CH342104A - Vorrichtung zum Abgeben von Flüssigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Abgeben von FlüssigkeitenInfo
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Description
Vorrichtung zum Abgeben von Flüssigkeiten Es gibt viele Flüssigkeiten, zum Beispiel Des infektionsmittel, Getränke, Medikamente, Parfüme riewaren, welche nicht mit Gummi oder andern Dich tungsmaterialien und auch nicht mit gewissen Metal len in Berührung kommen dürfen, da sie diese Materialien angreifen und dabei in ihrer Wirksamkeit, ihrem Geschmack oder ihrem Aroma beeinträchtigt werden. Die Abgabe derartiger Flüssigkeiten aus einem Vorratsbehälter zum Gebrauch oder zum Ab füllen von Behältern ist deshalb mit gewissen Schwie rigkeiten verbunden. Diese Schwierigkeiten werden durch die vorliegende Erfindung behoben.
Das vorliegende Patent betrifft eine Vorrichtung zum Abgeben von Flüssigkeiten, bei welcher in einem die abzugebende Flüssigkeit enthaltenden Behälter ein mit diesem Behälter kommunizierender, vertikaler Zylinder vorgesehen ist, in welchem ein Kolben an geordnet ist, wobei zwischen diesem Kolben und der Innenwand des Zylinders ein Zwischenraum gewahrt ist, welcher Kolben an einer Stange sitzt, an deren oberem Ende ein über dem Behälter befindliches Kopfstück sitzt, welches durch eine Druckfeder nach oben gedrückt ist,
wobei der unterhalb des Kolbens befindliche Raum im Zylinder durch ein Steigrohr mit einem ausserhalb des Behälters angeordneten und bis unter den Behälter reichenden Heberrohr verbun den ist, das Ganze derart, dass durch Niederdrücken des Kopfstückes der Kolben im Zylinder nach unten gedrückt wird, wobei die im Zylinder befindliche Flüssigkeit in das Steigrohr und anschliessend in das Heberrohr gedrückt wird, so dass infolge einer Heber wirkung des Steigrohres und des Heberrohres die im Behälter enthaltene und in den Zylinder einfliessende Flüssigkeit durch das Heberrohr abfliessen kann,
bis das Kopfstück bei Aufhören- des auf dieses ausgeüb ten Druckes durch die Druckfeder wieder nach oben gedrückt wird, wodurch sich der Kolben im Zylinder nach oben bewegt und die im Hebemohr und im Steigrohr befindliche Flüssigkeit zurücksaugt, so dass die Heberwirkung unterbrochen wird.
Bei dieser Vorrichtung sind überhaupt keine Dichtungen und dicht schliessende Passflächen vor handen, und ihre Teile können deshalb aus Material hergestellt sein, welches von den in Frage kommen den Flüssigkeiten nicht angegriffen wird und welches die Eigenschaften dieser Flüssigkeiten nicht verän= dert, welches aus bearbeitungstechnischen Gründen bis anhin für diese Zwecke nicht verwendet werden konnte, wie zum Beispiel gewisse Spezialstähle. Ge gebenenfalls können auch alle Teile der Vorrichtung aus Glas bestehen.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Aus führungsformen des Erfindungsgegenstandes dar gestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen axialen Schnitt durch eine Vorrich tung zum Abgeben von Flüssigkeiten und Fig.2 eine Ansicht einer Vorrichtung zum Ab geben einer desinfizierenden Flüssigkeit.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Ab geben von Flüssigkeiten besitzt einen topfförmigen Bodenteil 1, in welchem ein Glaszylinder 2 eingesetzt ist. Der Glaszylinder 2 ist oben durch einen abnehm baren Deckel 3 abgeschlossen, welcher in der Mitte an der Unterseite einen Ansatz 4 mit einer durch gehenden Bohrung besitzt, in welche ein in den Glas zylinder 2 hineinreichendes Tragrohr 5 eingesetzt ist.
Auf dem Tragrohr 5 sitzt ein Anschlagring 6, wel cher untenseitig am Ansatz 4 des Deckels 3 anliegt, und das Tragrohr 5 ist am Deckel 3 durch einen über dem letzteren auf ein Gewinde seines über den Dek- kel 3 vorstehenden Endes aufgeschraubten, am untern Ende einer Büchse 7 angeschweissten Ring gehalten. Am untern Ende des Tragrohres 5 ist eine Platte 8 befestigt, welche einen vertikalen Zylinder 9 ab- schliesst.
Die Platte 8 liegt auf einer Schulter 10 im obern Teil des Zylinders 9 auf und ist im Zylinder 9 durch einen Sprengring 11, welcher in eine Nute im Zylinder 9 eingesetzt ist, gehalten. Im Zylinder 9 ist ein plattenförmiger Kolben 12 angeordnet, wobei zwischen diesem Kolben 12 und der Innenwand des Zylinders 9 ein Zwischenraum von 1/1a bis 2/1o mm gewahrt ist. Dieser Kolben 12 ist vom untern Ende eines im Tragrohr 5 angeordneten Steigrohres 13, an welchem er befestigt ist, durchsetzt. Auf das obere, mit einem Gewinde versehene Ende des Steigroh res 13 ist oberhalb des Deckels 3 ein Kopfstück 14 aufgeschraubt, dessen unterer Teil in der Büchse 7 geführt ist.
In der Büchse 7 ist eine Druckfeder 15 angeordnet, welche auf dem an der Büchse 7 an geschweissten, in diese vorstehenden Ring aufsitzt und auf das untere Ende des Kopfstückes 14 wirkt, derart, dass dieses Kopfstück 14 samt dem Steig rohr 13 und dem Kolben 12 nach oben gedrückt und in einer obern Grenzlage gehalten ist, in welcher sich der Kolben 12 oberhalb von in der Wandung des Zylinders 9 auf deren Umfang verteilt angeordneten Schlitzen 16 befindet. Das oben geschlossene Kopf stück 14 besitzt einen seitlich abstehenden Stutzen 17, an welchen mittels einer überwurfmutter 18 ein ausserhalb des Glaszylinders 2 nach unten gebogenes, bis unterhalb des Bodenteils 1 reichendes Heber rohr 19 angeschlossen ist.
Oben auf dem Kopf stück 14 ist ein Gummipolster 20 angeordnet.
Die abzugebende Flüssigkeit wird in den Glas zylinder 2 eingefüllt, und durch die Schlitze 16 fliesst sie auch in den Zylinder 9. Wird nun das Kopf stück 14 entgegen der Wirkung der Druckfeder 15 nach unten gedrückt, so wird der Kolben 12 im Zy linder 9 nach unten bewegt. Sobald der Kolben 12 dabei unter die Schlitze 16 gelangt, kann die im Zy linder 9 enthaltene Flüssigkeit nicht rasch genug ent weichen, und sie wird im Steigrohr 13 hochgedrückt, bis sie durch den Stutzen 17 des Kopfstückes 14 in das Heberrohr 19 gelangt.
Das Steigrohr 13, das Kopfstück 14 mit seinem Stutzen 17 und das Heber rohr 19 bilden einen Heber, und die Flüssigkeit fliesst durch das Heberrohr 19 ab, so lange, als der Druck auf das Kopfstück 14 anhält. Der zwischen dem Kolben 12 und der Innenwand des Zylinders 9 ge wahrte Zwischenraum genügt, um eine ausreichende Menge Flüssigkeit aus dem Glaszylinder 2 in den Zylinder 9 und von diesem in das Steigrohr 13 nach fliessen zu lassen und den Abfluss der Flüssigkeit durch das Heberrohr 19 aufrechtzuerhalten. Sobald jedoch der Druck auf das Kopfstück 14 aufhört, be wegt sich dieses unter der Wirkung der Druckfeder 15 nach oben, wobei auch der Kolben 12 im Zylinder 9 nach oben bewegt wird.
Durch die hierbei im Zylin der 9 auftretende Saugwirkung wird die Flüssigkeit aus dem Heberrohr 19, dem Kopfstück 14 und dem Rohr 13 in den Zylinder 9 zurückgesaugt, wodurch die Heberwirkung unterbrochen wird und der Ab fluss der Flüssigkeit durch das Heberrohr 19 sofort aufhört. Der Kolben 12 könnte auch durch eine massive Stange mit dem Kopfstück 14 verbunden sein, wobei aus dem untern Teil des Zylinders 9 ein Steigrohr abzweigen würde, welches mit dem Heberrohr 19 verbunden wäre.
In Fig.2 ist eine Vorrichtung zum Desinfizieren der Hände nach dem vorgängigen Waschen derselben für Chirurgen dargestellt. Hierbei ist auf einem Fuss 21 eine Rohrsäule 22 angeordnet, an welcher ein Support 23 befestigt ist, auf welchem die be schriebene Vorrichtung aufgesetzt ist. Unterhalb des Supportes 23 ist an der Rohrsäule 22 ein zweiter Support 24 angeordnet, an welchem ein Becken 25 gelagert ist. Am Fuss 21 ist ein Fusshebel 26 an geordnet, welcher auf eine in der Rohrsäule 22 ge führte und oben über diese vorstehende Stange 27 einwirkt. An dem über die Rohrsäule 22 vorstehen den Teil der Stange 27 ist ein Druckarm 28 an geordnet, welcher auf das Gummipolster 20 des Kopfstückes 14 einwirkt.
Wird der Fusshebel 26 nie dergetreten, so drückt der Druckarm 28 das Kopf stück 14 nach unten, worauf in der beschriebenen Weise die Abgabe der desinfizierenden Flüssigkeit erfolgt, die der Benützer über seine Hände fliessen lässt. Die von den Händen des Benützers abtropfende Flüssigkeit wird dabei im Becken 25 zu weiterer Ver wendung aufgefangen. Der Druckarm 28 ist an der Stange 27 drehbar angeordnet, damit er zum Neu füllen des Glaszylinders 2 seitlich ausgeschwenkt wer den kann.
Bei Vorrichtungen zum Abfüllen von Flaschen oder andern Behältern kann an Stelle des Beckens 25 eine Tischplatte vorgesehen sein oder die beschrie bene Vorrichtung kann auf einem geeigneten Support auf einem Tisch montiert sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Abgeben von Flüssigkeiten, da durch gekennzeichnet, dass in einem die abzugebende Flüssigkeit enthaltenden Behälter (1, 2) ein mit die sem Behälter (1, 2) kommunizierender, vertikaler Zylinder (9) vorgesehen ist, in welchem ein Kol ben (12) angeordnet ist, wobei zwischen diesem Kol ben und der Innenwand des Zylinders (9) ein Zwi schenraum gewahrt ist, welcher Kolben (9) an einer Stange sitzt, an deren oberem Ende ein über dem Behälter (l, 2) befindliches Kopfstück (14) sitzt, wel ches durch eine Druckfeder (15) nach oben ge drückt ist, wobei der unterhalb des Kolbens (12) be findliche Raum im Zylinder (9) durch ein Steigrohr mit einem ausserhalb des Behälters (1, 2) angeordne ten und bis unter den Behälter (1, 2)reichenden Heberrohr (19) verbunden ist, das Ganze derart, dass durch Niederdrücken des Kopfstückes (14) der Kol ben (12) im Zylinder (9) nach unten gedrückt wird, wobei die im Zylinder (9) befindliche Flüssigkeit in das Steigrohr und anschliessend in das Heberrohr (19) gedrückt wird, so dass infolge einer Heberwirkung des Steigrohres und des Heberrohres (19) die im Behälter (1, 2) enthaltene und in den Zylinder (9) einfliessende Flüssigkeit durch das Heberrohr (19) abfliessen kann, bis das Kopfstück (14) bei Aufhören des auf dieses ausgeübten Druckes durch die Druck feder (15) wieder nach oben gedrückt wird,wodurch sich der Kolben im Zylinder nach oben bewegt und die im Heberrohr und im Steigrohr befindliche Flüs sigkeit zurücksaugt, so dass die Heberwirkung unter brochen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die den Kolben (12) mit dem Kopfstück (14) verbindende Stange als Steigrohr (13) ausgebildet ist und dass das oben geschlossene Kopf stück (14) einen seitlich abstehenden Stutzen (17) besitzt, an welchen das Heberrohr (19) angeschlos sen ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im Be hälter (1, 2) angeordnete Zylinder (9) oben durch eine auf einer Schulter (10) desselben sitzende, durch einen Sprengring (11) gehaltene Platte (8) abgeschlos sen ist, in welcher das untere Ende eines vom Steig rohr (13) durchsetzten Rohres (5) befestigt ist, des sen oberes Ende in einem den Behälter (1, 2) ab schliessenden, abnehmbaren Deckel (3) eingesetzt ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand des Zylinders (9) auf dem Umfang ver teilt angeordnete Schlitze (16) auf solcher Höhe vor gesehen sind, dass der Kolben (12) durch die auf das Kopfstück (14) wirkende Druckfeder (15) gerade oberhalb dieser Schlitze (16) gehalten ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (5), an welchem die den Zylinder (9) abschlie ssende Platte (8) befestigt ist, an seinem obern Teil einen Anschlagring (6) trägt, welcher untenseitig an einem Ansatz (4) des Deckels (3) anliegt, und dass auf das über den Deckel (3) vorstehende, mit einem Ge winde versehene Ende des Rohres (5) ein am untern Ende einer Büchse (7) angeschweisster Ring auf geschraubt ist, in welcher Büchse (7) der untere Teil des Kopfstückes (14) geführt ist und in welcher die auf das Kopfstück (14) wirkende Druckfeder (15) angeordnet ist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, zum Abgeben einer desinfizieren den Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Fuss (21) eine Rohrsäule (22) angeordnet ist, an welcher ein Support (23) befestigt ist, auf welchem der Behälter (1, 2) gelagert ist, wobei am Fuss (21) ein Fusshebel (26) angeordnet ist, welcher auf eine in der Rohrsäule (22) geführte Stange (27) einwirken kann, an deren oberem, über die Rohrsäule (22) vor stehenden Teil ein Druckarm (28) drehbar angeord net ist, welcher auf das Kopfstück (14) wirken kann. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rohrsäule (22) unterhalb des Supportes (23), auf welchem der Behälter (1, 2) gelagert ist, ein zweiter Support (24) vorgesehen ist, an welchem ein Bek- ken (25) zum Auffangen von Flüssigkeit gelagert ist.
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1955
- 1955-12-31 CH CH342104D patent/CH342104A/de unknown
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