Gestell zum Bettwärmen
Zur Erwärmung eines Bettes mit Hilfe eines Wärmespenders, z. B. einer Wärmeflasche, eines Heizkissens oder dergleichen, wird der Wärmespender an die zur Erwärmung gewünschte Stelle des Bettes gelegt und mit der Bettdecke zugedeckt. Dabei erwärmt sich jedoch nur die Stelle, an der der Wärmespender liegt, während die übrigen Stellen kalt bleiben, weil die Wärmeströmung nach andern Stellen durch die Bettdecke gedämmt wird. Es sind zwar Heizdecken bekannt, die eine Erwärmung des gesamten Bettes ermöglichen, jedoch sind die Decken teuer und leicht Beschädigungen der Heizdrähte ausgesetzt.
Das erfindungsgemässe Gestell zum Bettwärmen ist dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe aus Stäben oder Drähten aufgebaut ist und eine ebene Grundfläche besitzt.
Vorzugsweise ist das Gestell je nach dem Verwendungszweck im Querschnitt im wesentlichen dreieckig, bogenförmig gewölbt oder auch viereckig.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 bis 4 zeigen eine Ausführungsform, und zwar:
Fig. 1 eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Ansicht von oben zu Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt zu Fig. 1,
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung des Gestelles,
Fig. 5 und 6 geben andere Querschnittsformen wieder.
Das Gestell besteht bei dem Beispiel Fig. 1 bis 4 aus Längsstäben 1, 2, 3 in dreieckiger Anordnung, die an vier Stellen durch Querstäbe 4, 5, 6 verbunden sind. Die Längsstäbe 1 und 2 und die Querstäbe 6 bilden die ebene Grundfläche des Gestelles, und der Längsstab 3 läuft schräg und bogenförmig in die Grundfläche, während die Längsstäbe 1 und 2 ebenfalls schräg und gerundet in den Längsenden miteinander und mit dem Längsstab 3 verbunden sind, so dass sich das Gestell an den Längsenden verjüngt. Die Querstäbe 6 können auch weggelassen werden, so dass die Grundfläche offen bleibt, um mehrere Gestelle ineinanderstapeln zu können.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 sind vier Längsstäbe 7, 8, 9, 10 in den Ecken eines Vierecks angeordnet, so dass sich ein viereckiger, z. B. rechteckiger oder trapezförmiger Querschnitt ergibt.
Diese Längsstäbe sind wie vorstehend beschrieben durch Querstäbe 11, 12, 13 miteinander verbunden.
Die Querstäbe können sowohl bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 als auch bei der nach Fig. 5 aus einem Stück bestehen.
Das Beispiel nach Fig. 6 zeigt eine gerundete Querschnittsform, bei der die Längsstäbe 1, 2 und 3 wie nach Fig. 3 im Dreieck zueinander angeordnet sind, wobei jedoch die Querstäbe von gebogenen Bügeln 14 gebildet werden.
Bei allen Querschnittsformen kann über das Gestell ein weitmaschiges Drahtgewebe oder -geflecht gespannt sein.
Das Gestell wird beim Gebrauch mit der Grundfläche auf die Matratze des Bettes gestellt und nach Unterlegen eines Wärmespenders mit der Bettdecke überdeckt. Es bleibt dann unter der Bettdecke, das heisst unter dem Gestell, ein Hohlraum, in welchem sich die Wärme des Wärmespenders mindestens über die ganze Grundfläche des Gestelles verteilt. Das Gestell ist nach Fig. 1 bis 4 an den Längsenden verjüngt, so dass seine Höhe und die Breite der Grundfläche abnimmt. Dadurch wird erreicht, dass die Bettdecke oben und unten dicht abschliesst und keine Wärme entweichen kann. Vorteilhaft lassen die Stäbe oder Drähte die Grundfläche vollständig frei, so dass mehrere Gestelle ineinandergestapelt werden können.
Die Längs- und Querstäbe sollen dabei so dicht nebeneinanderliegen, dass ein Einsinken der Bettdecke in den Innenraum des Gestelles weitgehend vermieden wird, um die Strömung der erwärmten Luft innerhalb des gebildeten Hohlraumes nicht zu behindern.
Um diese Möglichkeit des Einsinkens der Bettdecke mit Sicherheit zu verhindern, kann ein weitmaschiges Drahtgeflecht oder -gewebe über das Gestell gespannt werden. Wird die Bettdecke an den Seiten nicht dicht über das Gestell gelegt, vergrössert sich die erwärmte Fläche, so dass sich die Wärme des Wärmespenders auch seitlich von dem Gestell ausbreiten kann. Der Wärmespender wird vorzugsweise an die Stelle gelegt, an der eine besondere Erwärmung erwünscht ist, z. B. bei Nierenleiden ungefähr in die Mitte, oder, wenn die Füsse besonders gewärmt werden sollen, an das Fussende. Die Stellen werden dann stark erwärmt, während die übrigen Stellen der Matratze und der Bettdecke weniger stark durch die Strömung der erwärmten Luft erwärmt werden.
Das Gestell wird vor Benutzung des Bettes entfernt, wäh- rend der Wärmespender nach Wunsch an eine bestimmte Stelle gelegt werden kann. Das Gestell ist nicht an bestimmte Masse gebunden. Für Kinderbetten wird es kleiner sein als für die Betten erwachsener Personen; es kann aber auch breiter gemacht werden, wenn eine breitere Fläche erwärmt werden soll. Die Querschnittsform kann beliebig sein und beträgt in normalen Fällen etwa 140 cm in der Länge und 30 cm in der Breite. Bei Nichtgebrauch kann das Gestell zweckmässig an die Wand gehängt werden. Es kann aus Metall, Holz, Rohr oder Kunststoff, und zwar in Form von Stäben oder Drähten hergestellt sein.
Die beschriebenen Ausführungsformen stellen ein einfaches und billiges Gerät dar, um eine Erwärmung des ganzen Bettes oder wenigstens einer grösseren Fläche, als der Fläche des Wärmespenders entspricht, zu erreichen, ohne dass der Wärmespender mehrfach an andere Stellen umgelegt zu werden braucht.