CH375896A - Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze Härtbaren Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze Härtbaren Kondensationsprodukten

Info

Publication number
CH375896A
CH375896A CH3082356A CH3082356A CH375896A CH 375896 A CH375896 A CH 375896A CH 3082356 A CH3082356 A CH 3082356A CH 3082356 A CH3082356 A CH 3082356A CH 375896 A CH375896 A CH 375896A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
nitrogen compound
aminoplast
mol
carbon atoms
Prior art date
Application number
CH3082356A
Other languages
English (en)
Inventor
Enders Heinz
Original Assignee
Pfersee Chem Fab
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pfersee Chem Fab filed Critical Pfersee Chem Fab
Publication of CH375896A publication Critical patent/CH375896A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/40Chemically modified polycondensates
    • C08G12/44Chemically modified polycondensates by esterifying

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze härtbaren Kondensationsprodukten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze härtbaren Kondensationsprodukten, die in Wasser unlöslich, aber in wässrigen Lösungen von organischen Säuren und in organischen Lösungsmitteln löslich sind, dadurch gekennzeichnet, dass man wenigstens eine die   Gruppe -NH2    aufweisende aminoplastbildende Stickstoffverbindung mit 2,5 bis 4,5 Mol Formaldehyd in Form yon Paraformaldehyd und 0,5 bis 1 Mol aliphatischer Monocarbonsäure, die mindestens 10 Kohlenstoffatome enthält, je Mol   NH2-Gruppen    der aminoplastbildenden   Stickstoffverbindung(en)    sowie mit 0,25 bis 0,75 Mol Oxyalkylamin, das 2-4 Kohlenstoffatome in der bzw.

   jeder an den Stickstoff gebundenen Oxyalkylgruppe aufweist, je Mol genannter Monocarbonsäure und 1 bis 2,5 Mol einwertigem, aliphatischem, 1-4 Kohlenstoffatome aufweisendem Alkohol je Mol des als Paraformaldehyd vorliegenden Formaldehydes vermischt und das Gemisch unter langsamer Steigerung der Temperatur bis auf etwa   1200    so lange erhitzt, bis ein klares, in Wasser unlösliches, aber in wässrigen Lösungen von   orgam-    schen Säuren und in organischen Lösungsmitteln lösliches, durch Säure in der Hitze härtbares Kondensationsprodukt entstanden ist.



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann man die aminoplastbildende Stickstoffverbindung und den Paraformaldehyd in dem einwertigen aliphatischen Alkohol dispergieren, die erhaltene Dispersion sowie das Oxyalkylamin in die geschmolzene Monocarbonsäure einrühren und die Temperatur unter dauerndem Rühren des Gemisches im Verlaufe mehrerer Stunden auf etwa   1200    steigern.



  Die wasserunlöslichen Verfahrensendprodukte sind ausser in wässerigen Lösungen von organischen   Säure    ren auch in organischen Lösungsmitteln löslich. In der Regel sind sie in nicht oder wenig polaren organischen Lösungsmitteln, wie Benzin, Benzol, Toluol oder insbesondere chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Trichloräthylen, Chlorbenzol, löslich.



   Als aliphatische Monocarbonsäuren mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen sind insbesondere jene gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren, die durch Spaltung der natürlichen Fette und Öle gewonnen werden, geeignet.



   Als Oxyalkylamine werden Trialkanolamine bevorzugt zur Anwendung gebracht, doch können mit ähnlichem Erfolg Mono- und Dialkanolamine, wie Mono- und Diäthanolamin oder homologe Verbindungen, z. B. Propanolamine, sowie technische Gemische der Alkanolamine im Rahmen des Verfahrens der Erfindung als Reaktionskomponenten eingesetzt werden.



   Die Kondensationsreaktion kann in einem üblichen Reaktionsgefäss durchgeführt werden, welches mit einem kräftigen Rührwerk ausgestattet ist. Falls im Überschuss vorhandene flüchtige Reaktionskomponenten während der Kondensationsreaktion zurückgewonnen werden sollen, wird das Reaktionsgefäss zweckmässig mit einem absteigenden Kühler verbunden. Eine Vakuumapparatur ist zur Durchführung des neuen Verfahrens nicht erforderlich, wodurch gegenüber den üblichen Einrichtungen eine wesentliche Vereinfachung der Anlage und eine erhöhte Betriebssicherheit erzielt wird.



   Die Verfahrensprodukte sind bei Zimmertemperatur gewöhnlich fett- oder wachsartige Massen, meist mit brauner bis rotbrauner Farbe. Sie sind sowohl bei Zimmertemperatur als auch bei Temperaturen unter   100"    in der Regel sehr stabil, können aber mit Hilfe von Säuren, sauren Salzen oder Säure abspaltenden Verbindungen unter Erhitzen auf Temperaturen zwischen etwa 90 und   150"C,    insbesondere auf Temperaturen zwischen 100 und    120 &  C, gehärtet werden. Die Härtung kann aber    auch durch kürzeres oder längeres Erhitzen auf Temperaturen von   1 502000 C    ohne sauren Katalysator erfolgen.



   Erfindungsgemäss erhaltene Kondensationsprodukte sind insbesondere als Textilhilfsmittel, aber auch zur Herstellung von Überzügen auf Papier oder ähnlichen Materialien geeignet. Als besonders günstig hat sich hierbei erwiesen, dass die Produkte bei der Härtung ihre hydrophilen und emulgierenden Eigenschaften verlieren und bereits für sich beständige hydrophobe Imprägnierungen und Überzüge ergeben.



  Die Gemische, die durch Zusammenschmelzen der Produkte mit Paraffinkohlenwasserstoffen, Wachsen und dergleichen erhalten werden, lassen sich ohne mechanische Hilfsmittel in mit organischen oder anorganischen Säuren angesäuertem warmem Wasser emulgieren und sind daher zur Herstellung von Imprägnierbädern, wässerigen Überzugsmassen usw. sehr geeignet. Mit gleich gutem Erfolg können aber diese Mischungen auch in nichtwässeriger Lösung angewendet werden.



   Beispiel I
In einem mit einem Rührer versehenen   offenes    Gefäss werden 520 Gewichtsteile Stearin vorsichtig geschmolzen und unter Rühren mit 130 Gewichtsteilen Melamin, 350 Gewichtsteilen Paraformaldehyd.



  110 Gewichtsteilen Triäthanolamin und 800 Gewichtsteilen Methylalkohol vermischt. Hierauf wird die Temperatur innerhalb von 3 Stunden unter dauerndem Rühren auf 115 bis   120"C    gesteigert. Die Temperatursteigerung wird in der Weise vorgenommen, dass kein merkliches Sieden der Flüssigkeit eintritt. Nach Abkühlung des klar gewordenen Reaktionsgemisches erhält man eine hellbraune, wachsartige, in Wasser unlösliche Substanz mit einem Erweichungspunkt von etwa   500 C.    Das durch Säure in der Hitze härtbare Produkt ist in üblichen organischen Lösungsmitteln leicht löslich. Mit wässerigen Lösungen von Säuren, z. B. organischen Säuren, wird eine kolloidale, wässerige Lösung erhalten.



   Verschmilzt man das Produkt mit der gleichen Menge Paraffin, so bildet sich eine homogene Masse.



  Diese ist mit organischen Lösungsmitteln verdünnbar.



  In dieser Form unter Zugabe yon einer kleinen Menge Säure, wie Trichloressigsäure, sowie als Emul sion nach dem Lösen in verdünnten wässerigen Säuren kann es angewendet werden.



   Beispiel 2
650 Gewichtsteile Stearinsäure werden in einem Gefäss, das mit einem Rührer, einem absteigenden Kühler und einer Zulaufvorrichtung versehen ist, geschmolzen. Dann werden 175 Gewichtsteile Diäthanolamin und eine Aufschlämmung von 135 Gewichtsteilen Harnstoff und 350 Gewichtsteilen Paraformaldehyd in   GewichtsteilenPropanol    zugegeben, und unter Rühren wird die Temperatur während 2 Stunden langsam auf 1250 gebracht. Die bereits klar gewordene Mischung wird noch 1 Stunde bei   125    weiter gerührt und dann die gelblichbraun gefärbte Masse auf eine Unterlage ausgegossen. Sie lässt sich nach dem Erkalten in Stücke brechen.

   Der Erweichungspunkt liegt etwa bei   48-490.    Das durch Säure in der Hitze härtbare Produkt ist in Trichloräthylen sowie in mit Wasser verdünnter Essigsäure in der Hitze gut löslich, dagegen in Wasser unlöslich.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze härtbaren Kondensationsprodukten, die in Wasser unlöslich, aber in wässrigen Lösungen von organischen Säuren und in organischen Lösungsmitteln löslich sind, dadurch gekennzeichnet, dass man wenigstens eine die Gruppe -NH2 aufweisende aminoplastbildende Stickstoffverbindung mit 2,5 bis 4,5 Mol Formaldehyd in Form von Paraformaldehyd und 0,5 bis 1 Mol aliphatischer Monocarbonsäure, die mindestens 10 Kohlenstoffatome enthält, je Mol NH2-Gruppen der aminoplastbildenden Stickstoffverbindung(en) sowie mit 0,25 bis 0,75 Mol Oxyalkylamin, das 2-4 Kohlenstoffatome in der bzw.
    jeder an n den Stickstoff gebundenen Oxyalkylgruppe auf- weist, je Mol genannter Monocarbonsäure und 1 bis 2,5 Mol einwertigem, aliphatischem, 1-4 Kohlenstoffatome aufweisendem Alkohol je Mol des als Paraformaldehyd vorliegenden Formaldehyds vermischt und das Gemisch unter langsamer Steigerung der Temperatur bis auf etwa 1200 so lange erhitzt, bis ein klares, in Wasser unlösliches, aber in wässrigen Lösungen yon organischen Säuren und in organischen Lösungsmitteln lösliches, durch Säure in der Hitze härtbares Kondensationsprodukt entstanden ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Melamin als aminoplastbildende Stickstoffverbindung verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Harnstoff als aminoplastbildende Stickstoffverbindung verwendet wird.
CH3082356A 1955-04-25 1956-03-09 Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze Härtbaren Kondensationsprodukten CH375896A (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT240755 1955-04-25
AT240855 1955-04-25
AT1356 1956-01-02
AT17356 1956-01-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH375896A true CH375896A (de) 1964-03-15

Family

ID=27421067

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH310762A CH374830A (de) 1955-04-25 1956-03-09 Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze härtbaren Kondensationsprodukten
CH3082356A CH375896A (de) 1955-04-25 1956-03-09 Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze Härtbaren Kondensationsprodukten

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH310762A CH374830A (de) 1955-04-25 1956-03-09 Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze härtbaren Kondensationsprodukten

Country Status (1)

Country Link
CH (2) CH374830A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH374830A (de) 1964-01-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1005526B (de) Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen, gegebenenfalls veresterten Carbonsaeureamiden
EP0182017B1 (de) Oberflächenaktive Kondensationsprodukte
CH375896A (de) Verfahren zur Herstellung von durch Säure in der Hitze Härtbaren Kondensationsprodukten
AT203719B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, härtbaren, basischen, Silicium enthaltenden Kondensationsprodukten
DE642744C (de) Verfahren zur Herstellung von ester- und saeureamidartigen Kondensationsprodukten aus Oxyaminen
DE3244265C2 (de)
DE530507C (de) Wachsmassen
DE1024712B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, haertbaren, basischen Kondensationsprodukten
DE885161C (de) Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauscherharzen in Perlform
DE1045105B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, haertbaren, basischen, Silicium enthaltenden Kondensationsprodukten
US2372786A (en) High sos amide products
DE1055234B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, haertbaren basischen Kondensationsprodukten
DE2625776A1 (de) Verfahren zur herstellung eines pastenfoermigen hydrophobiermittels
DE866737C (de) Verfahren zur Herstellung von in Wasser leicht emulgierbaren Kondensationsprodukten
DE537761C (de) Verfahren zur Herstellung eines Appreturmittels
AT230327B (de) Verfahren zur Herstellung wasserabweisender Produkte
DE636259C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureverbindungen aus polymerisierten ungesaettigten Oxyfettsaeuren
DE1149901B (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen, in Wasser unloeslichen Kondensationsprodukten
DE672855C (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, alkali- und saeurebestaendiger Erzeugnisse
CH436712A (de) Verfahren zur Herstellung von härtbaren Kondensationsprodukten
DE1213373B (de) Hydrophobiermittel fuer Textilien aller Art
DE818189C (de) Verfahren zum Veredeln von Textilien
DE917004C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der mit Glykolen veresterten Urethane
DE763625C (de) Verfahren zur Herstellung von Estern aus den Kondensationsprodukten von Eiweissstoffen oder peptidartigen Eiweissspaltprodukten und organischen Saeuren
DE634758C (de) Verfahren zur Herstellung von Aroylverbindungen des Harnstoffs und des Biurets