CH365828A - Verfahren zur Herstellung von Fäden durch Schmelzspinnen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fäden durch SchmelzspinnenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
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Description
Verfahren zur Herstellung von Fäden durch Schmelzspinnen Im Schweizer Patent Nr. 357144 wird die Mög lichkeit offenbart, völlig verstreckte Fäden aus syn thetischen Linearpolymeren im Schmelzspinnverfah- ren bei Abzugsgeschwindigkeiten von vorzugsweise 1500-2000 m -min zu erhalten, indem man die aus der Spinndüse austretenden Fäden an der Düse ver- streckt, wobei man sie in einem, in seinem oberen Teil auf 10-80 unter dem Schmelzpunkt des Poly meren geheizten,
in seinem unteren Teil weniger als 100 C aufweisenden Spinnschacht spinnt. Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass man bei technisch zu bewältigenden Spinngeschwindigkeiten spinnen kann und dass sich das Nachverstrecken so erzeugter Fäden erübrigt. Bekanntlich erhalten sonst Fäden aus synthetischen Hochpolymeren erst dann ihre guten Eigenschaften, wie hohe Festigkeit und geringe bleibende Dehnung von 0-100/0, wenn man sie nach dem Spinnen auf etwa das 4- bis 5fache ihrer ursprünglichen Länge ausstreckt.
Eine noch höhere Verstreckung ist dann aber nicht mehr mög lich, weil bei einem entsprechenden Versuch der Faden zerreisst.
Es wurde nun gefunden, dass man einen Spinn schacht, der wie in der ebenerwähnten schweizeri schen Patentschrift beschrieben geheizt wird, auch dann mit Vorteil anwenden kann, wenn man den Wunsch hat, die bisher üblichen Spinnmaschinen zu benutzen, welche Abzugsgeschwindigkeiten von 600-1300 m,7min erlauben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von Fäden aus syn thetischen, thermoplastischen Linearpolymeren durch Schmelzspinnen, dadurch gekennzeichnet, dass man die aus der Spinndüse austretenden Fäden an der Düse verstreckt, wobei man sie in einem in seinem obern Teil auf 10-80 C unter dem Schmelzpunkt des betreffenden Polymers geheizten,
in seinem un- tern Teil weniger als 100 C aufweisenden Spinn schacht spinnt und mit einer Geschwindigkeit von 600-l600 mmin aufspult und die so erhaltenen teilverstreckten Fäden in gesondertem Arbeitsgang auf eine Dehnung von 0-10% voll ausstreckt.
Die aus dem Spinnschacht austretenden Fäden sind weitgehend vorverstreckt, so dass man sie zur Erredchung des voll ausgestreckten Zustandes, bei dem sie also keine oder nur noch geringe bleibende Dehnung aufweisen, nur noch auf etwa das 2- bis 4fache ihrer ursprünglichen Länge verstrecken muss.
Der Hauptvorteil besteht jedoch darin, dass derartig vorverstreckte Fäden sich dann leichter voll ausstrek- ken lassen, das heisst, bis sie nur noch eine blei- bende Dehnung von 0-10% aufweisen.
Bekanntlich ist es schwierig, Fäden mit einem hohen über 60 C liegenden Umwandlungspunkt zweiter Ordnung bei grossen, technisch erwünschten Geschwindigkeiten zu verstrecken. Dies gilt z. B. für Polyäthylenterephthalat, dessen Umwandlungspunkt zweiter Ordnung etwa 80 C beträgt. Werden sie jedoch erfindungsgemäss beim Spinnen vorverstreckt, so macht das Strecken dann wesentlich weniger Schwierigkeiten.
So liegen die Fadenbruchzahlen beim Verstrecken von Polyäthylenterephthalatseide, die normal bei einer Abzugsgeschwindigkeit von 850 m/min ersponnen wurden, beim Verstrecken bei einer Streckgeschwindigkeit von 250 m/min über 10mal höher, als wenn bei gleicher Abzugsgeschwin digkeit die aus der Düse austretenden Fäden durch einen Spinnschacht geleitet werden,
dessen Tem peratur im oberen Teil 10J60 unterhalb des Schmelzpunktes des betreffenden Materials und in seinem untern Teil unterhalb 100 C beträgt, und die Fäden dann mit einer Streckgeschwindigkeit von 750 m/min voll verstreckt werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt in dem Umstand, dass man für Spezialzwecke, z. B. Reifen cord, erwünschte Fäden mit sehr geringer Dehnung besser und unter Vermeidung sonst üblicher hoher Fadenbruchzahlen herstellen kann.
<I>Beispiel 1</I> Vergleichsversuch: Aus einer 8-Lochdüse (Loch durchmesser 0,4 mm) wurde bei einer Fördermenge von 3 g!min Polyäthylenterephthalat aus der Schmelze mit einer Abzugsgeschwindigkeit von<B>1000</B> m,'min unter Verwendung eines normalen auf Zimmertem- peratur befindlichen Spinnschachtes gesponnen.
Die erhaltene Seide konnte bei einem Streckverhältnis von 1 :4,6 nur dann einwandfrei verstreckt werden, wenn die Abzugsgeschwindigkeit der Streckmaschine unter 200 m'min gehalten wurde. Trotzdem traten häufig Fadenbrüche auf.
Wurde nun bei sonst gleichen Bedingungen un ter Verwendung eines 2 m langen, auf 175 C ge heizten Spinnschachtes, dem sich in etwa 15 cm Abstand ein mit Drahtgitter verbundenes 2 m lan ges, auf Zimmertemperatur befindliches Schachtteil anschloss gesponnen, so konnte die Seide bei glei cher Dehnung des aus dem Spinnschacht austreten- den Materials (25%) nur noch im Verhältnis 1 :2,1 nachverstreckt werden.
Als Streckgeschwindigkeit konnte jedoch mit 750 mimin gearbeitet werden, ohne dass Fadenbrüche auftraten.
<I>Beispiel 2</I> Vergleichsversuch: Bei einer Fördermenge von 8 g,'min und einer Aufwickelgeschwindigkeit von 1100 m(min wurde aus einer 14-Lochdüse (Loch- durchmesser 0,4 mm) Polyäthylenterephthalat un ter Verwendung eines auf Zimmertemperatur gehal tenen Spinnschachtes aus der Schmelze gesponnen.
Die erhaltene Seite musste mit einer Geschwindig keit von nur 150 m..min verstreckt werden, um ein einwandfreies Material mit 8%iger Dehnung zu erhalten.
Der Nachverstreckprozess konnte dagegen ohne weiteres mit 800 m 'min durchgeführt werden, wenn vorher unter Verwendung eines in Beispiel 1 be schriebenen und in seinem oberen Teil auf 200 geheizten Spinnschachtes gesponnen worden war.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Fäden aus syn thetischen, thermoplastischen Linearpolymeren durch Schmelzspinnen, dadurch gekennzeichnet, dass man die aus der Spinndüse austretenden Fäden an der Düse verstreckt, wobei man sie in einem in seinem obern Teil auf 10-80 C unter dem Schmelzpunkt des betreffenden Polymers geheizten,in seinem un tern Teil weniger als 100 C aufweisenden Spinn schacht spinnt und mit einer Geschwindigkeit von 600-1600 m!min aufspult und die so erhaltenen teslverstreckten Fäden in gesondertem Arbeitsgang auf eine Dehnung von 0-10% voll ausstreckt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Fäden mit Umwandlungs- punkt zweiter Ordnung von über 60 C erspinnt. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Fä den aus Polyäthylenterephthalat erspinnt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6309058A CH365828A (de) | 1958-08-20 | 1958-08-20 | Verfahren zur Herstellung von Fäden durch Schmelzspinnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6309058A CH365828A (de) | 1958-08-20 | 1958-08-20 | Verfahren zur Herstellung von Fäden durch Schmelzspinnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH365828A true CH365828A (de) | 1962-11-30 |
Family
ID=4524735
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH6309058A CH365828A (de) | 1958-08-20 | 1958-08-20 | Verfahren zur Herstellung von Fäden durch Schmelzspinnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH365828A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2241718A1 (de) * | 1971-08-24 | 1973-03-08 | Du Pont | Verfahren zur herstellung von texturiertem garn |
-
1958
- 1958-08-20 CH CH6309058A patent/CH365828A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2241718A1 (de) * | 1971-08-24 | 1973-03-08 | Du Pont | Verfahren zur herstellung von texturiertem garn |
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