Fallschirm Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Fallschirm mit einer aus biegsamen Hüllenteilen ge bildeten Hülle, welche Hüllenteile im Bereich der Hüllenmittel schmäler und im Bereich des Aussen randes der Hülle breiter sind.
Erfindungsgemäss sind die Hüllenteile aus ur sprünglich ebenen Ausgangsstücken hergestellt.
Als bevorzugte Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung ein selbstrotieren der Fallschirm dargestellt, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> eine teilweise Draufsicht eines Hüllen teiles, wie er aus einem ebenen Materialstück aus geschnitten ist<B>;</B> Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Hüllenteil der aus dem Ausgangsstück gemäss Fig. <B>1</B> hergestellt worden ist<B>;</B> Fig. <B>3</B> ist ein Schnitt nach der Linie<B>3-3</B> der Fig. 2<B>;</B> Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die geöffnete Fall schirmhülle, die aus vier Hüllenteilen gebildet ist;
Fig. <B>5</B> zeigt eine teilweise Draufsicht auf die Hällenmitte des Fallschirmes<B>;</B> Fig. <B>6</B> ist ein teilweiser Schnitt nach der Linie<B>6-6</B> der Fig. <B>5<I>;</I></B> Fig. <B>7</B> zeigt in schematischer Darstellung und im Aufriss die Hülle mit den Leinen in ausgezogener, aber nicht geöffneter Lage, wie sie entweder ver packt oder aus der Verpackung herausgezogen wird<B>;</B> Fig. <B>8</B> zeigt einen Grundriss des teilweise geöff neten Fallschirmes in Richtung der Pfeile<B>8-8</B> in Fig. <B>7</B> gesehen.
Der in Fig. <B>1</B> dargestellte Zuschnitt zur Herstel lung eines Hüllenteiles weist zwei gleichausgebildete Hälften auf, die aus dem für die Herstellung des Fall- schirines benützten biegsamen Material ausgeschnit ten oder ausgestanzt wurden. Der dargestellte Zu schnitt könnte jedoch auch auf andere Weise herge stellt werden.
Als Ausgangsmaterial kann zwar das poröse, üblicherweise für die Herstellung von Fallschirmen verwendete Stoffmaterial verwendet werden, es emp fiehlt sich jedoch weniger durchlässiges, biegsames Material als -üblich zu verwenden<B>'</B> da dadurch der Wirkungsgrad wesentlich erhöht werden kann. Bei Verwendung von derartigem Material wird die voll ständige Faltbarkeit des üblichen gewobenen Textil materials mit der Undurchlässigkeit von Blech kom biniert. Dies ist wesentlich, weil die Hüllenteile ähn lich wie metallische Rotor-Flügel wirken und sich drehen, wobei eine Durchlässigkeit, wie sie übliche Fallschirmstoffe aufweisen, von Nachteil wäre.
Es ist klar, dass metallische Flügel für Fallschirme prak tisch nicht verwendbar sind, da sie nicht zusammen gefaltet werden können und weil sie sperrig und schwierig unterzubringen sind, und auch, weil sie viel zu schwer wären. Darüber hinaus wären sie gefähr lich für das Personal.
Unter Stoff von geringer Luftdurchlässigkeit soll Material verstanden werden, das auf<B>0,3</B> m2 Fläche bei einem Druck von<B>5</B> cm Wassersäule nicht mehr als 0,2 m3 Luft pro Sekunde durchlässt.
Der in Fig. <B>1</B> dargestellte ebene Hüllenzuschnitt kann als einzelnes Stück ausgestanzt oder ausge schnitten sein oder es können zwei gleichartig gebil dete Teile Rücken an Rücken gelegt und miteinander verbunden werden. Der aus Material von geringer Luftdurchlässigkeit im Sinne der oben angeführten Definition bestehende Zuschnitt<B>10</B> weist zwei Zungen <B>11,</B> 12 auf, deren einander zugekehrte Kanten mit<B>13</B> und 14 bezeichnet sind. Die'Kanten treffen sich bei <B>19.</B> Ausser den konvexen Kanten<B>13,</B> 14 sind die Zungen<B>11,</B> 12 durch konkave äussere Kanten<B>15, 16</B> begrenzt, die sich nach aussen bis zu den Spitzen<B>17</B> und<B>18</B> des Aussenrandes 20 erstrecken.
Die Zungen <B>11</B> und 12 erstrecken sich von der Stelle<B>19</B> aus nach aussen und werden gegen ihre Enden hin schmäler. Wenn, wie im folgenden erklärt werden wird, die Kanten<B>13</B> und 14 miteinander verbunden werden, ist diese Verbindungslinie länger als die Länge der seit lichen Kanten<B>15, 16,</B> so dass eine Quer- und eine Längswölbung des Hüllenteiles erhalten wird. Die Querwölbung ist aus Fig. <B>3</B> ersichtlich.
Der Rand 20 des Hüllenteiles<B>10</B> ist mit meh reren keilförmigen Einschnitten versehen, die durch die divergierenden Kanten 21, 22,<B>23,</B> 24 sowie<B>25,</B> <B>26</B> begrenzt sind. Die rechte Seite des Hüllenteiles "emäss Fig. <B>1</B> ist selbstverständlich in gleicher Weise mit keilförmigen Schlitzen versehen, die den Ein schnitten 21, 22 bzw. <B>23,</B> 24 entsprechen.
Bei der Herstellung des Hüllenteiles<B>10'</B> gemäss Fig. 2 aus dem Zuschnitt gernäss, Fig. <B>1</B> werden die einander gegenüberliegenden Kanten<B>13</B> und 14 mit einander vernäht oder sonstwie miteinander verbun den, wie durch die Linie 4 angedeutet. Die einander gegenüberliegenden Kanten 21 und 22,<B>23</B> und 24, <B>25</B> und<B>26</B> werden in gleicher Weise miteinander ver bunden, und bilden die Nähte<B>5, 6</B> und<B>7</B> (Fig. 2). Die Reihe der Nähte<B>5, 6</B> und<B>7</B> im Randteil 20 zieht die Kante des Hüllenteils nach innen und erteilt dem Randteil eine Wölbung in Längsrichtung.
Gleich zeitig wird der Hüllenteil jedoch auch in der Quer richtung gewölbt, wobei die Wölbung vom schmalen inneren oder Scheitelende<B>30</B> hinweg nach dem Rand 20 hin zunimmt. Die konkaven Kanten<B>15, 16</B> die nen dazu die Wölbung des Hüllenteiles aufrecht zu erhalten.
Der Hüllenteil<B>1</B><I>W,</I> der auf diese Weise erhalten worden ist, weist ein schmales, gewölbtes Ende<B>30</B> und ein breiteres, nach unten gebogenes und auch in der Querrichtung gewölbtes äusseres Ende 20 auf. Zweckmässig werden die seitlichen Ränder und der Aussenrand des Hüllenteiles<B>10'</B> mit Verstärkungs schnüren., Streifen oder Leinen verbunden.
Werden nun die einzelnen Hüllenteile<B>10'</B> an der fertigen Fallschirmhülle betrachtet, so ist zu beach ten, dass jeder Hüllenteil in Drehrichtung des selbst rotierenden Fallschirms gesehen, eine vordere Kante und eine rückwärtige Kante aufweist. Nehmen wir an, dass die Seitenkante<B>16</B> des Hüllenteiles<B>10'</B> die vordere Kante und die andere Seitenkante<B>15,</B> die an der Stelle<B>17</B> endigte die rückwärtige Kante bilde. Zur Herstellung der Fallschirmhülle aus mehreren, beispielsweise vier Hüllenteilen, werden diese letz teren in Kreuzform ausgelegt. Die Enden<B>30</B> liegen im Zentrum der Hülle oder nahe demselben.
Jedes schmale Ende<B>30</B> wird so verwunden, dass es in eine Ebene zu liegen kommt, die den Hüllenteil<B>10'</B> in Längsrichtung halbiert und parallel zur Mittelachse des durch die Hüllenteile gebildeten Fallschirmes ver läuft. Die Verwindung' ist derart, dass die obere Kante des schmalen Endes<B>30</B> jedes Hüllenteiles eine Fortsetzung der rückwärtigen Kante<B>15</B> dieses Hül lenteiles bildet. Jeder Hüllenteil weist so in seinem schmalen Ende einen bestimmten Anstellwinkel zur Luftströmung auf, der sich über die radiale Länge des Hüllenteiles verändert und durch die noch zu<B>be-</B> schreibenden Aufhängeleinen aufrecht erhalten wird.
Es ist klar, dass die erwähnte Verwindung des schmalen Endes der Hüllenteile zur Folge hat, dass die Sehne des schmalen Endes<B>30</B> ungefähr in einer zur Fallschirmachse parallelen Ebene liegt.
Die vier schmalen Enden<B>30</B> der dargestellten Hüllenteile liegen übereinander und sind mit einer zentralen Aufhängeleine<B>33</B> verbunden. Wie aus den Fig. <B>5</B> und<B>6</B> ersichtlich, ist jedes Ende<B>30</B> bei 10a nach unten gerichtet und dieser Teil 10a ist im we sentlichen rechtwinklig zum übrigen Teil des Endes <B>30</B> abgebogen, um auf dem schmalen Ende<B>30</B> des benachbarten Hüllenteiles<B>10'</B> aufzuliegen. Die Ver bindung kann durch zusätzliche, nicht dargestellte Bänder oder Nähte verstärkt werden. Das Abbiegen erfolgt zweckmässig unter einem Winkel von 450 in bezug auf die zentrale Aufhängeleine.
Die zentrale Auffiängeleine <B>33</B> gestattet das Ein ziehen der Fallschirmhülle und ermöglicht die radiale Teilung zu beeinflussen. Die Länge der zentralen Aufhängeleine<B>33</B> hängt vom gewünschten Resultat ab. Es hat sich aber ergeben, dass sehr gute Resultate erhalten werden, wenn sie nicht kürzer ist als die noch zu beschreibenden Aufhängeleinen<B>35.</B>
Es sind verhältnismässig kurze Randleinen 34 vorgesehen, die zwischen benachbarten Hüllenteilen angeordnet sind und sich von der Spitze<B>18</B> einer vor deren Kante<B>16</B> des einen Hüllenteiles bis zur Spitze <B>17</B> der rückwärtigen Kante<B>15</B> des benachbarten Hül lenteiles erstrecken. Es sind Aufhängeleinen vorge sehen, und zwar üblicherweise gleich viele wie im Fallschirm Hüllenteile<B>10'</B> vorhanden sind. Die Rand- aufhängeleinen und die zentrale Aufhängeleine<B>33</B> sind mit ihren unteren Enden an einem Aufhänge ring<B>37</B> befestigt.
Das obere Ende jeder Rand-Auf- hängeleine <B>35</B> ist mit einer Randleine 34 verbunden, und zwar an einer Stelle die näher bei der Spitze<B>18</B> einer vorderen Kante<B>16</B> liegt, als bei der Spitze<B>17</B> der rückwärtigen Kante<B>15</B> des benachbarten Hüllen teiles. Diese Befestigungsart hat zur Folge, dass beim Gebrauch des Fallschirmes,<B>d.</B> h. beim Anbringen einer Last an den Aufhängeleinen., die vordere Kante stärk-er nach unten gezogen wird als die rückwärtige Kante eines Hüllenteiles. Dadurch wird der ge wünschte Anstellwinkel bei jedem einzelnen Hüllen teil nach der erfolgten Entfaltung desselben erreicht.
Infolge der Verwindung der schmalen Scheitelteile der einzelnen Hüllenteile wird der gewünschte An- stellwinkel im wesentlichen über die ganze radiale Länge des Hüllenteiles aufrecht erhalten.
Die bisher beschriebene Fallschirmhülle besteht aus vier vollständig biegsamen Hüllenteilen, von wel chen sich jeder verbiegen und verwinden kann, so dass die Möglichkeit eines Verwickelns besteht, falls nicht besondere Masnahmen getroffen werden. In- folge der grossen Zwischenräume zwischen den Hül lenteilen ist die Festigkeit der Hülle niedrig, was eine Verzögerung des vollständigen öffnens nach der ersten Entfaltung zur Folge hat. Es wurde auch in einigen Fällen festgestellt, dass nach der vollständigen<B>Öff-</B> nung des Fallschirmes und bei rotierender Fall schirmhülle ein unerwünschtes Flattern der Kanten der Hüllenteile auftritt. Dieses Flattern ist auf einen negativen Anstellwinkel zurückzuführen.
Diese Wir kung ist natürlich unerwünscht, da sie die Tragfähig keit der Fallschirmhülle beeinträchtigt und für das Material nachteilig ist. Diese unerwünschten Eigen schaften werden durch die Verbindungsleinen<B>36</B> ver mieden, die sich jeweils von einer vorderen Kante eines Hüllenteiles zur rückwärtigen Kante des be nachbarten Hüllenteiles erstrecken und die in einer gewissen Entfernung von der Befestigungsstelle der zentralen Aufhängeleine<B>33</B> verlaufen. Diese Verbin dungsleinen<B>36</B> stellen die einzige Querverbindung im Bereich zwischen der genannten Befestigungsstelle und den Randleinen 34 dar. Die Verbindungsleinen <B>36</B> sind länger als die Randleinen 34.
Die Entfernung der Leinen<B>36</B> von der Befestigungsstelle der Leine <B>33</B> beträgt etwa<B>2/3 Oh,</B> bis 3/4) der Entfernung von der Befestigungsstelle in der Hüllenmitte bis zum äusseren Rand der Fallschirmhülle. Um ein wirksames Entfalten und öffnen des Fall schirmes, ohne dass ein Verwickeln der einzelnen Teile auftreten würde, zu erreichen, werden beim Verpacken die Verbindungsleinen<B>36</B> nach rück wärts gezogen (Fig. <B>7)</B> und durch eine dünne Schnur mit der Abreissleine verbunden. Dies bewirkt einen Zug in den Verbindungsleinen <B>36,</B> wodurch die ein zelnen Hüllenteile zusammengezogen werden.
Der Aufhängering<B>37</B> wird zuerst nach vorne gepackt und hierauf die Aufhängeleine<B>35</B> zickzackförmig in einer Richtung verlegt und dann nach vorne einge packt. Die aus den Teilen<B>10'</B> bestehende Fallschirm hülle wird zu einem langen Bündel verlegt und zick- zackförmig ebenfalls eingepackt. Die Verbindungs leinen<B>36</B> werden nach rückwärts ausgezogen und auf den übrigen Inhalt des Packes gelegt. Die Falten des Packes werden geschlossen und durch die Abreiss- leine oder einen Abreissdraht gehalten, an welchen dünne Schnüre oder Leinen<B>39</B> befestigt sind, welche die Verbindungsleinen<B>36</B> in Schlaufen halten.
Wenn bei dieser Verpackung die Abreissleine ge zogen wird, werden die dünnen Schnüre<B>39,</B> die an den Verbindungsleinen<B>36</B> befestigt sind und diese letzteren angezogen und die Fallschirmhülle wird her ausgezogen. Die erwähnten Leinen und Schnüre sind gespannt, bis sich die Fallschirmhülle zu füllen be ginnt. Bei der Füllung des Fallschirmes werden die dünnen Schnüre<B>39</B> im allgemeinen reissen. Wenn dies nicht schon in diesem Zustand erfolgt, so reissen sie jedoch unter dem Einfluss der Belastung des Fall schirmes.
Auf den Beginn des öffnens des Fallschir mes folgt das allmählich weitere öffnen, wobei die Aufhängeleinen<B>35,</B> die zentrale Aufhängeleine<B>33</B> und schliesslich der Aufhängering<B>37</B> mit den daran und an der Last befestigten Leinen herausgezogen werden.
Die Verwendung der dünnen Schnüre<B>39,</B> welche die Verbindungsleinen<B>36</B> in Schlaufen halten, wird ein Verwickeln der verschiedenen Leinen vermieden und das öffnen des Fallschirmes beschleunigt. Nach dem vollständigen öffnen des Fallschirmes sind die Verbindungsleinen<B>36</B> gespannt und sie verhindern ein Flattern der einzelnen Hüllenteile. Es ist zu bemerken, dass die zentrale Aufhänge leine<B>33</B> verhältnismässig kurz ist, so dass beim<B>öff-</B> nen die schmalen Enden der Hüllenteile axial nach unten gezogen werden. Dies erleichtert das öffnen, indem die Hüllenteile in eine Lage gebracht werden, die ein leichtes öffnen erzwingt.
Dies hat auch zur Folge, dass die Mittellinie der einzelnen Hüllenteile in eine Lage senkrecht zur Achse gebracht wird, wo durch eine grössere Komponente des gesamten Hubes in der gewünschten Richtung erzeugt wird. Es ist zweckmässig, wenn die zentrale Aufhängeleine<B>33</B> etwa die gleiche Länge aufweist wie die Rand-Auf- hängeleine <B>35.</B> Versuche haben ergeben, dass bei die sen Abmessungen maximale Auftriebskräfte erzielt werden.
Es ist zu beachten, dass die Hüllenteile kon kave Kanten<B>15</B> und<B>16</B> aufweisen und die Krüm mung der Seitenkanten allmählich in ungleichför miger Weise zunimmt, bis ein Maximum im Bereich der arössten Sehne erreicht wird. Dies sichert eine gleichmässige Spannung zwischen den Kanten<B>15</B> und<B>16</B> und dient zur Aufrechterhaltung der Wöl bung.
Die Verbindungsleinen<B>36</B> können zu einer einzi gen, sich in Umfangsrichtung erstreckenden Leine zu- sammengefasst sein, falls dies erwünscht ist. Es ist aber zweckmässiger, einzelne, getrennte Leinen<B>36</B> zu verwenden, die sich in der beschriebenen Weise vom einen Hüllenteil zum anderen erstrecken. Unter ge wissen Umständen kann es überflüssig sein, Verbin dungsleinen<B>36</B> vorzusehen, obwohl ihre Anordnung bei den meisten Fallschirmgrössen zweckmässig ist, falls ein maximaler Wirkungsgrad erwünscht ist. Der beschriebene Fallschirm mit rotierenden Hül lenteilen ist in der Lage, eine grosse Last zu tragen<B>;</B> er wirkt zuverlässig und ist verhältnismässig billig her zustellen.
Der öffnungsstoss ist klein und für ein gegebenes Verpackungsgewicht und/oder Volumen wird eine hohe Stabilität erreicht.