CH352228A - Verfahren zum optischen Aufhellen von mineralischen Füllstoffen und nicht textilen Fasermaterialien - Google Patents

Verfahren zum optischen Aufhellen von mineralischen Füllstoffen und nicht textilen Fasermaterialien

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CH352228A
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Rene Dr Noordtzij
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Sandoz Ag
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
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    • D21H21/30Luminescent or fluorescent substances, e.g. for optical bleaching

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Description


  Verfahren zum optischen Aufhellen von     mineralischen        Füllstoffen     und nicht     textilen    Fasermaterialien    Beim Behandeln von mineralischen Füllstoffen  und nicht textilen Fasermaterialien mit optischen       Aufhellungsmitteln    zeigt es sich, dass in     vielen    Fällen  die optische Aufhellung nicht den gewünschten Grad  erreicht und je nach Substrat verschieden ausfällt.  Letzteres wirkt sich besonders in den Fällen unan  genehm aus, in denen Materialien aufgehellt werden  sollen, welche aus mehreren Substraten bestehen,  die sich in dieser Beziehung verschieden verhalten.  Der Effekt wird! dadurch unegal.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass man diesen Nach  teil beheben kann, wenn man mineralische Füll  stoffe und nicht textile Fasermaterialien vor der  Behandlung mit dem optischen Aufheller mit be  stimmten     kationaktiven    Verbindungen vorbehandelt.  Infolge dieser     Vorbehandlung    wird das     Aufnahme-          und'    Bindevermögen besagter Substrate für die opti  schen Aufheller, insbesondere für     anionische    optische       Aufheller,    erhöht. Der Effekt ist besonders auf  fallend bei denjenigen Substraten, welche ursprüng  lich ein geringes Aufnahme- und Bindevermögen für  die optischen Aufheller aufweisen.

   Weniger auffallend  ist die Erscheinung bei Substraten, welche an sich  schon ein gutes Aufnahme- und Bindevermögen für  optische Aufheller besitzen. Infolgedessen gelingt es,  durch Behandlung von Materialien, die aus Mischun  gen von Substraten bestehen, die verschiedenes Auf  nahme- und Bindevermögen für die Aufheller zeigen,  eine egale     Aufhellung    des Materials zu bewirken.  Diese Art der Anwendung ist besonders bei der Her  stellung von optisch aufgehellten Papieren von Vor  teil, welche aus Fasern bestehen, die verschiedenes  Aufnahme- und Bindevermögen zu den verwendeten  Aufhellern besitzen. Es gelingt auf diese Weise z. B.  die gefürchtete     Zweiseitigkeit    bei Papieren zu. ver  meiden.

      Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zum opti  schen Aufhellen von mineralischen Füllstoffen und  nicht textilen Fasermaterialien, welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man diese mit der wässerigen  Lösung einer     kationaktiven    Verbindung, welche im  Molekül mindestens eine     lipophile    Gruppe und min  destens ein basisches Stickstoffatom enthält, vor  behandelt, und hernach     mit    der wässerigen Lösung  einer farblosen oder nahezu farblosen Verbindung,  welche die Eigenschaft hat, auf diesen Füllstoffen  und nicht textilen Fasermaterialien zu fluoreszieren,  wenn sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird,  nachbehandelt.  



       Kationaktive    Verbindungen, die sich besonders  eignen, sind z. B. primäre, sekundäre oder tertiäre  Amine, welche einen höhenmolekularen Kohlen  wasserstoffrest enthalten, und deren Derivate, z. B.  die Amine, welche durch katalytische Hydrierung der  aus höhenmolekularen Fettsäuren gewonnenen Ni  trile     herstellbar    sind, ferner die aus     höhenmolekularen     Fettsäuren und     Alkylen-    bzw.     Polyalkylenpolyaminen     oder     Oxyalkylaminen    hergestellten, basische Stick  stoffatome enthaltenden Kondensationsprodukte. Ge  eignete Derivate dieser Amine bzw.

   Kondensations  produkte sind solche, die aus diesen durch     Alkylie-          rung,        Oxalkylierung,        Carboxyalkylierung    oder     Aral-          kylierung    unter eventueller Bildung     quaternärer          Ammoniumverbind'ungen    entstehen.

   Besonders er  wähnt seien auch Amine, die aus Halogenatome ent  haltenden, höhenmolekularen,     aliphatischen    oder       alkylaromatischen        Kohlenwasserstoffen,        Äthern,    Al  koholen, Ätheralkoholen,     Carbonsäuren    usw. durch  Umsetzung mit Ammoniak,     niedermolekularen        Alkyl-          aminen,        Oxalkylaminen,        Alkylen-    bzw.

       Polyalkylen-          polyaminen    erhältlich sind, sowie deren     Alkylie-          rungs-,        Oxalkylierungs-,        Carboxyalkylierungs-    und           Aralkylierungsprodükte.    Die Behandlung der erwähn  ten Substrate mit diesen Mitteln erfolgt zweckmässig  wie folgt:

    Das Substrat wird     vorteilhaft    mit einer 2- bis  3     %        igen,        kalten,        wässerigen        Lösung        der        kationakti-          ven    Verbindung im Gewichtsverhältnis 1 : 1 in einer  Kugelmühle oder in einem schnell rotierenden Misch  apparat intensiv vermischt.

   Es ist zweckmässig, die  Behandlung des Substrates mit der     kationaktiven     Verbindung in     Gegenwart    von möglichst wenig  Wasser vorzunehmen, doch kann das Mischungs  verhältnis nötigenfalls in dem Sinne     abgeändert    wer  den, dass auf 1 Teil des Substrates mehr als 1 Teil,  z. B. bis 5 Teile, der entsprechend verdünnten  wässerigen Lösung verwendet werden, ohne dass die  vom Substrat aufgenommene Menge der     kation-          aktiven    Verbindung wesentlich abnimmt.  



  Im allgemeinen soll die Menge der verwendeten       bzw.        aufgenommenen        kationaktiven        Verbindung    3     %,     bezogen auf das Gewicht des Substrates, nicht über  steigen. Die Anwesenheit eines grösseren über  schusses von ungebundener     kationaktiver    Verbin  dung in der wässerigen Suspension des Substrates  wirkt bei der Nachbehandlung mit dem optischen       Aufheller        nachteilig    auf die Ausgiebigkeit des Auf  helleffektes.  



  Als Substrate besagter     Art    seien     erwähnt    die als  Füllstoffe in der Papierindustrie verwendeten fein  verteilten Silikate, wie Kaolin,     Talkum,        Diatomite,     Federweiss, Speckstein,     Asbestine    und besonders  auch das unter dem Namen      Baysical        Ky>    (Handels  produkt) vertriebene     Calciumsilikat,

      das beim Mi  schen einer kalten     konzentrierten        Calciumchlorid-          lösung    mit einer kalten konzentrierten     Natriumsilikat-          lösung    in einer besonders aktiven Form ausfällt,  Glaspulver, Quarzsand, Asbest,     feinverteilte    Sulfate,  wie Gipse,     Annaline,        Lenzin,        Satinweiss,    Schwerspat,       Blanc    fixe, Zinkspat, feinverteilte     Carbonate,    wie       Calciumcarbonat,    z. B.

   Kreide,     Magnesit,    Patent  weiss, Bleiweiss,     Dolomit,    feinverteilte Oxyde bzw.       Hydroxyde,    wie     Titandioxyd,    Aluminiumoxyd bzw.       -hydroxyd,        Baryt,        Calciumhydroxyd,    gebrannte Ma  gnesia, Zinkweiss, feinverteilte Sulfide, wie     Lithopone     oder Zinksulfide, feinverteiltes     Calciumsulfit,    für die  Papierherstellung bestimmtes Fasermaterial, wie ge  bleichter oder     ungebleichter    Holzschliff, Natron  cellulose,

   gebleichte oder     ungebleichte        Sulfitcellulose     oder     Sufatcellulose.     



  Das Substrat sollte     vorteilhafterweise    neutral  oder schwach alkalisch reagieren.     Cellulose    sollte  keine Chlorreste, die vom     Bleichprozess    herrühren,  mehr enthalten. Bestimmte mineralische Oxyde, wie       Titandioxyd,    sollten vor der Behandlung mit der     ka-          tionaktiven    Verbindung mit einer     Sodalösung     schwach alkalisch gemacht werden.  



  Optische Aufheller, welche in Frage kommen,  sind z. B. Verbindungen, die aus der 4,4'     Diamino-          stilben    - 2,2' -     disulfosäure    durch Einführung von       Aroyl-,        Arylharnstoff-,    substituierten Aminotriazin-    oder     substituierten        1,2,3-Triazolgruppen    erhältlich  sind, ferner       Dibenzothiophendioxydderivate,    wie z.

   B. das       acylierte    3,7 -     diaminodibenzothiophendioxyd-2,8-di-          sulfosaure    Natrium und die Derivate eines     a,j3-Di-          [benzimidazyl-]-äthylens,    wie z. B. das     Natriumsalz     des sulfonierten     a,ss-Di-[benzimidazyl-(2)]-äthylens,     ferner  Derivate des     Diphenylimidazolons,    wie z. B. das       Natriumsalz    des     sulfonierten    4,5 -     Diphenylimid-          azolons,     Derivate des     Carbostyrils,    wie z.

   B. das     7-Di-          äthylamino-4-methylcarbostyril,     Derivate des     Dehydrothiotoluidins,    wie z. B. das       2-[4'-(5'-sulfonaphtho-l',2':4,5-triazolyl-[2])-phenyl]-          6-methylbenzthiazol-5-sulfonsaure    Natrium,  Derivate des     Dihydrocollidins,    wie z. B. das     3,5-          Di-(carbäthoxy)-dihydrocollidin,     Derivate des     Oxacyanins,    wie z. B. das 3,3'-,  5,5'-,     7,7'-Hexamethyloxacyanin-p-sulfonat,     Derivate des     Pyrazolins,    wie z.

   B. das     1,3,5-Tri-          phenyl-pyrazolin,     Derivate der     Bisazole,    wie z. B. das     Natriumsalz     des     sulfonierten    2,2' -Bis -     [(phenylvinyliden)    -     6,6'-          oxazols    bzw.     -thiazols    bzw.     -imidazols],     Derivate der     Diphenylazole,    wie z. B. das Na  triumsalz des sulfonierten     2-Styryl-5-phenyl-oxazols,     oder das     2-Naphthyl-5-phenylthiazol    bzw.     -5-phenyl-          imidazol.     



  Diese optischen Aufheller werden aus wässeriger  Lösung auf die mit einer der     kationaktiven    Verbin  dungen vorbehandelten Substrate aufgebracht, wobei  wie folgt verfahren werden kann:  Die wässerige Suspension des vorbehandelten  Substrates wird ohne Filtration unter stetem Rühren       mit        einer        kalten        2-5%igen        wässerigen        Lösung     eines optischen     Aufhellungsmittels    vermischt.

   Die  verwendete Menge des optischen     Aufhellungsmittels          beträgt,        umgerechnet        für        die        100%ige        Substanz,          0,2-0,5%,        berechnet        auf        das        trockene        Substrat.     Es ist nicht in allen Fällen nötig,     d'ass    die gesamte  Menge des Aufhellers gebunden wird. Der vom Sub  strat nicht aufgenommene Anteil des Aufhellers kann  gegebenenfalls in einer späteren Operation auf ein  anderes Substrat, z.

   B. auf die     Cellulosefaser,    bei  der Papierherstellung aufziehen.  



  Es ist überraschend, dass die optische Wirkung  der Aufheller auf den mit den     kationaktiven    Ver  bindungen vorbehandelten Substraten nicht auf  gehoben wird, da dies oft der Fall ist, wenn man zu  den fluoreszierenden, wässerigen Lösungen     anioni-          scher    Aufheller     kationaktive    Verbindungen zusetzt.  



  Die wasserlöslichen,     kationischen    Aufheller  ziehen nur in Ausnahmefällen, und dann nur sehr  schwach, direkt auf die Substrate auf. Durch die Vor  behandlung mit den     obenbeschriebenen        kationischen     Verbindungen ist es ebenfalls möglich, das Auf  nahme- und Bindevermögen der Substrate für die       kationischen    optischen Aufheller zu erhöhen. Die       kationischen    optischen Aufheller sind aber dazu nur      dann geeignet, wenn man sie in neutralen oder  schwach sauren Lösungen anwendet.  



  Der auf den Substraten erhaltene optische Effekt  ist wasserecht.  



  Ein     Abbluten    der     kationaktiven    Verbindungen  von den damit behandelten Substraten, welche zur  Inaktivierung der     anionaktiven    optischen Aufheller  im Behandlungsbad führen müsste, tritt nicht oder  nicht in störender Weise auf.  



  Man kann auch eine Verbesserung der Säure  echtheit des     Aufhellungseffektes    auf den mit     kation-          aktiven    Verbindungen vorbehandelten Substraten,  im Vergleich zu demjenigen auf den nicht vorbe  handelten Substraten, feststellen.  



  Das Aufnahmevermögen der Substrate für die       kationaktiven    Verbindungen kann noch erhöht wer  den, wenn man sie mit     sodaalkalischen    Lösungen  vorbehandelt.  



  Die erfindungsgemäss aufgehellten mineralischen  Füllstoffe und nicht textilen Fasermaterialien sind  für die verschiedensten Zwecke verwendbar, z. B.  wie bereits erwähnt, zur     Verhinderung    der     Zwei-          seitigkeit    von Papieren bei deren Herstellung.  



  Unter     Zweiseitigkeit    von Papier ist der     Nuance-          oder    Helligkeitsunterschied zwischen den beiden Pa  pierseiten zu verstehen. Solche Unterschiede     können     auftreten, wenn sich die ursprüngliche Verteilung der  Ingredienzen im Papierbrei in dem Sinne verändert,  dass sich auf der einen Seite des daraus entstehen  den Papiers Bestandteile anreichern, welche mehr  oder weniger hell oder gefärbt sind als die restlichen  Bestandteile. Solche Verteilungsänderungen sind auf  der     Nasspartie    der     Papiermaschine        möglich,    dort, wo  das Wasser der Papiermasse entzogen wird, insbeson  dere bei schnell laufenden Papiermaschinen.

   Beim  Absaugen des Papierbreies durch die Registerwalzen,  die Saugkasten und die Saugwalze entstehen infolge  der starken Flüssigkeitsströmung und die Unter  schiede im spezifischen Gewicht, die die verschiede  nen Bestandteile der Papiermasse aufweisen, Diffe  renzen im Gehalt an diesen verschiedenen Bestand  teilen zwischen der obern und der untern Seite des  entstehenden Papiers. So kommt es vor, dass z. B.  die obere Seite, auch     Filzseite    genannt, mehr Füll-  
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    (das heisst 0,5 0/a, bezogen auf das lufttrockene  Kaolin) in die Paste eingerührt und das Ganze eine  halbe Stunde nachgerührt.

   Nach dieser Zeit sind       ungefähr        70%        des        Aufhellers        auf        das        Kaolin        so     aufgezogen, dass der Aufheller beim Verdünnen  des Gemisches nicht mehr herausgewaschen wird.    Stoffe enthält als die untere Seite, die Siebseite, aus  welcher die schwereren Bestandteile herausgewaschen  werden. Diese     Unterschiede    sind im     fertigen    Papier  um so sichtbarer, als der Farbunterschied zwischen  der Papierfaser und dem Füllstoff gross ist.  



  Dieser Farbunterschied ist dann gross,     wenn    dem  Papierbrei ein optischer Aufheller zugesetzt wird,  der auf die     Papierfaser,    jedoch nicht auf den Füll  stoff aufzieht.  



       Ferner    können     Unegalitäten    im Papier entstehen,  wenn der Papierbrei Fasern enthält, welche ein ver  schiedenes Aufnahme- und Bindevermögen zu dem  Aufheller aufweisen, der dem Papierbrei zugesetzt  wird.  



  Verwendet man zur Herstellung der Papiere Fa  sern bzw. Füllstoffe, welche infolge der Behandlung  ein erhöhtes bzw. ausgeglichenes Aufnahmevermö  gen für die optischen Aufheller besitzen, so kann die       Zweiseitigkeit    und auch die     Unegalität    weitgehend  vermieden werden.  



  In den folgenden Beispielen ist unter kg      atro      (absolut trocken) das Gewicht, der verwendeten     Ma-          terialien    zu verstehen, das man erhält, wenn man  die Materialien in einem Trockenschrank bei 100  C  so lange trocknet, bis praktisch keine Gewichts  abnahme mehr feststellbar ist     (TAPPI-Vorschrift,          Technical        Association    of     the        Pulp        and        Paper    In  dustry).  



  <I>Beispiel 1</I>  50 kg Kaolin (lufttrocken), 30 Liter kaltes       Wasser        und        20        Liter        einer        5%,igen        Lösung        der     den     Oleylrest    enthaltenden Verbindung der Formel  
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    worin x und y ganze Zahlen sind, deren Summe       durchschnittlich    8 ist, werden in einem starken Rühr  aggregat während einer halben Stunde gut miteinan  der vermischt. Auf diese Weise entsteht eine     paste-          ähnliche    Mischung, die sich beim Stehen nicht mehr  entmischt.

   Hierauf werden 5 Liter einer kalten       50/rnigen    wässerigen Lösung eines Aufhellers der  Formel    Die Dispersion des auf diese Weise optisch auf  gehellten     Kaolins,    welche noch einen     überschuss    an  nicht aufgezogenem Aufheller enthält, kann in fol  gendem Verhältnis der Papiermasse im Holländer  zugesetzt werden:

      
EMI0004.0001     
  
    300 <SEP> kg <SEP> atro <SEP> gebleichte <SEP> Sulfitcellulose, <SEP> auf <SEP> 40 
<tb>  Sch. <SEP> R. <SEP> gemahlen <SEP> mit
<tb>  <B>10000</B> <SEP> Liter <SEP> Wasser,
<tb>  50 <SEP> kg <SEP> Kaolin, <SEP> in <SEP> Form <SEP> der <SEP> oben <SEP> beschriebenen
<tb>  Dispersion,
<tb>  25 <SEP> kg <SEP> Kaolin, <SEP> nicht <SEP> vorbehandelt,
<tb>  100g <SEP> des <SEP> oben <SEP> genannten <SEP> Aufhellers,
<tb>  6 <SEP> kg <SEP>  Bevoid -harz <SEP> und
<tb>  9 <SEP> kg <SEP> Aluminiumsulfat       werden 10 Minuten nach dem Zusatz des Füllmittels  und des Aufhellers der Papiermasse einverleibt.

   Der  so erzeugte Papierbrei wird nun in einer mit Saug  kasten und Saugwalzen versehenen     Plansiebpapier-          maschine,    welche 250 m Papier pro Minute liefert,  zu einem Papier verarbeitet, das pro     m2    60 g wiegt.  



  Das so hergestellte Papier zeigt keinerlei     Zwei-          seitigkeit,    während ein auf entsprechende Weise her  gestelltes, jedoch nur mit nicht vorbehandeltem  Kaolin     gefülltes    Papier ausgesprochen zweiseitig,  das heisst auf der einen Seite weniger hell erscheint  als auf der andern Seite.  
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    (0,050/e, bezogen auf das Gewicht des gesamten     atro     Papierstoffes).

   Der Papierbrei wird wie üblich in  einem      Pulper     aufgelöst, in einem      Refiner ,    so  weit dies nötig ist, auf den gewünschten     Mahlungs-          grad    gebracht (in diesem Fall 40      Schr.    R.) und  schliesslich in einem Mischholländer mit dem Füll  stoff und dem optischen Aufheller vermischt. Diese  Behandlung muss etwas länger als üblich ausgeführt  werden, damit die Vermischung vollständig ist und  der optische Aufheller genügend Zeit hat, auf sämt  liche     Papierfasern        aufzuziehen.     



  Erst dann werden die folgenden     Leimungszusätze     beigemischt:  4,5 kg      Bevoid -Harz    und  7,5 kg Aluminiumsulfat.  



  Der so erzeugte Papierbrei wird nun in einer mit  Saugkasten und Saugwalze versehenen     Plansiebpapier-          maschine,    welche 250 m Papier pro Minute liefert,  zu     einem    Papier verarbeitet, das pro     m2    64g wiegt.  Das so hergestellte Papier ist bedeutend weisser und  
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    vermischt.

      <I>Beispiel 2</I>  Normal getrocknete Folien aus gebleichter Holz  schliffpappe werden mit einer 3      /o        igen    wässerigen  Lösung des     Methosulfates    des     Oleoylamidoäthyl-di-          (oxäthyl)-methyl-ammoniums    imprägniert und     zwi-          schen        Walzen        ausgepresst,        dass        sie        noch        100%        ihres     Eigengewichtes der Lösung enthalten.  



  Die     herausgepresste    Lösung kann wieder ver  wendet werden.  



  Der so vorbehandelte Holzschliff wird auf nor  male Weise und im folgenden Verhältnis zu Papier  brei verarbeitet:  120 kg     atro    vorbehandelter, gebleichter Holz  schliff, in der Form des oben beschriebenen  Papierbreies,  180 kg     atro    gebleichte     Sulfitcellulose,     7500 Liter Wasser,  50 kg Kaolin, in Form der im Beispiel 1 be  schriebenen Dispersion,  30 kg Kaolin, nicht vorbehandelt,  150 g des Aufhellers der Formel:    zeigt keinerlei     Zweiseitigkeit,    während ein auf ent  sprechende Weise hergestelltes, jedoch mit nicht  vorbehandeltem gebleichtem Holzschliff und mit  nicht optisch aufgehelltem Kaolin gefülltes Papier  weniger weiss und dazu noch beidseitig unterschied  lich weiss aussieht.  



  Der optische Aufheller zieht nicht nur auf die  gebleichte     Sulfitcellulose,    sondern auch auf den  vorbehandelten gebleichten Holzschliff auf, wo  durch der Weisseffekt weitgehend verbessert wird.    <I>Beispiel 3</I>    Auf ähnliche Weise wie in Beispiel 2 beschrieben  ist, wird gebleichte     Holzschliffpappe    mit einer  3     %        igen        Lösung        des        Methosulfates        des        Oleoylamido-          äthal-di-(oxäthyl)-methylammoniums    imprägniert und  anschliessend abgequetscht.  



  Der so vorbehandelte Holzschliff wird in einem        Hydrapulper     System      Dilts     gelöst und mit einer  5     %        igen        wässerigen        Lösung        der        Verbindung        der        For-          mel         Die Menge des optischen Aufhellers beträgt       0,3%,

          bezogen        auf        den        atro        Holzschliff.        Die        Ver-          dünnung    wird den Arbeitsverhältnissen angepasst.

   Der  Trockengehalt der Mischung ist anfangs ungefähr       25        %        atro        und        wird        durch        weitere        Verdünnung        lang-          sam        auf        5%        atro        gebracht.     



  Der so optisch aufgehellte gebleichte Holzschliff  Halbstoff wird im gleichen     atro    Gewichtsverhältnis  wie es im Beispiel 2 angegeben ist mit gebleichter       Sulfitcellulose,    Kaolin und optischem Aufheller  (0,05 0/0, bezogen auf den     Sulfitcelluloseanteil)    ver  mischt.  



  Die     Leimung    und die Herstellung des Papiers       geschieht    ebenfalls wie dies im Beispiel 2 beschrieben  ist.  



  Das so hergestellte Papier ist noch weisser als das  nach Beispiel 2 hergestellte, weil man auf diese  Weise mehr     Aufheller    auf den     gelbstichigen        Holz-          schliff    aufbringen kann, als der egalen Verteilung    zwischen     Holzschliff    und der an sich weisseren     Sulfit          cellulose    entspricht, wie sie gemäss Beispiel 2 erreicht  wird.  



  <I>Beispiel 4</I>  In     ähnlicher    Weise wie sie in Beispiel 1 beschrie  ben ist, werden 40 kg     Calciumcarbonat    und 0,6 kg       Magnesiumcarbonat    mit 25 Liter kaltem Wasser und  15 Liter einer     5' /o        igen    Lösung der aus     ölsäure    ge  wonnenen Verbindung von der Formel:  
EMI0005.0042     
    intensiv verrührt und anschliessend mit 0,5 0/0 (bezogen  auf die trockenen     Carbonate)    eines optischen Auf  hellers der Formel: .  
EMI0005.0044     
    gut vermischt.  



  <I>Beispiel 5</I>  In ähnlicher Weise wie sie in Beispiel 1 beschrie  ben ist, werden 40 kg des unter dem Namen  Baysi-    cal     K     im Handel erhältlichen lufttrockenen     Calcium-          silicates    und 40 kg lufttrockenes     Kaolin        mit    50 Liter       kaltem        Wasser        und        30        Liter        einer        5%igen        Lösung     der Verbindung von der Formel  
EMI0005.0058     
    Die wässerige Dispersion der so vorbehandelten     Füllstoffe    wird 

  im folgenden Verhältnis der Papier  masse im Holländer zugesetzt:  
EMI0005.0060     
  
     Der so erzeugte Papierbrei wird nun auf einer  mit einer      Size    press  versehenen     Plansiebpapier-          maschine,    welche 200 m Papier pro Minute liefert,  zu einem Papier verarbeitet, das pro m2 20 g wiegt.

      Auf der      Size    press  läuft das Papier durch eine       0,2%ige        wässerige        Lösung        eines        optischen        Auf-          hellers    der     Formel     
EMI0005.0073     
      Dabei zieht der optische     Aufheller    gleich stark  auf die     Cellulose    und auf die     Füllstoffe    auf.

   Das  dadurch erzielte Weiss ist intensiv und egal, da sich  der     Aufbeller    gleichmässig auf allen Bestandteilen  des Papiers befindet und nicht nur auf der Papier  faser, was der Fall     ist,    wenn die Füllstoffe nicht  vorbehandelt werden.  



  <I>Beispiel 6</I>  In ähnlicher Weise wie sie in Beispiel 1 beschrie  ben ist, werden 500 g     Titandioxyd    mit 200     cm3    einer         5%igen        Lösung        der        aus        Oleylamin        gewonnenen     Verbindung der Formel  
EMI0006.0014     
    intensiv vermischt.  



  Nach einer halben Stunde werden der so     ent-          standenen        Suspension        50        cm3        einer    5     %        igen        wässe-          rigen    Lösung eines Aufhellers der     Formel     
EMI0006.0026     
    und 80 cm?- kaltes Wasser unter Rühren zuge  setzt.  



  Die so erhaltene Dispersion des optisch aufgehell  ten     Titandioxyds    kann mit 830 g einer     50 /oigen     Emulsion von     Polyvinylacetat        zusammengerührt    wer  den, welche Dispersion als Bestandteil einer Druck  paste dienen kann.

      <I>Beispiel 7</I>  1300 g Kaolin werden mit 600     cm3    kaltem       Wasser        und        800        cm3        einer        kalten        5%igen        wässeri-          gen    Lösung des     Methosulfates    des     Oleoylamido-          äthyl-di-(oxäthyl)-methyl-ammoniums    in einem Rühr  werk gut vermischt.

   Nach ungefähr 30 Minuten wer  den der Mischung unter stetem Rühren 2600     cm';          einer        0,5%igen        Lösung        der        Verbindung        der        Formel:     
EMI0006.0052     
         zugesetzt.        Die        Menge        des        Aufhellers        soll        1%,        bezo-          gen    auf das Gewicht des     atro    Kaolins, sein.  



  Auf diese Weise erhält man eine wässerige  Suspension von aufgehelltem Kaolin.  



  Für das     vorliegende    Verfahren wird der Schutz  nur so weit beansprucht, als es sich nicht um eine  für die Textilindustrie in Betracht kommende Be  handlung von     Textilfasern    zum Zwecke deren Ver  edlung handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum optischen Aufhellen von minerali schen Füllstoffen und nicht textilen Fasermaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass man diese mit der wässerigen Lösung einer kationaktiven Verbindung, welche im Molekül mindestens eine lipophile Gruppe und mindestens ein basisches Stickstoffatom enthält, vorbehandelt und mit der wässerigen Lösung einer farblosen oder nahezu farblosen Verbindung, welche die Eigenschaft hat, auf diesen Füllstoffen und nicht textilen Fasermaterialien zu fluoreszieren, wenn sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird, nach behandelt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Nachbehandlung mit der wässe rigen Lösung einer farblosen oder nahezu farblosen, anionaktiven, fluoreszierenden Verbindung, vorge nommen wird.
CH352228D 1956-06-05 1956-06-05 Verfahren zum optischen Aufhellen von mineralischen Füllstoffen und nicht textilen Fasermaterialien CH352228A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3311091A1 (de) * 1982-04-05 1983-10-06 Sandoz Ag Gefaerbte streichmassen fuer die herstellung gestrichener papiere
AT384051B (de) * 1982-04-05 1987-09-25 Sandoz Ag Gefaerbte streichmassen fuer die herstellung gestrichener papiere

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DE3311091A1 (de) * 1982-04-05 1983-10-06 Sandoz Ag Gefaerbte streichmassen fuer die herstellung gestrichener papiere
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