CH362702A - Steuereinrichtung für Dampfturbinen - Google Patents

Steuereinrichtung für Dampfturbinen

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CH362702A
CH362702A CH5486358A CH5486358A CH362702A CH 362702 A CH362702 A CH 362702A CH 5486358 A CH5486358 A CH 5486358A CH 5486358 A CH5486358 A CH 5486358A CH 362702 A CH362702 A CH 362702A
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CH
Switzerland
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quick
control device
slide
valve
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Application number
CH5486358A
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Folgmann August
Original Assignee
Siemens Ag
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Description


      Steuereinrichtung        für    Dampfturbinen    Bei den üblichen Turbinensteuerungen, welche  ausser den geschwindigkeitsabhängig     gesteuerten    Re  gelventilen wenigstens ein Absperrventil     aufweisen,     das in der Regel durch die     Schnellschlussvorrichtung     betätigt wird, ergeben sich mit zunehmenden Lei  stungen der Turbine immer grössere Schwierigkeiten  bezüglich Handhabung und Bedienung der Anlage.  Hierbei ist von wesentlicher Bedeutung, dass die  Beanspruchung des Bedienungspersonals gering ge  halten wird. Auch bauliche Gesichtspunkte bezüglich  Anordnung und Lage der Teile der Steuereinrichtung  spielen hierbei eine wesentliche Rolle.  



  Um die vorerwähnten Schwierigkeiten zu besei  tigen, ist bereits vorgeschlagen, bei derartigen Steuer  einrichtungen, deren Regelventile servomotorisch in       Abhängigkeit    von der Geschwindigkeit, z. B. unter  Einschaltung eines     öldruckreglers,    gesteuert werden,  auch die     Schnellschlussventile    zur Ermöglichung einer  Fernsteuerung mit einer servomotorischen Betäti  gungseinrichtung zu versehen.

   Diese Anordnung macht  es möglich, bei einer gegebenen     Reglereinstellung    das  Anfahren des Turbinensatzes durch das bzw. die       Schnellschlussventile    vorzunehmen, wobei durch Än  derung des einem getrennt von den     Schnellschluss-          ventilen    angeordneten Steuerschieber erteilten Impuls  druckes das bzw. die     Schnell'schlussventile    in der mit  Rücksicht auf die Betriebserfordernisse gewünschten  Weise allmählich geöffnet werden können.  



  Es ist ferner eine     Anlasssteuervorrichtung    für  Dampfturbinen mit einem     hydraulischen        Reglersystem     bekanntgeworden, die     ermöglicht,    durch einen beson  deren     Anfahrsteuerschieber    sowohl den Steuerkreis  für eine     öldruckgesteuerte        Abschlussvorrichtung    als  auch unmittelbar die     öldruckkreise    der Regelventile       unabhängig    von dem     Reglersystem    in     eine    das An  fahren des Maschinensatzes ermöglichende Stellung  zu führen.

   Diese bekannte Vorrichtung erfordert einen    Eingriff in die von dem Maschinenregler gesteuerten       Öldruckkreise    und benötigt daher einen Steuerschieber  für mehrere voneinander     getrennte        öldruckkreise.     



  Die Erfindung beschreitet einen abweichenden  und in verschiedener Beziehung einfacheren und gün  stigeren Weg. Die Erfindung     betrifft    eine Steuer  einrichtung für Dampfturbinen mit wenigstens einem  ferngesteuerten     Schnellschlussventil    sowie durch Kraft  antriebe betätigten     Regelventilen,    die über Vorsteuer  kreise von einem Regler beeinflusst werden, und mit  einer     Anfahrsteuervorrichtung    zum Öffnen des       Schnellschlussventils    und Anlassen der Turbine durch  Beeinflussung der Regelventile und besteht darin,  dass die     Anfahrsteuervorrichtung    einerseits einen  Steuerschieber für die     Schnellschlussventilsteuerung,

       anderseits ein den Steuerdruck für die Regelventile  beeinflussendes Organ des vorhandenen Turbinen  reglers umfasst, und dass der Steuerschieber und das  genannte Organ des Turbinenreglers durch einen  gemeinsamen     Anfahrsteuerteil    beim     Anfahren    aus  dem Stillstand betätigt werden.  



  Vorzugsweise kann der     Anfahrsteuerteil    als Hebel  system ausgebildet werden, dass einerseits mit dem  Steuerschieber für die     Schnellschlussventilsteuerung,     anderseits mit einem Organ des Turbinenreglers in  Beziehung gesetzt ist und von der Handhabe der       Anfahrsteuervorrichtung    betätigt werden     kann.     



  Ist für die Turbinenregelung ein in Abhängigkeit  von dem Öldruck eines Steuerkreisels arbeitender  hydraulischer Regler vorhanden, bei dem der Öldruck  des Steuerkreisels über einen     Mernbrankörper    ein       Druckregelorgan    für das     unter    Druck stehende Steuer  mittel der     Vorsteuerung    für das oder die Regel  ventile beeinflusst, so kann     vorteilhafterweise    die An  ordnung derart     getroffen    werden, dass der     Anfahr-          steuerteil    auf den     Membrankörper    des Turbinen  reglers so einwirkt,

   dass in dem unteren Drehzahl-      Bereich die Turbinendrehzahl unabhängig von dem  Druck des     Steuerkreisels    durch die     Anfahrsteuervor-          richtung        willkürlich    verändert werden kann.  



  Die     erfindungsgemässe    Anordnung     zeichnet    sich  dadurch aus, dass infolge der     Heranziehung    von  Elementen des Turbinenreglers selbst der Aufwand  für die     Anfahrsteuervorrichtung    herabgesetzt und Ein  griffe in die von dem     Turbinenregler    gesteuerten     Öl-          kreise    vermieden werden.  



  Im folgenden soll die Erfindung näher anhand  eines     Ausführungsbeispieles    erläutert werden, das sich  auf eine Turbinensteuerung mit     öldruckregelung    be  zieht.  



  Mit 1 ist in der Figur ein     Schnellschlussventil    be  zeichnet. 2 bedeutet ein     Turbinenregelventil.    Die  beiden Ventile sind in     üblicher    Weise der Turbine  vorgeschaltet, derart, dass der Dampf, bevor er in  die Turbine eintritt, zunächst durch das     Schnellschluss-          ventil    1 und danach durch das Regelventil 2 strömt.  Selbstverständlich können aus Sicherheitsgründen so  wohl zwei     Schnellschlussventile    wie eine     Mehrzahl    von  Regelventilen vorhanden sein, durch die die     Beauf-          schlagung    der einzelnen Düsengruppen geregelt wird.

    Zur Steuerung des Regelventils 2 dient ein Steuer  zylinder 3, dessen Arbeitsweise durch den hydrau  lischen Regler 4 überwacht wird. Mit 5 ist eine     Haupt-          ölpumpe    bezeichnet, die von der Turbine über eine  Kupplung 6 angetrieben wird und die für beliebige  Steuerzwecke unter Druck stehendes Steueröl fördert.  Ausserdem ist mit der     Turbine    noch ein Steuerkreisel 7  verbunden, der einen sich     mit    der     Turbinendrehzahl          ändernden    Steuerdruck erzeugt. 8 bedeutet den Sicher  heitsregler, der mit dem     Schnellschlussschieber    9 zu  sammenarbeitet.

   Die Steuerung arbeitet nun in be  kannter Weise derart, dass Drucköl des Steuerkreisels  7, dessen Druck sich in ganz bestimmter Abhängigkeit  von der Turbinendrehzahl ändert, auf die Balg  membran 41 des Turbinenreglers 4 einwirkt.     >Aber     einen Stift 41a der     Balgmembran    wird gegen die Kraft  einer verstellbaren     Reglerfeder    42 die Steuerhülse 43  verstellt.

   Infolge der Verschiebung der Steuerkanten  der Steuerhülse 43 wird der über den     Schnellschluss-          schieber    9 dem     Vorsteuerkolben    31 des Steuerzylin  ders 3 zugeführte Druck geregelt; derart, dass mit  sinkendem bzw. zunehmendem Steuerdruck des Regel  kreisels der     Vorsteuerzylinder    31 nach oben "     bzw.     unten verschoben wird und die     Druckmittelzufuhr    zu  dem Steuerzylinder 3 von der     Hauptölpumpe    5 in dem  Sinn beeinflusst wird, dass bei abnehmender Dreh  zahl der Ventilteller 21 im Sinne einer weiteren  Öffnung des Ventils und bei zunehmender Drehzahl  im Sinne einer Schliessung des Ventils verstellt wird.

    Der Steuerzylinder 3 ist hierbei mit einer Rückfüh  rungseinrichtung 32 versehen, durch die     übersteue-          rungen    vermieden werden.  



  Die vorstehend     erläuterte    bekannte     Turbinen-          regeleinrichtung    ist nun mit einer erfindungsgemäss  ausgebildeten     Anfahrvorrichtung    10 versehen. Diese       Anfahrvorrichtung    weist den     Anfahrsteuerhebel   <B>101</B>  auf, der einerseits von der mit der Handhabe 102    verbundenen Spindel 102a angetrieben werden kann,  anderseits über ein Druckglied 103 ermöglicht, auf  die     Balgmembran    41 des Reglers einzuwirken.

   Die       Anfahrsteuervorrichtung    10 umfasst ausserdem noch  den     Anfahrschieber    104, auf welchen die Spindel  102a oder der Steuerhebel 101 auf dem unteren Teil  des Hubes einwirken können. Der     Anfahrschieber    hat  die Bestimmung, eine Fernsteuerung des     Servoantrie-          bes    11 des     Schnellschlussventils    1 zu ermöglichen.  Dieser Servoantrieb besitzt einen zweiteiligen Kolben  12, der aus dem Kolbenteller 12a und dem Kolben  teil 12b zusammengesetzt ist. 13 bedeutet den Zylin  der, in dem sich der Steuerkolben für das Schnell  schlussventil befindet. Zwischen den beiden Kolben  teilen 12a und 12b liegt eine     Auslösefeder    14.

   In  den Zylinderraum 15 zwischen dem Zylinderdeckel  und dem Kolbenteil 12b kann über die Leitung 16  von dem     Anfahrschieber    104 ein Druckmittel (ins  besondere     Drucköl)    zugeführt werden. Anderseits  kann dem unteren Raum des Steuerzylinders für das       Schnellschlussventil    1 über eine Leitung 17 von dem       Schnellschlussschieber    9 unter Druck stehendes     Steuer-          öl,    das von der     Hauptölpumpe    5 bzw. beim Anfahren  von einer parallel arbeitenden     Hilfspumpe    gefördert  wird, zugeführt werden.

   Der Kolbenteller 12a ist mit  der Spindel 16 des     Schnellschlussventils    verbunden  und dient zum Antrieb des Ventiltellers     1c.    In die  Druckölleitung 16 zu dem Zylinderraum ist noch ein       Rückschlagdrosselventil    16a eingeschaltet, das sich  dadurch auszeichnet, dass der Strömungswiderstand  (die Drosselwirkung) in der einen Richtung wesent  lich grösser als in der anderen Strömungsrichtung ist.  19 bedeutet noch einen Prüfschieber.  



  Im folgenden soll die Wirkungsweise der erfin  dungsgemäss ausgebildeten Steuereinrichtung näher  erläutert werden.  



  Ist die Maschine ausser Betrieb, so befindet sich  die     Anfahrsteuervorrichtung    10 in der Ausschalt  stellung. Die Spindel 102a der     Anfahrsteuervorrich-          tung    bzw. die     Handhabe    102 befinden sich dann in  der unteren Lage (nicht dargestellt). Jedoch ist durch  eine strichpunktierte Linie die Lage des Hebels 101  angedeutet. Bei dieser Lage des Steuerhebels 101 er  gibt sich, dass die     Baigmembran    durch den Steuer  hebel 101 über das     Druckglied    103 nach oben zu  sammengedrückt ist und dass sich, angetrieben durch  den Stift 41a der     Balgmembran    41, die Steuerhülse 43  in der oberen Stellung befindet.

   Da bei dieser Stellung  der Steuerhülse das Öl aus dem Folgekolben ab  strömen kann, :ergibt sich,     dass    beim Vorhandensein  eines Öldruckes in der     Zuleitung    zu dem Vorsteuer  zylinder 31 dieser Druck abgesenkt wird. Ein solcher  Druck wird beim Anfahren der Maschine, auch wenn  das     Turbinenaggregat    noch stillsteht, durch eine       Hilfspumpe    erzeugt, die anstelle der     Hauptölpumpe     bei     entsprechender    Betätigung des     Schnellschluss-          schiebers    9 die Steuerkreise mit Drucköl versorgt.  



  Infolge der Absenkung des Öldruckes unter dem       Vorsteuerzylinder    31 ergibt sich     zwangläufig,    dass  beim Sinken des     Vorsteuerkolbens    der unterhalb      des Arbeitskolbens liegende Druckraum mit von  der Hilfspumpe geliefertem Drucköl     beaufschlagt    wird,  dass der Arbeitskolben des Steuerzylinders 3 nach  oben geht und über das entsprechende Hebelgestänge  23 das Regelventil in die Schliessstellung bewegt.

   Hier  bei bedeutet 22 den     Ventilkörper.    In der Ausschalt  stellung der     Anfahrsteuervorrichtang    10     bzw.        frei    der  unteren Lage der Spindel     102a    und des Hebels 101  befindet sich     gleichzeitig    der Steuerkolben des An  fahrschiebers in der unteren Stellung. Hierdurch er  gibt sich, dass     lder    Zylinderraum oberhalb des Kolben  teiles 12b über     dass        Rückschlagdrosselventil    16a und  den in der dargestellten     Stellung    befindlichen Prüf  schieber 19 mit Druck     beaufschlagt    ist.

   Währenddes  sen befindet sich der Kolbenteller 12a, der oberhalb  und     unterhalb    von dem über die Leitung 17 und  den eingelegten     Schnellschlussschieber    9     zugeführten     Drucköl umgeben ist, in der     dargestellten    unteren  Schliessstellung, in welcher der Ventilteller     1c    dem       Dampfdurchtritt    (durch Pfeile angedeutet) absperrt.  Unter dem Einfluss des Druckmittels oberhalb des       Kolbenteiles    12b wird letzterer unter     Spannung    der  Feder 14 nach unten gedrückt und unter Abdichtung  auf den Kolbenteller gepresst.

   Zunächst tritt noch  keine Änderung der Stellung     ödes        Schn:ellschlussventils     ein. Wird nun die     Bedienungshandhabe    102     und     damit die Antriebsspindel der     Anfah        rvorrichtung    aus  der     Ausschaltstellung        entfernt,    so wird der     Anfahr-          schieber    104 =gesteuert, während die     Bewegung     der     Balgmembran    41 noch ohne Wirkung ist.

   Durch  ,die Umsteuerung des     Anfahrschiebers    wird die     Druck-          ölzufuhrabgesperrt,    die Druckölleitung 16 an einen  Ablauf angeschlossen und von Druck entlastet. Das  Drucköl aus dem Zylinderraum oberhalb des Kolben  teiles 12b kann nun langsam über das     Rückschla;-          drosselventil    16a und     den    Prüfschieber 19 ;sowie den       geöffneiten        Anfahrschieber    104 ablaufen. Hierbei wird  der Kolben 12, dessen Teile 12a, 12b dicht anein  ander anliegen, nach oben verschoben.

   Durch den  unterhalb des Kolbentellers 12a liegenden Druck aus  Leitung 17 wird die Ventilspindel 1 b und der Ven  tilteller     1c    des     Schnellschlussventils    1 in die     Öffnungs-          stellung    bewegt.

   Durch weitere Bewegung des     Batäti-          gungsorgans    102 der     Anfahrsteuervorrichtung    10, die  willkürlich vorgenommen     werden    kann, wird     nun-          mehr    über das Glied 103 eine     Bewegung    ;der     Balg-          membran    41 und     @damit    des Stössels 41a nach unten  ermöglicht, so dass die Steuerkanten der Steuerhülse  43 sich gegenüber der     öldurchtrittsöffnungen    des  Folgekolbens verschieben und der unterhalb des       Vorsteuerzylinders    31 liegende Steuerdruck ansteigt.

         Infolgedessen    steigt der     Vorsteucrkolben    31 nach  oben, so dass durch Freigabe der     Ölzuführung    zu  dem oberhalb des Arbeitskolbens des Steuerzylinders  3 liegenden     Rauar    das Regelventil 2 aus der Schliess  stellung angehoben wird.

   Durch     weiteres    Betätigen  der     Anfahhrsteuervorrichtung    10     bzw.    der Bedie  nungshandhabe 102 kann der     ,Druck        unter    dem       Vorsteuerkolben   <B>31</B> erhöht und damit das Regel  ventil 2 weiter geöffnet werden, wodurch ein all-         mähliches        Hochfahren.    der     Turbine        ermöglicht    wird.

    Ist der     Bereich    der     Betriebsdrehzahl    erreicht, so  gelangt der Hebel 101 ausser     Wirkung,    das heisst  die Arbeitsweise des Reglers :ist     allein.    von     dem          Steuerdruck    des     Steuerkveüsels    7 ;abhängig.  



       Grundsätzlich    kann mit der beschriebenen An  fahrsteuervorrichtung     auch    .das     Abstellen    der Ma  schine vorgenommen werden.     Falls        jedoch        zusätzlich     von     lder        Anfahrsteuervorrichtungauch    .die     Hilfspum-          pen    geschaltet     werden,    ist es     vorteilhafter,

      durch       Betätigung    des     Schnellschlussschiebers    ein     Abschalten     der Turbine durch     Sohliessen        ,des        Schnellschlvssventils          herbeizuführen.        Ein        Wiederöffner    des     Schnell-          sohlussventils    .ist in diesem     Falle    jedoch     nur    dann  möglich, wenn die     Anfahrsteuenvorrichtung    zuvor  in die Ausschaltstellung gebracht war.  



  Wie erwähnt, ist in .der     Leitung    16     noch    ein  Prüfschieber 19 vorhanden. Dieser     Prüfschieber    soll  .es ermöglichen, die Wirkungsweise     kies        Schnellschluss-          ventils        unabhängig    von der A     nfahrvorrichtung    zu       erproben.    Wird der     Schi@ebmangehoben,    so kann  durch die Zuleitung 16     Drucköl        in    den Zylinder  raum oberhalb     ,

  d-es        Kolbenteiles    12b geführt und     .beim          Vorhandensein    von Drucköl     in,    der     Leitung    17 ein  Umsteuern ,des     Schnellschlussventils    aus der     Schliess-          in    die     Offenstellung    durchgeführt werden.  



  Die     erfindungsgemässe        Anordnung        ermöglicht    es  auch, die ganze,     Anfahrvonichtung        mit        einem    moto  rischen Antrieb zu versehen, beispielsweise um durch  Druckknöpfe den     Anfahrvorgang        einleiten        zu    kön  nen. .Durch den Motor, dessen Bewegung durch  entsprechende Steuereinrichtungen überwacht wird,  wird in     diesem        Fall    die drehbare     Spindel    der     An-          fahrsteuervorrichtung    10 bewegt.

   Es äst auch ohne  weiteres     möglich,    ,die     Anfährs,teuereinrächtung    von  einer     Programmsteuereinrichtung        abhängig    zu ma  chen, derart, dass adergesamte     Anfahrvorgang    voll  kommen selbsttätig durch die     Programmsteuerein-          richtung        überwacht    wird.

   Es     empfiehlt        Gnch    in diesem       Fall,        mit    der Einrichtung noch     Rückmeldevorrich-          tungen    zu kombinieren, die jederzeit zeigen,     in    wel  chem     Stadium    sich !der     Anfahrvorgang        befindet.     



  Die Anwendung der Erfindung ist     nicht        ,auf    das  beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Viel  mehr kann die     Erfindung    auch bei     Steuerungen    mit  anderen     Turbi;nenreglerkonstruktionen,        beispielsweise     mechanischen     Reglerausführungen,    Anwendung fin  den. Ferner ist es auch möglich, gegenüber dem       Ausführungsbeispiel    ein oder mehrere     Schnellschluss-          ventile        mit    einer abweichenden     Ausführung    des       Servoantrieibes    zu versehen.

   Ebenso     können        für    die  Regelung auch mehrere Regelventile vorhanden     sein,     die von dem Regler     beeinflusst        werden.    Auch     mit    ,den  anderen     Einzelheiten    kann die     Ausbildung    -der Steuer  teile verändert werden.

       Beispielsweisekann    mit     Vor-          teil    für die     zwangläwfige        Steuerung        dies        Anfahrschie-          bers    und des auf den Regler beim     Anfahren        ein-          wirkenden    Organs eine     Nockensteu        erung    vorgesehen  werden, z.

   B.     in    der Weise,     dass        eingesonderter,     durch eine drehbare Welle     .angetriebener    Steuer-      rocken den     A.nfahrschieber    104     .steuert,        während     ein     zweiter        Steuernocken    auf den Stössel 103 ein  wirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Steuereinrichtung für Dampfturbinen mit wenig stens einem ferngesteuerten Schnellschlussventil sowie durch Kraftantriebe betätigten Regelventilen, die über Vorsteuerkreise von einem Regler beeinflusst werden, und mit einer Anfahrsteuervorrichtung zum Öffnen des Schnellschlussventils und Anlassen der Turbine durch Beeinflussung der Regelventile, dadurch ge kennzeichnet,
    dass die Anfahrsteuervorrichtung einer seits einen Steuerschieber für die Schnellschlussventil- steuerung, anderseits ein den Steuerdruck für die Regelventile beeinflussendes Organ des vorhandenen Turbinenreglers umfasst und dass .der Steuerschieber und das genannte Organ des Turbinenreglers durch einen gemeinsamen Anfahrsteuerteil beim Anfahren aus dem Stillstand betätigt werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame A.nfahrsteuer- teil durch ein .Hebelsystem gebildet wird, das mit dem Steuerschieber für die Schnellschlussventilsteue- rung und mit dem Organ des Turbinenreglers in Beziehung gesetzt ist und von der Handhabe der Anfahrsteuervorrichtung betätigt werden kann.
    2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, bei der ein :hydraulischer Regler in Abhängigkeit von dem Öldruck eines Steuerkreisels arbeitet und der ge nannte Öldruck über einen Membrankörper des Reglers ein Druckregelorgan für das unter Druck stehende Steuermittel der Vorsteuerung für :
    die Re gelventile beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsteuertcil auf den Membrankörper des Turbinenreglers so einwirkt, dass in denn .unteren Drehzahlbereich die Turbinendrehzahl unabhängig von dem Druck des Steuerkreisels durch die, Anfahr- steuervorrichtung willkürlich verändert werden kann. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfahrsteuervorrichtung der art einen ein Druckmittel steuernden Anfahrschieber betätigt, dass bei Stellung der Anfahrsteuervorrichtung in. der Ausschaltstellung das Schnallschlussventil in der Schliessstellung und zugleich durch Betätigung des Membrankörpers des Reglers das Regelventil ge schlossen gehalten wird,
    dass jedoch nach Bewegung der Anfahrsteuervorrichtung aus der Ausschaltstel lung zunächst ein das Öffnen des Schnellschlussventils bewirkender Impuls auf den Servomotor des Schnell schlussventils gegeben wird, bevor die Regelventile durch :die Anfahrsteuervorrichtung geöffnet werden können. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schnellschlussventil einen Servoantrieb mit :einem zweiteiligen Steuerkolben auf weist, zwischen dessen beiden Teilen eine Auslöse fed:er eingeschaltet ist und dessen Betätigung in der Weise erfolgt, .dass durch Zuführung von Drucköl über den Anfahrschieber der in dem Zylinder frei bewegliche Kolbenteil gegen den zunächst von beiden Seiten über den Schne:
    llschlussschieber mit Drucköl beaufschlagten, mit dem Ventilteller verbundenen Kolbenteil unter Abdichtung angepresst wird, worauf der Steuerkolben mit seinen durch Öldruck zusam- mengepressten Teilen bei Verringerung des Öldruckes in dem zwischen dem Zylinder und dem nicht mit dem Ventilteller des Schnellschlussventils verbunde nen Kolbenteil durch Umsteuerung des Anfahrschie- bers in .die Öffnungsstellung umgesteuert wird.
    5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungsleitung zwi schen :dem Steuerzylinder des Schnellschlussventils und dem Anfahrschieb:er ein das Entweichen des Drucköles bei Umsteuerung des Anfahrschiebers ver zögerndes Drosselorgan eingeschaltet ist. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leitung zwischen Anfahr- schieber und Servomotor des Schnellschlussve:ntils ein Prüfschieber eingeschaltet ist, um<I>ohne</I> Betäti gung der Anfahrsteuervorrichtung :den Schnellschluss- ventilantrieb prüfen zu können. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Anfahrsteuervorrichtung .ein fernsteuerbarer Motorantrieb vorgesehen ist. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, :dass für die motorisch angetriebene Anfahrsteuervorrichtung eine Programmsteuereinrich- tung vorgesehen ist, derart, dass der gesamte An fahrsteuervorgang selbsttätig durch die Programm steuereinrichtung überwacht wird. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, gekenn zeichnet durch eine Rückmeld:eeinrichtung, die an zeigt, in welchem Stadium sich der Anfahrvorgang befindet.
CH5486358A 1957-01-22 1958-01-20 Steuereinrichtung für Dampfturbinen CH362702A (de)

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