CH326754A - Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas - Google Patents

Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas

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CH326754A
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melting furnace
diaphragm
electric melting
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Eden Carsten
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Jenaer Glaswerk Schott & Gen
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    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/16Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
    • C03B5/167Means for preventing damage to equipment, e.g. by molten glass, hot gases, batches
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Description


      Elektrischer   <B>Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas</B>    Es sind verschiedene Ausführungen von  elektrischen Schmelzöfen bekannt, bei denen  Elektroden in das zu schmelzende oder er  schmolzene, stromleitende Gut eintauchen. Bei  diesen     Ausführungen    hat es sich als besonders  nachteilig erwiesen, dass die Schmelze selbst  durch das     Elektrodenmaterial,        z.-B.    Kohle,  verunreinigt wird, und dass das Elektroden  material, insbesondere bei hoher Sauerstoff  ionenkonzentration der Schmelze, einem er  heblichen Verschleiss unterworfen ist.

   Diese  Erscheinungen treten in besonders     sehäd-          liehem    Ausmass bei den unumgänglich erfor  derlichen hohen Temperaturen auf.  



  Diese Nachteile können durch die vor  liegende Erfindung behoben werden.  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur  Herstellung und Verarbeitung von Glas, mit  zur Zuführung des Stromes     zttm    Schmelz  gut dienenden Elektroden, bei welchem wenig  stens eine Elektrode von dem zu verarbei  tenden Schmelzgut durch eine Zwischen  schicht sowie ein     Diaphragma    getrennt ist,  welches den Durchgang des zu verarbeitenden  Schmelzgutes ausschliesst, dagegen für den.  elektrischen Strom im Betrieb des Ofens zu  mindest einen Halbleiter darstellt.  



  Der Vorteil eines solchen Schmelzofens  liegt auf der Hand. Durch die Anordnung  eines     Diaphragmas    zwischen der Elektrode  und dem zu verarbeitenden Schmelzgut     -wird       eine vollständige stoffliche Trennung der auf  beiden Seiten des     Diaphragmas    befindlichen       Schmelzen    bewirkt. Dadurch ist einerseits  jegliche Verunreinigung der zu verarbeiten  den Schmelze     durch    das Material dieser Elek  trode völlig ausgeschlossen und anderseits  jegliche schädliche     Einwirkung    des zu -ver  arbeitenden Schmelzgutes auf eine Elektrode       unmöglich.     



  Wie Versuche ergeben haben, eignen sich  als Material für das     Diaphragma    Stoffe,  welche     aus    einem oder mehreren Metall  oxyden bestehen und im Bereiche der     Sehmelz-          temperaturen    elektrische Halbleiter darstellen.  Als solche geeignete Materialien haben sieh  zum Beispiel auch Verbindungen von Kiesel  säure mit     Metalloxyden    und auch stabilisiertes       Zirkonaxyd    erwiesen.  



  Falls ein Raum oder Räume zwischen einer  Elektrode und dem diese von dem zu ver  arbeitenden     Schmelzgut    trennenden Dia  phragma vorhanden ist bzw. sind, werden.  diese Räume zweckmässig mit einem Material  beschickt, das eine andere chemische     Zusam-          mensetzung    aufweist als das zu verarbeitende  Schmelzgut. Mit Vorteil wird dabei zum Be  schicken des genannten Raumes bzw. dieser  Räume ein Stoff verwendet, der eine äusserst.  geringe     Sauerstoffionenkonzentration    auf  weist, so dass der schädliche Angriff auf das       Elektrodenmaterial    auf ein Mindestmass her  abgesetzt wird.

        In der     Zeichnung    sind zwei     beispielsweise          Ausführungsformen    des     Erfindimgsgegen-          standes    schematisch dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 einen horizontalen Schnitt durch  die erste Ausführungsform des Schmelzofens,       Fig.    2 einen horizontalen -Schnitt durch  die zweite Ausführungsform des Schmelz  ofens und       Fig.    3 einen senkrechten Längsmittel  schnitt durch den Schmelzofen nach     Fig.    2.  In     Fig.    1 ist mit 1 die Wandung eines  Schmelzofens bezeichnet, in welchem zwei  Elektroden 2 und 2a angeordnet sind.

   Die       :Elektroden    2     -Lind        2a    sind von dem zu ver  arbeitenden Schmelzgut A ausser den Teilen  4, 4a durch     Diaphragmen    3 und 3a getrennt,  so dass schädliche Einwirkungen des     Elektro-          denmaterials    auf das zu verarbeitende Schmelz  gut und anderseits des zu verarbeitenden       Schmelzgutes    auf das     Elektrodenmaterial     ausgeschlossen sind.

   Die durch die     Diaphrag-          men    3 und     3a    von dein zu verarbeitenden  Schmelzgut A     getrennten    Räume 4 und 4a,  in welchen sich die Elektroden 2 und     2a     befinden, sind mit einem     elektrischleitenden          ,Material    beschickt, welches eine andere che  mische Zusammensetzung aufweist als das     zu     verarbeitende Schmelzgut A, und zwar vor  zugsweise mit einem Stoff, der eine geringe       Sauerstoffionenkonzentratiori    besitzt,

   so dass  die     schädlichen        Einwirkungen    dieses Stoffes  auf das     Elektrodenmaterial    auf     ein        "Kindest-          ma.ss    herabgesetzt werden.  



  Bei der     Ausführungsform    des Schmelz  ofens nach     Fig.    2 und 3 sind die Elektroden  2-     -Lind    2a von elektrisch leitendem Material 4,       4a        und        rohrförmigen        Diaphragmen    3     und        3a     umgeben und     dadurch    von dem zu verarbei  tenden Schmelzgut A     getrennt.     



  Die     Diaphragmen    3 und     3a        bestehen    bei  beiden     Ausführungsformen    des     Schmelzofens     aus     Materialien,    welche im Bereich der       Schmelztemperaturen    für den elektrischen  Strom Leiter     bzw.    Halbleiter darstellen, so  dass der Ström durch diese     Diaphragmen    3       -Lind        3ca    nicht unterbrochen wird.  



  Der elektrische     Schmelzofen    gemäss der  Erfindung kann auch drei oder mehr Elek-         troden,    die je durch ein     Diaphragma    von der  zu verarbeitenden     Schmelze    getrennt-     sind,     aufweisen. Es kann auch nur eine Elektrode  durch die Teile 3, 4 vom Schmelzgut ge  trennt sein.  



  Die     Anwendung    des elektrischen Schmelz  ofens gemäss der Erfindung ist auch keines  wegs auf die Herstellung und die Verarbei  tung von Glas beschränkt. Der elektrische  Schmelzofen kann vielmehr in gleich vorteil  hafter Weise auch für andere Schmelzgüter,  insbesondere für     silikathaltige        Schmelzen;     z. B. Schmelzbasalt, Schlacken, verwendet  werden.

Claims (1)

  1. .PATENTANSPRUCH Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von' Glas, mit zur Zuführung des Stromes zum Schmelz gut dienenden Elektroden, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens eine Elektrode (2) von dem zu verarbeitenden Schmelzgut (A) durch eine Zwischenschicht (4) sowie ein Diaphragma (3) getrennt ist, welches den Durchgang des zu verarbeitenden Schmelz gutes ausschliesst, dagegen für den elektri schen Strom im Betrieb des Ofens zumindest -einen Halbleiter darstellt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus mindestens einem Metall oxyd besteht, welches im Bereich der Schmelz temperaturen einen Halbleiter darstellt. 2. Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus Verbindungen von Kiesel säure und Metalloxyden, welche im Bereich der Schmelztemperaturen Halbleiter darstel len, "besteht. 3.
    Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphr agma aus stabilisiertem Zirkonoxyd besieht. 4.
    Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das- Schmelzgut der Zwischenschicht, welche sich zwischen der Elektrode und dem Diaphragma befindet, eine andere chemische Zusammen setzung aufweist als das zu verarbeitende, auf der andern Seite des Diaphragmaa be findliche Schmelzgut. 5. Elektrischer Schmelzofen nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma rohrförmig ausgebildet ist und die Elektrode mit Abstand umgibt.
CH326754D 1953-12-17 1954-12-09 Elektrischer Schmelzofen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Glas CH326754A (de)

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