Photographische Kamera Es ist heute vielfach üblich geworden, Filme, insbesondere Standbildfilme, für Projektionsvorfüh rungen mit akustischer Untermalung bzw. sprachli chen Erläuterungen zu versehen. Zur Aufzeichnung dieser akustischen Untermalung respektive dieser Erläuterungen werden zumeist Tonbandgeräte nach magnetischem Prinzip benutzt. Es sind in diesem Zusammenhang verschiedene Verfahren und Mittel bekannt, die den notwendigen Synchronismus zwi schen der Vorführung von Filmen respektive Dia positiven und der zugehörigen akustischen Wieder gabe sicherstellen.
Die vorliegende Erfindung hat auf diesem Auf gabengebiet eine Lösung zum Gegenstand., durch die auf einfachste und sicherste Weise eine akustische Begleitung zu photographischen Filmaufnahmen, vorzugsweise Standbildaufnahmen, durchführbar ist.
Im besonderen ermöglicht es die Erfindung, sprach liche Erläuterungen oder auch Geräusche schon bei der photographischen Aufnahme festzuhalten. Da durch wird dem Benutzer, insbesondere einem Ama teurphotographen, auch die Möglichkeit gegeben, seine aufgenommenen Filme anhand der gleichzeitig aufgezeichneten sprachlichen Erläuterungen nach erfolgtem Entwickeln und Kopieren zu ordnen und beispielsweise Diapositive in der richtigen, den Er läuterungen entsprechenden Reihenfolge vorzu führen.
Die Erfindung besteht darin, dass in einer photo graphischen Kamera wenigstens ein an ein Ton aufnahmegerät anschliessbares Mikrophon eingebaut ist und, Mittel für eine Synchronisierung von Bild und Ton bei der Aufnahme und Wiedergabe vorge sehen sind.
Das Patent betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb der photographischen Kamera<I>nach.</I> dem Patentanspruch I bei der Aufnahme und Wieder gabe von Filmen und Diapositiven.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus führungsform des Erfindungsgegenstandes -schema tisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der photographischen Kamera, Fig. 2 die Schaltverbindungen zwischen dem Kameramikrophon und einem angeschlossenen Magnettonbandgerät, Fig. 3 und 4 ein Konstruktionsbeispiel für die Gestaltung und Anbringung eines Mikrophons am Kameragehäuse in Schnitt und Ansicht und Fig. 5 eine Schalterkonstruktion und Schaltungs anordnung in der Kamera.
In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse einer griffarti gen Standbildkamera dargestellt, das in schmaler Form mit beim Aufnehmen vertikal liegenden Sei tenflächen ausgebildet ist. An der schmalen Vor derwand dieses Kameragehäuses, sind hierfür Ein buchtungen 2 vorgesehen, in die sich die Finger der die Kamera haltenden Hand einlegen. Mit 3 ist ein Verschlüssauslöseknopf bezeichnet, mit 4 ein von der linken Flachseite des Kameragehäuses her ablesbares Zählwerk. Die Kameraoptik ist mit 5 bezeichnet.
Seitlich von der optischen Achse und parallel zu dieser ist ein Durchsichtssucher 6 vor gesehen.
Im unteren Teil der einen vertikalen Flachseite des Kameragehäuses ist ein Mikrophon 7 angeord net. Es ist zweckmässig als Kapselmikrophon aus, gebildet, und zwar derart, dass es -entweder auf diese Gehäuseaussenwand aufgesetzt oder in eine kreis förmige Öffnung dieser Gehäusewand teilweise ein gelassen ist. Dabei ist es zweckmässig, den grössten Teil des Mikrophonvolumens auf der Aussenseite der Kamera anzuordnen, da in. deren Innern. für gewöhnlich zu wenig Platz vorhanden ist, um ein Mikrophon unterzubringen.
Eine andere Möglichkeit der Anbringung eines Mikrophons ist durch das strichpunktierte Teil 8 dargestellt. In diesem Falze ist das Mikrophon auf der schmalen Rückwand- des. Kameragehäuses. 1 angeordnet und sein Durchmesser ist nicht grösser als die Breite dieser hinteren Gehäusewand.
Die mit 7 bezeichnete flache Ausführungsform des Mikrophons wird insbesondere bei Verwendung von statischen respektive Kristallmikrophonen von Vorteil sein. Eine Ausführung und Anordnung ge mäss dem Teil 8 ,eignet sich mehr für Kontakt-, ins besondere Körnermikrophone.
Zweckmässig vom unteren Teil des Kamerage häuses ausgehend ist ein Anschlusskabel 9 vorgese hen, das insbesondere dreiadrig ausgebildet ist. Zum Anschluss an ein vom Kamerabenutzer z. B. in Ta schenformat mitgetragenes Tonaufnahmegerät, vor zugsweise ein Magnettonbandgerät, ist ein Stecker 10 am Ende dieses Kabels vorgesehen. Auch an der Eintrittsstelle des Kabels 9 in das Gehäuse 1 empfiehlt sich. die Anbringung einer Büchse, in die ein Kabelstecker einfuhrbar ist, so dass die Kamera im Bedarfsfalle auch ohne einen Anschluss an ein Tonaufnahmegerät benutzt werden kann.
Im mittleren, rechten Teil des Kameragehäuses ist, in strichpunktierter Darstellung, ein zweites Mi krophon 11 angedeutet, das zur Aufnahme von stereophonischen Aufzeichnungen, insbesondere Ge- räuschaufzeichnungen, herangezogen werden kann.
Es ist zweckmässig, wenn auch der Einfachheit hal ber nicht besonders dargestellt, dieses zweite Mikro phon an einem aus der Kamera in eine seitlich zur optischen Achse derselben herausschwenkbaren oder herausziehbaren Träger zu befestigen, der im aus gezogenen Falle so lang ist, dass zwischen den beiden Mikrophonen 7 und 11 eine für stereophonische Aufnahme genügende Basis gebildet wird.
Die eine Anschlussleitung 19 führt innerhalb der Kamera an einen vorzugsweise mit dem Ver- schlussauslöseknopf verbundenen Schalter 24. Ferner ist eine weiter unten näher zu erläuternde Strom unterbrechung durch das Zählwerk 4 an der Stelle 14 möglich.
Die Fig. 3 und 4 lassen die besondere Anbrin- gung des Mikrophons 7 an der einen Flachwand des Kameragehäuses 1 erkennen. Das Mikrophon ist hiernach in Form einer flachen Dose ausgebildet, deren zylindrische Aussenwand mit Rillen 15 oder einem Gewinde versehen ist,
so dass hierdurch das Mikrophon in entsprechende Rillen respektive ein Gewinde in der Kamerawand eingedreht oder ein gedrückt werden kann. Der aussen liegende Deckel 16 des dosenförmigen Mikrophons 7 ist mit Schall- öffnungen 17 versehen.
Das Schaltprinzip der Fig. 2 lässt die drei Adern des -Anschlusskabels 9 erkennen, die mit 18, 19 und 20 bezeichnet sind. Die Adern 18 und 19 führen zu den Eingangsklemmen 21 und 22 des angeschlos senen, schematisch dargestellten Tonbandgerätes 23, das zweckmässig mit Transistoren ausgerüstet ist. Die Leitung 19 enthält den in der Kamera 1 vor gesehenen Schalter, der mit 24 bezeichnet ist. Der eine Schalterpol ist einerseits mit einem Pol des Kameramikrophons 7, anderseits mit der dritten Ka belader 20 verbunden. Der zweite Pol des Mikro phons steht mit der Ader 18 in Verbindung.
Im Tonbandgehäuse befindet sich u. a. eine Batterie 25, deren negativer Pol mit der als gemeinsame Rückleitung dienenden Kabelader 19 verbunden ist, während der positive Batteriepol über einen Motor 26 oder ein Schaltrelais an die Kabelader 20 führt.
Beim Einschalten des Kameraschalters 24 wird einerseits der Mikrophonkreis für den Eingang des Tonaufnahmegerätes 23, anderseits der Arbeitskreis der Batterie 25 geschlossen. In letzterem Falle er hält der Laufwerkmotor 26 seinen Strom, der die Magnetbandspule in Bewegung setzt und dabei zweckmässig mittels eines Sekundärschalters auch die übrigen Stromkreise des Tonaufnahmegerätes 23 schliesst. Letzteres kann auch durch ein besonderes Schaltrelais im Arbeitskreis der Batterie 25 erfol gen, das in strichpunktierter Form schematisch durch 27 angedeutet ist.
Fig. 5 zeigt schliesslich in, teils konstruktiver, teils schaltungsmässiger Form die Ausbildung und Anordnung des Kameraschalters 24 sowie weitere Schaltmittel: Der Schalter 24 ist hier konstruktiv mit dem z. B. an der Gehäusevorderseite sitzenden Ver- schlussauslöseknopf 3 verbunden. Dieser Knopf 3, der in einer Lagerbüchse 29 geführt wird, reicht mit seinem hinteren Ende 30 so weit in das Kamera innere, dass bei seinem Durchdrücken nach innen dieses Ende 30 an einen schwenkbaren Hebel 31 anschlägt, der in nicht näher dargestellter Weise mit den eigentlichen Verschlussauslösemitteln verbunden ist.
Der Schalter 24, der bei der Verschlussauslö- sung zu betätigen ist, weist eine leitende Kontakt feder 32 auf, die isoliert vom metallischen Kamera gehäuse 1 mit der Kabelader 20 in Verbindung steht.
Beim Eindrücken des Verschlussauslöseknopfes 3 in dessen strichpunktiert gezeichnete Stellung wird ein im Ruhezustand des Knopfes an der Ge- häuseinnenwand anliegender Kontaktbund oder Nok- ken 33 mit der Kontaktfeder 32 in leitende Verbin dung gebracht, die während der ganzen weiteren Bewegung des Knopfes 3 bis in dessen Endstellung anhält. Dadurch werden die Leitungen 19 und 20 über die metallische Gehäusewand 1 oder einen auf dieser vorgesehenen leitenden Innenbelag miteinan der verbunden, d. h. der Schalter 24 und somit der Stromkreis für das Mikrophon 7 geschlossen.
Damit es der Benutzer in der Hand hat, in einer Zwischenstellung des Verschlussauslösers 3 bei etwas längerer sprachlicher Erläuterung zu verweilen, ist ein Rastmittel in Form einer an ihrem Ende gebogenen und mit dem anderen Ende an der Innen- wand des Gehäuses. 1 befestigten Feder 34 vorge sehen.
Dieses gebogene Federende rastet in eine entsprechend geformte Aussenrille des Kontaktbun des 33 ein, wenn der Knopf 3 ungefähr bis zur Mitte seines Weges von der Ruhestellung bis zur Betäti gung des Verschlusses durchgedrückt worden ist. Der Benutzer kann also in diesem Rastpunkt so lange verweilen, bis er seine vor der Aufnahme zu gebende Erläuterung beendet oder bis zu einem bestimmten Punkt gebracht hat und drückt dann den Knopf 3 bis zur endgültigen Verschlussauslö- sung durch. Auch beim Zurückführen des.
Knopfes 3 in die Ruhestellung (wofür in bekannter Weise eine nicht mit dargestellte Rückführfeder vorgese hen isst) kann im Bedarfsfalle nochmals in der durch die Feder 34 bedienten Raststellung verblie ben werden, wobei der Benutzer nur einen leichten Druck auf den Knopf 3 gegen die Kraft der Rück führfeder auszuüben braucht. Es ist damit in wei testgehender Form die Möglichkeit gegeben, in Ver bindung mit einer photographischen Aufnahme be liebig lange vor oder nach der Belichtung irgend welche sprachlichen Erläuterungen in das Mikro phon 7 zu geben, die vom mitgeführten Tonband gerät aufgenommen werden.
In Fig. 5 sind schliesslich .noch Mittel darge stellt, durch die - was insbesondere für längere Texterläuterungen zu einer Aufnahme von Vorteil ist - während der Tonaufnahme der Moment der photographischen Aufnahme auf dem Tonband ge nauestens markiert werden kann. Zu diesem Zweck ist die nicht über den Schalter 24 zum Mikrophon 7 führende Leitung 18 durch zwei Kontaktzungen 35 und 37 unterbrochen. Diese Kontaktzungen stehen, wie dargestellt, im Normalfall im gegenseitigen Kon takt. Sie sind unmittelbar vor einem Zahn- oder Nockenkranz 38 angeordnet, der vorzugsweise zum Bildzähler der Kamera gehört und somit bei jeder Aufnahme um einen Zahn weiterbewegt wird.
Bei dieser Weiterbewegung wird mittels eines an der Kontaktzunge 35 vorgesehenen kalottenförmigen Nockens 36 der Kontakt zwischen beiden Zungen für einen Augenblick unterbrochen und damit ein kurzes Knackgeräusch auf dem Tonband regi striert. - Statt einer vollständigen Stromunterbre chung in der Mikrophonleitung 18 kann auch die Einschaltung eines Widerstandes zur Erzeugung eines hörbaren Stromimpulses in diese Leitung mit gleichen oder ähnlichen Mitteln erfolgen.