CH385705A - Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern - Google Patents
Formkern für die Herstellung von HohlkörpernInfo
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Description
Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern Bei der Herstellung von Hohlkörpern mit einem Hohlraum oder mehreren Hohlräumen müssen Form kerne verwendet werden. Solche Formkerne sind häufig nur schwer vom fertig hergestellten Hohl körper zu trennen und aus diesem zu entfernen. Dieser Nachteil zeigt sich insbesondere bei gross formatigen Hohlkörpern aus Beton, z. B. Hohlbalken, Hohlsäulen, Schachtauskleidungen. Formkerne aus Holz haben sich für diese Zwecke nicht bewährt, weil sie sich leicht deformieren und einem grossen Verschleiss unterworfen sind.
Hohlkerne aus Metall müssen, damit sie sich leicht vom fertigen Hohl körper trennen lassen, mehrteilig ausgebildet sein und ihr Einsetzen in die Form, in welcher der Hohlkörper hergestellt wird, wie auch ihr Entfernen aus dem fertigen Hohlkörper ist mit grossem Arbeits- und Zeitaufwand verbunden. Diese Nachteile können durch die Erfindung behoben werden.
Die Erfindung betrifft einen Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern, welcher einen flexi blen, elastischen Mantel besitzt, dessen nicht mit einander verbundene Längsränder sich überlappen, und bei welchem innenseitig am Mantel einwärts seines aussenliegenden Längsrandes Lagerstücke und einwärts seines innenliegenden Längsrandes Füh rungsstücke in gleichen Abständen voneinander fest angeordnet sind, welche Lagerstücke mit den ihnen gegenüberliegenden Führungsstücken durch Spann vorrichtungen, die ein gemeinsames Betätigungsorgan besitzen, verbunden sind, das Ganze derart,
dass bei in Spannstellung befindlichen Spannvorrichtungen der innere Randteil des Mantels fest an dessen äusseren Randteil angedrückt ist und beim Lösen der Spann vorrichtungen der innere Randteil unter Verkleine rung des Durchmessers des Mantels weiter unter den äusseren Randteil geschoben und gleichzeitig vom äusseren Randteil abgehoben wird. Dieser erfindungsgemässe Formkern für die Her stellung von Hohlkörpern ist sehr einfach in die Form, in welcher der Hohlkörper hergestellt wird, einzusetzen und auch rasch vom fertigen Hohlkörper zu trennen und als Ganzes aus diesem zu entfernen.
Er eignet sich für die Herstellung von Hohlkörpern aus beliebigem, kalt zu giessendem Material, Beton, Kunststoff oder dergleichen und ermöglicht die Her stellung von Hohlkörpern mit beliebig langem Hohl raum.
Der Mantel dieses Formkernes besteht zweck mässig aus Blech oder einem Kunststoff.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus führungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Teil eines Längsschnittes durch einen Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern und Fig. 2 einen Teil eines Querschnittes durch diesen Formkern in grösserem Massstab.
Der dargestellte Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern besitzt einen flexiblen, elastischen Man tel 1 aus Blech oder Kunststoff, dessen nicht mit einander verbundene Längsränder sich überlappen. Einwärts seines aussenliegenden Längsrandes sind innenseitig am Mantel 1 Lagerstücke 2 in gleichen Abständen voneinander fest angeordnet, in welchen eine einenends aus dem Mantel 1 vorstehende und andernends bis angenähert an das andere Ende des Mantels 1 reichende, zu den Längsrändern des Man tels 1 parallele Welle 3 gelagert ist.
Neben jedem Lagerstück 2 ist auf der Welle 3 eine Exzenter scheibe 4, welche mit einer Nabe 5 versehen ist, mittels einer nicht dargestellten Stellschraube oder eines nicht dargestellten Keiles befestigt. Einwärts seines innenliegenden Längsrandes sind innenseitig am Mantel 1 Führungsstücke 6 in gleichen Ab ständen wie die Lagerstücke 2 voneinander fest an- geordnet, welche je neben einem der Lagerstücke 2 liegen. Diese Führungsstücke 6 weisen je eine Füh rungsöffnung 7 in Form eines Langloches auf, in welcher je eine der Exzenterscheiben 4 geführt ist. Die Führungsöffnungen 7 verlaufen mindestens an genähert in Radialrichtung des Mantels 1.
Auf der gegen das benachbarte Lagerstück 2 zu liegenden Seite jedes Führungsstückes 6 sind zwei zueinander parallele Flacheisen 8 angeschweisst, welche eine Führung für die Welle 3 bilden bzw. mittels welchen die Führungsstücke 6 an der Welle 3 geführt sind. Auf dem aus dem Mantel 1 vorstehenden Ende der Welle 3 ist ein in der Zeichnung nicht dargestellter Hebel aufgekeilt oder mittels einer Stellschraube be festigt, mittels welchem diese Welle 3 gedreht werden kann.
Der beschriebene Formkern wird in die Form, in welcher der Hohlkörper hergestellt wird, eingesetzt und mittels nicht dargestellter Halterungsmittel fixiert, so dass er seine Lage in bezug auf die Form nicht mehr verändern kann. Durch Drehen der Welle 3 mittels des erwähnten Hebels werden die Exzenter scheiben 4 in ihre eine Totpunktlage in den Führungs öffnungen 7 gedreht, wobei der Mantel 1 aufgespreizt wird und seine sich in dieser Stellung nur verhältnis mässig wenig überlappenden Längsrandteile fest an einander gedrückt werden (Fig. 2).
Da sich die Ex zenterscheiben 4 hierbei in einer Totpunktlage be finden, erübrigt sich eine besondere Feststellvorrich tung. In dieser Stellung des Formkernes wird der Hohlkörper gegossen. Soll nun nach dem Erstarren des gegossenen Hohlkörpers der Formkern aus die sem entfernt werden, so wird mittels des erwähnten Hebels die Welle 3 um 180 gedreht, wodurch die Exzenterscheiben 4 in ihre andere Totpunktlage in den Führungsöffnungen 7 gedreht werden.
Bei dieser Drehung der Exzenterscheiben 4 werden die Führungsstücke 6 gegen die Lagerstücke 2 bewegt und der innere Längsrand des Mantels 1 wird weiter unter dessen äusseren Längsrand geschoben, so dass also der Durchmesser des Mantels 1 verkleinert wird. Dies bewirkt, dass sich der Mantel 1 vom gegossenen und erstarrten Hohlkörper löst und leicht aus diesem entfernt werden kann.
Bei dieser Verschiebung der Führungsstücke 6 gegen die Lagerstücke 2 werden sie aber durch die aus den Flacheisen 8, zwischen welchen die Welle 3 liegt, gebildete Führung gleich zeitig gegen das Innere des Mantels 1 bewegt, was bewirkt, dass der innere Längsrand des Mantels 1 von dessen äusserem Längsrandteil abgehoben wird, so dass kein Reibungswiderstand die Bewegung der Längsrandteile des Mantels 1 in bezug aufeinander erschwert.
Soll der herzustellende Hohlkörper ein Sackloch aufweisen, so muss der Formkern an seinem inneren Ende einen Boden besitzen. Zu diesem Zwecke ist endseitig am innersten Lagerstück 2 ein winkelför miger, gegen die Achse des Mantels 1 gerichteter Tragarm 9 angeschweisst, in dessen Ende ein mit einem Gewinde versehener Zapfen 10 mittels einer Mutter 11 gehalten ist, welcher Zapfen 10 in der Mitte eines Deckels 12 aus Blech oder Kunststoff befestigt ist.
Da sich nun der Durchmesser des Man tels 1 bei seinem Entspannen etwas verkleinert und der Mantel 1 im Schnitt eine unrunde, leicht spiräl- artige Form annimmt, weist der Deckel 12 eine entsprechende unrunde Form auf.
Um trotzdem eine gute Abdichtung zwischen dem Mantel 1 und dem Deckel 12 zu erhalten, ist innenseitig am deckel- seitigen Ende des Mantels 1 ein offener Flacheisen ring 13 fest angeordnet, an welchem der Deckel 12 anliegt, derart, dass auch in gespanntem bzw. auf gespreiztem Zustand des Mantels 1, d. h. wenn dieser den grössten Durchmesser aufweist, kein freier Spalt zwischen dem Deckel 12 und dem Mantel 1 bzw. dem Flacheisenring 13 besteht.
An Stelle der beschriebenen Exzenterscheiben 4 und der Führungsöffnungen 7 können auch andere mit einem gemeinsamen Betätigungsorgan versehene Spannvorrichtungen auf der Länge des Mantels 1 verteilt angeordnet sein, z. B. Kniehebelspannvor- richtungen, bei welchen das freie Ende des einen Hebels fest auf einer der Welle 3 entsprechenden Welle sitzt und das freie Ende des anderen Hebels an einem der Führungsstücke 6 angelenkt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass er einen flexiblen, ela stischen Mantel (1) besitzt, dessen nicht miteinander verbundene Längsränder sich überlappen, und dass innenseitig am Mantel (1) einwärts seines aussen liegenden Längsrandes Lagerstücke (2) und einwärts seines innenliegenden Längsrandes Führungsstücke (6) in gleichen Abständen voneinander fest angeord net sind, welche Lagerstücke (2) mit den ihnen gegen überliegenden Führungsstücken (6) durch Spannvor richtungen (4, 7), die ein gemeinsames Betätigungs organ (3) besitzen, verbunden sind, das Ganze derart, dass bei in Spannstellung befindlichen Spannvorrich tungen (4, 7) der innere Randteil des Mantels (1) fest an dessen äusseren Randteil angedrückt ist und beim Lösen der Spannvorrichtungen (4, 7)der innere Randteil unter Verkleinerung des Durchmessers des Mantels (1) weiter unter den äusseren Randteil ge schoben und gleichzeitig vom äusseren Randteil ab gehoben wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Formkern nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in den einwärts des äusseren Ran des innen am Mantel (1) angeordneten Lagerstücken (2) eine am einen Ende aus einem Mantel (1) vor stehende und an diesem vorstehenden Ende mit einem Hebel versehene Welle (3) gelagert ist, auf welcher bei jedem Führungsstück (6) eine Exzenterscheibe (4) fest angeordnet ist, welche Exzenterscheiben (4) in Führungsöffnungen (7) in Form von angenähert in Radialrichtung des Mantels (1) verlaufenden Lang löchern der Führungsstücke (6) geführt sind. 2.Formkern nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass an jedem Führungsstück (6) auf seiner dem Lagerstück (2) zugewendeten Seite eine aus zwei Flacheisen (ss) bestehende Führung, in wel cher die Welle (3) geführt ist, angeordnet ist, welche Führung dazu bestimmt ist, das Führungsstück (6) und damit den inneren Randteil des Mantels (1) beim Entspannen des letzteren einwärts zu lenken. 3.Formkern nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spannvorrichtungen Knie- hebelspannvorrichtungert sind, bei welchen das freie Ende des einen Hebels fest auf einer über die ganze Länge des Mantels (1) reichenden Welle sitzt und das freie Ende des anderen Hebels an einem der Führungsstücke (6) angelenkt ist. 4.Formkern nach Patantanspruch zur Herstel lung eines Hohlkörpers mit Sackloch, dadurch ge kennzeichnet, dass innen am Umfangsrand des gegen den Grund des Sackloches zu liegenden Endes des Mantels (1) ein offener Flacheisenring (13) fest angeordnet ist, an welchem ein Deckel (12) anliegt, welcher mittels eines in seiner Mitte befestigten Zapfens (10) am Ende eines winkelförmigen Trag armes (9) gehalten ist, welcher Tragarm (9) an dem dem Deckel (12) nächstliegenden Lagerstück (2) befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH797261A CH385705A (de) | 1961-07-08 | 1961-07-08 | Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH797261A CH385705A (de) | 1961-07-08 | 1961-07-08 | Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern |
Publications (1)
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| CH385705A true CH385705A (de) | 1964-12-15 |
Family
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Family Applications (1)
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| CH797261A CH385705A (de) | 1961-07-08 | 1961-07-08 | Formkern für die Herstellung von Hohlkörpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH385705A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3415561A1 (de) * | 1984-04-26 | 1985-11-07 | Neuhaus Stahlbau GmbH, 2875 Ganderkesee | Ziehkern fuer die herstellung eines aus beton, vorzugsweise leichtbeton giessbaren mantelabschnitts eines schornsteinmantels |
-
1961
- 1961-07-08 CH CH797261A patent/CH385705A/de unknown
Cited By (1)
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| DE3415561A1 (de) * | 1984-04-26 | 1985-11-07 | Neuhaus Stahlbau GmbH, 2875 Ganderkesee | Ziehkern fuer die herstellung eines aus beton, vorzugsweise leichtbeton giessbaren mantelabschnitts eines schornsteinmantels |
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