CH326754A - Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas - Google Patents
Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von GlasInfo
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Description
Elektrischer <B>Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas</B> Es sind verschiedene Ausführungen von elektrischen Schmelzöfen bekannt, bei denen Elektroden in das zu schmelzende oder er schmolzene, stromleitende Gut eintauchen. Bei diesen Ausführungen hat es sich als besonders nachteilig erwiesen, dass die Schmelze selbst durch das Elektrodenmaterial, z.-B. Kohle, verunreinigt wird, und dass das Elektroden material, insbesondere bei hoher Sauerstoff ionenkonzentration der Schmelze, einem er heblichen Verschleiss unterworfen ist.
Diese Erscheinungen treten in besonders sehäd- liehem Ausmass bei den unumgänglich erfor derlichen hohen Temperaturen auf.
Diese Nachteile können durch die vor liegende Erfindung behoben werden. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas, mit zur Zuführung des Stromes zttm Schmelz gut dienenden Elektroden, bei welchem wenig stens eine Elektrode von dem zu verarbei tenden Schmelzgut durch eine Zwischen schicht sowie ein Diaphragma getrennt ist, welches den Durchgang des zu verarbeitenden Schmelzgutes ausschliesst, dagegen für den. elektrischen Strom im Betrieb des Ofens zu mindest einen Halbleiter darstellt.
Der Vorteil eines solchen Schmelzofens liegt auf der Hand. Durch die Anordnung eines Diaphragmas zwischen der Elektrode und dem zu verarbeitenden Schmelzgut -wird eine vollständige stoffliche Trennung der auf beiden Seiten des Diaphragmas befindlichen Schmelzen bewirkt. Dadurch ist einerseits jegliche Verunreinigung der zu verarbeiten den Schmelze durch das Material dieser Elek trode völlig ausgeschlossen und anderseits jegliche schädliche Einwirkung des zu -ver arbeitenden Schmelzgutes auf eine Elektrode unmöglich.
Wie Versuche ergeben haben, eignen sich als Material für das Diaphragma Stoffe, welche aus einem oder mehreren Metall oxyden bestehen und im Bereiche der Sehmelz- temperaturen elektrische Halbleiter darstellen. Als solche geeignete Materialien haben sieh zum Beispiel auch Verbindungen von Kiesel säure mit Metalloxyden und auch stabilisiertes Zirkonaxyd erwiesen.
Falls ein Raum oder Räume zwischen einer Elektrode und dem diese von dem zu ver arbeitenden Schmelzgut trennenden Dia phragma vorhanden ist bzw. sind, werden. diese Räume zweckmässig mit einem Material beschickt, das eine andere chemische Zusam- mensetzung aufweist als das zu verarbeitende Schmelzgut. Mit Vorteil wird dabei zum Be schicken des genannten Raumes bzw. dieser Räume ein Stoff verwendet, der eine äusserst. geringe Sauerstoffionenkonzentration auf weist, so dass der schädliche Angriff auf das Elektrodenmaterial auf ein Mindestmass her abgesetzt wird.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindimgsgegen- standes schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen horizontalen Schnitt durch die erste Ausführungsform des Schmelzofens, Fig. 2 einen horizontalen -Schnitt durch die zweite Ausführungsform des Schmelz ofens und Fig. 3 einen senkrechten Längsmittel schnitt durch den Schmelzofen nach Fig. 2. In Fig. 1 ist mit 1 die Wandung eines Schmelzofens bezeichnet, in welchem zwei Elektroden 2 und 2a angeordnet sind.
Die :Elektroden 2 -Lind 2a sind von dem zu ver arbeitenden Schmelzgut A ausser den Teilen 4, 4a durch Diaphragmen 3 und 3a getrennt, so dass schädliche Einwirkungen des Elektro- denmaterials auf das zu verarbeitende Schmelz gut und anderseits des zu verarbeitenden Schmelzgutes auf das Elektrodenmaterial ausgeschlossen sind.
Die durch die Diaphrag- men 3 und 3a von dein zu verarbeitenden Schmelzgut A getrennten Räume 4 und 4a, in welchen sich die Elektroden 2 und 2a befinden, sind mit einem elektrischleitenden ,Material beschickt, welches eine andere che mische Zusammensetzung aufweist als das zu verarbeitende Schmelzgut A, und zwar vor zugsweise mit einem Stoff, der eine geringe Sauerstoffionenkonzentratiori besitzt,
so dass die schädlichen Einwirkungen dieses Stoffes auf das Elektrodenmaterial auf ein "Kindest- ma.ss herabgesetzt werden.
Bei der Ausführungsform des Schmelz ofens nach Fig. 2 und 3 sind die Elektroden 2- -Lind 2a von elektrisch leitendem Material 4, 4a und rohrförmigen Diaphragmen 3 und 3a umgeben und dadurch von dem zu verarbei tenden Schmelzgut A getrennt.
Die Diaphragmen 3 und 3a bestehen bei beiden Ausführungsformen des Schmelzofens aus Materialien, welche im Bereich der Schmelztemperaturen für den elektrischen Strom Leiter bzw. Halbleiter darstellen, so dass der Ström durch diese Diaphragmen 3 -Lind 3ca nicht unterbrochen wird.
Der elektrische Schmelzofen gemäss der Erfindung kann auch drei oder mehr Elek- troden, die je durch ein Diaphragma von der zu verarbeitenden Schmelze getrennt- sind, aufweisen. Es kann auch nur eine Elektrode durch die Teile 3, 4 vom Schmelzgut ge trennt sein.
Die Anwendung des elektrischen Schmelz ofens gemäss der Erfindung ist auch keines wegs auf die Herstellung und die Verarbei tung von Glas beschränkt. Der elektrische Schmelzofen kann vielmehr in gleich vorteil hafter Weise auch für andere Schmelzgüter, insbesondere für silikathaltige Schmelzen; z. B. Schmelzbasalt, Schlacken, verwendet werden.
Claims (1)
- .PATENTANSPRUCH Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von' Glas, mit zur Zuführung des Stromes zum Schmelz gut dienenden Elektroden, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens eine Elektrode (2) von dem zu verarbeitenden Schmelzgut (A) durch eine Zwischenschicht (4) sowie ein Diaphragma (3) getrennt ist, welches den Durchgang des zu verarbeitenden Schmelz gutes ausschliesst, dagegen für den elektri schen Strom im Betrieb des Ofens zumindest -einen Halbleiter darstellt. UNTERANSPRÜCHE 1.Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus mindestens einem Metall oxyd besteht, welches im Bereich der Schmelz temperaturen einen Halbleiter darstellt. 2. Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus Verbindungen von Kiesel säure und Metalloxyden, welche im Bereich der Schmelztemperaturen Halbleiter darstel len, "besteht. 3.Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphr agma aus stabilisiertem Zirkonoxyd besieht. 4.Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das- Schmelzgut der Zwischenschicht, welche sich zwischen der Elektrode und dem Diaphragma befindet, eine andere chemische Zusammen setzung aufweist als das zu verarbeitende, auf der andern Seite des Diaphragmaa be findliche Schmelzgut. 5. Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma rohrförmig ausgebildet ist und die Elektrode mit Abstand umgibt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH326754D CH326754A (de) | 1953-12-17 | 1954-12-09 | Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas |
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| CH (1) | CH326754A (de) |
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1954
- 1954-12-09 CH CH326754D patent/CH326754A/de unknown
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