CH370427A - Vorrichtung zur Sicherung der Weichenzungen an Weichen mit Mittelverschluss - Google Patents
Vorrichtung zur Sicherung der Weichenzungen an Weichen mit MittelverschlussInfo
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Description
Vorrichtung zur Sicherung der Weichenzungen an Weichen mit 1Vlittelverschluss Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, durch welche die Anlage der Weichenzungen an den Backenschienen gesichert wird und geht dabei von Weichen mit Mittelverschluss aus, bei welchen mit den Zungen gelenkig verbundene Stempel wechsel weise an einem in der Mitte zwischen den Schienen befestigten Mittelstück abgestützt werden.
Derartige Vorrichtungen müssen so beschaffen sein, dass sie Längenänderungen der Stempel infolge Temperaturschwankungen zulassen und Einpassunge- nauigkeiten berücksichtigen. Aus diesen Gründen war bei den bisher verwendeten Vorrichtungen ein Zungenspiel bis zu 3 mm vorgesehen. Durch den Betrieb auftretende Spurerweiterungen vergrössern das zugelassene Spiel nur noch mehr. Der Steilmecha- nismus drückt den Weichenzungen eine der Zungen anlage entgegenwirkende Kraft auf, weshalb die Zun gen bei vorhandenem, unvermeidlichem Spiel immer von der Backenschiene abliegen müssen.
Beim Be fahren der Weiche werden dann die Zungen durch jedes einzelne Rad schlagartig an die Backenschienen angepresst. Eine derartige ungünstige Beanspruchung beschleunigt den Verschleiss und kann sogar die Be triebssicherheit der Weiche beeinträchtigen.
Die an der eingangs beschriebenen Vorrichtung bisher unvermeidbaren Mängel sind bei der den Ge genstand der Erfindung bildenden Vorrichtung zur Sicherung der Weichenzungen an Weichen mit Mit telverschluss auch bei später eintretender Spurerwei terung und unter Berücksichtigung der Wärmedeh nung ausgeschaltet. Das Wesen der erfindungsgemä ssen Vorrichtung besteht darin, dass die Vorrichtung wenigstens ein federndes Glied enthält, welches in der Abstützstellung der Stempel als eines der kraft übertragenden Verbindungsglieder zwischen der Wei chenzunge und einer starren Abstützfläche des Mit telstückes eingesetzt ist.
In der Zeichnung ist eia Beispiel einer erfindungs gemäss gestalteten Vorrichtung in Fig. 1 in der Drauf sicht dargestellt. Fig. 2 zeigt einen Teil der Vorrich tung im Schnitt.
In Fig. 1 bedeuten 1 die Backenschienen und 2 die Enden der Weichenzungen. Das Mittelstück 3 ist an der nicht eingezeichneten Schwelle festgeschraubt.
Zur Sicherung der Anlage der Weichenzungen 2 an den Backenschienen 1 dienen Stempel 4, die in Lage rungen 5 gelenkig mit den Enden der Weichenzungen verbunden sind und deren dem Mittelstück 3 zuge wandte Enden zu Abstützköpfen 6 verstärkt sind. Der Stempel 4 der jeweils an der Backenschiene an liegenden Zunge stützt sich mit seinem Kopf 6 am Mittelstück 3 ab.
Die Stempelbewegung wird in be kannter Weise durch einen am Mittelstück bei 7 gelagerten Schwinghebel 8 bewirkt, dessen freies Ende 9 durch Laschen 10 gelenkig mit den beiden Stem pelköpfen 6 verbunden ist. Bei den bekannten Vor richtungen dieser Art war nun der betreffende Stem pel unmittelbar gegen die starren Flächen 14 des Mittelstückes abgestützt.
Der Verschluss der Weiche gegen Selbstlösung ist nur dann gesichert, wenn der Stempel etwas über der Totpunktlage seine Endstellung erreicht. Es ist daher eine Bewegung des Stempels um den Winkel a über die Totpunktlage hinaus vorgesehen. Dieser Winkel musste bisher sehr klein gehalten werden, da ein zu grosser Winkel durch eine weitere Verkürzung des Abstandes a das bei den bekannten Vorrichtungen bisher unvermeidbare Spiel zwischen Backenschiene 1 und Zunge 2 vergrössern würde.
Ein allzu kleiner Winkel a würde aber wieder die Sicherung gegen Selbstlösen beeinträchtigen.
Dieser Übelstand wird nun beim dargestellten Bei spiel dadurch beseitigt, dass zwischen der Weichen zunge 2 und dem Mittelstück 3 ein federndes Glied eingebaut wird, welches die Zunge in der Abstütz- stellung des Stempels 4 ständig an die Backenschiene anpresst. Beim gewählten Ausführungsbeispiel ist das federnde Glied in einfachster Weise als eine in das Mittelstück 3 :
eingesetzte Schraubenfeder 11 ausgebil det, die wechselweise mit beiden Stempeln 4 zusam menwirkt (Fig. 2). Die Federenden sitzen auf Druck stücken 12, die in Durchbrechungen der Seitenwände des Mittelstückes verschiebbar gelagert sind und nach aussen ragen und gegen welche die Stempel abgestützt sind. Die Druckfeder sitzt mit Vorspannung zwischen den Druckstücken 12, deren Auswärtsbewegung durch je einen Bund 13 begrenzt ist.
Befindet sich beispielsweise, wie gezeichnet, der linke Stempel 4 in der Abstützstellung, dann drückt dessen Kopf 6 das linke Druckstück 12 einwärts, wo bei das andere Stempelende die Zunge 2 an die Bak- kenschiene 1 anpresst. Bei der Bemessung der Feder 11 ist darauf Bedacht zu nehmen, dass der von der Feder auf den Stempel ausgeübte Druck entsprechend grösser sein muss als die den Stempel vom Steilmecha nismus aufgedrückte entgegenwirkende Kraft. Es hat sich ergeben, dass mit einer Federspannung von 150 200 kg das Auslangen gefunden werden kann.
Eine hinreichend gross gewählte Federvorspannung gestat tet die Vergrösserung des Winkels a, wodurch die Stabilität der Abstützlage des Stempels noch besser gewährleistet werden kann. Der Einbau der Feder soll allerdings nicht bezwecken, die bisher beachtete Ein passgenauigkeit des Stempels durch den so geschaf fenen Ausgleich zu vernachlässigen. Die Erfindung hat vielmehr die Aufgabe zu erfüllen, den Zustand des Verschlusses so zu verbessern, dass ein einwandfreies Anliegen der Zunge selbst dann gewährleistet wird, wenn durch den Betrieb eine Vergrösserung der Spur weite eintreten sollte.
Selbst bei allfälligem Feder bruch würde dies der Anlage nicht zum Schaden ge reichen, weil dann lediglich der bisherige Zustand des Verschlusses wieder hergestellt wäre.
Das Erfindungsziel kann überdies auch durch eine andere Gestaltung und Anordnung des federnden Gliedes erreicht werden. So besteht die Möglichkeit, die Federung in den Stempel zu verlegen. Der Stem pel könnte etwa aus zwei teleskopartig ineinander geschobenen Teilen bestehen, zwischen weichen sich eine Druckfeder befindet. Schliesslich wäre es denk bar, eine Feder am Stempelkopf 6 vorzusehen oder im Verbindungsgelenk 5 an der Zunge einzubauen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Sicherung der Weichenzungen an Weichen mit Mittelverschluss, bei welchen die mit den Zungen gelenkig verbundenen Stempel wechsel weise an einem in der Mitte zwischen den Schienen befestigten Mittelstück abstützbar sind, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens ein federndes Glied enthält, welches in der Abstützstel- lung der Stempel als eines der kraftübertragenden Verbindungsglieder zwischen der Weichenzunge und einer starren Abstützfläche des Mittelstückes ein gesetzt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das federnde Glied am Mittel stück angeordnet und mit wenigstens einem Ende an einer starren Wand des Mittelstückes abgestützt ist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das federnde Glied aus einer im Inneren des Mittelstückes angeordneten Druck feder besteht, deren Enden auf Druckstücken sitzen, welch letztere in den Seitenwänden des Mittelstückes axial verschiebbar gelagert sind, nach aussen ragen und mit ihren äusseren Stirnflächen am Stempelkopf des jeweils in der Abstützstellung befindlichen Stem pels anliegen. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder mit einer Vor spannung in das Mittelstück eingesetzt ist, die grösser ist als die vom Steilmechanismus auf den Stempel ausgeübte entgegenwirkende Kraft. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das federnde Glied einen kraft übertragenden Bestandteil des Stempels bildet. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel aus zwei teleskop- artig ineinandergeschobenen Teilen besteht, die durch eine Druckfeder axial gegeneinander abgestützt sind. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das federnde Glied am Verbin dungsgelenk des Stempels mit der Zunge angeordnet ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das federnde Glied an einem dem Mittelstück zugewandten Stempelkopf angeordnet ist.
Priority Applications (2)
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| DEA29771A DE1085895B (de) | 1958-06-26 | 1958-06-26 | Abfuehlvorrichtung an Buchungsmaschinen zum Abtasten von Markierungen auf Kontenkarten |
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Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| CH370427A true CH370427A (de) | 1963-07-15 |
Family
ID=25738136
Family Applications (1)
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0162038A3 (en) * | 1984-05-17 | 1986-10-08 | Voest-Alpine Aktiengesellschaft | Railway track switch |
| EP0165229A3 (en) * | 1984-05-17 | 1988-08-03 | Voest-Alpine Aktiengesellschaft | Switch point security device for railway points |
| CN108842534A (zh) * | 2018-08-16 | 2018-11-20 | 西南交通大学 | 一种用于空轨道岔的大扭矩弹性可变约束铰 |
| CN114701538A (zh) * | 2022-04-27 | 2022-07-05 | 陕西路易德路桥技术有限公司 | 密贴力精确可控的道岔外锁闭装置及密贴力控制方法 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CH118846A (de) * | 1926-04-22 | 1927-05-16 | Adolf Fuellemann | Trockenfeuerlöschapparat. |
| CH319599A (de) * | 1953-12-03 | 1957-02-28 | Ruf Buchhaltung Aktiengesellsc | Vorsteckvorrichtung an Schreibmaschinen |
| BE535253A (de) * | 1954-02-06 |
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1958
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Also Published As
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| DE1085895B (de) | 1960-07-28 |
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