CH342879A - Verfahren zur Herstellung eines Mehrfach-Kernzwirnes und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mehrfach-Kernzwirnes und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn

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CH342879A
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Viteslav Weinberger Jan
Aime Delcellier Henri
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Canadian Patents Dev
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/36Cored or coated yarns or threads
    • D02G3/367Cored or coated yarns or threads using a drawing frame

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Mehrfach-Kernzwirnes     und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung eines     Mehrfach-Kernzwirnes    sowie  einen nach diesem Verfahren hergestellten Zwirn.  



  Bis jetzt ist es üblich,     Zwirn    mit Hilfe eines Spinn  verfahrens herzustellen, bei dem die Fasern oder end  losen Fäden gezwirnt werden, um eine innere Reibung  zu erzeugen, die ausreicht, um zu verhindern, dass die  Fasern bzw. Fäden während des Spinnvorganges so  wie unter den Beanspruchungen, denen der Zwirn  späterhin ausgesetzt sein kann, aufeinander gleiten.  Beim Zwirnen wird jede einzelne Faser bzw. jeder  einzelne Faden um seine eigene Achse verwunden  und schraubenförmig um die Achse des Zwirnes her  umgelegt. Hierbei ergeben sich in den Fasern bzw.

    Fäden gewisse     Torsionsspannungen    sowie Unter  schiede hinsichtlich der Länge der Fadenabschnitte in  einem Zwirnabschnitt bestimmter Länge, denn die  äussern Fäden bleiben in ihrer schraubenförmigen  Bahn liegen, während die innern Fäden nahezu ge  radlinig verlaufen.  



  Aus der vorstehenden Beschreibung eines gemäss  der bisher üblichen Praxis gezwirnten Zwirnes ist er  sichtlich, dass zwei mögliche Quellen einer Schwä  chung vorhanden sind. Einerseits handelt es sich um  die     Torsionsspannung,    die in jeder Faser zurückbleibt,  da sie während des Spinnvorganges um die Zwirn  achse     herumgewunden    wird, und. anderseits handelt  es sich um die Unterschiede hinsichtlich der     Länge     der einzelnen     Fadenabschnitte-    in einem Zwirn  abschnitt bestimmter Länge.

   Bekanntlich wird die  Zugfestigkeit jedes Gefüges herabgesetzt, wenn man  es zusätzlich durch ein Drehmoment beansprucht;  daher ist es unmöglich, dass irgendeine Faser zur  Festigkeit des Zwirnes in genau dem Ausmass bei  trägt, das im Hinblick auf die Zugfestigkeit der im  Zwirn enthaltenen, noch nicht gezwirnten     Fasern.       oder Fäden zu erwarten wäre. Das an zweiter Stelle  erwähnte Merkmal führt dazu, dass eine in der Längs  richtung des Zwirnes aufgebrachte Spannung nicht  gleichmässig auf die den Zwirn bildenden Fasern ver  teilt wird.

   Bei einem Zwirnabschnitt bestimmter Länge  kommt zum Beispiel eine der Mittelachse des     Zwir-          nes    am nächsten liegende Faser, bei der es sich um  die kürzeste Faser handelt, als erste unter Spannung,  und diese Faser hat die Last ohne die im Hinblick  auf die Zugfestigkeit der     einzelnen        Fasern    zu erwar  tende Unterstützung der benachbarten Fasern zu tra  gen. Beim Bruch der kürzesten Faser wird die Last  auf benachbarte Fasern übertragen, und auf diese  Weise brechen die Fasern nacheinander, so dass der       Zwirn    in keinem Augenblick die volle Gesamtfestig  keit der den Zwirn bildenden Fasern aufweist.  



  Um diese Nachteile zu vermeiden, zeigt die vor  liegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung  eines     Mehrfach-Kernzwirnes,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man ein praktisch     drallfreies     Stapelgarn und ein     Kerngarn    aus endlosen Einzelfäden  zusammenführt und zu einem ersten     Vorgarn    mit  Kernfäden     zusammenzwirnt,    dass man auf die gleiche  Art ein zweites     Vorgarn    mit Kernfaden erzeugt und  dass man die beiden     Vorgarne    zu     einem        Auszwirn    in  einer Drehrichtung     zusammenzwirnt,

      die der Zwirn  drehung der beiden     Vorgarne        entgegengesetzt    ist.  



  Bei einem Ausführungsbeispiel weisen die einzel  nen Fasern und Fäden des     Auszwirnes    im wesent  lichen keine     Zwirnung    um ihre eigenen Achsen auf,  und es sind     in    einem Zwirnabschnitt bestimmter  Länge sämtliche Fadenabschnitte im wesentlichen  gleich lang.  



  Der nach dem Verfahren gemäss der Erfindung  hergestellte erfindungsgemässe     Mehrfach-Kernzwirn     ist gekennzeichnet durch zwei aus endlosen Einzel-           fäden    bestehende, praktisch     drallfreie    Kerngarne,, die  in der Längsrichtung umeinander herumgelegt sind,  sowie durch ebenfalls praktisch     drallfreie    Stapelgarne,  die je eines der Kerngarne umgeben.  



  Die     Erfindung    ist im folgenden an Hand schema  tischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel  erläutert.  



       Fig.    1 zeigt schematisch das Herumwickeln eines  Stapelgarnes um ein Kerngarn zur Herstellung eines       Vorgarnes    mit Kernfaden.  



       Fig.2        zeigt    schematisch das Zusammenwirken  von zwei     Vorgarnen,    die beide nach dem in     Fig.    1  veranschaulichten Verfahren hergestellt sind.  



       Fig.    3 zeigt in starker Vergrösserung ein Stapel  garn, das nach dem in     Fig.    1 veranschaulichten Ver  fahren um einen Faden herumgewickelt ist, wobei ein  Teil des Stapelgarnes weggenommen ist.  



       Fig.    4 zeigt ebenfalls in starker Vergrösserung den  nach dem in     Fig.    2 veranschaulichten Verfahren her  gestellten fertigen     Mehrfach-Kernzwirn.     



  Die Herstellung eines fertigen     Mehrfach-Kern-          zwirnes    erfolgt derart, dass man ein erstes und ein  zweites     Vorgarn    herstellt und diese beiden Garne       zusammenzwirnt.    Die beiden     Vorgarne    werden in  der gleichen Weise hergestellt;     Fig.    1 zeigt ein Ver  fahren zur Herstellung dieser beiden Garne. Gemäss       Fig.    1 wird ein Kerngarn (endloser Stapel) 10, z. B.  ein     Nylonkerngarn,    in der üblichen Weise von einem  Vorratskörper 11 abgezogen und den vordern Rollen  bzw.     Walzen    12 einer Spinnmaschine bekannter Bau  art zugeführt.

   Ein praktisch     drallfreies    Stapelgarn 13  aus Fasern, z. B. aus Nylon-,     Woll-    oder Baumwoll  fasern, wird auf bekannte Weise von einer     Stapel-          garnspule    14 abgezogen und den hintern Rollen bzw.  Walzen 15 der Spinnmaschine zugeführt. Die     vor-          dern    Walzen 12 und die     hintern    Walzen 15 laufen  mit verschiedenen Drehzahlen, so dass das Stapel  garn in der üblichen Weise gestreckt wird. Das Kern  garn 10 und das Stapelgarn 13 werden     zusammen     durch die übliche Fadenführung 16 und den Läufer  17 einer Spinnspule 18 zugeführt, die durch einen  Riemen 19 angetrieben wird.

   Wie durch einen Pfeil  20 angedeutet, erfolgt der     Antrieb    der Spinnspule 18  entgegen dem     Uhrzeigersinn.    Wenn die Spinnspule  18 angetrieben wird, wird das verzogene     Stapelgarn     13 zwischen dem Läufer 17 und den vordern Walzen  der Spinnmaschine um das Kerngarn herumgewickelt,  so dass nur das Kerngarn eine tatsächliche     Zwirnung     erhält.

   Wenn man die Stärke des     Kerngarnes    10 und  des Stapelgarnes 13 in geeigneter Weise     wählt    und  dann das Kerngarn 10 einer höheren Spannung aus  setzt als das Stapelgarn 13, so bildet das Kerngarn 10  einen Kern, der vom Stapelgarn 13     vollständig    um  hüllt wird und so ein Garn 21 mit einem einzigen  Kern bildet.  



  Während das Kerngarn 10 durch das Stapelgarn  13 umwickelt wird, befindet es sich unter höherer  Spannung als das Stapelgarn 13. Diese höhere Span  nung des     Kerngarnes    10 kann mittels bekannter Mit  tel erreicht werden, z. B. dadurch, dass man das    Kerngarn 10 ein. oder mehrere Male um Führungs  stäbe 40 wickelt     (Fig.    1).  



       Fig.    3     zeigt    den Aufbau des auf die Spule 18 in       Fig.    1 aufgewickelten     Vorgarnes    21. Dieses     Vorgarn     umfasst das Kerngarn 10, das einen zentralen ge  zwirnten Kern bildet, und das Stapelgarn 13, das um  das Kerngarn 10 herumgewickelt ist, wie es durch  die schraubenförmig verlaufenden Linien 31 ange  deutet ist. Verschiedene Gruppen 32. 33 und 34 der  Fasern des     Stapelgarnes    13 sind hier vom Kerngarn  abgewickelt dargestellt, um erkennen zu lassen, dass  diese Fasern eng parallel zueinander verlaufen, wenn  sie um das Kerngarn 10 herumgelegt sind.

   Die Länge  einer vollständigen Zwirndrehung im Zwirn ist in       Fig.    3 mit T bezeichnet, und die Doppelpfeile bzw.  Masslinien zeigen, dass diese Länge der     Zwirnung    T  über den ganzen Zwirn und dessen Länge gleich  mässig ist.  



  Gemäss     Fig.    2 werden zwei Stränge des nach dem  an Hand von     Fig.    1 erläuterten Verfahren hergestell  ten     Vorgarnes    21 von zwei vollen Spulen 18 zusam  men den Walzen 22 einer Zwirnmaschine, von dort  einem Fadenführer 23 und dann einer Zwirnspule 25  zugeführt. Der Antrieb der Zwirnspule 25 erfolgt  durch einen Riemen 26 und gemäss dem     Pfeil    27 im  Uhrzeigersinn, das heisst entgegen der Drehrichtung  der Spinnspule 18 in     Fig.    1. Antrieb und Anordnung  der Zwirnspule 25 sind so gewählt, dass die Zahl der  Zwirndrehungen je Längeneinheit des Zwirnes im  wesentlichen die gleiche ist wie bei der Spinnspule 18  nach     Fig.    1.

   Der dem Kerngarn 10 und den Fasern  des Stapelgarnes 13 nach     Fig.    1 durch die Spinn  spule 18 mitgeteilte Drall wird an der Zwirnspule  25 wieder beseitigt, und die vollständigen     Vorgarne     21 des auf die Zwirnspule 25 aufgewickelten Zwirnes  zeigen praktisch keinerlei     Zwirnung    mehr.

   Beim Zu  sammenzwirnen der beiden     Vorgarne    21 werden  die Kerngarne längs des auf die Zwirnspule 25 auf  gewickelten Zwirnes umeinander     herumgelegt.    Die  aus Fasern bestehenden Stapelgarne, die mit den um  einander herumgelegten Kerngarnen verzwirnt wer  den und letztere umgeben, werden ebenfalls umein  ander herumgelegt, so dass die Stapelgarne in ihrer  Lage gehalten werden und in dem auf die Zwirnspule  25 aufgewickelten     Mehrfach-Kernzwirn    kein Gleiten  der verhältnismässig losen Fasern der Stapelgarne  stattfindet.  



       Fig.    4 zeigt den allgemeinen Aufbau des auf die  Spule 25 in     Fig.2    aufgewickelten     Mehrfach-Kern-          zwirnes.    Dieser Zwirn umfasst zwei Kerngarne 10, die  in Längsrichtung des Zwirnes umeinander herumge  legt sind. Ferner umfasst der Zwirn zwei Stapelgarn  stränge 13, die ebenfalls in Längsrichtung des     Zwir-          nes    umeinander herumgelegt sind. Durch das Ver  einigen der     Vorgarne    21 in der vorstehend beschrie  benen Weise und durch das Aufwickeln auf die  Spule 25 wird die     Zwirnung    jedes der Garne 10 be  seitigt.

   Die Garne 10 und die um sie herumgelegten  Stapelgarne 13 sind im wesentlichen zwirnfrei, und  die     einzelnen        Vorgarne    21 sind gemäss     Fig.    4 umein-           ander    herumgelegt, so dass ein Gleiten der verhältnis  mässig losen Fasern der Stapelgarne verhindert wird.  Wie in     Fig.    3 und 4 angedeutet, besitzen die Faden  abschnitte der Kerngarne 10 und im wesentlichen  auch die der Stapelgarne 13 über einen Zwirn  abschnitt bestimmter Länge die gleiche Länge. Die  Garne 10 und im wesentlichen alle     Fasern    der Sta  pelgarne 13 liegen parallel eng aneinander in Längs  richtung des Zwirnes.  



  Bei der Herstellung eines     Mehrfach-Kernzwirnes     nach der erläuterten Arbeitsweise wird sowohl das  erste als auch das zweite     Vorgarn    auf bekannte Weise  gezwirnt, und beide Garne enthalten jeweils wenig  stens einen Faden, der um seine eigene Achse     ge-          zwirnt    ist, so dass er einer     Torsionsspannung    ausge  setzt ist.

   Wenn nun die beiden     Vorgarne    in einer  Drehrichtung zusammengezwirnt werden, die der je  dem einzelnen     Vorgarn    verliehenen     Zwirnung    ent  gegengesetzt ist, wird die     Zwirnung    bzw. der Drall  und damit auch die     Torsionsspannung    in jedem ein  zelnen Kerngarn sowie in jeder einzelnen Faser der  beiden     Stapelgarne    im wesentlichen beseitigt.

   Bei  einer derartigen Herstellung eines     Mehrfach-Kern-          zwirnes    führt das     Zusammenzwirnen    des ersten und       des    zweiten     Vorgarnes    dazu, dass sich die aus den  Fasern gebildeten Fäden längs des Zwirnes umschlin  gen, und dass im wesentlichen sämtliche Faden  abschnitte in einem     Zwirnabschnitt    bestimmter Länge  gleich lang sind.  



  Wenn ein solcher     Mehrfach-Kernzwirn    einer  Spannung in Längsrichtung ausgesetzt wird, trägt  jede Faser und jeder endlose Einzelfaden im Zwirn  seinen Anteil der Last, denn sowohl die Einzelfäden  als auch die Fäden aus     Stapelfasern    besitzen inner  halb eines Zwirnabschnittes gegebener Länge im we  sentlichen die gleiche Länge. Im fertigen     Zwirn    ste  hen die Fäden und Fasern nicht einzeln unter Tor  sionsspannung, und daher kann jeder Faden und jede  Faser zu der Zugfestigkeit des Zwirnes denjenigen  Beitrag leisten, der angesichts der Zugfestigkeit der  einzelnen Fasern oder Fäden zu erwarten ist.

   Dem  entsprechend besitzt der dargestellte     Mehrfach-Kern-          zwirn    eine höhere Zugfestigkeit als ein     Zwirn,    der in  üblicher Weise aus einem gleichen Fasergemisch her  gestellt wurde, und da die Fasern     nahezu    parallel  verlaufen, hat der Zwirn eine weichere Struktur.

   Ein  aus dem dargestellten Zwirn hergestelltes Gewebe  zeigt ebenfalls eine weichere Struktur, und in Gebie  ten, in denen die einzelnen Zwirne nicht schon durch  die Art der Bindung voneinander getrennt gehalten  werden, sind die Trennlinien zwischen den Zwirnen  weniger deutlich zu erkennen als bei bisher bekann  ten Zwirnen mit erheblichem     Zwirnungsgrad.    Die  nahezu parallele Lage der Fasern ermöglicht bei  einem aus dem dargestellten Zwirn hergestellten Ge  webe innerhalb der durch die Bindung gegebenen  Grenzen eine Bündelbildung der Zwirne und Fasern,  da die Fasern unter Spannung gleiten können. Die  parallele Lage der Fasern begünstigt dieses Gleiten    der Fasern, und ein solches Gleiten tritt in grösserem  Ausmass auf als bei     gezwirnten    Garnen, die nach ge  bräuchlichen Verfahren gesponnen sind.

   Das er  wähnte Zusammenbündeln bzw. die Bündelwirkung  der Fasern und Zwirne steigert die Reissfestigkeit  erheblich,     insbesondere    wenn man eine Bindung  wählt, die das Gleiten der Fasern begünstigt, wie es  bei einer     korbgeflechtähnlichen        Mattenbindung    und  bei ähnlichen lockeren Bindungen der Fall ist.  



  Beim Weben von Stoffen aus solchen     Mehrfach-          Kernzwirnen    verwendet man vorzugsweise eine Bin  dung, die es ermöglicht, eine maximale Zahl von  Zwirnen in der gleichen Weise anzuordnen und ein  zubinden. Die Zahl der so anzuordnenden Zwirne  richtet sich.nach dem gewünschten Aussehen, den  verlangten Eigenschaften und dem Verwendungs  zweck des Gewebes. Eine geeignete Bindung ist die       korbgeflechtähnliche        Mattenbindung.    Bei einer sol  chen Bindung treten Reissspannungen im Gewebe  senkrecht zur allgemeinen Richtung des einen oder  des andern Garnsystems auf und greifen an den  Fasern tatsächlich im wesentlichen unter einem rech  ten Winkel an.

   Demnach besitzt ein aus solchem       Mehrfach-Kernzwirn    hergestelltes Gewebe eine sehr  hohe Reissfestigkeit.  



  Der dargestellte     Mehrfach-Kernzwirn    ermöglicht  das Weben eines Stoffes von grösserer Dichte und  geringerer Luftdurchlässigkeit, ohne die Dampf  durchlässigkeit des Stoffes wesentlich zu beeinträch  tigen. Dies war bisher bei Verwendung von Mate  rialien der gleichen allgemeinen Zusammensetzung,  die jedoch auf die übliche Weise gesponnen waren,  nicht möglich, da sich die hohe Spannung, die     beim     Webstuhl zur Erzeugung derart dichter Gewebe er  forderlich ist, infolge zu zahlreicher Garnbrüche in  der Kette nicht erreichen liess. Aus dem dargestell  ten     Mehrfach-Kernzwirn    hergestellte Gewebe hoher  Dichtigkeit bieten einen weitgehenden Schutz gegen  Wind und das Eindringen von Staubteilchen.

   Dies ist  von besonderer Bedeutung bei Schutzkleidung, die in  Gebieten getragen werden soll, die durch radioakti  ven Staub oder andere giftige Chemikalien oder aber  bakteriell verunreinigt sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Mehrfach- Kernzwirnes, dadurch gekennzeichnet, dass man ein praktisch drallfreies Stapelgarn und ein Kerngarn aus endlosen Einzelfäden zusammenführt und zu einem ersten Vorgarn mit Kernfaden zusammen zwirnt, dass man auf die gleiche Art ein zweites Vor garn mit Kernfaden erzeugt, und dass man die bei den Vorgarne zu einem Auszwirn in einer Drehrich tung zusammenzwirnt, die der Zwirndrehung der bei den Vorgarne entgegengesetzt ist.
    11. Mehrfach-Kernzwirn, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei aus endlosen Einzelfäden bestehende, praktisch drallfreie Kerngarne, die in der Längsrich- tung umeinander herumgelegt sind, sowie durch ebenfalls praktisch drallfreie Stapelgarne, die je eines der Kerngarne umgeben. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das Kerngarn beim Zwir nen unter höherer Spannung hält als das Stapelgarn. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem ersten und dem zwei ten Vorgarn bei deren Erzeugung je eine gleiche Zahl von Zwirndrehungen je Längeneinheit gibt wie bei den Vorgarnen beim Zusammenzwirnen dersel ben. 3. Zwirn nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kerngarne aus Nylon und die Stapelgarne aus Baumwolle bestehen. 4. Zwirn nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kerngarne aus Nylon und die Stapelgarne aus Wolle bestehen. 5.
    Zwirn nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass alle Einzelfäden der Kerngarne und alle sie umgebenden Fasern praktisch parallel verlaufen. 6. Zwirn nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, d'ass alle Kerngarne und alle sie um gebenden Fasern längs des Zwirnes praktisch par allel nebeneinanderliegen.
CH342879D 1955-01-14 1956-01-09 Verfahren zur Herstellung eines Mehrfach-Kernzwirnes und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn CH342879A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1535301B1 (de) * 1963-01-11 1970-10-29 Burlington Industries Inc Dehnbares Stretch-Kammgarngewebe sowie Verfahren zur Herstellung von bei diesem Gewebe verwendeten Stretch-Core-Garnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1535301B1 (de) * 1963-01-11 1970-10-29 Burlington Industries Inc Dehnbares Stretch-Kammgarngewebe sowie Verfahren zur Herstellung von bei diesem Gewebe verwendeten Stretch-Core-Garnen

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