Sicherheitsvorrichtung für Kochherde Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrich tung für Kochherde, insbesondere für häusliche Kochherde, die mit Gas oder mit Elektrizität betrie ben werden.
Es kommen immer wieder Unfälle vor, bei wel chen im Heim auf Kleinkinder der heisse oder gar siedende Inhalt von Kochtöpfen verschüttet wird. Solche Unfälle passieren meistens, wenn in Töpfen gekocht wird, welche man unvorsichtigerweise so aufgestellt hat, dass ihr Stiel seitlich über den Koch herd herausragt. Unbeaufsichtigte Kleinkinder sind dann leicht dazu verleitet, in den Topf schauen zu wollen, wobei es praktisch unvermeidlich ist, dass sich der Topfinhalt auf sie verschüttet, sobald sie nach dem Stiel greifen und ihn zu sich herunter ziehen.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Sie hat eine Sicherheitsvorrichtung zum Gegenstand, die da durch gekennzeichnet ist, dass sie zur Befestigung an einem häuslichen Kochherd eingerichtet ist und mindestens einen aufrecht stehenden Teil aufweist, der Mittel hat, die zur Aufnahme des Stieles eines auf den Herd gestellten Kochtopfes bestimmt sind.
Beiliegende Zeichnung stellt ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht dieses Aus führungsbeispieles, und Fig. 2 zeigt eine Einzelheit desselben im Längs schnitt.
Die dargestellte Sicherheitsvorrichtung weist zwei Stangen 1 und 2 auf, die dazu bestimmt sind, in der in Fig. 1 gezeigten Gebrauchslage der Vorrichtung sich über die Oberseite des mit strichpunktierten Linien an_ gedeuteten Kochherdes 3 hinweg zu er strecken, und zwar entlang dem vordern bzw. hintern Rand. Zwei Halteelemente sind mit ihrem hülsen- förmigen Teil 4 bzw. 5 auf die hintere Stange 1 auf geschoben, zwei andere mit ihrem entsprechenden hülsenförmigen Teil 6 bzw. 7 auf die vordere Stange 2.
Zu jedem dieser vier Halteelemente gehört ein radiales Klemmplättchen 8, 9, 10 bzw. 11; diese Klemmplättchen haben auf den paarweise. einander zugewendeten Flachseiten einen Belag<I>8a, 9a, 10a</I> bzw. 11a aus Gummi oder sonstigem Weichmaterial.
Die Stangen 1 und 2 bilden zusammen mit auf recht stehenden Seitengliedern 12 und 13 einen recht- eckförmigen Rahmen. Jedes dieser Seitenglieder hat zwei hülsenförmige Teile 14, 15 bzw. 16, 17, wobei die Teile 14, 16 auf die Stange 1 aufgeschoben sind, und zwar ausserhalb der entsprechenden Halte elemente, während die Teile 15, 17 auf die Stange 2, auch ausserhalb der entsprechenden Halte elemente, aufgeschoben sind. Beim Seitenglied 12 sind die Teile 14, 15 durch einen Stab 18, beim Seitenglied die Teile 16, 17 durch einen Stab 19 starr miteinander verbunden. Die Stäbe 18, 19 sind, in Längsrichtung der Stangen 1, 2 gesehen, U-förmig und mit den Enden ihrer kurzen, nach unten gerich teten Schenkel an den Teilen 14, 15 bzw. 16, 17 an geschweisst.
Jedes Seitenglied weist ausserdem einen in der Vertikalebene des Stabes 18 bzw. 19 über diesem gelegenen Teil 20 bzw. 21 auf, der aus steifem Draht besteht, welcher mehrfach so abgebogen ist, dass er eine Reihe von U-förmigen, nach oben offenen Mulden 22 bildet. Schliesslich weist jedes Seitenglied noch eine aus steifem Draht gebildete Schiene 23 bzw. 24 auf, die U-förmig abgebogen ist, wobei die kurzen Schenkel sich von ihrer Ansatzstelle an den Enden des Teils 21 bzw. 22 unter etwa 45 zur Hori zontalen geneigt nach innen (bezogen auf die Ge samtvorrichtung) und unten erstrecken.
Die mit Aussengewinde versehenen Enden der Stangen 1 und 2 tragen aussen randrierte Muttern 25, 26, 27 bzw. 28, die mittels den hülsenförmigen Teilen 14, 15, 16, 17 der Seitenglieder gegen die hülsenförmigen Teile 5, 6, 4, 7 der Halteelemente festgespannt werden, um die Beläge 9a,<I>10a, 8a,</I> lla der Halteelemente gegen die Kochherdseitenwände festzuspannen.
Um die Gebrauchsweise zu erklären, ist in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien ein auf den Kochherd aufgestellter Kochtopf 29 angedeutet. Dieser Koch topf liegt an der Schiene 24 des Seitengliedes 13 an und könnte deshalb nicht mehr weiter nach aussen verschoben werden. Ausserdem liegt sein Stiel 30 in einer der Mulden 22 des Teils 21. Es ist leicht zu erkennen, dass bei Ausübung eines nach unten ge richteten Zuges auf das freiliegende Ende des Stiels der Topf höchstens um einen geringfügigen Betrag auf dem Rand seines Bodens gekippt werden kann, worauf der Stiel 30 sofort auf den Seitengliedteil 21 aufzuliegen kommt.
Dann kommt nur noch eine Ver- schwenkung um diese Auflagestelle in Frage, also ein Hochheben des Topfkörpers samt Inhalt, was allerdings durch ein Kind niemals durchgeführt werden kann, um so mehr als die Schiene 24 (oder 23) das Heranschieben des Topfes an die Stiel auflagestelle (wobei sich der Hebelarm des Topf gewichtes und die aufzuwendende Kraft vermindern würden) verhindert.
Zweckmässig sind wie beim dargestellten Ausfüh rungsbeispiel an jedem Seitenglied die einzelnen Mulden 22 verschieden hoch gelegen zwecks Berück sichtigung der verschiedenen gebräuchlichen Topf grössen. Falls die Stiele der verwendeten Töpfe vom Topfkörper weg schwach nach oben geneigt sind, kann nach Einlegen des Stieles in eine passende Mulde das Aufliegen des Stieles auf dem entspre chenden Muldenbogen erreicht werden durch eine leichte Verschiebung des Topfes.
Am gezeigten Ausführungsbeispiel könnten man nigfache Änderungen vorgenommen werden. So könnten z. B. die Mulden 22 in Teilen aus Blech (zweckmässig gestanzten und gepressten) anstatt sol chen aus Draht gebildet sein. Ferner könnte ein Frontglied vorgesehen werden, das beispielsweise Klammern hätte zu seiner lösbaren Befestigung an den vordern Enden der Seitenglieder. Es könnte sich bei diesem Frontglied um eine einfache Platte oder Stange handeln, die lediglich das Nach-Vorn-Ziehen von Töpfen zu verhindern hätte, oder es könnte zu sätzlich auch Mulden haben, die den Mulden 22 der Seitenglieder entsprächen, also auch zur Aufnahme von Topfstielen dienen würden.