CH366016A - Verfahren zur Herstellung einer Hälfte eines Rumpfteiles eines Kleidungsstückes und nach diesem Verfahren hergestellte Hälfte eines Rumpfteiles eines Korsetts - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Hälfte eines Rumpfteiles eines Kleidungsstückes und nach diesem Verfahren hergestellte Hälfte eines Rumpfteiles eines Korsetts

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CH366016A
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Eckmann Corsetfabriek N V H
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41CCORSETS; BRASSIERES
    • A41C5/00Machines, appliances, or methods for manufacturing corsets or brassieres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Corsets Or Brassieres (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung     einer    Hälfte     eines        Rumpfteiles        eines        Kleidungsstückes     und nach diesem Verfahren hergestellte     Hälfte        eines    Rumpfteiles eines Korsetts    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung einer Hälfte eines Rumpfteiles, z. B. der       Vorder-,        Seiten-    oder     Hinterteilhälfte    eines Klei  dungsstückes, z. B. eines Korsetts, eines Korseletts,  einer Hose, eines Büstenhalters oder eines Bade  anzugs aus Stoff mit     parallelen    elastischen Fäden.

   Die  Erfindung bezieht sich auch auf eine nach diesem Ver  fahren hergestellte Hälfte eines     Rumpfteiles.        Einfach-          heitshalber    soll im nachstehenden als Beispiel nur  auf ein Korsett Bezug     genommen    werden.  



  Die Erfindung bezweckt die     betreffende(n)    Teil  hälften) so auszuführen, dass die daraus hergestell  ten Teile des Korsetts einen     verhältnismässig    starken,  nachgiebigen Druck auf die entsprechenden Körper  teile ausüben, um diese Körperteile, besser als es mit  bekannten Korsetts erreichbar ist,     zusammenzuhalten     und zu stützen sowie     schlanker    zu machen.  



  Bisher wird diese Wirkung ausschliesslich durch  den     Schnitt    des Korsetts sowie durch die Verwen  dung von verhältnismässig schwerem, .meistens nicht  elastischem Stoff und von     Korsettstangen    hervorgeru  fen, also nicht verstärkt durch die     Formänderung,     welche das Korsett erfährt, wenn es sich um den Kör  per spannt. Bei einem nach dem erfindungsgemässen  Verfahren hergestellten Korsett     kann    diese Wirkung  ohne     diese        Hilfsmittel    weitgehend erzielt werden.  



  Das eingangs genannte     erfindungsgemässe    Ver  fahren zeichnet sich dadurch aus, dass ein     längliches     Stoffstück, dessen Längsseiten     wenigstens    annähernd  parallel zu den elastischen Fäden verlaufen, um 180   längs einer zu den elastischen Fäden parallelen Linie  gefaltet, das gefaltete Stoffstück längs der Schenkel  eines stumpfwinkligen., gleichschenkligen Dreiecks,  dessen Basis die     Faltlinie    ist,     zusammengenäht,    das       zusammengenähte        Stoffstück    wieder aufgeklappt und  um 180  längs einer Linie     gefaltet    wird,

   welche die         erstgenannte        Faltlinie    wenigstens annähernd in deren  Mitte unter einem vom 90  abweichenden Winkel  schneidet.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird im folgen  den an Hand der Zeichnung     beispielsweise    beschrie  ben.     Im        Zusammenhang    damit wird auch ein Korsett  nach der     Erfindung    beispielsweise     beschrieben.     



       Fig.    1 lässt die Herstellung der     linken    (auf der  Zeichnung     Fig.    2 rechten)     Vorderteilhälfte        eines    Kor  setts erblicken., welche aus sehr elastischem, vorzugs  weise in verschiedenen     Richtungen    dehnbarem, aus       parallellaufenden,    durch dünnes Garn miteinander       verbundenen    Kautschukfäden bestehendem Stoff her  gestellt ist.

       Fig.    2     zeigt    ein Korsett, dessen beide     Vor-          derteilhälften    (Rumpfteile eines     Kleidungsstückes)     aber noch nicht scharrierend     aneinandergenäht    wor  den sind, während     Fig.    3 einen Schnitt nach der Linie  111-111 in     Fig.    2 erblicken lässt.  



       Gemäss        Fig.    1 wird die linke     Vorderteilhälfte    aus       einem.    Stück elastischen Stoffes hergestellt, welches  annähernd die Form     eines        länglichen    Rechteckes 4,  5, 6, 7, 8, 9 aufweist, dessen beide Kurzseiten     ko#n-          vex    gebogen sind und dessen     Längsseiten    je durch     die     Schenkel eines     ausspringenden        stumpfen    Winkels ge  bildet werden,

   der     verhältnismässig    wenig von 180   abweicht und den Winkel eines     gleichschenkligen,     nach aussen vorstehenden Dreiecks bildet. Die     Kau-          tschukfäden    des Stoffes laufen den Längsseiten des  Stoffstückes annähernd     parallel.        Letzteres    wird über  die zwischen beiden Längsseiten laufende     Mittellinie     10, 11 parallel zu den     Kautschukfäden    .so über 180   umgefaltet, dass der obere Teil des Stückes vom un  teren verdeckt wird und die Punkte 4 und 6     also    in  4'     bzw.    6' zu liegen     kommen.     



  Danach werden die beiden Stoffschichten durch  eine     punktiert    gezeichnete Naht 12, 13, 14 mitein-           ander    verbunden. Das gefaltete Stoffstück wird also  längs der Schenkel eines stumpfwinkligen,     gleich-          schenkligen    Dreiecks, dessen Basis die Faltlinie ist,  zusammengenäht. Diese Naht läuft von dem auf der  Linie 10, 11 liegenden Punkte 12 an schräg nach  unten bis     zum        etwas    unterhalb der Mitte dieser Linie  liegenden Punkte 13 und von letzterem an wieder  schräg nach oben bis zu dem auf dieser Linie liegen  den Punkte 14. Die Punkte 12 und 14 liegen dichter  bei den Kurzseiten als bei der Mitte des Stoffstückes.  



  Danach wird die     untenliegende    Stoffschicht wie  der zurückgefaltet. Das     Stoffstück    zeigt dann eine  von dem durch die Naht 12, 13', 14 begrenzten, dop  pelstarken Teil des Stoffes gebildete Falte, deren  Breite sich von der Mitte an nach beiden Enden hin  bis auf Null verschmälert. Der obere Rand des Stoff  stückes     liegt    dann auf der Linie 4, 5', 6, der untere  auf der Linie 9, 8', 7.  



  Auf diese Weise kann man das Stoffstück auch  mit zwei oder mehreren, etwa parallelen     Falten    im  Abstand zueinander versehen.  



  Schliesslich     faltet    man das Stoffstück über die  Linie 5', 8' so um, dass der linke Teil des Stoffstückes  auf dem rechten Teil desselben zu liegen kommt. Der  Punkt 4     nimmt    dann die Lage 4", der Punkt 9 die  Lage 9" ein. Die Linie 5', 8'     schneidet    die Falte dort  wo diese die grösste Breite hat und läuft schräg in     be-          zug    auf die Richtung der Kautschukfäden. Diese       Faltlinie    5'-8' ist, wie dargestellt, gebogen, da das  Stoffstück infolge der darin angebrachten Falte nicht  mehr flach ist, und schneidet die Faltlinie 10-1l  wenigstens     annähernd    in deren Mitte unter einem  von 90  abweichenden Winkel.  



  In der oberen Schicht des Stoffstückes läuft die  eine Faltenhälfte l3", 12" nunmehr von der Linie  5', 8' an schräg nach oben, die andere     Faltenhälfte     13", 14 in der unteren Schicht schräg nach unten, wie  der     Fig.    2 klar zu entnehmen ist. In dieser Figur       nimmt    die linke (auf der Zeichnung rechte)     Vord'er-          teilhälfte    5', 4", 9", 8' des Korsetts die in     Fig.    1 dar  gestellte Lage ein.  



  Die rechte (auf der Zeichnung linke) Vorderteil  hälfte des Korsetts wird in derselben Weise her  gestellt, wonach die beiden Hälften mit ihren ein  ander     zugekehrten,    gebogenen Rändern durch eine       scharnierende    Naht 5', 8' miteinander verbunden wer  den. Nach     Fig.    2 liegen diese Ränder noch     lose       nebeneinander, so dass sie eine linsenförmige Öffnung  begrenzen.

   Die     scharnierende    Naht wird natürlich  nicht gerade,     sondern    (in einer senkrecht zur Zeich  nungsebene     .liegenden    Ebene) konkav, so dass das  Korsett in der Mitte auf dem entsprechenden Körper  teil einen     Druck    ausübt, der zunimmt im Verhältnis  zu der durch den Körper verursachten Dehnung des  Korsetts in der     Breitenrichtung.    Dieser Druck wird  durch die sich dehnenden, in bezug auf die Richtung  der Kautschukfäden schräg und in Gegenrichtung  verlaufenden     Falten    verstärkt.  



       Schliesslich    werden die noch losen Ränder 5', 6  und 8', 9" der linken (auf der Zeichnung rechten)       Vorderteilhälfte    mit dem oben bzw.     untenliegenden     Stoff verbunden, und dasselbe gilt für die losen Rän  der der rechten (auf der     Zeichnung    linken) Vorderteil  hälfte.  



  Die weitere Fertigstellung des Korsetts bedarf  einer weiteren Erklärung nicht. Sie kann in der     üb-          lich@en    Weise erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer Hälfte eines Rumpfteiles eines Kleidungsstückes aus Stoff mit parallelen, elastischen Fäden, dadurch gekennzeich net, dass ein längliches Stoffstück (4, 6, 7, 9), dessen Längsseiten wenigstens annähernd parallel zu den elastischen Fäden (F) verlaufen, um 180 längs einer zu den elastischen Fäden parallelen Linie (10-11) gefaltet, das gefaltete Stoffstück längs den Schenkeln eines stumpfwinkligen, gleichschenkligen Dreiecks, dessen Basis die Faltlinie ist, zusammengenäht,
    das zusammengenähte Stoffstück wieder aufgeklappt und um 180 längs einer Linie gefaltet wird, welche die erstgenannte Faltlinie wenigstens annähernd in deren Mitte unter einem von 90 abweichenden Winkel schneidet. 1I. Hälfte eines Rumpfteiles eines Korsetts, her gestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRUCH Hälfte eines Rumpfteiles eines Korsetts nach Pa tentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Längsseiten (4, 5, 6 und 7, 8, 9) des Stoffstückes die Schenkel eines gleichschenkligen, stumpfwinkli gen, nach aussen vorstehenden Dreiecks des Stoff stückes bilden.
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