Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Werkzeugen mit umlaufender Arbeitsbewegung durch Walzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen mit umlaufen der Arbeitsbewegung und mit in Richtung ihrer Umlaufachse verschiedenen Werkzeug profilen aus einem Stab durch Walzen.
Zahlreiche Verfahren und Einrichtungen sind zur Herstellung von derartigen Werk zeugen mit umlaufender Arbeitsbewegung durch Walzen aus einem Rundstab bekannt, ohne dass die Ergebnisse bisher zu befriedigen vermochten.
Erfindungsgemäss wird zur Schaffung eines verbesserten zufriedenstellend arbeiten den Verfahrens der vorgenannten Art vorge schlagen, den Stab auf Warmverformungs temperatur (Schmiedetemperatur) zu erwär men und unmittelbar im Anschluss daran in einem Arbeitsgange ohne Umspannung mittels einer Mehrzahl von angetriebenen Walzen f ertigzuwalzen, denen der Stab direkt von der Stelle der Erwärmung zugeführt wird und die um den Stab herum derart angeordnet sind, dass ihre jeweilig mit dem Stab in Ein griff kommenden Walzprofile den Umfang des gleichen Querschnittes vollständig umschlie ssen.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Ver fahrens liegt vor allem darin, dass Werkzeuge mit umlaufender Arbeitsbewegung in einem Arbeitsgange und in einer Wärme ohne Um spannung während des Walzvorganges nahezu Bratfrei hergestellt werden können. Dies stellt einen ganz entscheidenden Fortschritt gegen über dem Bekannten dar, und es hat sich ge zeigt, dass in der Regel selbst bei sehr starker Querschnittsverringerung das Walzen mit einem Satze von Walzen ausreicht, wobei der Transport des Rundstabes bzw. des Werk stückes durch die Einrichtung hindurch aus schliesslich durch die Walzen selbst vorgenom men wird.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der beiliegenden Abbildungen erläutert, in welchen einige Ausführungsformen der Er findung in vereinfachter Darstellung gezeigt sind. Es stellen dar: Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine Einrichtung zur Ausführung des erfin dungsgemässen Verfahrens, Fig. 2 einen Schnitt durch einen erfin dungsgemäss hergestellten Spiralbohrer mit einem Schnitt durch den Profilumfang der vier dazu vorgesehenen Walzen, Fig. 3 einen Schnitt, ähnlich der Fig. 2,
Webei jedoch statt des Spiralbohrers eine Reibahle hergestellt wird, Fig. 4 einen Schnitt, ähnlich demjenigen der Fig. 2 imd 3, jedoch zur Darstellung der Herstelhuig eines Gewindebohrerrohlings, Fig. 5 einen Schnitt, ähnlich demjenigen der Fig. 2 und 3 zur Darstellung der Her- stellung eines Gewindebohrers mit angewalz- tem Gewindeteil, Fig. 6 eine Seitenansicht auf eine Konus reibahle zur Erläuterung des Verfahrens zu ihrer Herstellung, Fig.
7 eine Ansicht auf eine erfindungs gemäss ausgebildete Vorrichtung zur Ausfüh rung des Verfahrens, und zwar in Richtung des Pfeils a-b der Fig. 8 gesehen, Fig. 8 in der obern Hälfte einen Schnitt nach Linie A-O B der Fig. 7 und in der untern Hälfte einen Schnitt nach Linie O-C der gleichen Figur, Fig. 9 einen Teilschnitt zur Darstellung eileer besonderen Ausbildung einer Walze und ihres Antriebes, wie sie beispielsweise bei einer Vorrichtung gemäss den Fig. 7-8 benutzt wer den kann, Fig. 10 eine Ansicht auf einen Satz von Walzen, die beispielsweise mit einer Vorrich tung zusammenarbeiten können, wie sie in den Fig. 7-8 dargestellt ist, Fig. 11 eine Ansieht in schematischer Dar stellung auf eine andere Ausführungsform. zur Herstellung beispielsweise eines Spiral bohrers.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird das Stangenmaterial 1 mittels Transport rollen 2 in ein Gehäuse 3 eingeführt, das gas dicht abgeschlossen und dem über die Leitung 4 ein Gas zur Verhinderung der Oxydation zugeführt wird, das über die Leitung 5 abzu führen ist.
Das Stangenmaterial 1 wird durch elektri sche Widerstandsheizung erwärmt, indem zu diesem Zwecke ein Transformator 6 vorge sehen ist, der den Drehstrom 220/380 Volt beispielsweise auf 1-2 Volt transformiert. Der transformierte Strom wird vier Kontakt backen 7, 8, 9, 10 zugeführt, die das Stangen material 1 umschliessen und auf nicht näher dargestellte Weise aufgeklappt werden kön nen. Die vier Kontaktbacken 7, 8, 9, 10 wer den zusätzlich gekühlt, um eine Erwärmung des Stangenmaterials an diesen Stellen mög lichst zu vermindern, die am Ende dazu be stimmt sind, den Schaft der herzustellenden Werkzeuge zu bilden. Die Anzahl der Kon taktbacken ist beliebig.
Durch die dargestellte Anordnung der Kontaktbacken 7, 8, 9, 10 wird das Stangen material stufenweise auf die Warmverfor- mungs- oder Schmiedetemperatur erwärmt. Es wird darauf einer Walzvorrichtung 11 zu geführt, von der der Einfachheit halber nur die einander gegenüberliegenden Walzen 12, 13 dargestellt sind. Bei der tatsächlichen Aus führung sind jedoch, wie weiter unten näher erläutert werden wird, so viel Walzen rings um den Umfang des Rundstabes angeordnet, dass der Umfang vollständig bedeckt ist.
Unmittelbar hinter der Kontaktbacke 10 ist eine Schneidvorrichtung 14 angeordnet, die auf irgendeine Weise ausgebildet sein kann,. Mit Hilfe dieser Schneidvorriehtung wird das Stangenmaterial in einzelne Rund stäbe geschnitten, wobei sich die Länge jedes Rundstabes aus einem zwischen den einzelnen Kontaktbacken liegenden und daher erwärm ten Ende und einem weiteren Ende zusam mensetzt, das innerhalb des Bereiches der Kontaktbacke liegt, wobei die Stäbe so abge schnitten.
werden, dass jeder Rundstab mit dem kalten Ende voraus, das innerhalb der Kontaktbacken gelegen hat., aiis der Erw är- mmigseinrichtung heraus transportiert wird. Die Walzeinrichtung 11 ist derart ummittel- bar hinter der letzten Kontaktbacke 10 ange ordnet, dass das Schattende 15 des Rundstabes schon durch die Walzen hindurchgegangen ist und die Walzen schon in Eingriff gekom men sind mit dem erwärmten und zu walzen den Teil 16 des Rundstabes, bevor die Schere oder das Messer 14 diesen Rundstab von dem Stangenmaterial abtrennt.
Das Schaftende 15 eines jeden Rundstabes bleibt also in der Regel ungewalzt. Die Art der Bearbeitung des Endes 16 des Rundstabes wird nun in den folgenden Figuren näher dargestellt.
Gemäss Fig. 2 sind zum Walzen dieses Teils zwei Walzenpaare, insgesamt also vier Walzen, vorgesehen, wobei die Walzen des ersten Walzenpaares mit dem Bezugszeichen 17 und die Walzen des zweiten Walzenpaares mit dem Bezugszeichen 18 versehen sind. Das Walzenpaar 17 erzeugt die Nuten, während dlas Walzenpaar 18 die Schneidkanten des Spiralbohrers 19 erzeugt.
Der Umfang der Walzen des Walzenpaares 17 ist derart aus gebildet, dass der Radius des Profils 20 all mählich auf den Radius des Profils 21 zu nimmt, so dass also die durch den Umfang dieses Walzenpaares 17 eingewalzten Nuten in der Längsrichtung und vom Schaft des Spiralbohrers 19 gesehen, allmählich tiefer werden, was den Vorschriften über die Spi ralbohrerausbildung entspricht und dazu bei trägt, dass der Spiralbohrer weniger zum Ab brechen neigt.
Die beiden Walzenpaare 17, 1,8 sind der art angeordnet, dass ihre Drehachsen in einer Ebene liegen, die senkrecht zur Achse 22 des Spiralbohrers verläuft. In einem solchen Falle werden die Nuten des Spiralbohrers zwar fertiggewalzt, der Bohrer selbst hat aber noch keinen Drall. Um diese zu erreichen, müssen zusätzlich die Drehachsen der Walzenpaare 17, 18 aus der beschriebenen Senkrechtebene auf weiter unten näher beschriebene Weise entsprechend der gewünschten Steigung der gedrallten Profile herausgeschwenkt werden.
Gemäss der Fig. 3 sind wiederum zwei Walzenpaare 23 und 24 vorgesehen, die hier jedoch zur Herstellung einer Reibahle dienen. Die Walzen jedes Paares weisen zwei Erhö hungen auf, um in entsprechender Weise zwei N uten 25 bzw. 26 in den Rundstab einzuwal zen. Diese Erhöhungen sind auf den Walzen paaren 23, 24 derart verteilt, dass sich im Er gebnis ein Querschnitt der Reibahle 27 ergibt, bei dem gleichmässig auf dem Umfang verteilt acht Längsprofile vorgesehen sind. Falls diese Reibahle mit einem Drall zu versehen ist, sind die Drehachsen der Walzen der einzelnen Walzenpaare 23, 24 wiederum auf die oben beschriebene Weise aus der Ebene senkrecht zur Achse 28 der Reibahle herauszuschwenken.
In der Fig. 4 ist die Art dargestellt, wie der Rohling für einen Gewindebohrer zu wal zen ist. Hiernach sind wiederum zwei Walzen paare 29, 30 rings um den Umfang des herzu stellenden Gewindebohr errohlings 31 ange- ordnet. Jede Walze jedes Paares weist auf dem Aussenumfang eine Erhöhung 32 auf, die zum Walzen einer durchlaufenden Spänenut angebracht ist. Daneben ist der Aussenumfang der Walzen der Paare 29, 30, wie bei 33 ge zeigt, derart profiliert, dass Stollen stehen bleiben, die zur Aufnahme der Schneidge winde bestimmt sind. Ein Drall um die Achse 34 des Rohlings ist in der Regel nicht erfor derlich, so dass die Drehachsen aller vier Wal zen der Paare 29, 30 in einer Ebene liegen, die senkrecht zur Achse 34 liegt.
Die Herstel lung eines fertig gewalzten Gewindebohrers zeigt Fig. 5. Hiernach sind rund um den Querschnitt des herzustellenden Gewindeboh rers 35 sechs Walzen in zwei Gruppen ange ordnet, indem zu jeder Gruppe dreigleich artige Walzen gehören. Die erste Gruppe, deren Walzen mit dem Bezugszeichen 36 ver sehen sind, hat auf dem Aussenumfang der artige Vorsprünge 37, dass in das Werkzeug entsprechende Längsnuten eingewalzt werden. Die Walzen der andern Gruppe sind mit<B>38</B> bezeichnet.
Diese Walzen sind derart angeord= net, dass immer eine Walze 38 zwischen zwei Walzen 36 liegt, und auch hier ist die Anord nung derart, dass der gesamte Umfang des Querschnittes des Gewindebohrers 35 durch die Profile der Walzen 3,6, 38 bedeckt ist.
Die Walzen 38 haben bei 39 wellenförmiges Pro fil, das geeignet ist, die Schneidgewinde in die Gewindestollen 40 des Gewindebohrers 35 ein- zuwalzen. Die einzelnen Wellen sind also etwas gegenüber der Zeichenebene entspre chend der gewünschten Gewindesteigung ge= neigt. Die Drehachsen aller sechs Walzen 36, 38 liegen aber in einer Ebene senkrecht zur Achse 41 des Gewindebohrers, so dass die einzelnen Längsprofile des Bohrers keinen Drall haben.
An Hand der Fig. 6 ist die Herstellung einer Konusreibahle näher erläutert. Die Ilonusreibahle 42 besteht im wesentlichen aus einem Schaftteil 43 und einem konusförmigen Reibahlenteil 44. Der dazu - erforderliche Riuidstab wird wiederum, wie an Hand der Fig. 1 erläutert, mit dem Schaftteil 43 nach vorn der Walzeinrichtung zugeführt, die aus einem Satz von Walzen besteht, wie sie etwa an Hand der Fig. 3 erläutert worden sind.
In der Fig. 6 ist der Einfachheit halber nur eine derartige Walze dargestellt, und der Umfang dieser Walze ist auch nur mit dem Profil zur Herstellung einer Längsnut ausge bildet. Diese Vereinfachungen sind jedoch nur der Deutlichkeit halber im Zusammenhang mit der Fig. 6 angenommen.
Mit D ist in der Fig. 6 der Anfangszu stand verdeutlicht, während mit E der End zustand klargemacht ist. Es handelt sich in jedem Falle also um die gleiche Walze, die in Richtung des Pfeils c-d zwangläufig an getrieben wird. Der Walzenumfang besteht im wesentlichen aus zwei Segmenten, und zwar dem Segment e und dem Segment f. Das Segment e ist zur Profilierung der konischen Nuten 45 der Reibahle 42 vorgesehen, wäh rend das Segment f zur Führung des Schaft teils 43 der Reibahle dienen soll, deren Vier kant mit 46 bezeichnet ist. Ein konzentrischer Kreis 47 ist mit strichpunktierten Linien in die Walze 48 eingezeichnet. Er entspricht etwa der grössten Nutentiefe der Reibahle 42.
Aus der Fig. 6 ist deutlich zu sehen, dass die Profilierung im Bereiche des Segmentes e der Walze 48 allmählich zunimmt, wodurch sich die allmählich abnehmende Konizität des Teils 44 der Reibahle ergibt. In der Stellung D hat der Beginn des Segmentes e mit dem klein sten Radius gerade den Teil 44 der Reibahle zu kneifen begonnen. In der Stellung E ist das Walzen der Reibahle beendet, die nun in Richtung des Pfeils g-h die Walzeinrich- tung verlässt. Danach wird ein neuer Rundstab von dem Segmentteil f ergriffen.
Gemäss den Fig. 7 und 8 sind alle Walzen 50 eines Walzensatzes in einem gemeinsamen Gehäuse 49 gelagert, das mit einer zentrischen Bohrung 51 für den Durchtritt des fertig gewalzten Erzeugnisses versehen ist. In der Fig. 8 sind zwei derartige Walzen dargestellt, während die Fig. 7 nur den Antrieb für eine Walze zeigt. Die Beschränkung der Anzahl der Walzen ist in beiden Fällen jedoch nur der Deutlichkeit halber vorgenommen. Insge samt sind also insbesondere vier, sechs oder acht Walzen (bei Stirnfräserherstellung sogar noch mehr) vorgesehen. Bei der Ausführungs form ist für jede Walze eine Welle 52 vorge sehen, die am Stirnende 53 des Gehäuses 49 in Lagerbuchsen 54 gelagert ist.
Die Art der Befestigung dieser Lagerbuchsen 54 mit der Stirnseite 53 des Gehäuses 49 ist nicht ge nauer dargestellt. Das eine Ende der Welle 52 dient zur Befestigung des Ziegelzahnrades 55, das derart angeordnet ist, dass sein grö sserer Durchmesser nach auswärts weist. Seine Zähne kämmen mit einem Kegelrad 56, das auf einer Welle 57 befestigt ist, die parallel zur Achse der Bohrung 51 in dem Gehäuse 49 gelagert ist.
Zum Antrieb dieser Welle 57 dient ein Stirnzahnrad 58, das mit einem Ritzel 59 kämmt, das lose drehbar auf einem Fortsatz 60 des Gehäuses 49 gelagert ist. Dieser Fortsatz 60 ist auf der Rückseite des Gehäuses 49, also der Seite angeordnet, die der Stirnseite 53 abgekehrt ist.
Dieses Ritzel 59 kämmt also mit so viel Zahnrädern 58,. wie Walzen 50 vorhanden sind. In der Fig. 8 sind nur zwei derartige Zahnräder 58 in Übereinstimmung mit der Tatsache eingezeichnet, dass auch nur zwei Walzen 50 in dieser Figur dargestellt sind.
Fest mit dem Ritzel 5.9 ist ein Zahnrad 61 verbunden, das also auch lose drehbar auf dem Fortsatz 60 gelagert ist. Mit den Zähnen dieses Zahnrades 61 kämmt ein Zahnrad 62, das auf einer Welle 63 aufgekeilt ist, die in zwei festen Lagern 64, 6,5 drehbar gelagert ist. Diese festen Lager 64, 65 bildgn also einen Teil des Fundamentes oder Ständers für die \V1Talzeinrichtung oder sind mit diesem Fun dament oder Ständer fest verbunden. Auf der Welle 63 ist weiter eine Riemenscheibe 66 an geordnet, die mit einem nicht dargestellten Riemen zusammenarbeitet, der von irgend einer Antriebsmaschine auf, beispielsweise einen Elektromotor, angetrieben wird.
Ein Rindstab 67 wird auf die oben beschriebene Weise den Walzen 50 zugeführt. Die Welle 63 und damit das Zahnrad 62 werden über die Riemenscheibe 66 in einer Richtung angetrie ben, die mit Pfeilen in den beiden Fig. 7 und 8 angegeben ist. Die sich bei den andern Wellen und Zahnrädern ergebenden Dreh richtungen sind dann ebenfalls mit Pfeilen in den beiden Figuren verdeutlicht. Die bei den Walzen 50 werden dann also, wenn man an ihrer freien Seite aus auf ihre Fläche sieht, entgegen dem Uhrzeigersinn angetrie ben.
Sie walzen das gewünschte gewundene Profil in den Rundstab 67, wobei dieses Pro fil als Folge der Tatsache gewunden ist, dass die Wellen 52 der Walzen - aus der Ebene senkrecht zur Achse der Bohrung 51 bzw. des Rundstabes 67 herausgeschwenkt sind. Durch den Eingriff der beiden Walzen wird der Rundstab nicht nur durch die Bohrung 51 nach rechts in der Fig. 8 weiterbefördert (in Richtung des Pfeils g-h), sondern es wird dem Rundstab auch eine Drehung ver liehen, die durch den geschwungenen Pfeil i verdeutlicht ist und die im Uhrzeigersinn ver läuft, wenn man auf den Rundstab von hinten sieht, also in der Fig. 8 von seiner Rückseite aus.
Mit 68 ist eine Schneidvorrichtung ange deutet, die der Schneidvorrichtung 14 in der Fig. 1 entspricht. Um die Drehung des Rund stabes 67 in Richtung des Pfeils i zu verhin dern oder zu verringern, kann zusätzlich das Gehäuse 49 nicht fest, sondern drehbar um die Achse der Bohrung 51 angeordnet sein. Zu diesem Zwecke ist das Gehäuse in einem Lagerbock 69 gelagert, der mit dem Lager bock 64 für die Lagerung der Antriebswelle 63 aus einem Stück bestehen kann. Diese An triebswelle 63 ist weiter zusätzlich mit einem Ritzel 70 fest verbunden, dessen Zähne mit den Zähnen eines Zahnrades 71 kämmen, das auf dem Gehäuse 49 vorgesehen ist oder einen Teil von ihm bildet.
Der Antrieb der Wellen 57 und damit der Walzen 50 wird also da durch nicht behindert, dass zusätzlich das Ge häuse 49 um die Achse der Bohrung 51 ge dreht wird. Mit den in den Fig. 7 und 8 ein gezeichneten Pfeilen wird das Gehäuse in einem Sinne gedreht, der dem Drehsinn i des Rundstabes 67 entgegengesetzt ist. Wenn also der Drehsinn i im Uhrzeigersinn (auf die Stirnseite 57 des Gehäuses 49 gesehen) ver- läuft, dann verläuft der Umlauf des Gehäuses 49 um die Achse der Bohrung 51 entgegen dem Uhrzeigersinn.
Die Ausführung, bei der das Gehäuse 49 drehbar um die Achse der Bohrung 51 einge trieben wird, empfiehlt sich insbesondere in den Fällen, wo ein besonders langes Werk stück mit drallförmig gewundenen Nuten ver sehen werden soll.
Gemäss der Fig. 9 ist wiederum das etwas abgewandelte Gehäuse mit 72 bezeichnet, das mit Hilfe einer Buchse 73 zur Lagerung einer Welle 74 dient, auf deren Ende ein Kegelrad ritzel 75 befestigt ist, das mit den Zähnen eines Kegelrades 76 kämmt, das als Teil einer Walze 77 ausgebildet ist,, indem eine Flanke dieser Walze mit den Zähnen des Kegelrades 7 6 versehen ist. Diese Walze 77 ist mit Hilfe eines Lagerbockes mit zwei Armen 78 an einem Vorsprung 79 gelagert, der auf nicht näher dargestellte Weise an dein Gehäuse 72 befestigt ist und von aussen her über die Walze 77 greift.
Die Längsachse des aus einem Rundstab herzustellenden Werkzeuges ist mit 80 bezeichnet, während eine Ebene senkrecht zu dieser Achse mit dem, Bezugszeichen 81 versehen ist. Zur Lagerung der Walze 77 dient ein Zapfen 82, dessen Achse 83 Bim einen Winkel gp aus der Ebene 81 herausgedreht ist. 'Uni. den gleichen Winkel (p ist auch die Ebene 84 der Walze 77 gegenüber der Achse 80 des herzustellenden Werkzeuges geschwenkt. Diese Konstruktion empfiehlt sich besonders, wenn zu einem Satze mehr als vier um den gleichen Querschnitt angeordnete Walzen gehören.
Die Fig. 10 verdeutlicht die Art, wie mit den Lagerungen gemäss der Fig. 9 insgesamt sechs Walzen 85 rund uni ein Werkstück 86 angeordnet sind. Dieses Werkstück besteht im -Ausführungsbeispiel aus dem -Rohling für eine Reibahle mit sechs verdrallten oder ge wundenen Längsnuten 87, wobei zur Herstel lung einer jeden Längsnute eine entspre chende Erhöhung des Profilumfanges der Walzen 85 gehört. Die Walzen tünschliessen wiederum in einem in sieh geschlossenen Zug den Querschnitt des Werkstückes 86.
Ihr -Aussenumfang kann ebenfalls mit verschiede- neu Segmenten versehen sein, wie es an Hand der Fig. 6 beschrieben worden ist.
Bei der Ausführumgsform nach Fig. 11 sind hintereinander drei Walzensätze 88, 89, 90 vorgesehen, um einen verhältnismässig langen Spiralbohrer 91 in einer Wärme zu walzen. Jeder Walzensatz besteht im Ausfüh rungsbeispiel aus vier den Querschnitt des Rundstabes bzw. des Werkstückes 91 um schliessenden Walzen, die ähnlich der Fig. 2 ausgebildet sein können. Bei der Ausführungs form der Fig. 11 wird jedoch die Drallung und die Fertigwalzung erst mit Hilfe der Walzen des Walzensatzes 90 vorgenommen, indem zu diesem Zwecke die Achsen 93 aller Walzen dieses Satzes um den #-Winkel gegen über der Ebene 92 senkrecht zur Längsachse des Werkstückes 91 verschwenkt sind.
Alle Walzen der Sätze 88, 89 und 90 bestehen aus einem Profilsegment 94 und einem Schaft segment 95, durch das der Schaftteil 96 des Werkstückes 91 tritt.
Auf nicht näher dargestellte Weise sind die vier Walzen der Sätze 88, 89, 90 immer paarweise in Übereinstimmung mit der Fig. 2 zusammengefasst, indem zwei einander gegen überliegenden Walzen die Längsnuten und die beiden etwa senkrecht dazu liegenden Walzen die Schneidkanten walzen.
Die Walzen der Sätze 88 und 89 walzen die für sie bestimmten Profile nur vor, indem diese beiden Walzen den Längsnuten des Werkstückes auch keinen Drall verleihen. Die Drehachsen ihrer Walzen sind also gegenüber den Ebenen 92 senkrecht zur Achse des Werk stückes 91 nicht herausgedreht. Das Werk stück 91 läuft gemäss der Pfeilrichtung g-b ohne Drall durch die angetriebenen Walzen der Walzensätze 88 und 89 hindurch, indem den Längsnuten der Drall erst durch die Wal zen des Walzensatzes 90 verliehen wird. Der Rundstab kann durch elektrische Wider standsbeheizung, durch elektrische Hochfre quenzbeheizung und auch durch Gas erwärmt werden.
Bei einer Hochfrequenzbeheizung beispielsweise können die einzelnen Rundstäbe schon vorher in der für die Herstellung des Werkstückes erforderlichen Länge zugeschnit- ten sein und nunmehr einzeln in Magazinen der Walzeinrichtung zugeführt werden.
Falls gewundene Längsprofile mit Hilfe von Walzen gewalzt werden, deren Dreh achsen etwas aus der Ebene senkrecht zur Achse des Rundstabes herausgeschwenkt sind, ergibt sieh, wenn keine besonderen Massnah men ergriffen werden, zusätzlich zu der axialen Transportbewegung des Rundstabes bzw. Werkstückes eine Drehbewegung um deren Achse. Die Begrenzung des Verschwen- kungswinkels auf 45 ist praktisch erforder lich, da darüber hinaus eine zu starke Korrek tur der Walzen erforderlich ist.
In der Regel wird zur Ausführung des Verfahrens von einem Stab mit kreisrundem Querschnitt ausgegangen. Die Ausführung des Verfahrens ist aber auch mit Stäben mög lich, deren Ausgangsquerschnitt nicht kreis förmig ist.