CH397443A - Druckmittelsteuereinrichtung für durch Hilfskraft unterstützte Lenkeinrichtungen, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Druckmittelsteuereinrichtung für durch Hilfskraft unterstützte Lenkeinrichtungen, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Druckmittelsteuereinrichtung für durch Hilfskraft unterstützte Lenkeinrichtungen, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druck mittelsteuereinrichtung für durch Hilfskraft unter stützte Lenkeinrichtungen, insbesondere für Kraft fahrzeuge, mit durch ein Lenkorgan drehbaren und durch die Wirkung eines verdrehweichen Gliedes re lativ zueinander bewegbaren Steuerteilen.
Es sind bereits Einrichtungen der genannten Art bekanntgeworden, bei welchen das Druckmittel mit Hilfe zweier durch die Wirkung eines verdrehweichen Gliedes relativ zueinander verstellbarer und mit Steuernuten versehener Steuerbüchsen, entsprechend der Lenkeinschlagsrichtung, dem einen oder anderen Zylinderraum vor einen Hilfskraftkolben zugeleitet wird.
Mit der vorliegenden Erfindung wird bezweckt, eine Einrichtung zu schaffen, bei welcher die Steue rung des Druckmittels und die Erzielung einer am Lenkhandrad spürbaren, der Lenkeinschlagsrichtung entgegenwirkenden Kraft mit ein und denselben Steuerteilen erfolgt, d. h. mit den gleichen zur Steue rung des Druckmittels dienenden Kolben.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass zwi schen den relativ zueinander bewegbaren, im Lenk gehäuse drehbar angeordneten Steuerteilen durch diese über zwei Zapfen entgegengesetzt verstellbare, zur Steuerung des Druckmittels dienende Steuerkol ben eingesetzt sind, dass ein mit dem Druckerzeuger verbundener und das Druckmittel zu den Steuerkol ben leitender Ringraum vorhanden ist und dass jeder Steuerkolben zwei vom Druckmittel des Ringraumes beaufschlagte Endflächen und eine weitere, der einen Endfläche zuschaltbare ringförmige Kolbenfläche auf weist.
Zweckmässig weisen die Steuerkolben je zwei unterschiedlich bemessene, dauernd vom Druckmittel beaufschlagte Kolbenflächen zur Erzielung einer der Verstellbewegung entgegenwirkenden Kraft auf. Bei Druckentlastung ist dann den kleineren Kolbenflä chen je eine weitere Kolbenfläche zugeschaltet. Weiterhin sind vorteilhaft die Steuerkolben quer zur Längsachse der Steuerteile und parallel zueinan- derliegend in einem der Steuerteile angeordnet, und die geringer bemessenen, Kolbenflächen liegen auf ein und derselben Kolbenseite. Die Grösse der Rückwirkung auf das Lenkrad kann durch Vergrösserung bzw.
Verkleinerung der kleineren Kolbenflächen der Steuerkolben verkleinert bzw. vergrössert werden. Damit wird auch der ma nuelle Kraftanteil an der Lenkung verändert. Werden die beaufschlagbaren Flächen der Steuerkolben gleich gross ausgeführt, so ist eine Rückwirkungskraft über haupt nicht vorhanden. Dies ist z. B. bei Schleppern, Hubstaplern und ähnlichen Fahrzeugen erwünscht. Es können daher die Steuerkolben mit den sie um schliessenden Steuerbüchsen gegen solche anderer Ausführung ausgetauscht werden, um jede Forderung bezüglich Rückwirkung und Strassengefühl erfüllen zu können.
Mit dieser Ausbildung der Steuereinrichtung kann eine weitgehend spielfreie und leichtgängige Lenkung erzielt werden, die einen geringen Raumbedarf auf weist. Sie kann auch für Lenksäulen in geknickter Ausführung verwendet werden, wobei die Lenkspin del mittels eines Kreuzgelenkes oder einer Gelenk kupplung angeschlossen wird. Durch eine direkte >-übertragung der Lenkbewegung des Lenkrades auf die Steuerkolben ohne Zwischenschaltung von über tragungsorganen ist der Aufbau einfacher und weni ger störanfällig. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, anhand von welchem weitere Einzelheiten erläutert sind.
Fig. 1 zeigt die Druckmittelsteuereinrichtung und das Lenkgetriebe in einem in Längsrichtung geführ ten Schnitt.
Fig. 2 zeigt die Druckmittelsteuereinrichtung und das Lenkgetriebe in einem Schnitt nach der Linie 11-II der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt die Druckmittelsteuereinrichtung in einem quer zur Längsachse verlaufenden Schnitt nach der Linie III-111 der Fig. 2.
Fig. 4 zeigt das Lenkgetriebe in einem quer zur Längsachse geführten Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie V -V der Fig. 3.
In den Fig. 1 bis 5 ist eine Ausführungsform einer Hilfskraftlenkeinrichtung dargestellt, bei welcher beispielsweise die Lenkmutter gleichzeitig als Hilfs- kraftkolben und das Lenkgetriebegehäuse als Druck mittelzylinder ausgebildet ist.
Das Lenkgetriebegehäuse 1 nimmt die axial in beiden Richtungen verschiebbare Lenkmutter 2 auf, die vermittels zweier umlaufender Kugelketten 3 bzw. 4 auf der Lenkschnecke 5 gelagert ist. Durch das Kolbenteil 6 der Lenkmutter 2 sind im Lenkgetriebe gehäuse 1 Zylinderräume 8 bzw. 9 gebildet, die über Verbindungskanäle mit den Steuernuten einer später noch beschriebenen Druckmittelsteuereinrichtung und dem Druckerzeuger, entsprechend der Richtung des Lenkeinschlages, wechselweise in Verbindung ge bracht werden können. Zu beiden Seiten der Lenk mutter 2 sind mit dieser vereinigte Zahnstangenteile 10 bzw. 11 vorgesehen, welche in Zahnsegmente 12 bzw. 3 3 der Lenkwelle 14 dauernd eingreifen.
Letz tere trägt an ihrem freien Ende den Lenkstockhebel 15, der über das Lenkgestänge auf die zu lenkenden Fahrzeugräder einwirkt. Die Lenkwelle 14 ist vermit tels der Rollenlager 16, 17 und 18 im Lenkgetriebe gehäuse 1 gelagert. Die Zahnprofile der Zahnstangen teile 10 bzw. 11 sind in unmittelbarer Nähe der Längsmittelebene der Lenkschnecke 5 vorgesehen, so dass die Übertragung der Kolbenkraft auf die Zahnstangen fast ohne Kippmoment des Kolbens übertragen und der Abstand zwischen Lenkschnek- ken- und Lenkwellenmitte auf ein Mindestmass ver kürzt werden kann.
Die Zahnstangenteile 10 bzw. 11 lassen sich vorteilhafterweise, beispielsweise durch Fertig-Fein-Schmieden, mit der Lenkmutter 2 ver einigen.
Eine im Lenkgetriebegehäuse 1 drehbare Exzen- terwelle 25 und eine auf dieser gelagerte Andrück- rolle 26 erlauben die Einstellung eines spielfreien Eingriffs zwischen den Zahnstangen 10 bzw. 11 und den Zahnsegmenten 12 bzw. 13. Die Rolle 26 läuft hierbei mit ihrer Mantelfläche auf einer an der Lenk mutter 2 gebildeten Fläche 27 und wird durch ent sprechende Verdrehung der Exzenterwelle gegen diese angedrückt (Fig. 4).
Bei dieser Ausführung ist es möglich, dass die Verzahnungen sich auch bei even tuellem Winkelfehler der Achsen in Fig. 1 und Fig. 4 zueinander einstellen können durch Drehung um die Schneckenachse.
Am oberen Ende der Lenkschnecke 5 ist ein im Durchmesser verstärktes Teil 31 gebildet, welches in ein hülsenähnliches Teil 32 übergeht. Die Lenkschnecke 5 führt sich frei drehbar in einem an das Lenkgetriebegehäuse 1 unter Vermitt lung eines Flanschteiles 33 angeschlossenen Gehäuse 34. Die auf der Lenkschnecke 5 wirkenden axialen Kräfte werden hier beispielsweise durch je ein Axial nadellager 36 bzw. Axialkugellager 37 aufgenommen, wobei das Lager 37 gleichzeitig zur radialen Zen trierung der Lenkschnecke 5 dient.
Die Lenk schnecke 5 stützt sich hierbei in der einen axialen Richtung über die Lagernadeln des Lagers 36 und einen Laufring 39 gegen das Flanschteil 33 ab, wäh rend sie sich in der anderen Richtung über einen Innenlaufring 42 und die Wälzkörper des Lagers 37 sowie den Aussenlaufring 44 gegen das Gehäuse 34 abstützt. Diese Art der Lagerung der Lenkschnecke gestattet geringe Pendelausschläge derselben am Ku- gelumlaufteil, so dass eine Nachstellung mit Hilfe der Andrückrolle 26 ermöglicht ist.
Der Innenlaufring 42 dient gleichzeitig als Lauf ring für das vermittels Nadeln 45 in der Lenk schnecke 5 gelagerte, mit der das Lenkhandrad tra genden Lenkspindel fest verbundene Teil 47. Letz teres ist rohrförmig ausgebildet und nimmt in seinem Inneren einen Torsionsstab 50 auf, der mittels eines Stiftes 51 mit seinem oberen Ende mit dem hül- senförmigen Teil 47 fest verbunden ist. Das untere Ende des Torsionsstabes 50 ragt in eine Bohrung in der Lenkschnecke 5 hinein und ist vermittels eines Stiftes 53 mit dieser fest verbunden.
Am unteren Ende des hülsenförmigen Teiles 47 sind radial nach aussen gerichtete, einander gegenüberliegende Vor sprünge 54 bzw. 55 gebildet, an deren Enden in axialer Richtung verlaufende Zapfen 56 bzw. 57 an gebracht sind, welche Eingriffsfinger 58 bzw. 59 aufweisen. In das verstärkte Teil 31 der Lenkschnecke 5 sind zur Längsachse der Lenkeinrichtung quer ver laufende Bohrungen eingearbeitet, in welche Steuer büchsen 65 bzw. 66 fest eingesetzt sind. In den Steuerbüchsen 65 bzw. 66 führen ,sich in beiden Richtungen verstellbare Steuerkolben 67 bzw. 68, in deren quer zur Längsachse verlaufende Langlö cher 60 bzw. 61 die Finger 58 bzw. 59 der Lenk spindel 47 eingreifen. Zur Verteilung des Drucköls auf die Steuerkolben ist ein Ringraum 74 vorgesehen, in welchen die vom Druckerzeuger kommende Druck mittelzuführungsleitung 78 mündet.
Die Steuerkolben 67 bzw. 68 weisen je drei Kolbenteile 80, 81 und 82 bzw. 83, 84 und 85 mit Steuerkanten auf, die mit entsprechenden Steuerkanten an der Steuerbüchse 65 bzw. 66 zusammenarbeiten und zwischen welchen Steuerschlitze 93 und 94 bzw. 95 und 96 gebildet sind. Vermittels der zwischen den Kolbenteilen vor handenen verjüngten Teile und der in die Steuer büchse 65 bzw. 66 eingearbeiteten Ringnuten sind Ringräume 98, 99 und 100 bzw. 101, 102 und 103 gebildet. Der Ringraum 98 bzw. 101 ist mittels einer Bohrung 104 bzw. 105 und 106 bzw. 107 mit der Ringnut 108 bzw. 109 verbunden, die ihrer seits über die Kanäle 110 bzw. 111 in den Zylinder raum 8 bzw. 9 vor dem doppelt wirkenden Hilfs- kraftkolben 2 mündet. An den Ringraum 100 bzw.
103 ist eine weitere Bohrung 115 bzw. 116 an geschlossen, welche über Bohrungen 117 bzw. 118 gleichfalls mit der Ringnut 108 bzw. 109 und dem zufolge auch mit dem Zylinderraum 8 bzw. 9 in Verbindung steht. Zwischen dem Ringraum 99 bzw. 102 und der Druckmittelrücklaufnut 127 ist vermit tels der öffnung 120 bzw. 121 in der Büchse 67 bzw. 68 und der Durchlässe 123 bzw. 124 sowie der Ringräume 126 und 127 eine Verbindung hergestellt, die eine Rückführung des Druckmittels in einen Vor ratsbehälter ermöglicht.
Die wirksamen Kolbenflä chen 128 bzw.<B>1,29</B> der Steuerkolben 67 bzw. 68 sind für die hydraulische Rückwirkung um einen be stimmten Betrag grösser als deren Gegenkolbenflä- chen 130 bzw. 131 ausgeführt, wobei durch den unteren verjüngten Teil des Steuerkolbens 67 bzw. 68 eine Differenzkolbenfläche 133 bzw. 134 gebildet ist.
Es kann aber auch wahlweise der Kolben 67 bzw. 68 mit gleichen Kolbenflächen ausgebildet wer den, wenn eine Reaktionskraft am Lenkrad nicht erwünscht ist, z. B. bei Hubstaplern und anderen Fahrzeugen, die kein Strassengefühl erfordern. Aber auch dann können die Kolbenflächen gleich sein, wenn man eine Reaktionskraft am Lenkrad dadurch erzeugt, dass man mit Hilfe besonders abgefaster Steuerkanten die Hilfskraft über die Dosierung der ölmenge im Verhältnis zur Lenkkraft abstimmen kann.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Ein richtung ist wie nachfolgend beschrieben: Wird die Lenkspindel 47 in der einen oder ande ren Richtung gedreht und wirkt dieser Drehbewegung ein Widerstand von der Strasse über die Fahrzeug räder entgegen, so erfährt der Drehstab 50 in be kannter Weise eine Verdrehung, die um so grösser ist, je grösser der Widerstand von den Fahrzeug rädern wirkt. Durch eine solche Verdrehung wird eine Relativbewegung zwischen dem unteren Ende der Lenkspindel 47 und der Lenkschnecke 5 bzw. der mit dieser vereinigten Teile 31 und 32 hervorgerufen.
Vermittels dieser Relativdrehung erfahren die in der Zeichnung in Neutralstellung befindlichen Steuerkol ben 67 bzw. 68 durch die in die Langlöcher 60 bzw. 61 eingreifenden Finger 58 bzw. 59 eine gegen läufige Verstellung in Richtung ihrer Längsachsen.
Wird die Lenkspindel 47 beispielsweise im Sinne der Uhrzeigerdrehung bewegt, so wird der Steuer- kolben 67 nach unten und in der gleichen Weise der Steuerkolben 68 nach oben verstellt, wobei hier unter dem Begriff unten bzw. oben die Verstellrichtung gemäss der Zeichnung verstanden werden soll (Fig. 3). Eine solche Verstellung des Steuerkolbens 68 hat zur Folge, dass der Ringraum 103 durch Schliessen des Steuerschlitzes 96 gegen den Ringraum 74 ab geschlossen und der Steuerschlitz 94 zwischen dem Ringraum 101 und 102 weiter geöffnet wird.
In den Ringraum 103 kann somit vom Zulauf 74 kein Druckmittel mehr zufliessen, während über die mit dem Zylinderraum 9 in Verbindung stehende Boh rung 105 die Ringräume 101 und 102 sowie die öffnung 121 das Druckmittel zum Ringraum 126 und damit zur Rücklaufnut 127 abströmen kann, so dass der ölablass des Zylinderraumes 9 geöffnet wird.
Da die wirksamen Kolbenflächen 129 und 131 des Steuerkolbens 68 unterschiedliche Abmessungen aufweisen, wirkt auf den Steuerkolben nunmehr eine Kraft im Verhältnis der Differenz der Kolbenflä chen 129 und 131, welche der Verstellung des Steuer kolbens 68 und der Verstellung der Lenkspindel 47 entgegenwirkt, so dass eine anteilige Handkraft am Lenkhandrad spürbar gemacht wird. Der Steuerkolben 67 wird, wie bereits ausgeführt, bei einer Drehung der Lenkspindel 47 im Sinne des Uhrzeigers nach oben, d. h. in einer der Verstellung des Steuerkolbens 68 entgegengesetzten Richtung ver stellt, wodurch ein Schliessen des Steuerschlitzes 93 und ein Erweitern des Steuerschlitzes 95 bewirkt wird.
Die Verbindung zwischen dem Zylinderraum 8 und der Rücklaufnut 127 über den Kanal 110, die Bohrung 1,04 und dem Ringraum 9,8 ist somit unter- brochen, während das Druckmittel von der Zulauf nut 74 in den Ringraum 100 einströmen kann. Über die Bohrung 115 und den Kanal 110 wird das Druck mittel zum Zylinderraum 8 zugeführt und eine Beauf- schlagung des Hilfskraftkolbenteils 6 bewirkt.
Da im Ringraum 100 und in der Zulaufnut 74 der gleiche Druck des Druckmittels herrscht, sind in folge der hier wirksamen Differenzkolbenfläche 133 die Kolbenflächen beider Kolbenseiten gleich gross, so dass der Kolben 67 in bezug auf die Rückwirkung auf die Lenkspindel druckneutral bleibt. Die Wir kungsweise bei einem Lenkeinschlag in entgegen gesetzter Richtung ist sinngemäss die gleiche, wobei die Steuerkolben in entgegengesetzter Richtung arbei ten. Die Durchlässe 123 bzw. 124 sind um einen bestimmten Betrag grösser ausgeführt als die Zapfen 56 bzw. 57, so dass die Zapfen eine gewisse, für die Relativbewegung der Teile 47 bzw. 5 notwendige Be wegungsfreiheit besitzen. Die Durchlässe 123 bzw.
124 sind dabei so bemessen, dass durch sie gleich zeitig eine Begrenzung des Verdrehweges des Dreh stabes erzielt ist. Gleichzeitig ist durch diese An schläge eine positive Verbindung zwischen der Lenk spindel 47 und der Lenkschnecke 5 nach Zurück- legung eines bestimmten Verdrehweges des Torsions- Stabes 50 herstellbar, so dass die Lenkung des Fahr zeuges auch ohne Hilfskraft rein manuell erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Druckmittelsteuereinrichtung für durch Hilfskraft unterstützte Lenkeinrichtungen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit durch ein Lenkorgan drehbaren und durch die Wirkung eines verdrehweichen Gliedes relativ zueinander bewegbaren Steuerteilen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den relativ zueinander bewegbaren, im Lenkgehäuse drehbar angeordneten Steuerteilen durch diese über zwei Zapfen entgegen gesetzt verstellbare, zur Steuerung des Druckmittels dienende Steuerkolben eingesetzt sind,dass ein mit dem Druckerzeuger verbundener und das Druckmit tel zu den Steuerkolben leitender Ringraum vorhan den ist und dass jeder Steuerkolben zwei vom Druck mittel des Ringraumes beaufschlagte Endflächen und eine weitere, der einen Endfläche zuschaltbare ring förmige Kolbenfläche aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkol ben (67 bzw. 68) je zwei unterschiedlich bemessene, dauernd vom Druckmittel beaufschlagte Kolbenflä chen (128 und 130 bzw. 129 und 131) und je eine weitere, der kleineren Kolbenfläche (130 bzw. 131) zuschaltbare Kolbenfläche (133 bzw. 134) zur Druck entlastung der Steuerkolben (67 bzw.68) aufweisen, so dass entsprechend der Lenkeinschlagsrichtung wechselweise einer der mit verschieden grossen End flächen ausgeführten Steuerkolben vom Druckmittel entgegen seiner Verstellung beeinflusst ist, während der zweite Steuerkolben druckneutral gehalten ist. 2. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Steuerkolben (67 bzw. 68) quer zur Längsachse der Steuerteile (5 bzw. 47) und parallel zueinander liegend in. einem der Steuerteile (5 bzw. 47) angeordnet sind und dass die geringer bemes senen Kolbenflächen (130 bzw. 131) auf ein und derselben Kolbenseite liegen.3. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass am unteren Ende der Lenkspindel (47) einander gegenüberliegende Arme (54 bzw. 55) mit Fingern (58 bzw. 59) gebildet sind, die in am Kolben (67 bzw. 68) vorhandene, quer zu deren Längsachse verlaufende Langlöcher (60 bzw. 61) ein greifen. 4. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Steuerkolben (67 bzw. 68) und dem diese aufnehmenden Steuerteil (5) vermittels Steuerkanten bzw.Steuerschlitzen (93, 94 bzw. 95, 96) gegeneinander absperrbare Ringräume (98, 99 und 100 bzw. 101, 102 und 103) gebildet sind, von welchen die Ringräume (98 bzw. 101) über Bohrungen (104, 110 bzw. 105, 111) und die Ringräume (100 bzw. 103) über die Bohrungen (115, 110 bzw. 116, 111) mit den Hilfskraft-Zylinderräu- men (8 bzw. 9) in Verbindung stehen.5. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ringräume (98 bzw. 101) über die Steuerschlitze (93 bzw. 94) mit den über Boh rungen (120 bzw. 121) zur Rücklaufnut (127) füh renden Ringräumen (99 bzw. 102) und die Ring räume (100 bzw. 103) über die Steuerschlitze (95 bzw. 96) mit der Druckmittelzuführung (74) durch Verstellung der Steuerkolben (67 bzw. 68) in Ver bindung gebracht werden können.6. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Abschliessen des Ringrau mes (100 bzw. 103) die Kolbenfläche (133 bzw. 134) unwirksam und eine Flächendifferenz zwischen den Kolbenflächen (128 und 130 bzw. 129 und 131) gebildet wird, durch welche am Steuerkolben (67 bzw. 68) eine dessen Verstellbewegung entgegengerichtete Reaktionskraft wirksam wird.7. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuerkolben (67 bzw. 68) in ihrer Verstellrichtung frei verschieblich und nur mit Hilfe der Eingriffsfinger (58 bzw. 59) in ihrer jeweiligen Stellung fixiert sind. B. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuerkolben (67 bzw. 68) in ein mit der Lenkschnecke (5) vereinigtes Teil (31) eingesetzt sind.9. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kolben (67, 68) mit den Steuer büchsen (65, 66) gegen solche anderer Ausführung austauschbar sind zur Erzielung einer veränderten Reaktionskraft. 10. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Finger (58 bzw. 59) des Steuer teiles (47) durch an dem Steuerteil (5) gebildete er weiterte Durchbrüche hindurchgreifen, und dass diese gleichzeitig als Begrenzungsanschläge für die Ein griffsfinger (58 bzw. 59) ausgebildet sind.11. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass zu beiden Seiten der Lenkmut ter (2) je eine mit den Zahnsegmenten (12 bzw. 13) an der Lenkwelle (14) in Eingriff stehende Zahn stange (10 bzw. 11) angebracht ist, deren Zahnpro file in unmittelbarer Nähe der Längsmittelebene der Lenkschnecke (5) angeordnet sind.12. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, dass im Lenkgetriebegehäuse eine durch eine Exzenterwelle (25) radial zur Lenkmutter (2) verstellbare und auf eine Fläche (27) an dieser zur Anlage kommende Andrückrolle (26) gelagert ist. 13. Druckmittelsteuereinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 10, gekennzeich net durch Steuerkolben (67 bzw. 68) mit gleich gro- ssen Kolbenflächen (128 und 130 bzw. 129 und 131).
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