CH404232A - Vorrichtung zur stetigen Verstellung des Brennweitenstellers von Objektiven mit veränderlicher Brennweite - Google Patents

Vorrichtung zur stetigen Verstellung des Brennweitenstellers von Objektiven mit veränderlicher Brennweite

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CH404232A
CH404232A CH878962A CH878962A CH404232A CH 404232 A CH404232 A CH 404232A CH 878962 A CH878962 A CH 878962A CH 878962 A CH878962 A CH 878962A CH 404232 A CH404232 A CH 404232A
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CH878962A
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Ludwig Dr Leitz
Salzmann Gerhard
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Leitz Ernst Gmbh
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    • G02B7/02Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses
    • G02B7/04Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses with mechanism for focusing or varying magnification
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description


  Vorrichtung zur stetigen Verstellung des     Brennweitenstellers    von Objektiven  mit veränderlicher Brennweite    Gegenstand der     Erfindung    ist eine     Vorrichtung     zur stetigen Verstellung des     Brennweitenstellers    von  Objektiven mit veränderlicher Brennweite.  



  Es ist zu diesem Zweck schon vorgeschlagen  worden, den     Brennweiteneinsteller    motorisch anzu  treiben. So ist bei Verwendung eines     pankratischen     Objektives an einer Kinokamera sowohl bekannt,  den     Brennweiteneinsteller    mit einem besonderen, nur  diesem Zweck dienenden Motor anzutreiben, als  auch den Antrieb vom eigentlichen Kameramotor  abzuleiten. Die zur Verwendung kommenden     Motore     können dabei     Federmotore    oder auch     Elektromotore     sein.  



  In der Regel sind derartige Vorrichtungen relativ  aufwendige Konstruktionen, in denen besonders das       Umschalt-    bzw. Kurvengetriebe für den Vor- und  Rücklauf des Objektivs einen grösseren Raum ein  nimmt. Wird als Antrieb ein Federmotor     verwandt,     so ergibt sich ausserdem der Nachteil, dass durch  probeweises Durchfahren .des     Verstellweges,    wie es  vor der Aufnahme zur Kontrolle des Bildausschnittes  und der bildmässigen Wirkung häufig geübt wird,  die zur Verfügung stehende Federkraft schon teil  weise aufgebracht ist, bevor die eigentliche Auf  nahme beginnt.

   Das ist dann besonders hinderlich,  wenn der Antrieb direkt vom Kameramotor abgelei  tet ist, da in diesem Fall schon vor der Aufnahme  auch die den Film transportierende Kraft     vermindert     wird, so dass man tunlichst nicht vergessen darf,  nach den Proben das Federwerk wieder aufzuziehen.  



  Es bestand daher die Aufgabe, für die Brenn  weitenverstellung eine zwar wie ein Motor stetig  wirkende, in ihrem Aufbau jedoch einfache Antriebs  vorrichtung zu schaffen, die ausserdem vom eigentli  chen Film- und     Verschlussantrieb    unabhängig und  leicht     bedienbar    ist.    Diese Aufgabe ist     erfindungsgemäss    dadurch ge  löst, dass der     Brennweitensteller    über eine als Kraft  speicher wirkende Feder mit einer unabhängig von  ihm bewegbaren Handhabe gekuppelt ist und unter  der Wirkung eines seine     Verstellgeschwindigkeit    re  gelnden Hemmwerkes steht.  



  Der     Brennweitensteller    und die Handhabe können  z. B. zwei koaxial angeordnete Räder oder Scheiben  aufweisen, die federnd z. B. mittels einer Schrauben  feder miteinander gekuppelt und     im    gleichen Winkel  bereich drehbar sind. Die Feder bildet dabei den  eigentlichen Kraftspeicher für den     Antrieb    des Brenn  weitenstellers und wird vor jeder     Brennweitenver-          stellung    durch Verdrehen der Handhabe gespannt.  Der     Brennweitensteller    selbst ist dem Benutzer nicht  zugänglich.  



  Ferner können der Handhabe eine sie in ihren  beiden Endstellungen feststellende Rastvorrichtung  und dem     Brennweitensteller        eine    ihm     während     des Spannvorganges blockierende, aber wahlweise  lösbare     Sperrvorrichtung    zugeordnet sein. Durch  Betätigen eines     Auslöseknopfes    ist die Sperre lösbar,  so dass der     Brennweitensteller    unter dem Zug  der sich entspannenden Feder die Brennweite des  Objektivs mit gleichförmiger Geschwindigkeit ver  stellt. Durch Loslassen des     Auslöseknopfes    kommt  die Sperrvorrichtung wieder zur Wirkung, so dass  der     Brennweitensteller    in jeder Stellung angehalten  werden kann.

    



  Die stetige Bewegung des     Brennweitenstellers    wird  dabei durch ein an sich bekanntes     Hemmwerk    gere  gelt, dessen Laufgeschwindigkeit     in    weiten Grenzen  stufenlos regelbar sein kann. Es ist dadurch die Mög  lichkeit gegeben, die Brennweite z. B. bei der Auf  nahme einer Szene schnell und bei der Aufnahme       der    nächsten Szene langsam zu verstellen.      In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Vor  richtung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt.

    Es zeigen:       Fig.    1 eine perspektivische Ansicht des Front  teils einer Kino-Kamera mit     pankratischem    Objektiv  mit Antriebsvorrichtung für dessen     Brennweitenstel-          ler,          Fig.2    eine Teilansicht der     Objektivfassung        mit     der Antriebsvorrichtung, letztere geschnitten,       Fig.    3 eine schematische Seitenansicht der An  triebsvorrichtung, bestehend aus einem Schnitt durch  die     Fig.    2 in     Richtung        111-III,

            Fig.    4 eine schematische Darstellung der Vorrich  tung zur Geschwindigkeitsregulierung am Hemm  werk,       Fig.5    einen Schnitt durch     Fig.4    in Richtung       V-V,          Fig.    6 ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel der  Vorrichtung.  



  In     Fig.    1 ist das Gehäuse 1 einer Kinokamera       mit    einer Frontplatte 2 versehen, die ihrerseits ein       pankratisches    Objektiv 3 trägt. An letzterem ist aussen  ein     Brennweitensteller    4 in     Form    einer teilweise  verzahnten Scheiben     angeordnet.    Gleichachsig dazu  ist eine Handhabe 5 - ebenfalls in Form einer  Scheibe - gelagert, deren Umfang mit einem     Rändel     versehen ist.

   Zwischen dem     Brennweitensteller    4 und  der Handhabe 5 sitzt eine     Schraubenfeder    6, die den  Kraftspeicher für den motorischen Antrieb des       Brennweitenstellers    4     bildet    und vor jeder Brenn  weitenverstellung durch Verdrehen der Handhabe 5  gespannt wird. Ein Hemmwerk 12 regelt den gleich  mässigen Ablauf dieses Antriebsvorganges und ist  ebenfalls aussen an der     Objektivfassung    angeordnet.  



  Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus       Fig.2    ersichtlich: An der Fassung des Objektivs 3  ist ein rohrförmiger Stutzen 8     angeflanscht,    auf des  sen äusserem Umfang sowohl der     Brennweitensteller     4 als auch die Handhabe 5 drehbar gelagert sind.  Der     Brennweitensteller    4 ist teilweise als     Zahnkranz     4a ausgebildet, dessen     Zähne    im Objektiv 3 mit  einem koaxial zur optischen Achse gelagerten Zahn  ring 9 kämmen und daher bei Drehung des Brenn  weitenstellers 4 diesen     Zahnring    9 verdrehen.

   Von  seiner Drehung werden in an sich bekannter und da  her nicht dargestellter Weise die zur     Brennweitenver-          stellung        erforderlichen    Verschiebungsbewegungen der  Linsenglieder innerhalb des Objektives 3 abgeleitet.  



  Der     Brennweitensteller    4 hat eine Nabe 4b, mit  der eine Hülse 10 fest verbunden ist, die gleichsam  als Lager für die Schraubenfeder 6 dient. Letztere  läuft in zwei abgebogene Enden 6a und 6b aus  (siehe auch     Fig.    3) und umgreift damit gabelförmig  zwei Stifte 4c und 5c. Der     Stift    4c ist fest mit dem       Brennweitensteller    4, der     Stift    5c jedoch fest mit der  Handhabe 5 verbunden. Zwischen der Handhabe 5  und dem     Brennweitensteller    4 besteht somit über    den Stift 5c, die Schraubenfeder 6 und den Stift 4c  eine elastische     getriebliche    Verbindung.  



  Auf dem Rohrstutzen 8 werden die Handhabe 5,  der     Brennweitensteller    4 und die Schraubenfeder 6  durch eine Scheibe 7 gehalten, die fest mit dem  Stutzen 8 verbunden, z. B. mittels einer Buchse 20  gehalten ist. Aus ihrem Aussenumfang ragt ein Stift  7a in eine Nut 5a der Handhabe 5. Durch das Zu  sammenwirken beider Teile ist die Drehmöglichkeit  der Handhabe 5 auf einen angemessenen Winkelbe  trag begrenzt. Ausserdem ist zwischen der Scheibe  7 und der Handhabe 5 eine     Kugelraste    7b wirksam,  welche die Stellung der Handhabe 5 in ihren beiden  Endstellungen rastet.  



  Die bisher beschriebenen Bauteile dienen dem  Spannen der als Kraftspeicher dienenden Schrauben  feder 6 bzw. dem Antrieb des     Brennweitenstellers    4  durch sie. Für die gleichmässige Steuerung dieses  Antriebes bzw. seiner wahlweisen Auslösung und  Arretierung ist folgende Vorrichtung vorgesehen:  An dem Rohrstutzen 8 ist mittels einer Schraube  11 ein Hemmwerk 12 gehalten. Letzteres enthält  in bekannter Weise ein Ankerrad 12a und einen  Anker 12b     (Fig.    3). Mit dem Ankerrad 12a kämmen  mehrere Zwischenräder 13, von denen das letzte  gleichachsig mit einem ausserhalb des Hemmwer  kes sitzenden grossen Antriebsrad 14 gelagert ist und  von dem her das gesamte Hemmwerk angetrieben  wird.

   Das Antriebsrad 14 sitzt dabei drehbar auf  seiner Achse 13a und ist mit ihr über eine     Friktions-          kupplung    in Form einer Federscheibe 15 gekuppelt       (Fig.    2). Das Antriebsrad 14 kämmt seinerseits mit  einer Verzahnung 4d, die auf der der Nabe 4b ent  gegengesetzten Seite des     Brennweitenstellers    4 ange  ordnet ist.  



  Auf das Hemmwerk 12 wirkt eine lösbare Sperre  ein. Sie besteht aus einem verschiebbaren, abge  winkelten Stift 16, der in einer seiner Stellungen mit  seinem abgewinkelten Teil 16a die Bewegung des  Ankers 12b und damit den Ablauf des Hemmwerkes  sperrt. In diese Sperrstellung wird er durch die Kraft  einer an ihm angreifenden Feder 17     (Fig.    2) gezogen,  so dass er aus ihr nur durch besondere Krafteinwir  kung     entfernbar    ist.  



  Mit seinem anderen Ende reicht der Stift 16  durch einen entsprechenden Ausbruch in das Innere  des Rohrstutzens B. Dort arbeitet er mit einem wei  teren Stift 18 zusammen, der ebenfalls verschiebbar  ist und unter der Wirkung einer Feder 19 steht. Letz  tere bewirkt, dass der Stift 18 gegen die den Stutzen  8 nach aussen abschliessende Buchse 20 gezogen wird,  durch die ein im Durchmesser kleineres Ende des  Stiftes 18 geführt ist. Jenseits der Buchse 20 ist der  Stift 18 mit einem Druckknopf 21 fest verbunden,  zwischen dem und der Buchse 20 die bereits genannte  Feder 19 wirksam ist.  



  Das mit dem Stift 16 zusammenwirkende Ende  des Stiftes 18 ist konisch geformt und dient dazu,  beim Niederdrücken des Druckknopfes 21 und damit      bei Längsverschiebung des Stiftes 18 den Stift 16 ent  gegen der Kraft der Feder 17 senkrecht zum Stift 18  zu verschieben und so die Sperre des     Hemmwerkes     12 zu lösen.  



  Es ist ferner eine Reguliervorrichtung für die  Laufgeschwindigkeit des Hemmwerkes 12 vorgese  hen. Diese Regulierung     erfolgt    durch Verlagerung  des     Masseschwerpunktes    des Ankers 12b. Letzterer  ist zu dem Zweck mit einem auf ihm drehbaren Zu  satzgewicht 22     (Fig.4    und 5) zu einer Einheit ver  bunden. Das Zusatzgewicht 22 hat längliche Form  und ist exzentrisch zur eigentlichen Drehachse 23  des Ankers 12b drehbar auf ihm befestigt, z. B.  lose vernietet. Ein Verdrehen des Zusatzgewichtes  22 bewirkt eine Verlagerung des     Masseschwerpunktes     des gesamten Ankers 12b, der demzufolge mehr oder  weniger schnell um seine Drehachse 23 schwingt und  dem gesamten Hemmwerk 12 so einen mehr oder we  niger schnellen Lauf gestattet.

   Zum Zwecke der Ein  stellung der Laufgeschwindigkeit von aussen ist ein  verschiebbarer Greifer angeordnet     (Fig.    5). Er besteht  aus einer die     Hemmwerksgehäusewand    durchdrin  genden Achse 25, an der auf der Aussenseite ein       Rändelknopf    26 mit Markierungsscheibe 26a und auf  der Innenseite ein Hebel 27 mit einem Stift 28 be  festigt sind. Die Achse 25 ist gegen eine Federscheibe  29 in Pfeilrichtung der     Fig.    5 axial verschiebbar. Da  bei greift der Stift 28 in einen Ausbruch 30 im Zu  satzgewicht 22 ein, so dass in niedergedrückter Stel  lung durch Drehen des     Rändelknopfes    26 dieses  ebenfalls, und zwar relativ zum Anker 12b verdreht  werden kann.  



  Der wahlweisen Ausschaltung der Antriebsvor  richtung und     damit    dem Antrieb des Brennweiten  stellers 4 von Hand dient nachstehend beschriebene  Konstruktion:  Die Handhabe 5 ist auf dem Rohrstutzen 8 axial  verschiebbar. Diese     Axialverschiebung        erfolgt    gegen  die Kraft einer zwischen der Handhabe 5 und dem       Brennweitensteller    4 angeordneten Druckfeder 35       (Fig.    2), die ebenfalls den Rohrstutzen 8 umgreift und  sich auf der einen Seite an der Handhabe, auf der  anderen Seite gegen den     Brennweitensteller    4 ab  stützt.

   Letzterer ist auf einem Teil     seines    Umfanges  mit Ausbrüchen, Bohrungen oder dergleichen 36  versehen     (Fig.    2 und 3).     In    einen dieser Ausbrüche 36  greift bei     Axialverschiebung    der Handhabe 5 in  Richtung auf das Objektiv der     Stift    5c     ein,    wodurch  eine starre Verbindung     zwischen    der Handhabe 5  und dem     Brennweitensteller    4 hergestellt ist. Die  beiden Endstellungen der Handhabe 5 in axialer  Richtung werden durch eine federnde Rastvorrich  tung 37 gesichert.  



  Die Funktion der vorstehend beschriebenen An  triebsvorrichtung wird durch Verdrehen der Hand  habe in ihre andere Endlage eingeleitet. Dabei nimmt  der Stift 5c das eine Ende, z. B. 6a, der Schrauben  feder 6 mit. Das andere Ende 6b wird dagegen im  Moment am Stift 4c des     Brennweitenstellers    4 orts  fest gehalten, denn letzterer     kämmt        mit    seiner Ver-         zahnung    4d     mit    dem Antriebsrad 14 des Hemm  werkes 12, dessen Bewegung zunächst noch durch  die     Hemmwerksperre    in Form des Stiftes 16 ver  hindert     wird.    Es ergibt sich daher bei der Verdrehung  der Handhabe 5 ein     Spannen    der Schraubenfeder 6,

    was eine     Aufladung    des     Kraftspeichers    für den ste  tigen und zügigen Antrieb bedeutet.  



  Dieser Antrieb wird durch Lösen der Hemmwerk  sperre in Gang gesetzt. Dazu ist es erforderlich, dass  der     Benutzer    den Druckknopf 21 niederdrückt und  damit den Stift 18 gegen die Kraft der Feder 19 axial  verschiebt. Das     konische    Ende des     Stiftes    18 ver  schiebt dabei seinerseits den Stift 16 gegen die     Kraft     der Feder 27, dessen abgewinkelter Teil 16a nun  mehr den     Anker    12b des Hemmwerkes 12 freigibt.  Damit ist die bisher wirksame Drehsicherung des       Brennweitenstellers    4 aufgehoben.

   Die Schrauben  feder 6 kann sich entspannen und verdreht dabei     mit          ihrem    Ende 6b über den Stift 4c den Brennweiten  steller 4, der seinerseits über seinem Zahnkranz 4a  den Zahnring 9 verstellt.  



  Die     Verstellgeschwindigkeit    wird durch das  Hemmwerk 12 geregelt. Seine     Laufgeschwindigkeit     ist variabel und kann vom Benutzer durch Nieder  drücken und Drehen des     Rändelknopfes    26 einge  stellt werden. In der bereits oben beschriebenen  Weise greift dabei der Stift 28 in den Ausbruch 30  des Zusatzgewichtes 22 und verdreht letzteres auf  dem Anker 12b. Die so bewirkte     Verlagerung    des       Masseschwerpunktes    des gesamten     Ankers    beeinflusst  die Laufgeschwindigkeit des Hemmwerkes 12 und  damit die     Verstellgeschwindigkeit    des Brennweiten  stellers 4.

   Allerdings ist die Verstellung des Zusatz  gewichtes 22 nur bei gesperrtem Anker 12b möglich,  da nur in dieser Sperrstellung die Befestigungsstelle  des Zusatzgewichtes 22 am Anker 12b koaxial zur  Achse 25 steht. Mit Hilfe der Markierungen auf der  Markierungsscheibe 26a ist der     Rändelknopf    26 ge  genüber einem nicht dargestellten, gehäusefesten In  dex einstellbar. Dies erleichtert das     Wiederfinden    des  Ausbruches 3 mit dem Stift 28, falls sich der     Rän-          delknopf    26 unbeabsichtigt verstellt haben sollte.

    Zur Verhinderung einer solchen unbeabsichtigten  Verstellung ist die Achse 25 überdies mit einem ko  nischen Teil 25a versehen, dessen     Neigungswinkel          im    selbsthemmenden Bereich liegt, und     mit    dem sich  die Achse 25 bei     nichteingedrücktem    Zustand in  einen entsprechend geformten Konus in der Gehäuse  wand einsetzt.  



  Die Drehung des     Brennweitenstellers    4 kann  entweder durch Loslassen des Knopfes 21 gestoppt  werden, wodurch mittelbar das Ende 16a des Stiftes  16 die     Ankerbewegung        im    Hemmwerk 12 wieder  sperrt, oder es kann die Entspannung der Schrauben  feder 6 so weit fortschreiten, bis deren Ende 6b ge  gen den Stift 5c läuft.

   Im letzteren     Falle    ist wieder  die gleiche Relativlage     zwischen        Brennweitensteller     4 und der Handhabe 5 erreicht, wie sie vor dem Ver  drehen der Handhabe 5 bestand,     allerdings    mit dem  Unterschied, dass beide gegenüber     ihrer    ursprüngli-           chen    Lage um einen gewissen     Winkelbetrag    relativ  zur     Objektivfassung    verdreht sind.

   Die beiden     End-          stellungen,    zwischen denen sowohl die Handhabe 5  als auch der     Brennweitensteller    4 drehbar sind, sind  dabei der längsten bzw. der kürzest möglichen Brenn  weiteneinstellung des Objektivs zugeordnet, :so dass  bei einmaligem vollständigen Ablauf des     Brennwei-          tenstellers    über seinen gesamten Drehbereich die  Brennweite von ihrem grössten auf ihren     kleinsten     Wert verstellt wird bzw. umgekehrt. Nach einem  vollständigen Ablauf des     Brennweitenstellers    4 ist  die Handhabe 5 jeweils in ihre andere Endlage zu  verdrehen, um den Kraftspeicher erneut aufzuladen.  



  Wurde der Ablauf des     Brennweitenstellers    4 vor  Erreichen seiner Endlage durch Loslassen des Knop  fes 21 gestoppt und     damit    die Brennweite momentan  auf einen Mittelwert     fixiert,    so kann sie ohne weiteres  wieder in Ausgangsrichtung geändert werden, ohne  vorher bis in den anderen Extremwert gelaufen zu  sein. Es ist dazu lediglich erforderlich, dass die Hand  habe 5 in ihre andere Endlage gedreht wird. Dadurch  ändert sich die Kraftrichtung der Schraubenfeder 6  am     Brennweitensteller    4 und bei erneutem Nieder  drücken des Knopfes 21 dreht sich der Brennweiten  steller 4 wieder zurück.  



  Bei bestimmten Aufnahmen kann es wünschens  wert sein, trotz vorhandener Antriebsvorrichtung  diese zeitweise auszuschalten, um z. B. die Brenn  weitenänderung während einer Szene mit unterschied  lichen Geschwindigkeiten     vornehmen    zu können.  Eine solche Ausschaltung der Antriebsvorrichtung  lässt sich bei der beschriebenen Vorrichtung auf ein  fachste Weise dadurch bewirken, dass die Handhabe  5 axial in     Objektivrichtung    verschoben wird. Diese  Verschiebung erfolgt gegen die Kraft der Feder 35  und bringt den Stift 5c zum     Eingriff    mit einem der  Ausbrüche 36.

   Es wird so unter Ausschaltung der  Schraubenfeder 6 eine starre Kupplung zwischen  dem     Brennweitensteller    4 und der Handhabe 5 be  wirkt, welch letztere nunmehr als     Betätigungsglied     für einen direkten Antrieb von Hand des     Brennwei-          tenstellers    4 dient.

   Entsprechend der jeweiligen Dreh  geschwindigkeit des Benutzers kann die Brennweiten  verstellung bei der gleichen Szene mit unterschiedli  cher Geschwindigkeit     erfolgen.    Über seine Verzah  nung 4d steht der     Brennweitensteller    4 dabei nach  wie vor in     getrieblicher    Verbindung mit dem An  triebsrad 14 des in seiner Bewegung gesperrten       Hemmwerkes    12, so dass eine Handbetätigung des       Brennweitenstellers    4 über die Handhabe 5 nicht  ohne weiteres möglich sein dürfte.

   Da jedoch, wie  oben beschrieben, das Antriebsrad 14     mit    seiner  Achse 13a über die als     Friktionskupplung    wirkende  Federscheibe 15 verbunden ist, ist unter     überwin-          dung    dieser Friktion die Handverstellung des Brenn  weitenstellers doch möglich. Das Antriebsrad 14  dreht sich dabei auf der Achse 13a lose mit.  



       Fig.    6 zeigt ein stark     vereinfachtes        Ausführungs-          beispiel    des Erfindungsgedankens. Unter     Fortlassung     der Rastvorrichtung 7b für die Handhabe 5 und der    Sperrvorrichtung 16, 18, 21 aus dem Beispiel nach  den     Fig.    1 bis 5 ist hier eine Betätigungsvorrichtung  für den     Brennweitensteller    dargestellt, deren Aufgabe  es lediglich ist, eine kontinuierliche Verstellung des       Brennweitenstellers    sicherzustellen.  



  Die Handhabe 60 ist     mit    dem     Brennweitensteller     61 ebenfalls in der     vorherbeschriebenen    Weise mittels  einer Schraubenfeder 62 über die Stifte 60a und 61a  gekuppelt. Der     Brennweitensteller    61 unterliegt in  seiner Bewegung auch hier dem regelnden     Einfluss     eines Hemmwerkes 63.  



  Bei Betätigung der Handhabe 60 wird jedoch  wegen der fehlenden Sperrvorrichtung für den Brenn  weitensteller 61 letzterer über die Schraubenfeder 63  der Bewegung der Handhabe 60 direkt nachgeführt.  Das Hemmwerk 63 regelt dabei seine     Verstellge-          schwindigkeit,    die trotz möglicherweise schneller oder  ruckweiser Verstellung der Handhabe 60 nie über die       Hemmwerksgeschwindigkeit    hinaus ansteigen kann.  Es ist demnach möglich, den     Brennweitensteller    61  zusammen mit der Handhabe 60 beliebig langsam,  jedoch nicht beliebig schnell zu verstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur stetigen Verstellung des Brenn weitenstellers von Objektiven mit veränderlicher Brennweite, gekennzeichnet durch einen Brennwei- tensteller (4), der über eine als Kraftspeicher wir kende Feder (6) mit einer unabhängig von ihm be wegbaren Handhabe (5) gekuppelt ist und unter der Wirkung eines seine Verstellgeschwindigkeit regeln den Hemmwerkes (12) steht. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Einsteller (4) und die Hand habe (5) zwei koaxial angeordnete Räder oder Schei ben aufweisen, zwischen denen als Federkupplung eine Schraubenfeder (6) ebenfalls etwa koaxial ange ordnet ist. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (5) in ihren bei den Endlagen rastbar ist, und dass eine den Brenn weitensteller (4) während des Spannvorganges blok- kierende, aber wahlweise lösbare Sperrvorrichtung angeordnet ist. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (5) und der Ein steller (4) auf den einander zugekehrten Seiten je einen Stift (4c, 5c) tragen, die beide zwischen die eine Gabel bildenden zueinander strebenden Enden <I>(6a, 6b)</I> der Schraubenfeder (6) ragen. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmwerk (12) mit dem Brennweitensteller (4) über eine Reibungskupplung (13a, 14, 15) getrieblich verbunden ist. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufgeschwindigkeit des Hemmwerkes (12) auf verschiedene Geschwindig keiten einstellbar ist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5 mit anker gesteuertem Hemmwerk, dadurch gekennzeichnet, dass der Hemmwerksanker (12b) mit einem auf ihm verstellbaren Zusatzgewicht (22) versehen ist, durch dessen Verstellung eine Verlagerung des Masse schwerpunktes des Ankers (12b) bewirkt wird.
    7. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auslösbare Sperrvorrichtung für den Brennweitensteller (4) aus einem den Anker (12b) des Hemmwerkes (12) blockierenden, gegen Federdruck lösbaren Hebelsystem (16, 17, 18, 19) besteht. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Kupplungsmittel zur starren Kupplung der Handhabe (5) mit dem Brennweiten steller (4) angeordnet sind. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Kupplungsmittel der Stift (5c) dient, und dass die Handhabe (5) in axialer Rich tung zwischen zwei Endstellungen verschiebbar und in ihnen mittels einer Rastvorrichtung (29) rastbar ist. 10.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennweitensteller (4) auf seinem der Lage des Stiftes (5c) an der Handhabe (5) entsprechenden Umfang mit Nuten, Bohrungen (36) oder dergleichen versehen ist, in die der Stift (5c) bei Axialverschiebung der Handhabe (5) eingreift.
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