Anordnung zum Erfassen oder Erfassen und Steuern der Bewegung von Masebinenteilen Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Erfassen oder Erfassen und Steuern der Bewe gung von Maschinenteilen, insbesondere von Werk zeugmaschinenteilen. Bei der Rationalisierung der Fertigungstechnik ist man bestrebt, unter Verein fachung der Bedienung der jeweiligen Maschine die Ausbringung zu erhöhen. Die Hauptzeiten bei der Be arbeitung werden durch Erhöhen der Werkzeuglei stung verringert oder durch parallel ausgeführte Ar beitsgänge, z. B. bei Transferstrassen und Rundtisch- autoinaten auf einen Bruchteil der gesamten Bear beitungszeit verkleinert. Durch eine weitgehende Auto matik werden dabei auch die Nebenzeiten verkürzt.
Zur Verkürzung der Nebenzeiten sind bereits viel fach Schalthilfen bei Programmsteuerangen für die Drehzahlen des Hauptantriebes und für die Vorschub- geschwindigkeiten angewendet worden. Einen grossen Teil der Nebenzeiten machen aber die Zeiten aus, die die Bedienungsperson an der Maschine für Mess- operationen aufwenden muss, das heisst, um die Lage zuordnung des Werkzeuges zum Werkstück vorzu nehmen.
Um die Ablesung der Massstäbe, die vielfach eine schwierige, umständliche und zeitraubende Mass nahme darstellt, wesentlich zu vereinfachen, ist es bereits bekanntgeworden, einen den zurückgelegten Weg des bewegten Maschinenteiles anzeigenden Mass stab zu verwenden, der in geeigneter Weise aufge zeichnet ist und durch irgendwelche Vorrichtungen selbsttätig abgetastet wird. So können Markierungen, die der Teilung eines Massstabes entsprechen, auf ihrem Träger sichtbar oder auch in Form magneti scher, kapazitiver oder anderer Unstetigkeitsstellen aufgezeichnet werden.
Bei der Abtastung mit Hilfe einer photoelektrischen Einrichtung oder einer ent sprechenden induktiven oder kapazitiven Abfühlvor- richtung kann man Impulse erhalten, die einem me- chanischen oder elektrischen, insbesondere elektro nischen Zählwerk zugeführt werden, so dass man die einzelnen Teilstriche des Massstabes zu zählen im stande ist.
Es ist weiterhin bekannt, zum Messen von Strecken oder zum Teilen von Kreisen so zu verfahren, dass eine gewünschte Strecke oder der gewünschte Teil eines Kreises einer bestimmten Zahl entspricht, die als Vielfach-es des Teillungsintervalls eines Mass stabes bzw. einer Kreiste-ilung dargestellt ist.
Hierbei müssen die Intervalle kleiner sein als die gewünschte Einstelltoleranz und untereinander so gleich bemessen werden, dass jede belilebige. Summe aufeinanderfol- gender Teilungen eine Messstrecke ergibt, die noch innerhalb der gewünschten Toleranz liegt.
Bei den bisher bekannten oder vorgeschlagenen Einrichtungen, die nach diesem oder einem ähnlichen Prinzip arbeiten, kommt es darauf an, Signale zu er halten, die in der Weise von der Bewegung des Ma schinenteils abgeleitet worden, dass eine bestimmte Anzahl solcher aufeinanderfolgender Signale einer bestimmten, von dem Maschinenteil zurückgelegten Wegstrecke entspricht oder<B>.</B> eine zurückzulegende Wegstrecke darstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde" für eine nach einem Informationsprogramm betriebene Maschine wegabhängige Signale zu erhalten, ohne dabei einen feingeteilten Massstab verwenden zu müssen, der hinsichtlich seiner Teilmarkierungen hohe Anforderungen an die Genauigkeit der Herstellung und seines bleibenden Verhaltens erfordert. Die Er findung besteht darin, dass zur Herleitung der Im pulse, deren Anzahl ein Mass für die zurückgelegte oder zurückzulegende Wegstrecke des bewegten Ma schinenteiles darstellt und zu deren überwachung eine Impulszählvorrichtung dient, ein Drehmelder vorgesehen ist. Bezüglich der Schaltfrequenz der Im- pulszählvorrichtung werden nur geringe Anforderun gen gestellt.
Die Verwendung von Drehmeldern für die Steue rung von Gleichlaufmotoren ist an sich bereits be kannt. Eine solche Einrichtung arbeitet, da sie prak tisch keiner Abnutzung ausgesetzt ist, stets mit hoher Genauigkeit und lässt sich leicht programmieren.
Drehmelder sind Elemente grosser Lebensdauer. Eine der bekannten Anwendungen von Drehmeldern ist die sogenannte elektrische Welle. Bei den dabei verwendeten Drehmeldern arbeitet der eine als Geber und der andere, als Empfänger, wobei der Läufer im Empfänger der Drehung des Läufers im Geber mit grosser Winkelgenauigkeit nachfolgt.
Bei elektrischen Wellen werden im allgemeffien Geber und Empfänger verwendet, bei denen die Stän der dreiphasig gewickelt sind, während die Läufer eine Einphasenwicklung tragen. Man kann von sol chen bekannten Drehmeldern in der Weise Gebrauch machen, dass man geberseitig dem Läufer eine Wech selspannung, die unmittelbar die Netzspannung ist oder von ihr hergeleitet sein kann, oder die eine höhere Frequenz hat, zuführt und die drei Anschlüsse des Ständers an den Empfänger legt.
Empfängerseitig ist die dreiphasige Ständerwicklungdann an diese drei Leitungen gelegt, während an den festgebremsten Läufer des Empfängers, gegebenenfalls unter Zwi schenschaltung eines Impulsformers und Verstärkers, ein Zählwerk angeschlossen ist. Darübe#r hinaus kann gegebenenfalls noch im Zuge der drei Leitungen vom Geber zum Empfänger ein weiterer Drehmelder zwi schengeschaltet sein, der als Differentialdrehmelder arbeitet. Die vom Geber kommenden drei Leitungen sind dann z. B. an die dreiphasige Ständerwicklung des zwischengeschalteten Drehmelders angeschlossen, während eine dreiphasige Läuferwicklung mit der dreiphasigen Ständerwicklung des Empfängers in Ver bindung steht.
Die Erfindung ermöglicht nicht nur, dass von einer solchen Drehmelderkette im ruhenden Zustand des Empfängers, wenn also nur der Läufer des Gebers durch die Maschinenbewegung in Drehung versetzt wird, wegabhängige Signale abgeleitet werden, son dern durch eine unabhängige, Verdrehung des Läufers bzw. Ständers des Empfängers oder des Ständers des Gebers oder beider kann auch eine örtliche Ver lagerung der Signalpunkte und damit eine Feinpro grammierung für die Weglängen erreicht werden. Bei Zwischenschaltun- eines Differentialdrehmelders kann auch dessen Läuferbewegung hierzu herangezogen werden.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung bei spielsweise näher erläutert werden. Fig. <B>1</B> zeigt ein Ausführungsbeispiel für das Erfassen der Bewegung eines Maschinentrils mit seinen wesentbbhen Teilen in vereinf achter schematischer Darstellung, während Fig. 2 anhand des Spannungsverlaufes die Wirkungsweise veranschaulicht, Fig. <B>3</B> einen Teil einer Anordnung zum Erfassen und Steuern der Bewegung eines Ma- C schinenteils und eine Variante und Fig. 4 ein zuge höriges Diagramm.
Der als Geber dienende Drehmelder<B>1</B> ist an der Maschine befestigt. Durch Relativbewegung des Ma schinenschlittens während eines Arbeitsganges wird über die Zahnstange 2 und das Ritzel <B>3</B> die Welle 4 in beiden Drehrichtungen, wie durch den Doppelpfeil <B>55</B> versinnbildlicht, gedreht. Der Läufer<B>5</B> des Gebers macht dementsprechend wegabhängige Umdrehungen, so dass eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen oder ein bestimmter Winkelbetrag einer Teildrehung einer bestimmten Weglänge des bewegten Maschinenteiles entspricht.
Die Läuferwickluna, des Geberdrehmelders ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einphasig aus gebildet und wird über die vorhandenen Schleifringe mit einer Wechselspannung von<B>50</B> Hz oder einer höheren Frequenz gespeist. Die Mindesthöhe der zu wählenden Frequenz hängt davon ab, mit welcher maximalen Maschinenbewegung gearbeitet wird, so wie von der Höhe des übersetzungsverhältnisses von Zahnstange 2 und Ritzel <B>3.</B> Die Frequenz muss hoch genug sein, um auch bei der höchsten zu erwartenden Drehzahl des Läufers noch eindeutige Zählimpulse JD zuzulassen.
Im Ständer des Gebers werden in der Dreiphasen- wicklung <B>6, 7, 8</B> gleichphasige Wechselspannungen verschiedener Amplituden induziert. Durch die Ver bindungsleitungen<B>9, 10, 11</B> zum Empfängerdreh- melder 12 wird dieser Fluss im Ständer mit den Wick lungen<B>13,</B> 14 und<B>15</B> abgebildet und erzeugt im fest stehenden Läufer<B>56</B> als tertiäre Spannung wiederum eine Wechselspannung, die über die Schleifringe ab gegriffen werden kann. Die Amplitude der Wechsel spannung im Läufer des Empfängers ist abhängig von der relativen Stellung der Läufer zu den Ständern in den beiden Drehmeldern.
Die Wechselspannung ist daher in ihrer Amplitude sinusförmig moduliert, wo bei innerhalb einer vollen Umdrehung des Läufers am Geber eine volle Modulationsperiode erhalten wird.
Diese Verhältnisse lassen sich aus Fig. 2 erken nen. Die Augangsspannung wird gleichgerichtet,<B>so</B> dass bei einer vollen Umdrehung des Geberläufers zwei Halbwellen entstehen, die durch die angelegte Wechselstromfrequenz überlagert sind. Die Strecke a-b umfasst eine Halbwelle, während die Strecke a-c eine volle Umdrehung von<B>3601</B> des Gebers versinn bildlicht. Die Speisefrequenz liegt, wie die Darstellung zeigt, so hoch, dass eine nennenswerte Anzahl von Halbwellen der Speisefrequenz innerhalb einer Halb welle der Geberspannung liegen.
Man kann nun durch an sich bekannte Mass nahmen ein Signal in der Weise herleiten, dass man entweder von dem ansteigenden oder von dem ab fallenden Ast dieser Halbwel-len ausgeht oder auch sowohl den ansteigenden als auch den abfallenden Ast ausnutzt. Das Spannungsniveau. für die Signal gabe, welches bei dem dargestellten Ausführungs beispiel ausgenutzt wird, ist durch die Linie<B>16</B> ver- sinnbild#licht, die die Halbwellen<B>17</B> und<B>18</B> schneidet. Das Signal kann nach entsprechender Verstärkung an den Eingang eines Zählwerkes angelegt werden.
Die Lage des Signals ist entsprechend der Höhe des Span- nungsni:veaus, also durch Verschieben der Lime <B>16</B> nach oben oder unten gemäss dem Doppelpfeil<B>19,</B> wählbar innerhalb eines Phasenwinkels zwischen<B>0</B> und<B>900.</B>
Das Signal entsteht jeweils dann, wenn der Läufer des Empfängers eine bestimmte Winkelstellung gegen über dem Läufer des Gebers besitzt. Da die Stellung des Geberläufers infolge des Antriebes durch die sich bewegenden Maschinenteile wegabhängig ist, erscheint das Signal ebenfalls an bestimmten Punkten des Weges. Wird beispielsweise der Antrieb des Geber läufers so vorgenommen, dass der Läufer beim Durch fahren eines Weges von 20 mm eine volle Umdre hung ausführt, so entstehen Signale im Abstand von jeweils<B>10</B> mm.
Da im Gegensatz zu einer Übertragung in Form einer elektrischen Welle der Empfängerläufer nicht nachlaufen muss und keinerlei mechanische Leistung und kein Drehmoment abgenommen wird, erfolgt die Signalgabe bezüglich ihrer Zuordnung zur Stellung der Maschinenteile zueinander sehr genau.
Die Signale werden über eine Impulsformerstufe 20 bekannter Art mit grosser Schärfe erhalten und sind gut reproduzierbar. Der Impulsformer 20 kann gegebenenfalls noch einen Verstärker enthalten. Für die Zählwerksschaltung kann man wahlweise die Signale im Anstieg oder im Abstieg der Halbwelle oder auch beide benutzen. Das Zählwerk 21 kann --in mechanisches, ein elektrisches, insbesondere elektro nisches oder sonst gebräuchliches Zählwerk sein. Bei den Drehmeldern kann man anstelle der dargestellten Dreiphasenwicklungen im Ständer auch andere, Mehr- phasenwicklungen vorsehen. So kann man auch mit zwei, vier oder sechs Phasen arbeiten.
Die absolute Wegzuordnung der Signale lässt sich auf verschiedene Weise verändern, da sie von der relativen Stellung der Läufer zu den Ständern bzw. der Ständer unter sich abhängig ist. Es seien hierzu einige Möglichkeiten genannt. So kann z. B. durch Verdrehen des Ständers des Gebers um eine halbe Umdrehung, also -um einen Winkel von<B>0</B> bis<B>1809,</B> der Signalpunkt zwischen<B>0</B> und<B>10</B> mm verschoben werden. Der gleiche Effekt kann aber auch durch Verdrehen des Ständers des Empfängers bei festgehaltenem Empfängerläufer er zielt werden. Ebenso kann man diese Wirkung auch dadurch erreichen, dass man den Läufer des Empfän gers bei festgehaltenem Empfängerständer verdreht.
Diese drei zur Verfügung stehenden Freiheitsgrade können nun einerseits dazu benutzt werden, einer vorhandenen Maschinenstellung eine Ausgangsstel lung, das heisst einer Nullstelle des Zählwerkes zuzu ordnen und anderseits eine Feinprogrammierung vor zunehmen. Auf diese Weise ist es nämlich möglich, mit zwei unterschiedlichen Massstäben zu arbeiten, von denen der eine einen groben und der andere einen feinen Massstab versinnbildlicht. Eine Feinprogram mierung ergibt sich z. B. in dem Bereich von<B>0</B> bis <B>10</B> mm mit einer Genauigkeit von etwa<B>0,01</B> mm.
Als eine Möglichkeit, die weiter zu nennen ist, kann man den Läufer des Empfängers --so verdrehen, dass gerade das Signal erteilt wird, wenn der auf steigende Ast ausgenutzt wird, oderdass es gerade er lischt beim Arbeiten am abfallenden Ast, -und in diesem Augen-blick den Läufer wieder festbremsen. Das Festhalten des Läufers ist in Fig. 2 durch die Bremse 22 versinnbildlicht.<U>Dann</U> ist dieser Stellung gerade die angenommene Nullstelle des Maschinen teils zugeordnet, von der aus die Wege für die Bewe gung dieses Teils registriert werden.
Für die Feinprogrammierung im Bereich von<B>0</B> bis <B>10</B> mm kann man beispielsweise einen der Ständer der Drehmelderkette, z. B. des Empfängers in der Programmiereinrichtung, um einen bestimmten Win kelwert verdrehen. Eine solche Verdrehung mit Nach- laufmotor, Anschlägen usw. kann auch auf der Geber seite stattfinden.
In dem geschilderten Fall, bei dem einer Verdrehung um einen Winkel von 18011 ein<B>Weg</B> von<B>10</B> mm entspricht, erreicht man durch eine Ver drehung von dem<B>0,18.</B> Teil eines Winkelgrade's eine Verschiebung des Signalpunktes um<B>0,01</B><U>mm.</U> Man kann diese Feinprogrammierung an einem der Ständer vornehmen oder sie auch auf beide Ständer verteilen. In dem letzten Fall, würde z. B. einer der Ständer um Schritte von jeweils<B>181>,</B> entsprechend einer Verschie bung des Signalpunktes um<B>je 1</B> mm und der andere Ständer innerhalb des Bereiches von<B>181></B> um die feinen Beträge verdreht werden.
Die Verwendung einer Drehmelderkette, die aus einem Geber einerseits und einem Empfänger ander seits besteht, ergibt drei Freiheitsgrade zur Änderung der absoluten Wegzuordnung. Man kann nundurch Einfügen eines Differentialdrehmelders zwei weitere Freiheitsgrade erhalten. Ein Differentialdrehmelder weist eine mehrphasige Ständerwicklung und eine mehrphasige Läuferwicklung auf.
Ein solcher Dreh melder mit dreiphasiger Ständer- und dreiphasiger Läuferwicklung wird nun, wiedies in Fig. <B>1</B> durch die gestricheften Verbindungslinien<B>23,</B> 24,<B>25, 26, 27</B> und<B>28</B> angedeutet ist, zwischen Geber<B>1</B> und Empfän ger 12 geschaltet. Durch Verdrehen des Läufers<B>29</B> oder des Ständers<B>30</B> des Differentialdrehmelders <B>31</B> lässt sich eine weitere relative Verschiebungdes Signal punktes erzielen.
Die Programmierung würde unter Ausnutzung eines solchen Diffexentialdrehmelders in der Weise verlaufen, dass bei Antrieb des Geberläufers in wegabhängiger Weise von der Maschine aus der Ständer des Differentialdrehmelders mit dem Ständer des Gebers an der Maschine elektrisch verbunden ist, während der Läufer mit dem Ständer des Empfängers in der Programmiereinrichtung in Verbindung steht. Durch Verdrehen des Läufers<B>29</B> gegenüber dem Ständer<B>30</B> des Differentialdrehmelders <B>31</B> wird der Nullpunkt in der oben beschriebenen Weise eingestellt und danach der Läufer wieder arretiert. Zur Fein programmierung wird eine Relativbewegung des Läu fers zum Ständer vorgenommen.
Eine solche Anord nung erlaubt, in der ganzen Kette die Ständer der ver schiedenen Drehmelder fest anzubringen und nur die Läufer bei der Programmierung, Einstellung und Signalgabe heranzuziehen.
An das Zählwerk der Maschine werden in bezug auf die Zählgeschwindigkeit keine grossen Anforde rungen gestellt, da das Zählwerk nur von Impulsen beaufschlagt wird, die entsprechend der zugehörigen Maschinenbewegung mit z. B.<B>10</B> mm Abstand erteilt werden. Die Maschine soll beispielsweise dann ange halten werden, wenn das Zählwerk gerade die An stiegsflanke des letzten Impulses registriert hat. Als eine weitere Möglichkeit kann man aber auch die Geschwindigkeit des überwachten Antriebes der Ma schine durch dieses Zählsignal verändern und bei spielsweise eine langsame Bewegung einschalten.
Aus dieser langsamen Bewegung würde die Maschine dann angehalten werden, wenn das Signal gerade auf der Abstlegsflanke wieder verschwindet oder auf der nächsten Anstiegsflanke neu entsteht. Auf diese Weise kann man die Maschine Über Magnetkupplungen im Vorschubgetriebe genau steuern und den Nachlauf der bewegten Massen beim Einfahren in die program mierte Stellung gering halten. Entsprechend einer Ver schiebung der Linie<B>16</B> im Sinne des Doppelpfeiles<B>19</B> (Fig. 2) kann man gegebenenfalls das Einfahren in die Endstellung, noch variieren und damit den Nachlauf noch masslich ausgleichen.
Im Rahmen der Erfindung wäre es natürlich auch denkbar, in einem ganz einfachen Fall nur einen ein zigen Drehmelder zu verwenden, der als Geber an der Maschine vorhanden ist, wobei der Empfänger gege benenfalls in Wegfall kommen kann. Dabei büsst man aber einen Teil der Programmierungsmöglichkeiten ein. In einem solchen Fall wäre zweckmässig der mehrphasige Ständer des Drehmelders mit einem entsprechenden Mehrphasenstrom, beispielsweise drei- phasigem Drehstrom, zu erregen. Im Läufer kann dann die durch die Drehung des Läufers in ihrer Amplitude modulierte Spannung abgenommen und zur Signalgabe verwendet werden.
Die Erfindung bietet weiterhin noch die Möglich keit, mit Hilfe der Impulse, welche der Signalgeber- einrichtuno, entnommen werden, den Maschinenan trieb zu steuern. Dabei kann man zusätzlich eine Geschwindigiceitsregelung der Bewegung des Ma schinenteils vornehmen.
Wenn man einen Gleich strommotor zum Antrieb der Maschine benutzt, dessen Regelung so vonstatten geht, dass entsprechend einer Sollwerteinstellung der Motor in der Weise ge steuert wird, dass sein Istwert stets dem Sollwert nach zukommen trachtet, so kann man eine Sollwertbildung oder zumindest Sollwertverschicbung mit Hilfe der durch die Signalgebereinrichtung gewonnenen Impulse vomehmen. Während des Durchfahrens der program mierten Wege kann man den Gleichstrommotor dann mit unterschiedlicher Geschwindigkeit laufen lassen.
Da von der Drehmelderkette durch die Zählein richtung wegabhängige Signale erteilt werden, ist es möglich, an bestimmten einstellbaren Stellen die Ge schwindigkeiten durch eine vom Zählwerk beeinflusste Wahl der Vergleichsspannung zu verändern. Insbe- sondere ist es Möglich, Vorsignale vor dem Augen blick zu erteilen, in dem die Fehlerspannung der Drehmelderkette selbst als Eingangsspannung im Regler wirksam wird.
Durch diese Massnahme lässt sich ein noch sanfteres und stossfreieres Einführen in die Nullstelle erzielen, da beim Durchlaufen langer Verstellwege die hohen Geschwindigkeiten rechtzeitig auf entsprechend niedrigere Geschwindigkeiten herab gemindert werden können, ohne dass die Gefahr von Pendelungen im Antriebssystem auftritt.
Bei Maschinen der spangebenden Formung, z. B. bei Drehbänken, Fräsmaschinen usw., lassen sich ver schiedene Geschwindigkeitsprogramme durch Zuord nen verschiedener Vergleichsspannungen erzielen. Von diesen geplanten Geschwindigkeiten wird die Maschine durch das Zählwerk-Vorsignal auf die Aus gangsspannung der Drehmelderkette herabgeschaltet und dann durch das Hauptsignal auf die Haltestelle geführt.
Bei Maschinen, die nur positionieren, wie z. B. Bohrmaschinen, wird man immer bestrebt sein, die Leerwege zwischen den Haltstellen mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit zu durchfahren.
In Fig. <B>3</B> ist ein Ausführungsbeispiel dafür veran schaulicht, wie man die Drehmelderkette ausser zur Signalgabe auch zur Drebzahlregelung eines regel baren Vorschubmotors benutzen kann. Durch diese Kombination kann man auch bei grossen Verschub- wegen mit einer einzigen Drehmelderkette auskom men. Von einem durch das Zählwerk festgelegten Einsatzpunkt aus wird die Sollspannung für den An triebsmotor durch die dann vorhandene Spannung am Ausgang der Drehmelderkette ersetzt.
Wenn diese Spannung dann den Wert Null oder einen anderen vorher eingestellten Wert erreicht, bleibt der Antriebs motor stehen.
Mit 40 und 41 sind die Anschlüsse an dem in Fig. <B>1</B> mit 12 bezeichneten Empfänger benannt. Der Ausgang des festgebremsten Läufers des Empfänger- Drehmelders wird zunächst ebenso wie bei dem in Fi,g. <B>1</B> dargestellten Ausführungsbeispiel dazu benutzt, Signale an ein Zählwerk 21 abzugeben, wobei ein Im pulsformer und Verstärker 20 zwischengeschaltet ist. Darüber hinaus wird aber nun an die Leitung 40, 41 eine Gleichrichteranordnung mit den einzelnen Gleich richtern 42, 43, 44 und 45 sowie ein Kondensator 46 angeschlossen.
Wenn die Maschine anläuft, wird der Sollwert der Vergleichsspannung, der die Geschwin digkeit des Vorschubantriebes festlegt, beispielsweise von der Spannung an einem vorher aufgeladenen Kondensator abgenommen. Dieser Kondensator kann der Kondensator 46 sein. Durch den Schalter 47, der beliebig ausgeführt werden kann, lässt sich der Kon densator 46 an den Ausgang der Gleichrichterschal- tung legen, so dass die gleichgerichtete Spannung vom Ausgang des Drehmelders nunmehr am Kondensator geglättet wird. Diese Spannung wird nun für die Rege lung herangezogen.
Dadurch wird die Maschine prak- ti,sch mit einer konstanten Vorschubgeschwindigkeit geführt. Hat das Zählwerk in einer entsprechenden Einstellung den Endpunkt der Zählung angegeben, so wird durch ein Signal, welches vom Zählwerk ausgeht, der Schalter 47, wie durch die Wirkungslinie 48 vor- sinnbildlicht ist, geöffnet, so dass auf diese Weise der Kondensator 46 abgeschaltet wird.
Die Amplitude der Spannung am Drehmelderausgang Übernimmt nun die Funktion des Sollwertes und führt den Motor bis zum gewählten Haltpunkt. Da der Antri#ebsmotor und die Drehrnelderkette über die sich bewegenden Ma schinenteile gekoppelt sind, ist das Fehlersignal der Sollspannung dem noch zurückzulegenden Weg des Schlittens angepasst. Beim Nulldurchgang oder bei einem anderen eingestellten Spannungsniveau des Drehmelderausganges bleibt der Motor stehen und wird abgeschaltet.
Eine andere Möglichkeit der Steuerung des Vor- schubmotors ist dann gegeben, wenn der Sollwert nicht über einen Kondensator, sondern Über eine Sollwertgleichspannung vorgegeben wird. Die Span nung für den Sollwert kann einer Batterie oder son stigen Stromquelle entnommen werden und lässt sich zum Einstellen der Geschwindigkeit durch geeignete Mittel veränderlich machen. Der Schalter 49 schaltet in diesem Falle wahlweisedie Vergleichsspann-unig der Batterie<B>50</B> oder den Ausgang der Drehmelderkette auf die Steuereinrichtung des Motors.
In Fig. 4 ist schematisch die Wirkungsweise dieser Geschwindigkeftsbeeinflussung des Vorschubmotors veranschaulicht. Beim Beginn der Maschinenbewe gung fährt der Motor bis auf die durch -den SoRwert vorgegebene Geschwindigkeit hoch. Dabei ist die Ge schwindigkeit von der Spannung<B>U</B> abhängi#g, welche den Sollwert für die Geschwindigkeit bedeutet. Der Motor bleibt so lange in diesem durch die Linie<B>51</B> versinnbildlichten Geschwindigkeitszustand, bis das Zählwerk das vorgeschriebene Mass abzüglich des Nachlaufweges im Punkt t' erreicht.
Die mit<I>s</I> be zeichnete Strecke von t bis il bezeichnet den Beginn und das Ende der Zählung, während mit t" die Halt- stelle bezeichnet ist. An der Stelle t' wird der Sollwert: von der Spannung am Ausgang der Drehmelderkette gebildet und führt den Motor bis zum Stillstand an der gewünschten Stelle.
Der Einfachheit halber wurde angenommen, dass das Zählwerk bei der maximalen Amplitude des Dreh- melderausganges anspricht. Anstelle dieser Darstel lung mit Ausnutzung der Scheitelspannung ist es aber auch ohne weiteres möglich, gemäss Fig. 2 eine belie bige Verschiebung des Schaltpunktes vorzunehmen.
Weiterhin ist es mit bekannten Mitteln ohne weiteres möglich, die Höhe der aus der Drehmelderkette ab genommenen Spannung auf die Höhe der Vergleichs spannung für die Gesähwindigkeitseinstellung des Motors zu bringen, so dass der übergang von der einen zur anderen Vergleichsspannung stossfrei er- f olgt.