CH344442A - Einrichtung zur Steuerung der Füllung der Bremsleitung indirekt wirkender Druckluftbremsen - Google Patents

Einrichtung zur Steuerung der Füllung der Bremsleitung indirekt wirkender Druckluftbremsen

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CH344442A
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Keller Siegfried
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Oerlikon Buehrle Ag
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/04Driver's valves
    • B60T15/048Controlling pressure brakes of railway vehicles

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Description


  Einrichtung     zur        Steuerung    der     Füllung    der Bremsleitung indirekt wirkender     Druckluftbremsen       Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung  der Einrichtung nach dem Patentanspruch des Haupt  patentes. Nach diesem wird die Wiederauffüllung der  Bremsleitung aus dem     Hauptluftbehälter    nach einer  Bremsung durch ein     Füllventil    überwacht, das unter.

    dem Einfluss des Unterschiedes zwischen dem Druck  in einer mit der Bremsleitung verbundenen Leitungs  kammer und dem durch     Vorwärtsverstellen    des Füh  rerhebels in verschiedene Bremsstellungen kontinuier  lich     verminderbaren    Steuerdruck steht;

   zur Erzeu  gung von Füllstössen sind     ein    mit Druckluft     beauf-          schlagbares,    zur Belastung des Füllventils auf     öff-          nung    ausgebildetes Betätigungsorgan und ein die     Be-          aufschlagung    des letzteren überwachendes, unter dem  Einfluss des Steuerdruckes und eines diesem entgegen  wirkenden Druckes in einer mit der Leitungskammer  über eine Drosselstelle verbundenen Druckkammer  stehendes Hilfsventil vorhanden, und es sind durch       Rückwärtsverstellung    des Führerhebels aus einer  Bremsstellung um so grössere Lösestufen einstellbar,

    je grösser die durch die     Rückwärtsverstellung    des Füh  rerhebels gegenüber der vorangehenden Bremsstel  lung bewirkte Erhöhung des Steuerdruckes ist; das  Hilfsventil besitzt eine derartige     Ansprechempfind-          lichkeit,    dass es unter dem Einfluss des bei der Ein  leitung von Lösestufen den Druck in der Druckkam  mer übersteigenden Steuerdruckes selbsttätig an  spricht; zwischen der Druckkammer und der Lei  tungskammer ist eine zusätzliche Verbindung vor  handen, die einen     gegenüber    der Drosselstelle ver  grösserten     Durchlass    bildet und die mit einem den  Abfluss von Druckluft aus der Druckkammer ermög  lichenden     Rückschlagventil    versehen ist.  



  Bei dem im Hauptpatent beschriebenen Ausfüh  rungsbeispiel wird die Dauer des Füllstosses durch  einen     Behälter    in der Weise bestimmt, dass die Be-         aufschlagung    des zusätzlichen Betätigungsorgans des       Füllventils    unterbrochen wird, wenn der Druck in  dem Behälter einen durch die Stellung des Führer  hebels bestimmten Steuerdruck erreicht.

   Es können  dabei Betriebszustände eintreten, bei denen während  einer Bremsung der Druck in der Bremsleitung und  in dem     Behälter    tiefer fällt als in den     Hilfsluftbehäl-          tern.    Dies ist     beispielsweise    dann der Fall, wenn der  Druck in der Bremsleitung weiter abgesenkt wird,  als es einer Vollbremsung entspricht, bei der der  Druck in den     Hilfsluftbehältern    seinen kleinsten, mit  dem Druck in den Bremszylindern übereinstimmen  den Wert erreicht.

   In solchen Fällen stellt der Druck  in dem Behälter kein Mass dar für die Druckver  hältnisse in den     Hilfsluftbehältern    der einzelnen Wa  gen, und die Dauer des beim Lösen der Bremse in  die Bremsleitung zu sendenden Füllstosses in Ab  hängigkeit des Druckes im Behälter würde zu gross  sein.  



  Zur Beseitigung dieses     Nachteils    zeichnet sich  nach der zusätzlichen Erfindung die Einrichtung  durch ein zusätzliches Ventil aus zur Zuführung von  Druckluft zur Druckkammer und durch ein unter  dem     Einfluss    des Unterschiedes zwischen dem Steuer  druck und dem Druck in der Druckkammer stehen  des, zum Ansprechen auf einen vorbestimmten Wert  dieses Unterschiedes     ausgebildetes    Betätigungsorgan  für das zusätzliche     Ventil,    um durch diese Zuführung  von Druckluft zur Druckkammer die Dauer des Füll  stosses zu verkürzen.    In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt.

   Es zeigt:       Fig.    1 die Steuereinrichtung in schematischer Dar  stellung mit einem     Führerventil    5,     einem        Füllventil    6  und einem Hilfsventil 7 in axialem Schnitt und in       Vollbremsstellung    bei leeren Behältern und           Fig.2-4    die Stellung dreier vom Führerhebel  gesteuerter Ventile in der Füllstellung, der Schnell  bremsstellung und der Fahrstellung.  



  Das Führerventil 5 weist einen glockenförmigen,  nach unten offenen Körper 8 auf, der in einem Ge  häuse 9 drehbar gelagert ist. Am obern, aus dem  Gehäuse 9 herausragenden Ende des Körpers 8 ist  der Führerhebel 10 befestigt, und ferner ist in dieses  Ende ein eine Kappe 11 tragender Bolzen 12 ein  geschraubt, der an seinem untern Ende den gegen  eine Schraubenfeder 13 drückenden Teller 14 trägt.  Das untere Ende der Feder liegt am tellerförmigen  Ende eines axial durchbohrten, an einer Membran 16  befestigten Ventilkörpers 15 an. Gegen das untere  Ende des Ventilkörpers 15 wird durch eine Feder 17  ein Ventilteller 18 gedrückt, der bei sich nach oben  verschiebendem Ventilkörper 15 auf einem durch  eine Trennwand des Gehäuses 9 gebildeten Ventil  sitz 19 zum Aufliegen kommt.

   Das untere Ende des  Körpers 8 ist mit einem in eine     Ausnehmung    21 im  Gehäuse 9 greifenden Flansch 22 versehen. Die obere  Begrenzung der     Ausnehmung    21 bildet, wie in     Fig.    1  gestrichelt angedeutet     ist,    einen     Teil    einer Schrauben  fläche, gegen die der Flansch 22 durch die Feder 13  gedrückt wird. An den Anfang und das Ende der       Schraubenfläche    schliesst sich je ein ebener     Teil    an,  der eine Drehung des Körpers 8 ohne gleichzeitige  Verschiebung in axialer Richtung ermöglicht.  



  Die äussere zylindrische Oberfläche des Körpers  8 ist mit drei Führungsbahnen 20, 23 und 24 ver  sehen, gegen die durch     Federn    27 die Stössel dreier  Ventilkörper 25, 26 und 33 gedrückt werden. Die  drei Stössel sind in der Wandung des Gehäuses 9  gleitend geführt und greifen dichtend in eine mit der  Bremsleitung 29 des Zuges verbundene Kammer 28  bzw. eine weitere Kammer 34 ein. Eine Trennwand  30 bildet drei Ventilsitze für die Ventilkörper 25, 26  und 33. Bei von seinem Sitz abgehobenem Ventil  körper 25     (Fig.    3) ist die Kammer 28 über die Boh  rung 31 mit der Aussenluft verbunden.

   Der Ventil  körper 26 ist mit einem zylindrischen Ansatz 32 ver  sehen, der in der in     Fig.    1 dargestellten Stellung des  Führerhebels 10, in der der Ventilkörper 26 von  seinem Sitz abgehoben ist, die Weite des durch den  letzteren     gebildeten    Durchganges drosselt.

   Durch die  Führungsbahn 24 wird der     Ventilkörper    26 in der  in     Fig.    2 gezeigten Füllstellung des Führerhebels 10  so weit angehoben, dass der Ansatz 32 den vom       Ventilsitz    gebildeten Durchgang ganz frei gibt, wäh  rend in der in     Fig.    3 gezeigten     Schnellbremsstellung     der     Ventilkörper    26 auf seinem Sitz aufliegt und die  Verbindung zwischen den Kammern 28 und 35 un  terbricht. Der     Ventilkörper    33 überwacht die Verbin  dung zwischen den beiden Kammern 34 und 35.

   In  der in     Fig.    4 dargestellten Fahrstellung ist er durch  den auf der Führungsbahn 20 aufliegenden Stössel  von seinem Sitz abgehoben, während er in allen  übrigen Stellungen des Führerhebels durch die ihn  belastende Feder 27 auf seinen Sitz gedrückt wird.  Die den Ventilkörper 33 belastende Feder 27. ist nur    von geringer Stärke, so dass der     Ventilkörper    auch  bei einem Überdruck in der     Kammer    34 gegenüber  der Kammer 35 geöffnet wird.

   Der Führerhebel 10  kann in die folgenden Stellungen gebracht werden:  Die Fahrstellung, in der sich der Körper 8 in  seiner untersten, der stärksten Spannung der Feder 13  entsprechenden Stellung befindet, und in der der  Ventilkörper 25 aufsitzt, die Ventilkörper 33 und 26  dagegen abgehoben sind, wobei der zylindrische An  satz 32 eine Drosselstelle bildet;  die     Füllstellung,    in der die Feder 13 dieselbe  Spannung aufweist wie in der Fahrstellung und in der  ferner der     Ventilkörper    25 aufsitzt, der Ventilkörper  26 ohne Drosselwirkung abgehoben ist und der Ven  tilkörper 33 aufsitzt;

    die     Betriebsbremsstellungen,    in denen der Flansch  22 an der genannten Schraubenfläche     anliegt,    so dass  sich die Spannung der Feder 13 stetig vom höchsten  Wert entsprechend der Fahrstellung auf den einer  Vollbremsung entsprechenden Wert vermindern lässt,  und in der die Ventilkörper 25 und 33 aufsitzen, der  Ventilkörper 26 dagegen wie in der Fahrstellung  unter Bildung einer Drosselstelle abgehoben ist;  eine zusätzliche     Betriebsbremsstellung,    die sich  von den vorangehend genannten     Betriebsbremsstel-          lungen    nur dadurch unterscheidet, dass die Feder 13  auf einen Wert entspannt ist, der etwas unterhalb  dem der Vollbremsung entsprechenden Wert liegt;

    und die     Schnellbremsstellung,    in der die Span  nung der Feder 13 denselben Wert hat wie in der zu  sätzlichen     Betriebsbremsstellung    und in der der Ven  tilkörper 25 abgehoben ist, die Ventilkörper 26 und  33 dagegen aufsitzen.  



  Im Gehäuse 40 des Füllventils 6 ist der äussere  Rand     zweier    Membranen 41, 42 eingespannt, an  denen ein hohler Ventilkörper 43 befestigt ist. Letz  terer ist in einer Öffnung einer Trennwand 44 ver  schiebbar     geführt    und greift mit seinem obern, offe  nen Ende durch eine Öffnung in einer weiteren,  einen     Ventilsitz    45     bildenden    Trennwand hindurch.  Ein durch eine Feder 46 belasteter Ventilteller 47  dient zum Aufliegen auf dem Ventilsitz 45 und dem  obern Ende des Ventilkörpers 43.

   Die von der Zwi  schenwand 44 und der Membran 42     eingeschlossene     Kammer; mit der das Innere des Ventilkörpers 43  durch eine Bohrung 48 verbunden ist, steht mit der  Aussenluft in Verbindung. die unterhalb der Membran  42 gelegene Druckkammer 49 ist über eine Drossel  bohrung 50 ebenfalls an die Aussenluft angeschlossen.  Durch die Membran 41 wird eine durch eine Lei  tung 51 an einen Steuerbehälter 52 angeschlossene  Steuerkammer 53 von einer Leitungskammer 54 ge  trennt. An die oberhalb des     Ventilsitzes    45 befind  liche Kammer ist der     Hauptluftbehälter    55 ange  schlossen, der über die Leitung 56 zugleich auch die  unterhalb des Ventilsitzes 19 gelegene Kammer des  Führerventils mit Druckluft versorgt.  



  Im Gehäuse 60 des Hilfsventils 7 ist ein fester       Ventilsitz    61 vorgesehen, mit dem ein an einem  Stössel 36 befestigter Ventilkörper 37 zusammenwirkt.      über den Stössel 36 ist eine Hülse 38 geschoben, die  durch eine sich am Gehäuse 60 abstützende Feder  39 auf den Ventilkörper 37 gedrückt wird. Eine  weitere sich am obern Ende der Hülse 38 abstützende  Feder 57 drückt gegen einen am obern Ende des  Stössels 36 angeordneten Teller 58. Die Hülse 38  wird von einer in der Wandung des Gehäuses 60 ein  gespannten Membran 62 getragen, die den Innen  raum des Gehäuses 60 in zwei Kammern 59 und 64  teilt.

   Die Feder 57 ist so bemessen, dass sie bei einem  zwischen den Kammern 59 und 64 herrschenden  Druckunterschied, der den Unterschied zwischen Be  triebsdruck und dem einer Vollbremsung entspre  chenden Bremsleitungsdruck nicht übersteigt und un  ter dessen Einfluss der Stössel 36 durch die Büchse 38  bis zum Anliegen des Tellers 58 an der Wandung des  Gehäuses 60 verschoben wird, nicht überwunden wer  den kann. Herrscht in diesen Kammern aber ein grösse  rer Druckunterschied, so bewegt sich die Hülse 38 re  lativ zum Stössel 36 und hebt dabei den Ventilkörper 37  von der Hülse 38 ab.

   An die Kammer 64 ist einer  seits ein Hilfsbehälter 66 angeschlossen, so dass die  Membran 62 auf ihrer Oberseite vom Druck dieses  Behälters     beaufschlagt    wird; anderseits steht die Kam  mer 64 über den verengten     Durchlass    67 mit einer  Leitung 70 in Verbindung, die von der Leitungskam  mer 54 zur Kammer 35 führt. Die Kammer 64 steht  weiterhin über die den     Drosseldurchlass    69 enthal  tende Leitung 74 mit der Kammer 34 in Verbindung.

    Der verengte     Durchlass    69 ist gegenüber dem Durch  lass 67 von grösserer Weite, so dass die über den  Ventilkörper 33 erfolgende Entleerung des Hilfsbe  hälters 66 mit grösserer Geschwindigkeit vor sich geht  als die über den     Durchlass    67 erfolgende     Füllung     und dieses     Ventil    mit dem Körper 33 somit als das  den Abfluss von Druckluft aus der Druckkammer 64  ermöglichende     Rückschlagventil    wirkt. Der Unterseite  der Membran 62 wird über den an die Leitung 51  angeschlossenen Leitungszweig 71 der Druck des  Steuerbehälters 52 zugeführt, der bei von seinem Sitz  61 abgehobenem Ventilkörper 37 infolge der Verbin  dungsleitung 72 auch auf die Membran 42 wirkt.  



  Die Wirkungsweise der beschriebenen Steuerein  richtung ist die folgende:  Essei angenommen, der Führerhebel 10 befinde  sich in der in     Fig.    1 dargestellten, einer     Vol'Ibremsung     entsprechenden Stellung, in der der Körper 8 seine  höchste Lage einnimmt, die Feder 13 also am  schwächsten gespannt ist. In der über den Leitungs  zweig 73 mit dem Steuerbehälter 52 verbundenen  Kammer des Führerventils besteht daher der einer  Vollbremsung entsprechende Druck von beispiels  weise 3     Atm.,    welcher der mittels der Kappe 11 ein  regelbaren Federkraft das Gleichgewicht hält.

   Durch  die Feder 17 werden der Ventilkörper 15 und der  Ventilteller 18 nach oben gedrückt, bis letzterer auf  seinem Sitz 19 aufliegt und den Zutritt von aus dem       Hauptluftbehälter    55 stammender Druckluft unter die  Membran 16 sperrt. Zufolge des abgehobenen Ven  tilkörpers 26 herrscht auch in der Leitungskammer 54    der Druck der Bremsleitung, der, solange er grösser  ist als     der    Druck in der Steuerkammer 53, den Ven  tilkörper 43 nach unten drückt, so dass Druckluft aus  der Bremsleitung 29 über die Bohrung 48 ins Freie  austreten kann. Bei Gleichheit der Drücke in den  beiden Kammern 53, 54 wird     dieser        Auslass    durch  Anliegen des Ventilkörpers 43 am Ventilteller 47  unterbrochen.

   Druckgleichheit besteht nun ebenfalls  zu beiden Seiten der Membran 62, so dass der Ventil  körper 37 durch die Feder 39 und die     Hülse    38 auf  seinen Sitz 61 gedrückt wird und den Austritt von  Druckluft aus dem Steuerbehälter 52 über die Dros  selbohrung 50 verhindert.  



  Zwecks teilweiser Lösung der Bremsen des Zuges  dreht der Lokomotivführer den Führerhebel 10 in die  einer bestimmten Lösestufe entsprechende Stellung,  wobei sich der Körper 8 nach unten verschiebt und  die Feder 13 stärker gespannt wird, während die       Ventilkörper    25, 26 und 33 in der dargestellten Stel  lung verharren. Der Ventilteller 18 wird dadurch  von seinem Sitz 19 abgehoben, und es fliesst Druck  luft aus dem     Hauptluftbehälter    55 unter die Membran  16 und von hier in den Steuerbehälter 52, in die  Steuerkammer 53 und unter die Membran 62. Das  bisher an den beiden Membranen 41, 62 vorhandene  Gleichgewicht wird dadurch gestört, und der Ventil  körper 43 und die Hülse 38 werden angehoben.

   Hier  bei wird auch der Stössel 36 durch die Feder 57 mit  genommen, so dass der Ventilkörper 37     weiterhin    am  untern Ende der Hülse 38     anliegt.    Es wird daher  eine Verbindung zwischen den Kammern 59 und 49  hergestellt, während die über die Bohrung der Hülse  38 verlaufende Verbindung zwischen den Kammern  59 und 64 weiterhin unterbrochen bleibt. Nun fliesst  Druckluft aus dem     Hauptluftbehälter    55 in die Lei  tungskammer 54 und von hier in die Bremsleitung 29  und über den     Drosseldurchlass    67 in die Kammer 64  und den Hilfsbehälter 66.

   Gleichzeitig gelangt Druck  luft aus dem Steuerbehälter 52 über den Leitungs  zweig 71 unter die Membran 62 und über den vom  Sitz 61 abgehobenen Ventilkörper 37 in die Kammer  49, wobei der Druck in letzterer und unter der Mem  bran 62 unmittelbar auf den durch den Führerhebel  eingestellten Wert ansteigt. Ein Abfallen des Druckes  im     Steuerbehälter    52 findet hierbei nicht statt, da  jede Senkung des Druckes unter der Membran 16  die Nachspeisung aus dem     Hauptluftbehälter    bewirkt.  Die Bremsleitung 29 wird     allmählich    gefüllt, bis der  Druck in der Leitungskammer 54 den sich unterstüt  zenden Drücken in den beiden Kammern 49 und 53  das Gleichgewicht zu halten vermag.

   Bevor dies noch  der Fall ist, erreicht der infolge des Drosseldurchlasses  67 ebenfalls nur allmählich ansteigende Druck     in    der  Kammer 64 den Wert des Druckes im Steuerbehälter  52, so dass sich der Ventilkörper 37 unter dem Ein  fluss der Feder 39 auf den Sitz 61 senkt. Damit erhält  die Kammer 49 keine Zufuhr von Druckluft mehr;  sie entleert sich daher allmählich über die Drossel  bohrung 50. Während in der Steuerkammer 53 ein  durch die Einstellung des Führerhebels bestimmter      Druck herrscht, besteht in der Kammer 49 nur ein  vorübergehender Druck, der in der Bremsleitung 29  einen sogenannten     Füllstoss    bewirkt.

   Dieser dauert  um so länger, je grösser die am Führerhebel einge  stellte Lösestufe ist, da der unter der Membran 62  wirkende     Druck    mit der Höhe der Lösestufe ansteigt,  so dass es für die Auffüllung des Hilfsbehälters 66  auf denselben Druck ebenfalls einer längeren Zeit  bedarf.  



  Dreht der Lokomotivführer den Führerhebel 10  zwecks vollständiger Lösung der Bremse in die Fahr  stellung, so wird der Ventilkörper 33 durch seinen  Stössel in die in     Fig.    4 gezeigte Stellung gebracht. Die  dadurch hergestellte Verbindung von der Leitungs  kammer 54 über die Leitungen 70 und 74 und den       Drosseldurchlass    69 nach dem     Hilfsbehälter    66 hat  infolge des gegenüber dem     Drosseldurchlass    67 grö  sseren Querschnittes des Drosseldurchlasses 69 eine  rasche Füllung des Hilfsbehälters 66 zur Folge, so  dass in den Kammern 59 und 64 während des ganzen  Lösevorganges praktisch derselbe Druck herrscht,  der Ventilkörper 37 also nicht von seinem Sitz 61  abgehoben wird und keine Druckluft in die Kammer  49 gelangt.

   Bei in der Fahrstellung des Führerhebels  vorgenommener Lösung der Bremse wird daher kein  Füllstoss in die Bremsleitung gesandt.  



  Wird der Führerhebel dagegen über die Fahr  stellung hinaus in die Füllstellung gedreht, so wird  die Feder 13 infolge der erwähnten ebenen Stelle am  einen Ende der schraubenförmigen Begrenzung der  Erweiterung 21 nicht weiter gespannt. Es findet eine  raschere Auffüllung der Bremsleitung 29 statt, da  gemäss     Fig.    2 der Ansatz 32 am Ventilkörper 26 nun  gänzlich aus der durch den     Ventilsitz    30 gebildeten       Öffnung    herausgetreten ist. Dies hat weiterhin zur  Folge, dass in der Leitung 70 zu Beginn der Füllung  der Bremsleitung     ein    kleinerer Druck besteht als in  den Fahr- oder Bremsstellungen, so dass der Hilfs  behälter 66 langsamer aufgeladen wird.

   Es ergibt sich  hieraus eine Vergrösserung der Dauer des Füllstosses  in der Füllstellung des     Führerhebels.    Im übrigen wird  diese Dauer aus den oben erwähnten Gründen um so  grösser, je stärker die vorangegangene Bremsung war.  



  Die zusätzliche     Betriebsbremsstellung    dient dazu,  um während einer Vollbremsung eines Zuges, dessen  Lokomotive mit einer nicht     abstufbar    lösbaren  Bremse ausgerüstet ist, die Lokomotivbremse nach  einer durch     Auslass    von Druckluft aus dem Brems  zylinder bewirkten Lösung erneut zu betätigen. Durch  die Verstellung des Führerhebels 10 in die zusätz  liche     Betriebsbremsstellung,    bei der wie beschrieben  der Druck in der Bremsleitung unter den einer Voll  bremsung entsprechenden Wert abgesenkt wird, wer  den die Steuerventile der Lokomotive und der Wa  gen in die Bremsstellung umgesteuert.

   Da jedoch in  folge der vorgenommenen Vollbremsung in den Brems  ausrüstungen der Wagen die Drücke in den Brems  zylindern mit den Drücken in den     Hilfsluftbehältern     ausgeglichen sind, ist die weitere Absenkung des  Druckes in der Bremsleitung für die Wagenbremsen    ohne Wirkung. Dagegen kann sich der     Hilfsluftbehäl-          ter    der Lokomotive nach deren Bremszylinder erneut  entleeren, da der Druck in diesem durch die vor  angegangene Auslösung unter den Ausgleichsdruck  gesunken ist.  



  Sollen die Bremsen des Zuges nach einer Verstel  lung des     Führerhebels    in die zusätzliche Betriebs  bremsstellung teilweise oder ganz gelöst werden, so  wird der Führerhebel 10 in die entsprechende Stellung  gedreht. Wird er in die Füllstellung gebracht, so steigt  der Druck in den Kammern 53 und 59 sofort auf  den Betriebsdruck an, während er in der Kammer 64  infolge des Drosseldurchlasses 67 nur allmählich über  den der zusätzlichen     Betriebsbremsstellung    entspre  chenden Bremsleitungsdruck ansteigt. Infolgedessen  ergibt sich zwischen den Kammern 59 und. 64 ein  zur     überwindung    der Feder 57 genügender Druck  unterschied.

   Der Ventilkörper 37 wird vom Sitz 61  in     der    beschriebenen Weise abgehoben und lässt  Druckluft von der Leitung 71 durch die Hülse 38  in die Kammer 64 strömen, so dass     eine    beschleunigte  Füllung des Behälters 66 stattfindet. In dieser Weise  wird ein Füllstoss erhalten, dessen Dauer ungefähr  auf denselben Wert verkürzt ist, wie er bei einer  auf eine Vollbremsung folgenden Lösung der Brem  sen des Zuges angewendet wird-.

   Die Notwendigkeit  dieser Verkürzung der Dauer des Füllstosses ergibt  sich daraus, dass die     Behälter    der Wagenbremsen bei  einer aus der zusätzlichen     Betriebsbremsstellung    er  folgenden Bremsung sich nicht unter den einer Voll  bremsung entsprechenden Wert des Druckes entlee  ren, so dass auch die Dauer des Füllstosses die gleiche  sein muss wie bei einer Vollbremsung.  



  Zur Einleitung einer Schnellbremsung wird der  Führerhebel 10 über die zusätzliche     Betriebsbrems-          stellung    hinausgedreht. Die Feder 13 behält dabei  die dieser Stellung entsprechende Spannung, die Ven  tilkörper 25, 26 werden aber durch die Führungen  23, 24 in die in     Fig.    3 dargestellte Stellung gebracht.  Dabei verbindet der Ventilkörper 25 die Bremslei  tung 29 über die Bohrung 31 unmittelbar mit der  Aussenluft, während der Ventilkörper 26 die Ver  bindung der Kammer 28 mit der Leitung 70 unter  bricht. Dies hat zur Folge, dass nach Absinken des  Druckes in der Bremsleitung auf den Wert Null der  Druck in der Leitungskammer 54 und in der Kammer  64 auf dem einer Vollbremsung entsprechenden Wert  gehalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, gekennzeichnet durch ein zusätzliches Ven til (37, 38) zur Zuführung von Druckluft zur Druck kammer (64) und durch ein unter dem Einfluss des Unterschiedes zwischen dem Steuerdruck und dem Druck in der Druckkammer (64) stehendes, zum An sprechen auf einen vorbestimmten Wert dieses Unter schiedes ausgebildetes Betätigungsorgan (62) für das zusätzliche Ventil (37, 38), um durch diese Zufüh rung von Druckluft zur Druckkammer (64) die Dauer des Füllstosses zu verkürzen.
    UNTERANSPRUCH Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan (62) als verschiebbares Abschlussglied zur gemeinsamen Be tätigung des Hilfsventils (37, 61) und des zusätz lichen Ventils (37, 38) eingerichtet ist und dass ein das zusätzliche Ventil (37, 38) belastendes Vorspann- organ (57) vorgesehen ist, um die Betätigung dieses Ventils (37, 38) gegenüber dem Hilfsventil (37, 61) zu verzögern.
CH344442D 1955-05-04 1955-05-04 Einrichtung zur Steuerung der Füllung der Bremsleitung indirekt wirkender Druckluftbremsen CH344442A (de)

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