Maschine zur Lackierung und zum Offsetdrucken von Hohlkörpern, insbesondere von Tuben Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Lackie rung und zum Offsetdrucken von Hohlkörpern, ins besondere von Tuben.
Die Grundierung und das Drucken von Tuben werden bisher in der Regel auf zwei getrennten Ma schinen ausgeführt. Dabei werden die Tuben von Hand aus der Grundiermaschine herausgenommen und auf Trockengestelle gebracht, auf welchen sie in Trockenöfen eingeschoben werden. Später werden die Tuben von den Trockengestellen von Hand abge nommen und einer Offsetpresse zugeführt. Nach dem Drucken und einer eventuellen Endlackierung werden die Tuben erneut von Hand auf Trockengestelle ge bracht, um zum endgültigen Trocknen in einen Trockenofen eingeführt zu werden.
Diese Prozeduren sind unvorteilhaft, nicht nur weil sie einen wesentlichen Aufwand an manueller Arbeit bedingen, sondern auch weil ein verhältnis mässig grosser Ausschuss entsteht. Die aus dünnem Material bestehenden Tuben verändern durch das wiederholte Aufstecken auf die in den Maschinen und auf den Trockengestellen vorgesehenen Halte dorne leicht ihre Form.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zur Lackierung und zum Offsetdrucken von Hohlkörpern, insbesondere von Tuben, die gekennzeichnet ist durch einen schrittweise drehbaren Revolverkopf mit mehreren an diesem angebrachten Haltern, welche durch den Revolverkopf in einer kreisförmigen Bahn schrittweise bewegbar sind, eine Grundiervorrichtung und eine Offsetdruckvorrichtung, welche Vorrichtun gen in einem Abstand voneinander in der genannten kreisförmigen Bahn angebracht und bezüglich ihres Betriebes der Bewegung des Revolverkopfes zuge ordnet sind, und durch welche hierdurch die Halter mittels des Revolverkopfes bewegbar sind, ferner durch zwei Trockenöfen,
die in der kreisförmigen Bahn zwischen der Grundiervorrichtung und der Offsetdruckvorrichtung auf je einer Seite derselben, in der Drehrichtung gesehen, angeordnet sind und durch die hindurch die Halter mittels des Revolver kopfes bewegbar sind.
Die beigefügte Zeichnung gibt schematisch eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Maschine in Seitenansicht wieder.
Die Maschine umfasst einen auf einem nicht dar gestellten Gestell gelagerten Revolverkopf 10 in der Form einer kreisförmigen Scheibe, welche mittels eines Malteserkreuz-, Sperrad- oder anderen, genau arbeitenden Schrittbewegungsantriebs im Uhrzeiger sinn schrittweise drehbar ist, wie durch einen Pfeil angedeutet ist.
Auf dem Revolverkopf 10 sind eine Vielzahl aus Dornen bestehender Halter 11 für Tuben oder Röhren in einem mit der Scheibe konzentrischen Kreis am Rande des Revolverkopfes angebracht, so dass die genannten Halter durch die Drehung des Revolver kopfes intermittiernd in einer ,kreisförmigen Bahn be wegbar sind.
Diese Bahn durchläuft die folgenden, an dem Umfang des Revolverkopfes befindlichen Vor richtungen, welche in der Reihenfolge, in der sie erwähnt sind, im Uhrzeigersinn gesehen, rund um den Revolverkopf liegen: a) Eine Grundiervorrichtung 12 bekannter Art, die eine Farbwalze 13 und eine Zufuhrvorrichtung für die in der Maschine zu behandelnden Gegenstände aufweist, bestehend aus einem geneigten Kanal 14, einem die Gegenstände aus dem Kanal nacheinander empfangenden Vorschubrad' 15 und einer Kolben zylindervorrichtung 16 zum Vorschieben eines Ge genstandes nach. dem andern von dem Vorschubrad auf einen der Halter 11.
b) Einen Trockenofen 17 des Tunneltyps mit Quellen zur infraroten und ultravioletten Bestrahlung der Gegenstände.
c) Eine Offsetdruckvorrichtung 18 bekannter Art, die einen Druckzylinder 19 und eine Klarlackier- vorrichtung besitzt, die eine bei 20 angedeutete Lackierwalze hat, die aber auch als Spritzlackiervor- richtung ausgeführt sein kann.
d) Einen weiteren Trockenofen 21 derselben Art wie der Trockenofen 17.
e) Eine Hütch.enaufschraubvorrichtung 22 be kannter Art zum Anschrauben von Hütchen, insbe sondere an Tuben, sowie eine Entnahmevorrichtung 23, ebenfalls bekannter Art, mittels welcher die Ge genstände von den Haltern abgezogen oder auf an dere Weise entfernt werden.
Im Bereich der Entnahmevorrichtung 23 ist ein Förderband 24 vorgesehen, das die Gegenstände zu einem Sammelbehälter fördert. Das Vorschubrad 15 und die Kolbenzylindervorrichtung 16, die Grundier- vorrichtung 12, die Offsetdruckvorrichtung 18 mit der Klarlackiervorrichtung 20, die Hütchenaufschraub- vorrichtung 22 und die Entnahmevorrichtung 23 sind hinsichtlich ihres Betriebes der Bewegung des Revol verkopfes zugeordnet und im Verhältnis zum Revol verkopf und den daran befindlichen Haltern derart angeordnet,
dass sich in den Ruhestellungen des Re volverkopfes ein Halter 11 neben einer jeden dieser Vorrichtungen in Lage befindet, damit die Vorrich tungen ihre Arbeitsvorgänge an den auf den fragli chen Haltern befindlichen Gegenständen ausführen können.
Die beschriebene Maschine arbeitet wie folgt: Die Gegenstände, zu denen ausser den eigentlichen Tuben auch andere zylindrische oder konische Hohl körper, mit oder ohne Verschlüsse, zu zählen sind, werden durch den Kanal 14 und das Vorschubrad 15 der Reihe nach in eine Bereitschaftsstellung gegen über einer Aufschiebevorrichtung 16 gebracht, mittels welcher sie nacheinander während der Ruheperioden des Revolverkopfes jeweils auf je einen Halter 11 gesteckt werden. Der auf dem Halter 11 angebrachte Gegenstand wird mittels des Revolverkopfes schritt weise im Uhrzeigersinn befördert.
Wenn sich der Ge genstand während einer Ruheperiode gegenüber der Farbwalze 13 der Grundiervorrichtung 12 befindet, so wird der Gegenstand dadurch grundiert, dass er während des Umlaufs der Farbwalze gegen diese ab rollt. Während seiner fortgesetzten Bewegung läuft der Gegenstand dann durch .den Trockenofen 17. Hier wird er in solchem Umfang getrocknet, dass der Lack eine zweckmässige Konsistenz für den nachfolgenden Offsetdruck erhält, d. h. der Lack ist etwas klebrig, wenn der Gegenstand den Trockenofen 17 verlässt.
Das Drucken wird während eines Stillstandes dadurch ausgeführt, dass der Gegenstand gegen den zu diesem Zweck umlaufenden Druckzylinder abrollt, wonach der Gegenstand während einer folgenden Halte periode mittels der Walze 20 klarlackiert wird, was in derselben Weise wie die Grundierung stattfindet. Der Gegenstand läuft anschliessend durch den Trockenofen 21, wo er vollständig getrocknet wird. Gegebenenfalls kann während einer Halteperiode mittels der Vorrichtung 22 ein Hütchen aufgebracht werden. Sodann wird der Gegenstand mittels der Entnahmevorrichtung 23 und des Förderbandes 24 aus der Maschine entfernt.
Die der Maschine zugeführten, unbemalten Ge genstände verlassen die Maschine fertig lackiert und trocken, ohne dass sie während dieser Zeiteiner ma nuellen Behandlung unterworfen oder etwa in andere Lage gebracht worden sind. Die Behandlung in der Maschine kann relativ schnell vor sich gehen. Bei Versuchen ist eine Leistung von 60 fertigen Gegen ständen pro Minute erreicht worden. Die Behandlung lässt sich ausserdem mit einem Mindestmass an Aus schuss durchführen.
Die beschriebene Maschine ist verhältnismässig einfach und betriebssicher und bietet den wesentli chen Vorteil, dass der zu bearbeitende Gegenstand während der ganzen Behandlung vom unlackierten Rohling bis zum fertigen Erzeugnis auf einem und demselben Halter sitzt.
Die Erfindung ist nicht an die beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Ausführung gebunden, vielmehr sind Abänderungen möglich, die das Wesen der Erfindung nicht berühren. So können die die Halter bildenden Dorne synchron mit der Druckwalze 19 angetrieben werden. Auch die rund um den Re volverkopf angebrachten Vorrichtungen können von anderer Beschaffenheit sein als die gezeigten und be schriebenen.