiebe, denen die Gesteine aus der Trockentrommel über Fördervorrichtungen in heissem Zustand, teilweise bei Temperaturen bis zu 250 C, zugeführt werden.
In der Praxis des Trocknens und Erhitzens hat sich nun gezeigt, .dass die grösseren Anteile die zum Mischen mit Bindemitteln erforderliche Temperatur kaum erreichen, während die feineren Anteile die Solltemperatur bei weitem übertreffen können. Dies ist verständlich, wenn man berücksichtigt, dass: das:
Verhältnis Oberfläche zur Masse einer bestimmten Menge von Körnern bei kleinen Partikelchen wesent lich grösser ist als bei ,den groben, denn dieses Ver hältnis bestimmt neben anderen Einflussgrössen bei gleichbleibendem Wärmeaufwand den Trocknungs- ablauf.
Bei den. im Gegenstrom beheizten Trockentrom meln kann, beobachtet werden, dass der Bewegungsr fortschritt der gröberen Körner in der Trockentrom- mel, hervorgerufen durch die Drehung, Neigung der Trommel in Förderrichtung, sowie durch die Einbau ten durch den entgegengesetzt gerichteten Heizgas- strom kaum beeinträchtigt wird, während dies bei Teilchen kleineren Durchmessers und somit auch ge ringeren Gewichten durchaus der Fall sein kann.
Wenn, wie bekannt, die Fördervorrichtung und die Siebe hinter der Trockentrommel angeordnet sind, kühlt sich das Gestein ab, bevor es in die Dosierbunker oberhalb der Mischmaschine gelangt. Dies ganz besonders bei der Siebung, da es hierfür notwendig ist, dass die Oberflächen der Mineralteil chen freigelegt werden.
Für den Aufbereiter bitumi nösen Mischgutes ergibt sich, um die Solltemperatur des Gesteins im Dosierbunker oberhalb des Mischers zu erreichen, die Möglichkeit, das Gestein: in der Trockentrommel von vornherein auf eine höhere Temperatur zu bringen, wenn er die nachfolgende Abkühlung berücksichtigen will.
Dies mindert zwar die Wirtschaftlichkeit des Trocknungsvorganges. Viel wesentlicher allerdings für die Qualität des aus der Mischung gefertigten Deckenbelages ist die Tatsache, dass durch die höhere als die für das Mischen vorge nommene erforderliche Erhitzung des Gesteins - dies gilt besonders für die feineren Partikeln - die Gefüge bestandteile .des Gesteins beeinträchtigt werden kön nen. Der Fachmann bezeichnet dabei Feinkorn, das während des Trocknungsvorganges überhitzt wurde, als verbrannt.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren werden vorstehende Nachteile dadurch vermieden, dass die Feststoffe schon während des Trocknungs- und Erhit- zungsvorganges klassiert wenden. Hierbei erfolgt zweckmässig eine absatzweise Trocknung bzw. Erhit zung. Die groben Feststoffe werden vorzugsweise den entgegenströmenden Heizgasen in stärkerem Masse ausgesetzt als die feineren Feststoffe.
Durch dieses Verfahren kann erreicht werden, dass die Gesteinsteilchen aus dem direkt befeuerten Raum der Trommel ausgeschieden und beim Trans port durch verschiedene Ringräume weiter, aber schonender erhitzt werden, da sich die fühlbare Wärme des Trommelmantels dem Gestein mitteilt.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vor richtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, welche gekennzeichnet ist durch eine zum Trocknen, Erhitzen und Klassieren im Gegen strom dienende, beheizte, drehbare Trommel, die mit Sieben entsprechend der Anzahl der gewünschten Kornklassen versehen ist.
Zur Durchführung .des Verfahrens wird das In nere des Trommelmantels zweckmässig mit Siebflä chen, und zwar mit Trommelsieben, versehen, deren lichter Querschnitt dem der Trockentrommel ent spricht, und die starr an der Trommel befestigt sind. Die Anzahl der nacheinander angebrachten Sieb trommeln unterschiedlicher Maschenweite wird be stimmt durch die erforderliche Anzahl an Kornklas sen. Dabei weisen die Siebbeläge in Richtung des Materialdurchlaufes vorzugsweise zunehmende Ma schenweite auf.
Jedem Siebdurchgang ist zweck- mässig ein sich um den Trommelmantel schliessen der, in seiner Länge durch den Abstand Siebkam- mer-Materialaustrag bemessener Ringraum zugeord net. Diese Ringräume sind vorzugsweise mit Schnek- kengängen versehen. Durch diese wandert das ge siebte Gestein infolge der Drehung der Trockentrom mel dem Trommelausgang zu.
Die Trockentrommel wird zweckmässig nicht in ihrer ganzen Länge mit den Siebeinbauten ausgerii- stet, sondern, von der Seite des Materialeinlaufes aus gehend, ein Teil der Trommel freigelassen. Dieser Teil wird vorzugsweise lediglich mit den bekannten Wurf- bzw. Förderelementen bestückt. Dadurch kann eine Zone geschaffen werden, in der das gesamte Körnergemenge zunächst getrocknet wird, d. h. dass das Oberflächenwasser verdampft und mit den Rauchgasen abgeführt wird. Dies ist oft zweckmässig, damit die Mineralteilchen siebfähig werden.
In der Zeichnung ist ein Beispiel der erfindungs- gemässen Vorrichtung im Schema wiedergegeben.
Die im Gegenstrom beheizte Trockentrommel 1 mit Brenner 2. ist auf ihrem inneren. Umfang mit Wurf- bzw. Förderelementen 3, die hier nur angedeu tet, aber bekannt sind, versehen. Der Trocknungszone A schliesst sich das Trommelsieb 4 und dann das Trommelsieb 5 an. Jedem Siebdurchgang ist ein Ring raum 6 bzw. 7 konzentrisch zum ringförmigen Trommelquerschnitt zugeordnet, durch den das Ge stein den Trommelausträgen 8 und 9 zugeführt wird.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der Vorrich- tung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens näher beschrieben. Das Gestein tritt am Trom- rnelmund 11 ein und wird in der Zone A getrocknet.
Durch die am inneren Umfang der Trommel sowie der Siebe in der Fig. nur angedeuteten schrägen und stegförmigen Einbauten 3 wird das Gestein infolge der Drehung der Trommel 1 in Richtung 13 weiterbeför dert bzw. angehoben und in aufgelockertem Zustand den durch das Trommelinnere strömenden Heizgasen 12 dargeboten.
Nach der Trocknung in der Zone A gelangt das Gestein in die Siebkammer B. Hier werden die feine ren Gesteinsteilchen durch das Sieb 4 ausgeschieden und wandern durch den Ringraum 6 dem Austrag 8 zu. Der gleiche Vorgang vollzieht sich in der Sieb kammer C bei Sieb 5, Ringraum 7 und Austrag 9.
Der Überlauf des Siebes 5 (das gröbste Korn) wandert dem Austrag 10 zu. Auf .diese Weise werden die gröbsten Bestandteile des Gesteins am längsten den Heizgasen dargeboten.
In den Ringräumen wird das Gestein auch noch erhitzt. Die Anzahl der Siebtrommeln lässt sich ent sprechend der Anzahl der erforderlichen Kornklassen veränderlich gestalten. Je nach dem zu erfüllenden Zweck kann auch nur eine Siebtrommel verwendet werden, falls nur zwei Kornklassen notwendig sind oder lediglich eine überkom-Abscheidung durchge führt werden soll.
Ferner können an Stelle der im Querschnitt ring förmigen Trommelsiebe die Bekannten sechs- oder achteckigen, im Querschnitt wabenförmigen Trom melsiebe Verwendung finden, da diese bei Reparatu ren leichter ausgewechselt werden können und damit nicht erst ein Biegen der Siebbeläge notwendig ist.
Zur Vermeidung eines schnellen Verschleisses der Siebgewebe - im vorliegenden Fall sind die Sieb güter ja im wesentlichen Hartgestein - infolge des Materialsturzes von den Hubleistens können Teile des Siebbelages einer Siebtrommel, unter Berücksichti- gung der Lage der Hebevorrichtungen und der Auf trefflinien des heruntergleitenden Gesteins, mit Verschleissblechen in Richtung der Siebtromrnel- achse sozusagen als taube Siebflächen ausgebildet werden. Dann vollzieht sich auch der Siebvorgang nur im unteren Teil der sich drehenden Trommel beim Abrollen des Gesteins.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird eine schonende Erhitzung .des Gesteins unter Berück sichtigung der Korngrösse erreicht. Gleichzeitig wer den zwei Aufbereitungsprozesse - die Trocknung und die Klassierung - in einer Maschine mit nur einem beweglichen Teil vorgenommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Trocknen, Erhitzen und Klassie ren von körnigen bis feinsten Feststoffen bei der Aufbereitung bituminösen Mischgutes, dadurch ge kennzeichnet, dass die Feststoffe während des Trock- nungs- und Erhitzungsvorganges klassiert werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass bei der gleichzeitig vorgenomme nen Klassierung der Feststoffe eine absatzweise Trocknung bzw. Erhitzung erfolgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die groben Feststoffe den entgegenströmenden Heizgasen in stärkerem Masse ausgesetzt werden als die feineren Feststoffe.PATANTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine zum Trocknen, Erhitzen und Klassieren im Gegen strom dienende, beheizte, drehbare Trommel, die mit Sieben entsprechend der Anzahl der gewünschten Kornklassen versehen ist. UNTERANSPRÜCHE 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel in eine Trock- nungskammer (A) und mindestens eine sich daran anschliessende Siebkammer (B) aufgeteilt ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trockenkammer (A) Wurf- und Förderelemente (3) vorgesehen sind. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Siebkammer (B bzw. C) die Trommelwand als Sieb ausgebildet ist. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II oder Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Trommelsiebe verschiedener Maschenweiten hinter einandergeschaltet sind. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II oder Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das letzte Trommelsieb in der heissesten Zone liegt. B.Vorrichtung nach Patentanspruch II oder Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Trommelsiebteil (4 bzw. 5) ein Ringraum (6,7) kon zentrisch zum ringförmigen Trommelquerschnitt zu geordnet ist, durch welchen das gesiebte Material nach Korngrössen getrennt den Ausgängen (8 und 9) zugeführt wird. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass für das gröbste Korn der Fest stoffe sich der Austrag (10) am Ende der Trocken trommel befindet. 10.Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringräume (6,7) indirekt beheizt sind und innerhalb derselben eine weitere und schonende Erhitzung des Gesteins vorgenommen wird. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sechs- oder achteckige waben- förmige Trommelsiebe Verwendung finden. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebe mit Verschleissble chen versehen sind.
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