CH366376A - Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen - Google Patents
Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für SpannbetonkonstruktionenInfo
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- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
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- E04C5/12—Anchoring devices
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Description
Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen mit Hilfe je eines an den Bündelenden angreifenden Ankerkörpers. Es sind heute eine ganze Anzahl von Verfahren bekannt, bei denen ganze Drahtbündel gespannt und anschliessend an den Enden mittels Ankerkörpern gegen die Betonkonstruktion abgestützt werden. Die Drahtbündel bestehen in der Regel aus parallelen, hochwertigen Drähten mit einem Durchmesser zwi schen 5 und 8 mm und mit rundem oder ovalem Querschnitt. Die Verankerung der einzelnen Drähte in den Endankerkörpern wird entweder durch Keil wirkung oder durch Aufstauchen der Drahtenden erreicht. Alle diese Verfahren haben den Nachteil, dass verhältnismässig kostspielige Ankerkörper ver wendet werden müssen, welche im Bauwerk ver bleiben und die Kosten desselben verteuern. Um diese Verankerungskosten zu reduzieren, sind schon Anker vorgeschlagen worden, welche verhältnismässig kleine Abmessungen aufwiesen; diese Ankerkörper liegen nach dem Spannen des Drahtbündels in einer Aus- nehmung der Baukonstruktion, worauf in die Aus- nehmung Mörtel eingepresst wird, der seinerseits durch eine Drahtspirale umschnürt ist. Nach dem Erhärten des Einpressmörtels werden die Ankerkörper auf dem letzteren abgestützt. Eine solche Lösung ist erstmals in Fig.7 des Schweizerpatentes Nr.279562 darge stellt. Der Einpressmörtel dient als Auflager für die auch hier in der Baukonstruktion verbleibenden Ankerkörper. Demgegenüber ist das erfindungsgemässe Ver fahren dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die in einer Endausnehmung der Betonkonstruktion liegen den Enden der Drähte des Drahtbündels am zuge ordneten Ankerkörper verankert werden, worauf das Drahtbündel gespannt und in die Endausnehmung hinter den Ankerkörper Mörtel eingepresst wird, und dass nach Erhärten des die Drähte umschliessenden Mörtels der Ankerkörper entfernt wird, so dass die Drähte des Bündels lediglich durch Haftung am er härteten Einpressmörtel verankert sind. Es ist zwar bereits aus der bei Drahtbündelver- ankerungen für Spannbetonkonstruktionen bekannten sogenannten Spannbettechnik üblich, vor allein Drähte mit verhältnismässig geringem Durchmesser und besonders profilierte oder flache Drähte ohne Verwendung von Endankem direkt im Beton der Baukonstruktion allein durch Haftung zu verankern. Dieses Spannbettverfahren besitzt jedoch gegenüber dem erfindungsgemässen Verfahren ohne Spannbett erhebliche Nachteile. So sind beim Spannbettverfahren lange Spannbahnen notwendig, an deren Enden die einzelnen Spannbündel vor dem Einbringen des Betons befestigt werden müssen. Beim erfindungsgemässen Verfahren sind keine solche Spannbahnen erforder lich, da die Vorspannkraft direkt auf die erhärtete Betonkonstruktion übertragen wird. Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel des er findungsgemässen Verfahrens anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung zeigt: Fig.l ein Drahtbündelende mit zugeordnetem Ankerkörper, Fig.2 das mittels des Ankerkörpers gegen die Betonkonstruktion abgestützte Drahtbündelende, Fig. 3 das Drahtbündelende nach dem Einpressen des Mörtels, Fig. 4 das Drahtbündelende mit Vorrichtung zum Entfernen der Drahtköpfchen, und Fig. 5 das durch Haftung verankerte Drahtbündel ende nach Abnahme des Ankerkörpers. Beim gezeichneten Beispiel besteht das Draht bündel aus einer Vielzahl von hochwertigen Stahl drähten 1, die von einem Hüllrohr 2 umschlossen sind. Die Drahtenden werden durch zylindrische Lö cher eines zylindrischen, mit Aussengewinde ver- sehenen Ankerkörpers 3 gesteckt, der eine zentrale, ebenfalls mit Gewinde versehene Bohrung aufweist (Fig. 1). Nun werden an den Drahtenden durch Kalt stauchen Ankerköpfchen 4 erzeugt. Das umhüllte und mit den Ankerkörpern 3 versehene Drahtbündel wird anschliessend in bekannter Weise in die Schalung der Betonkonstruktion gelegt, worauf betoniert wird. Das den Ankerkörper 3 tragende Drahtbündelende liegt dabei innerhalb einer Endausnehmung 5, die durch einen am Ende der Baukonstruktion 6 liegenden, sich erweiternden, an das Hüllrohr 2 anschliessenden Rohr teil 7 geschaffen ist. Das Drahtbündel wird nun mittels einer in die zentrale Gewindebohrung des Anker körpers 3 eingeschraubten Spindel 8 durch eine ge eignete, z. B. hydraulische oder pneumatische Zugvor richtung (nicht gezeichnet) gespannt. Die Anker köpfchen 4 kommen dabei zum Anliegen auf der äusseren Stirnfläche des Ankerkörpers 3, der seiner seits aus der Ausnehmung 5 herausgezogen wird. Mittels einer auf den Ankerkörper 3 aufgeschraubten Mutter 9 und einer Unterlagscheibe 10 wird der Ankerkörper 3 auf der Stirnfläche der erhärteten Betonkonstruktion 6 abgestützt (Fig. 2). Nach Weg- nahme der Spannvorrichtung wird durch die zentrale Bohrung des Ankerkörpers 3 Mörtel 11 in die Aus- nehmung 5 hinter dem Körper 3 gepresst. Der Mörtel 11 umschliesst satt das Drahtbündelende. Nach dem Erhärten des Mörtels haften die mit ihm in Berührung stehenden Drähte 1 fest am Mörtel (Fig. 3). Da der Durchmesser des Ankerkörpers 3 zur Aufnahme einer Vielzahl von Drähten 1 zwangläufig grösser ist als der Durchmesser des im Rohr 2 liegenden Bündels stre ben die Drahtenden innerhalb der Ausnehrnung aus einander, das heisst die aus dem Hüllrohr 2 aus tretenden Drahtenden werden bis zum Ankerkörper 3 hin auf einen gegenüber dem Innendurchmesser des Hüllrohres grösseren Bündeldurchmesser gespreizt, so dass diese Drahtenden innerhalb der Ausn: ehmung 5 für den Einpressmörtel 11 allseitig zugänglich sind. Dadurch wird ein einwandfreies Haften der Drähte am Mörtel gewährleistet. Nun wird die Vorrichtung 12, die z. B. eine Schleif- oder Fräsvorrichtung sein kann, angesetzt und mit ihr werden die Ankerköpf chen 4 an den Drahtenden entfernt (Fig.4). Nun können der Ankerkörper 3 mit der Mutter 9 und ebenso die Unterlagscheibe 10 weggenommen werden, so dass keines : der ursprünglichen Verankerungsele- mente in :der Baukonstruktion zurückbleibt (Fig. 5). Wie für das rechte Drahtbündelende ist auch für das linke Drahtbündelende verfahren worden. Das Entfernen der Ankerköpfchen kann auch durch nur teilweises Wegschleifen und anschliessendes Abziehen des Ankerkörpers unter Deformierung des verbliebenen Köpfchenteils erfolgen. Fallsein zerlegbarer Ankerkörper verwendet wird, brauchen die Ankerköpfchen nicht entfernt zu wer den. In diesem Fall wird der Ankerkörper bis zum Erhärten des Mörtels z. B. mittels eines Querteils provisorisch an der Betonkonstruktion abgestützt; nach dem Erhärten des Mörtels wird dieser Querteil entfernt, wonach die Mutter 9 abgeschraubt und der Ankerkörper durch Zerlegen weggenommen wird. Das Drahtbündel kann auch mittels eines zur Bündelachse koaxialen Keils in einem gemeinsamen mit einer zentralen Konusöffnung versehenen Anker körper verankert und nach dem Spannen provisorisch an der Betonkonstruktion abgestützt werden. Nach dem Erhärten des Mörtels wird die provisorische z. B. durch Querteile zwischen einer auf den Ankerkörper aufgeschraubten Mutter und der Betonkonstruktion gebildete Abstützung gelöst, der so entlastete, zentrale Keil wird entfernt und der Ankerkörper kann weg genommen werden. Das beschriebene Verfahren gestattet auch die Verwendung gekrümmter Drahtbündel, was in vielen Fällen statisch ein Vorteil ist. Die Schalung der Betonkonstruktion nach dem beschriebenen Verfahren kann rasch, das heisst vor dem Vorspannen des Betons, wieder entfernt werden; sie lässt sich mehrfach verwenden. Es muss für die Herstellung mehrerer gleicher Konstruktionen z. B. mehrerer gleicher Träger, nur eine Schalung bereitgestellt werden. Das beschriebene Verfahren lässt sich zur Herstellung von Spannbetonträgern direkt auf der Baustelle anwen den, da keine grösseren Installationen, wie z. B. ein Spannbett, erforderlich sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen mit Hilfe je eines an den Bündelenden angreifenden Ankerkörpers, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst die in einer Endausneh- mung der Betonkonstruktion liegenden Enden der Drähte des Drahtbündels am zugeordneten Anker körper verankert werden, worauf das Drahtbündel gespannt und in die Endausnehmu@ng hinter den Ankerkörper Mörtel eingepresst wird, und dass nach Erhärten des die Drähte umschliessenden Mörtels der Ankerkörper entfernt wird,so dass die Drähte des Bündels lediglich durch Haftung am erhärteten Ein pressmörtel verankert sind. UIN'TERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, bei welchem zur Verankerung der Drahtenden diese durch je eine zylindrische Ausnehmung des Ankerkörpers gezogen und dann durch Kaltstauchen mit einem Köpfchen versehen werden, das gegen eine Auflagefläche am Ankerkörper angelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erhärten des Einpressmörtels die Köpf chen der Drahtenden mindestens teilweise entfernt werden und der Ankerkörper vom Drahtbündelende abgenommen wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Köpfchen der Drahtenden wenigstens teilweise weggeschliffen werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass nach teilweisem Wegschleifen der Köpfchen an den Drahtenden der Ankerkörper unter Deformierung des verbliebenen Köpfchenteils vom Drahtbündelende abgezogen wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, bei welchem das Drahtbündelende durch einen Keil im Anker körper verankert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkörper bis zum Erhärten des Einpress- mörtels provisorisch an der Betonkonstruktion abge stützt wird, wonach diese Abstützung gelöst wird, der so entlastete Keil entfernt und der Ankerkörper vom Drahtbündelende weggenommen wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, bei welchem zur Verankerung der Drahtenden diese durch je eine zylindrische Ausnehmung des Ankerkörpers .gezogen und dann durch Kaltstauchen mit einem Köpfchen versehen werden, das gegen eine Auflagefläche am Ankerkörper angelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein zerlegbarer Ankerkörper verwendet wird, der bis zum Erhärten des Einpressmörtels provisorisch an der Betonkonstruktion abgestützt wird,wonach diese Abstützung gelöst und der Ankerkörper durch Zer legen vom Drahtbündelende abgenommen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, bei welchem das Drahtbündelende in ein bis zur Endausnehmung der Betonkonstruktion reichendes Hüllrohr verlegt wird, dadurch gekennzeichnet,dass die .aus dem Hüll- rohr austretenden Drahtenden bis zum Ankerkörper auf einen gegenüber dem Innendurchmesser des Hüll rohres grösseren Bündeldurchmesser gespreizt werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6143758A CH366376A (de) | 1958-07-05 | 1958-07-05 | Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen |
| CH7359359A CH384180A (de) | 1958-07-05 | 1959-05-26 | Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen |
| GB2262059A GB923234A (en) | 1958-07-05 | 1959-07-01 | Improved method of anchoring wire bundles for prestressed concrete constructions |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6143758A CH366376A (de) | 1958-07-05 | 1958-07-05 | Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH366376A true CH366376A (de) | 1962-12-31 |
Family
ID=4523637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH6143758A CH366376A (de) | 1958-07-05 | 1958-07-05 | Verfahren zur Verankerung von Drahtbündeln für Spannbetonkonstruktionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH366376A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2705483A1 (de) * | 1977-02-10 | 1978-08-17 | Bayer Ag | Vorrichtung zur verankerung von zuggliedern aus hochfesten werkstoffen |
-
1958
- 1958-07-05 CH CH6143758A patent/CH366376A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2705483A1 (de) * | 1977-02-10 | 1978-08-17 | Bayer Ag | Vorrichtung zur verankerung von zuggliedern aus hochfesten werkstoffen |
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