CH384120A - Einrichtung zum Zuführen und Zerkleinern von Müll bei Müllverwertungs- und Müllverbrennungsanlagen - Google Patents
Einrichtung zum Zuführen und Zerkleinern von Müll bei Müllverwertungs- und MüllverbrennungsanlagenInfo
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Description
Einrichtung zum Zuführen und Zerkleinern von Müll bei Müllverwertungs- und Müllverbrennungsanlagen Bei Müllverbrennungsanlagen hat sich als nach teilig herausgestellt, dass grosse und sperrige Bestand teile des Mülls, wie Kisten, Bretter usw., die bei der Einführung in den Feuerungsraum hinderlich sind, bisher erst gesondert zerkleinert werden müssen, um mögliche Betriebsstörungen zu vermeiden.
Diesem Mangel wird durch die Einrichtung gemäss vorliegen der Erfindung abgeholfen, durch welche das bisherige Zerkleinern der obenerwähnten Teile des Haus- und Industriemülls von Hand entfällt. Das Neue der Er findung besteht aus maulförmig zueinander geneigt angeordneten, endlos umlaufenden, den Müll ein ziehenden Band- oder Kettenförderwerken.
Durch den erfindungsgemässen Antrieb der beiden Förderwerke mit je verschiedener Geschwindigkeit wird schon beim Einziehvorgang ein Zerkleinern sperriger Müllbestandteile erzielt. Durch die erfin dungsgemässe Einrichtung wird der Müll nicht nur eingezogen und der Grobmüllteil zerkleinert, sondern zufolge der verhältnismässig engen Auslassöffnung zwischen den beiden Förderwerken auch noch zu, einem Strang gepresst.
Zum Zwecke der weiteren Zerkleinerung der langfaserigen Müllteile ist bei ver schiedenen Ausführungsformen noch die Nachschal tung einer zusätzlichen Zerkleinerungseinrichtung vorgesehen, die beispielsweise aus Messer-, Stachel-, Riffel- oder dergleichen Walzen oder aus einem weiteren, z. B. um 30-50 gedreht angeordneten (nicht gezeichneten) Paar von Band- oder Ketten förderwerken bestehen kann, wodurch der Müllstrang zerrissen und "'oder seitlich umgelenkt: wird.
Des weiteren kann vorgesehen sein, den durch die engste Stelle der beiden Förderwerke hindurchtretenden Müll vor dem Abfallen in die Feuerung mittels einer Quetsch- oder Abschneidevorrichtung in Portionen zu zerlegen, die zur Feuerung weitergeführt werden. Wird keine Abschneideeinrichtung verwendet, so fällt der zugeführte Müllstrang von Zeit zu Zeit durch Ab brennen oder Eigengewicht am Eintritt in den Feuer raum auf den Rost ab. Die Einrichtung kann auch als unabhängiges Zerkleinerungsaggregat aufgestellt wer den.
Einzelheiten sowie spezielle Anwendungsmöglich keiten sind aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen ersichtlich. Letztere stellen einige Ausführungsformen in schematischer Seitenansicht dar, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Mülleinzugs- und -zerkleinerungsein- richtung mit nachgeschalteten Stachelwalzen, Fig. 2 dieselbe Einrichtung ohne Stachelwalzen, jedoch mit Müllabschneidevorrichtung, Fig.3 die Müllzuführungseinrichtung bei einer Grossmüllverbrennungsanlage.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 sind z. B.
zwei maulförmig konvergierende Band- oder Ketten förderwerke 1 und 2 auf einem separaten Gestell bzw. vor der Einlassöffnung einer Müllverbrennungsanlage gelagert. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, können die beiden Fördertriebwerke 1 und 2 verschieden lang sein. Der in die maulförmige Öffnung zwischen den beiden Förderwerken in Pfeilrichtung a hinein gelangende Müll wird gegen die Durchlassöffnung 5 hin mitgenommen, wobei infolge des Zusammen pressens des Mülls gleichzeitig eine Zerkleinerung seiner voluminösen Bestandteile erfolgt. Zur Erzielung einer guten Griffigkeit können die Förderketten bzw.
-bänder mit Mitnehmerleisten 9 bekannter Formen versehen sein. Die Band- oder Kettenförderer 1 und 2 können mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben sein. Es werden jedoch die Band- oder Kettenförderer 1 und 2 zweckmässigerweise je mit verschiedener Ge schwindigkeit v1 und v2 angetrieben, so dass eine weitere Zerkleinerung sperriger Müllteile durch Rela tivbewegung erzielt wird. Je nachdem, ob der Müll, z. B.
Industriemüll, viel sperriges und schwer zu zer kleinerndes, langfaseriges Gut (Bretter, Bananen stengel und dergleichen) enthält, sind gemäss Fig. 1 im Anschluss an die Austrittsstelle 5 eine oder mehrere Messer-, Stachel- oder dergleichen Walzen 3, 4 vor gesehen, durch welche der Müllstrang einer Umlen kung und dadurch einem weiteren Zerkleinerungs vorgang unterworfen wird, bis er in Richtung b gegen den Feuerraum abfällt. Für den Fall, dass unnach giebige, z. B. aus Metall, Beton usw., bestehende Müllteile durch die Einrichtung gelangen, kann das untere Lager 10 des einen Band- oder Kettenrades elastisch (Feder 6) gelagert sein, wie dies auf anderen Gebieten der Technik an sich bekannt ist.
In gleicher Weise kann diese Massnahme auch für eines der Walzenräder 3 oder 4 getroffen sein, oder es wird die Walze 3 beim Ausschwenken des Lagers 10 selbst tätig stillgesetzt.
Die Ausführungsform gemäss Fig.2 zeigt bei spielsweise gleich grosse Band- oder Kettenförderer 1 und 2. Ferner ist hier eine Abschneidevorrichtung für den aus der Auslassöffnung 5 austretenden Müllstrang vorgesehen, die bei jeder Ausführungsform angewen det werden kann, auch bei Verwendung der zusätzli chen Zerkleinerungswalzen 3, 4 (Fig. 1). Die Ab schneidevorrichtung besteht aus einem periodisch in den Pfeilrichtungen c angetriebenen Messerschlitten 7, der ein auswechselbares Messer 8 trägt.
Bei der Einrichtung gemäss dieser Ausführungsform wird der durch die Auslassöffnung 5 hindurchgelangende Müll strang fortlaufend in Stücke von gewünschter Länge abgeschnitten, welche anschliessend in Richtung b gegen den Feuerraum oder auf eine Transportvorrich tung abfallen. Auch hierbei kann das Lager 10 (wie in Fig. 1) nachgiebig gelagert sein, wobei gleichzeitig das Gegenstück 11 der Abschneidevorrichtung nach giebig ausgebildet ist. Während des Schneidevor ganges kann der Vorschub des Mülls unterbrochen werden.
Für die Erfindung ist es ohne Bedeutung, in welcher räumlichen Lage die beiden den Einzug des Mülls bewirkenden Förderbänder oder -ketten an geordnet sind. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher eine horizontal verlaufende Förderkette 1 nach Art eines Wanderrostes den Müll zur Feuerung 12 fördert. Bei alleiniger Verwendung des Förder bandes 1 ergaben sich am Eintritt zum Feuerraum Stauungen und Betriebsstörungen durch sperrige Müll bestandteile.
Man hat an Stelle des Förderbandes 2 eine Walze angebracht, die den Einzug des an kommenden Mülls verbessern sollte, doch hat diese Lösung wegen der naturgemässen Elastizität des Mülls nicht befriedigt, da sperriger Müll hierdurch nur be dingt zerkleinert wurde und das Umwickeln der Walze mit Drähten und sonstigen langfaserigen Mate rialien zu Betriebsstörungen führte.
Es wird nun vor dem Eintritt in die Feuerung 12 eine weitere Band- oder Kettenfördereinrichtung 2 gelagert, die den in Richtung a in grosser Menge herankommenden Müll erfasst und ihn mit der vorher beschriebenen Relativ geschwindigkeit gegenüber dem Förderband 1 zur Feuerung 12 hin fördert, wobei die beschriebene Zerkleinerung und gleichzeitige Strangbildung erfolgt, so dass ein Ausweichen, Stauen und Herumwickeln des Mülls ausgeschlossen ist.
Bei allen dargestellten Ausführungsformen kann der Antrieb der beiden Förderbänder oder -ketten 1 und 2 gemeinsam oder getrennt erfolgen. Ausser dem Antrieb mit Relativgeschwindigkeit ist es in manchen Fällen zweckmässig, die eine Förderkette nach be stimmten Vorwärtsintervallen mit Rückwärtsbewe gungen anzutreiben (sog. Pilgerschritt), was den Vor teil hat, dass Verklemmungen der Müllbestandteile und übermässige Lagerbeanspruchungen unter Um ständen vermieden werden.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung besteht schliess lich auch in ihrem langsamen Lauf, d. h. die Förder- ketten 1, 2 ziehen den Müll langsam ein; es sind also praktisch keine dynamischen Kräfte vorhanden, die durch stossweise Überbeanspruchung einen raschen Verschleiss einzelner Teile bewirken könnten, wie das bei bekannten, schnellaufenden Zerkleinerungsein- richtungen der Fall ist.
Weiteren Ausführungsformen gemäss kann vor gesehen sein, die seitlichen Wände des Mülleinzugs raumes gegen die Auslaufstelle 5 hin einzuziehen oder zu erweitern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Zuführen und Zerkleinern von Müll bei Müllverwertungs- oder Müllverbrennungs anlagen, gekennzeichnet durch maulförmig zueinander geneigt angeordnete, endlos umlaufende, den Müll einziehende Band- oder Kettenförderwerke (1, 2). UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Band- oder Ketten förderwerke mit verschiedener Geschwindigkeit an getrieben sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eines der beiden Band- oder Ket tenförderwerke periodisch oder gelegentlich vor- und rückwärts arbeitend angetrieben ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die umlaufenden Bänder oder Ketten mit quer zur Förderrichtung verlaufenden Mitnehmerleisten (9) versehen sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Stelle des engsten Abstandes (5) der Band- oder Kettenförderwerke eine zusätzliche Müllzer kleinerungseinrichtung vorgesehen ist. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als zusätzliche Zerkleinerungs einrichtung Messer-, Stachel- oder Riffelwalzen (3, 4) vorgesehen sind. 6.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als zusätzliche Zerkleinerungsein- richtung ein weiteres Paar von Band- oder Ketten förderern in einem Winkel zur Richtung des aus den Förderwerken (1, 2) austretenden Müllstranges an geordnet ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die seitlichen Wände des Müllein zugsraumes gegen die Auslaufstelle (5) der Förder werke hin eingezogen verlaufen.B. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die seitlichen Wände des Müllein zugsraumes sich gegen die Auslaufstelle (5) der För derwerke hin erweitern. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum serienmässi gen Abschneiden des Müllstranges nachgeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Family
ID=7304850
Family Applications (1)
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1960
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1961
- 1961-01-06 CH CH14661A patent/CH384120A/de unknown
Also Published As
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| DE1173403B (de) | 1964-07-09 |
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