Anschluss eines Durchflussgerätes, z.B. eines Mess- oder Regelgerätes, an eine Rohrleitung
Vorliegende Erfindung betrifft einen Anschluss eines Durchflussgerätes, z. B. eines Mess- oder Regelgerätes, an eine Rohrleitung mittels eines in dieser eingebauten Rohrleitungsanschlussstückes. Dabei sind für den Anschluss zwei koaxial ineinanderliegende Übergangskanäle für die Zu- und Ableitung des Mediums vorgesehen.
Die Erfindung bezweckt, den bekannten Doppelanschlussstutzen des Durchflussgerätes zu vereinfachen und sieht hierfür vor, dass der innenliegende Über- gangskanal nur durch den innern Stutzen des Rohrleitungsanschlussstückes und den Anschlussstutzen des Messwerkes des Durchflussgerätes, z. B. eines Gasbzw. Wasserzählers, gebildet ist, und dass diese beiden Stutzen in axialer Richtung nachgiebig abgedichtet sind. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind dabei die Innenstutzen des Rohrleitungsanschlussstükkes und der Anschlussstutzen des Messwerkes oder dergleichen muffenartig ineinandergesteckt und durch eine Quetschdichtung abgedichtet.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann die Verbindung zwischen dem Innenstutzen des Rohrleitungsanschlussstückes und dem Anschlussstutzen des Messwerkes oder dergleichen unter Wahrung der genannten Vorteile durch einen elastischen Balg erfolgen. Die erfindungsgemässe Ausgestaltung ist besonders in herstellungstechnischer Hinsicht wertvoll, weil als Gehäusestutzen nur noch der äussere der beiden koaxial ineinanderliegenden Stutzen benötigt wird und dieser Stutzen durch ein auf dem Gehäuse sitzendes Rohr gebildet, oder ohne besondere giesstechnische Schwierigkeiten, mit dem Gehäuse aus einem Stück hergestellt sein kann.
Ferner entfällt als weiterer Vorteil eine Dichtstelle, die seither zur Erzielung einer spannungsfreien Verbindung des Gaszählermesswerkes mit dem innern Stutzen des Doppelanschlussstutzens notwendig war (siehe Patent Nr. 327337) und zur Vermeidung von Einbau- und Betriebsspannungen in axialer Richtung des innern Rohrstutzens Bewegungsfreiheit haben, das heisst verschiebbar sein musste. Diese Dichtstelle ist nunmehr zweckmässig in oder um den Innenstutzen des Rohrleitungsanschlussstückes verlegt und ermöglicht ausserdem die zuvor beschriebene Vereinfachung des Gehäusestutzens und sogar eine geringere Bauhöhe des Durchflussgerätes. Darüber hinaus hat diese Anordnung auch den Vorteil der bekannten Ausführung, dass sowohl das Gehäuse des Durchflussgerätes als auch die darin eingebauten Teile frei von Betriebs- und Rohrleitungsspannungen angeschlossen werden können.
Bei Verwendung geeigneter Mittel zur Verbindung der äussern Stutzen, z. B. tXberwurf- mutter, Schraubhülse, zwei Flanschen, von denen der eine lose ist, oder dergleichen, kann auch beim erfindungsgemässen Gegenstand ein Anschluss in vorbestimmter Orientierung erfolgen. Dabei ist es gleichgültig, ob der Zufluss des Mediums von links oder rechts erfolgt, sofern nur das Rohrleitungsanschluss stück entsprechend in der Rohrleitung angeordnet wird. Durchflussgeräte gleicher und verschiedener Bauart können auch nach der erfindungsgemässen Einrichtung ausgetauscht werden.
Eine weitere Vereinfachung und eine damit verbundene weitere Verringerung der Bauhöhe der bekannten Einrichtung kann noch durch den Fortfall des Gerätedoppelanschlussstutzens erzielt werden.
Dies wird dadurch erreicht, dass der äussere Stutzen des Doppelanschlussstutzens des Rohrleitungsanschluss stückes unmittelbar in eine entsprechende Öffnung des Gerätegehäuses eingesetzt und am Gehäuse mittels eines am äussern Rohrteil vorgesehenen Flansches und an diesem Flansch angreifender Schrauben befestigt und durch einen eingelegten Dichtungsring abgedichtet ist. Die Schrauben könnten z. B. auch durch Kipphebelverschlüsse ersetzt werden.
Eine weitgehend freie Orientierbarkeit des Gerätes gegenüber der Rohrleitung lässt sich auch hierbei ohne weiteres dadurch sicherstellen, dass der Flansch des äussern Stutzens für den Durchtritt der Schrauben mit sich in einem Kreis erstreckenden Schlitzen ausgestattet ist oder dass die Schrauben am äussern Rand des Flansches angreifen und sich dabei gleichzeitig gegen einen äussern, auf den Dichtungsring aufgelegten Stützring abstützen. Für dünnwandige Gerätegehäuse ist die Anordnung einer Verstärkungsauflage im Bereich der den Doppelanschlussstutzen des Rohrleitungsanschlussstückes aufnehmenden Öffnung zweckmässig.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 bis 4 vier verschiedene Ausführungsformen der Anschlussverbindung, von denen jede im Längsschnitt dargestellt ist,
Fig. 5 einen Querschnitt nach Linie V-V in Fig. 4 in Ansicht von unten gesehen und
Fig. 6 im Teilschnitt eine abgeänderte Ausführungsform der in Fig. 4 dargestellten Befestigung und Abdichtung des Rohrleitungsanschlussstückes am Gerätegehäuse.
In Fig. 1 bezeichnet 1 das in die Rohrleitung einzubauende Anschlussstück, das geräteseitig einen Doppelanschlussstutzen mit koaxial ineinanderliegendem Zu- und Ableitungskanal aufweist. Der äussere Stutzen 2 ist unter Zwischenlage einer ringförmigen Dichtung 3 durch eine Überwurfmutter 4 mit einem äussern Rohrstutzen 5 zusammengespannt. In den in Fig. 1, 2 dargestellten Ausführungsbeispielen ist der äussere Rohrstutzen 5 an dem Gehäuse 6 eines Durchflussgerätes angelötet. In den innern Stutzen 7 des Rohrleitungsanschlussstückes, der an seiner Mündung zweckmässig durch Ausdrehen bei 7a erweitert ist, greift ein Anschlussstutzen 8, z. B. der Gasaustrittsstutzen eines im Gehäuse 6 untergebrachten Messwerkes 16, ein. Die auf diese Weise muffenartig in oder übereinandergesteckten Stutzen 7, 8 sind dabei durch eine vorzugsweise ringförmige Quetschdichtung 9 abgedichtet.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist in einem gewissen Abstand unterhalb der obern Wandung des Gehäusedeckels zum Gehäuse 6 eine Prallplatte 11 vorgesehen, die durch Stege 10 mit ihm verbunden ist. Durch diese an sich bekannte Einrichtung wird verhindert, dass das einströmende Medium unmittelbar auf den Steuermechanismus des darunterliegenden Messwerkes auftrifft.
Gemäss Fig. 2 kann die Verbindung zwischen dem Innenstutzen 7' des Anschlussstückes 1' und dem Anschlussstutzen 8' des Messwerkes 16 auch durch einen elastischen Balg 12 hergestellt werden, dessen beide Enden, z. B. durch je einen Sprengring 13, an den Enden der Stutzen 7', 8' abdichtend befestigt sind.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist die zwischen dem äussern Stutzen 2 des Anschlussstückes 1 und dem Gehäusestutzen 5 eingelegte ringförmige Dichtung 3 in ihrer Lage durch einen durch keinerlei Druck belasteten Sicherungsring 14, der im wesentlichen die Form einer Ringkappe hat, festgelegt.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 unterscheidet sich gegenüber der nach Fig. 1 dadurch, dass hier der Gehäusestutzen 5" mit dem Gehäuse 6" aus einem Stück hergestellt ist. Das Verbinden des Stutzens 2" des Rohrleitungsanschlussstückes 1" mit dem Gehäusestutzen 5" erfolgt hier durch eine Gewindemuffe 15, die zwei hintereinanderliegende, gleichgängige Innengewinde verschiedener Steigung und verschiedenen Innendurchmessers besitzt. Die Stutzen 2", 5" haben entsprechende Gegengewinde.
Durch die Verschiedenheit der Steigungen werden beim Drehen der Muffe 15 die beiden Stutzen gegeneinander bzw. gegen die ringförmige Dichtung 3" gepresst. Legt man das im Durchmesser grössere Innengewinde in den untern Teil der Gewindemuffe 15, ergibt sich der weitere Vorteil einer zusätzlichen Verringerung der Bauhöhe des Gehäusestutzens 5" und damit z. B. auch der den Gaszähler aufnehmenden Einbaunische.
Der Übergang des Innenkanals ist auch hier durch das Ineinanderstecken (Fig. 3) des Anschlussstutzens 8" des Messwerkes in den Innenstutzen 7" des Rohrleitungsanschlussstückes oder umgekehrt hergestellt.
In beiden Fällen werden die Stutzen 7", 8" durch die Quetschdichtung 9" abgedichtet.
Bei dem zuletzt beschriebenen Ausführungsbeispiel endigt der Innenstutzen 7" des Anschlussstückes 1" in der gleichen Ebene mit dem Aussenstutzen 2".
Es können deshalb diese Anschlussstücke auch für die bekannte Ausführungsform des Durchflussgerätes verwendet werden, sofern nur dafür gesorgt ist, dass trotz der Ausdrehung 7a für den Innenstutzen 7" eine geneigende Wandstärke als Anpressfläche verbleibt.
In den Fig. 4 und 5 bezeichnet 100 das Rohrleitungsanschlussstück, dessen äusserer Stutzen 102 mit einem Flansch 103 zur Befestigung am Durchflussgerät 104 bzw. an dessen Gehäuse 105 versehen ist. Der Stutzen 102 greift dabei in eine entsprechende Öffnung des Gehäuses 105 ein und ist dadurch gegenüber dem Gerät in der richtigen Lage gesichert.
Für die Befestigung des Durchflussgerätes 104 am Rohrleitungsanschlussstück 100 sind mehrere, z. B. vier am Gaszählergehäuse 105 allseitig abgedichtete, durch Löten befestigte Schrauben 106 vorgesehen, die durch Schlitze 107 im Flansch 103 hindurchtreten. Die in einem gemeinsamen Kreis angeordneten Schlitze ermöglichen die freie Orientierbarkeit in gewissen Grenzen. Die Breite der Schlitze 107 muss dabei (Fig. 5) so bemessen sein, dass die zweckmässig mit dem Gehäuse 105 fest verbundenen Schrauben 106 oder Kipphebelverschlüsse spannungsfrei in die Schlitze eingeführt werden können. Das Gehäuse 105 ist, sofern es aus dünnwandigem Material besteht, im Bereich der den Stutzen 102 aufnehmenden Öffnung mit einer am Gaszählergehäuse 105 allseitig abgedichteten, durch Löten befestigten Verstärkungsauflage 108 verstärkt.
Ein Dichtungsring 109 verhindert den Austritt ungemessenen Mediums in die Aussenluft. Der Innenstutzen 110 des Rohrleitungs anschlussstückes ragt etwas tiefer als der Aussenstutzen in den Gaszähler 104 hinein und nimmt mit seinem hineinragenden Teil 111 den vom Messwerk 16 vorzugsweise senkrecht nach oben gehenden Auslassstutzen 113 auf. Dabei muss Vorsorge getroffen werden, dass der Stutzen 113 in axialer Richtung im herausragenden Teil 111 des Innenstutzens 110 verschiebbar ist. Der Stutzen 113 ist gegenüber dem herausragenden Teil 111 durch eine Quetschdichtung 114 abgedichtet.
Das Messwerk 16 ist am Unterteil des Gehäuses 105 an zwei Stellen 116 (Fig. 1) gehalten und ragt, wie schon beschrieben, mit seinem Auslassstutzen 113 in den Innenstutzen 110 des Rohrleitungsanschlussstükkes hinein. Durch diese Anordnung ist auch hier ein spannungsfreier Einbau des Messwerkes im Gaszähler und ein spannungsfreier Anbau des Gaszählers am Rohrleitungsanschlussstück gewährleistet.
Um eine vollkommen freie Orientierbarkeit des Durchflussgerätes zu gewährleisten, kann die Befestigung des Gerätes am Rohrleitungsanschlussstück nach Fig. 6 auch so ausgebildet sein, dass die Befestigungsschrauben 106 frei am äussern Rand des am Aussenstutzen 102 vorgesehenen Flansches 103' vorbeigehen, so dass die bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform vorgesehenen Schlitze 107 entfallen können. Es erweist sich dann als zweckmässig, ausserhalb der Schrauben 106 noch einen gesonderten Stützring 120 vorzusehen, so dass sich dann die Befestigungsschrauben 106 bzw. deren Muttern 106a einerseits gegen den Flansch 103' und anderseits gegen den Ring 120 abstützen. Der Dichtungsring 109 ist vorteilhafterweise so bemessen, dass er sich auch unter den Stützring 120 erstreckt, der dann die Stärke des Flansches 103' haben muss.