CH323301A - Miederware mit Versteifungselementen. - Google Patents

Miederware mit Versteifungselementen.

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CH323301A
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CH
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Inventor
Lutz Albert
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Karl Rathgeber Miederfabrik Fa
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41CCORSETS; BRASSIERES
    • A41C5/00Machines, appliances, or methods for manufacturing corsets or brassieres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Corsets Or Brassieres (AREA)

Description


  Miederware mit Versteifungselementen    Die Erfindung betrifft eine     Miederware     mit in Nahttaschen eingenähten     federnden     Versteifungselementen sowie ein Herstellungs  verfahren derselben.  



  Es ist bekannt, Stützelemente in Form von  Federstäben aus dünnem Stahl, abgeplatteten.  Drahtwendeln oder elastisch federndem  Kunststoff in Miederwaren an solchen Stellen       einzunähen,    wo eine besondere Abstützung des  Körpers erwünscht ist. Hierbei bevorzugte  man gerade, U-förmige und auch ovale Feder  stübe, die natürlich nur dann zur     Wirksam-          keit    kommen können, wenn sie in den Stoff  fest eingenäht oder aber genau passend in  durch Nähte der Miederware gebildete  Taschen eingesteckt werden.

   Es wurde jedoch  bisher bei der Anordnung derartiger Feder  stäbe nicht genügend beachtet, dass die Ver  steifung etwa eines Korsetts durch die Feder  einlagen gerade an solchen     Stellen    erhöht  werden     sollte,    an welchen sich beim Sitzen,  beim Bücken oder aber bei Seitwärtsbewe  gungen des Körpers stärkere Zonenbeanspru  chungen ergeben.  



  Die Federelemente der bekannten     Verstei-          fungssysteme    wurden     ferner    bisher unmittel  bar an ihren Enden bzw. ringsum abgenäht,  wenn es sich um geschlossene Rundgebilde  handelt. Da bekanntlich die meisten in der       Miederindustrie    üblichen Gewebe mit Aus  nahme von Perlonstoff nach der Wäsche mehr    oder weniger stark einlaufen, werden die in  Nahttaschen eingefügten Federelemente in  eine gewisse Vorspannung gebracht, die aus  mehreren Gründen unerwünscht ist. So kann  dadurch, dass die durch das Abnähen für das  Federelement geschaffene Tasche     kleiner    wird,  nunmehr der bekannte Übelstand auftreten,  dass das Stoffgewebe durchstossen wird.

   Han  delt     es    sich um ein in sich     geschlossenes    Feder  element, so wird sich die durch ein solches  Federelement     versteifte    Zone in unliebsamer  Weise auswölben.  



  Die Erfindung bezweckt die Schaffung  einer besonders zweckmässigen Versteifung an  Miederwaren, durch die die genannten Nach  teile vermieden werden     sollen.    Die     Erfindung          besteht    im     wesentlichen    darin, dass die in ver  schiedenen Flächenzonen der Miederware an  geordneten     Versteifungselemente    je minde  stens ein     U-förmig    gebogenes Federelement  und     mindestens    ein weiteres Federelement       aufweisen,

          welches    in den     Innenraum    des  U-förmigen     Elementes        eingreift.    Dabei kön  nen die     U--förmigen        Federelemente    gemäss  einer vorteilhaften     Ausgestaltung    der Erfin  dung in einer     teilweise    auch räumlich ge  krümmten Form     in    einem Giessverfahren     her-          gestellt    werden.  



  In der Zeichnung ist ein     AusführLuigs-          beispiel        des        Erfindungsgegenstandes        veran-          schaulieht    ; es     zeigt         Fig. 1 den Vorderteil und einen Seitenteil       eines    Korsetts mit eingenähten     Versteifungs-          elementen    im Schaubild, und  Fig. 2 eine mehrteilige Versteifungseinlage  in Vorderansicht.  



  Im Vorderteil 1 des aus der Zeichnung er  sichtlichen Korsetts sind ein oberes U-förmig  gebogenes Federelement 2 und ein unteres  U-förmig gebogenes Federelement 3 einge  näht, wobei das obere Federelement noch  einen mittleren     Federstab    4 aufweist, der an  der Scheitelstelle des U-Bogens in eine mit,  diesem verbundene Tasche 5 eingesteckt ist.  Die Schenkel 6 des     Versteifungselementes    3  überlappen die Schenkel 7 des Versteifungs  elementes 2. Der mittlere Federstab 4 kann  auch mit dem Federelement 2 aus einem  Stück bestehen.  



  Die genannten Federelemente ergeben mit  hin in der obern Vorderteilzone des Korsetts  die summarische Wirkung von drei, in der  Mitte die summarische Wirkung von fünf     und     in der untern Vorderteilzone die summarische  Wirkung von zwei Federstäben.  



  Der Seitenteil 8 des Korsetts ist versteift  durch ein U-förmig gebogenes Federelement 9  mit einem vorn liegenden kurzen Schenkel 10  und einem rückwärtigen, in einem flachen  Bogen nach hinten ausgeschwungenen und  bis nahe an den untern Korsettrand reichen  den langen Schenkel 11 sowie durch einen  mittleren Federstab 12. Ein in die Fläche  zwischen dem Schenkel 10 und dem Feder  stab 12 ragender Federstab 13 erstreckt sieh  in     Längsrichtung,    endet. jedoch oberhalb des  untern Randes des Korsetts. Der lange Sehen  kel 11 könnte gegebenenfalls auch gerade  oder schräg verlaufen.  



  Bei der Seitenteilversteifung des Korsetts  summieren     sich    in der     obern    Zone drei, in der  Hüftpartie vier und in der untern Zone zwei  Federelemente in ihrer Wirkung.  



  Es hat sieh als zweckmässig     erwiesen,    einige  Federelemente, insbesondere z. B. das Feder  element 9, aus     thermoplastischem    Kunststoff,  vorzugsweise einem Polyamid, im Spritz- oder  Druckgussverfahren herzustellen und das Fe-    derelement nicht in flacher oder ebener, son  dern in räumlich gekrümmter Form zu sprit  zen oder zu pressen, die den jeweiligen Kör  performen angepasst ist.  



  Bisher bat man sich damit, begnügt,  aus thermoplastischem Kunststoff bestehende  Federstäbe oder     Versteifungsteile    als gerade  Stangen oder flache Formen zu beziehen und  sie unter     Ausnutzung    der     thermoplastischen     Verformbarkeit des Materials nachträglich in  die gewünschte     Foxen    zu bringen. Dabei hat  sich gezeigt,     dass    Federstäbe -     insbesondere     solche aus Polyamid - nach kürzerer Ge  brauchsdauer die Neigung haben, in ihre ur  sprüngliche Form wieder zurückzugehen, wo  durch die Wirkung der Feder- oder Verstei  fungsteile beeinträchtigt wird.  



  Wenn man jedoch die Federelemente be  reits in der räumlichen, für ihre Verwendung  vorgesehenen Form im Spritz- oder Druck  gussverfahren herstellt,     ist    die Gefahr einer  nachträglichen ungewollten Verformung prak  tisch     beseitigt.     



  Die mehrteilige     Versteifungseinlage    gemäss  Fig. 2 besteht aus einem biegungselastischen  Bügel 14 mit Taschen 15, 16 und 17, in wel  che die z. B. aus Flachstahl bestehenden Fe  derstäbe 18, 19 und 20 eingefügt sind. Die  freien Enden der Flachstahlfederstäbe 18 und  20 können     aueh    in einen     untern        elastischen     Bügel 21     eingesteckt    sein, der in     8trichpunk-          t.ierten    Linien dargestellt ist.  



       Zwischen    den Enden der Federelemente  und den     dazu    querlaufenden Abnähten 22  kann ein das Einlaufen des     Stoffgewebes        be-          rücksichtigendes    Spiel vorgesehen werden.  



  Die     erfindungsgemässe        elastische    Verstei  fung kann unter     Verwendung    aller bisher  bekanntgewordener Federelemente, also z. B.       mit    flachgewalzten, schraubenförmig gewun  denen     Draht-Federn    und     Flach-Federn        aus     Stahl, Kunststoff oder dergleichen     hergestellt     werden.

   Die Anordnung von Taschen zum       Einstecken    von Federstäben beliebiger Länge  ist nicht an die     Ausführung    der     Federele-          mente        gebunden,    da. diese Taschen angenietet,       aufgeschoben,        angegossen.    und     gegebenenfalls          aufvulkanisiert    werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Miederware mit in Nahttaschen einge nähten federnden Versteifungselementen, da durch gekennzeichnet, dass die in verschie denen Flächenzonen der Miederware angeord neten Versteifungselemente je mindestens ein U-förmig gebogenes Federelement (2, 9, 14, 21) und mindestens ein weiteres Federelement (3, 4, 12, 13, 19) aufweisen, welches in den Innenraum des U-förmigen Elementes ein greift. II. Verfahren zur Herstellung einer Mie derware nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die U-förmigen Federele mente in einer teilweise auch räumlich ge krümmten Form in einem Giessverfahren her- ,gestellt werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Miederware nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das U-förmig gebo gene Federelement (2, 9, 14) einen zusätz lichen Schenkel (4, 12, 19) aufweist, der von der Mitte des U-förmigen Bogens ans nach der Innenseite des Bogens ragt. 2. Miederware nasch Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein U- förmiges Federelement (14) der Versteifung an mindestens einem seiner freien Enden mit einer Tasche (15, 16, 17) zum Einstecken eines weiteren Federelementes (18, 19, 20) versehen ist. 3.
    Miederware nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Mitte des U-förmigen Bogens eine nach der Innenseite des Bogens ragende Tasche (5, 16) ausgeht, in welchen der als Federstab (4, 12, 19) ausgebildete Schenkel mit seinem einen Ende eingesteckt ist. 4.
    Miederware nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die in einer Flä- ehenzone der Miederware angeordneten Teile der Versteifung aus zwei U-förmig gebogenen Federelementen (2, 3) mit zueinander parallel liegenden Schenkeln (7 bzw. 6) bestehen, wobei sieh beide Federelemente (2, 3) mit ihren Bogenteilen gegenüberliegen und die Schenkel (6) des einen Federelementes (3) in den Raum zwischen den Schenkeln (7) des andern Federelementes (2) eingreifen. 5.
    Miederware nach Patentanspruch I und Unteransprucb 4, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmig gebogenen Federelemente (2, 3,) mit ihren zueinander parallelen Schenkeln (7 bzw. 6) in die Miederware in senkrechter Richtung verlaufend eingenäht sind und dass das obere U-förmig gebogene Federelement (2) in der Mitte seines Bogens noch einen zusätz lichen Schenkel (4) aufweist, der von der Mitte des U-förmigen Bogens aus nach der Innenseite des Bogens ragt. 6.
    Miederware nach Patentanspruch I, du- durch gekennzeichnet, dass das U-förmig ge bogene Federelement (9) zwei ungleich lange Schenkel (10, 11) aufweist, von denen der kürzere (10) als.gerader Schenkel ausgebildet ist. 7. Miederware nach Patentansprach I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der längere Schenkel (11) in einem Bogen nach aussen geschwungen ist. B.
    Miederware nach Patentanspruch I und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zu den in einer gemeinsamen Fläche lie genden Teilen der Versteifung mindestens noch ein weiteres als Federstab (13) ausge bildetes Federelement gehört, welches sich in Längsrichtung des kürzeren Schenkels (10) des U-förmig gebogenen Federelementes (9) erstreckt und von der offenen Seite dieses Federelementes (9) her in den Innenraum zwischen dem kürzeren Schenkel (10) und dem mittleren Federstab (12)
    eingreift. 9. Miederware nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente in der Hüftpartie der Ware angeordnet sind, wobei der längere Schenkel (11) desU=förmig gebogenen Feder elementes (9)
    sich an der hintern Seite des Federelementes befindet und von dem oben befindlichen U-förmigen Bogenteil aus nach unten gerichtet und zugleich nach hinten aus- geschwungen ist und sich bis in die Nähe des untern Randes der 'V#l'are erstreckt, 10.
    Miederware nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit ihren offenen Seiten einander gegenüberliegende U- förmige Federelemente (14, 21) an den Enden ihrer Bogen parallel zueinander liegende Taschen (15, 17) aufweisen und durch beider seits in diese Taschen hineingesteckte Feder stäbe (18, 20) miteinander verbunden sind, und dass wenigstens eines (14) der U-förmigen Federelemente (14, 21) eine mittlere, nach innen ragende Tasche (16) aufweist, in der ein bis über die Mitte der seitlichen Feder stäbe (16, 20) reichender einzelner Federstab (19) eingesteckt ist, der das weitere Feder element der in einer Flächenzone liegenden Versteifungselemente bildet. 11.
    Miederware nach Patentanspruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass im zusammengefügten Zustand der Federelemente (14, 18, 19, 20) die Feder stäbe (18, 19, 20) in den Taschen (15, 16, 17) noch ein dem Stoffeinlauf entsprechendes Spiel aufweisen. 12. Miederware nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der in die Nahttaschen eingenähten Feder elemente (2, 3, 4, 9, 12, 13) ein dem Stoffein lauf entsprechendes Mass kürzer als die zuge hörigen Teile der Nahttaschen sind. 13. Miederware nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass dde hohlen Ansätze auf das Feder element aufgeschoben sind. 14.
    Verfahren zur Herstellung einer Mie derware nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmigen Federele mente in ihrer teilweisse auch räumlich ge krümmten Form im Spritzgussverfahren her gestellt werden. 15. Verfahren zur Herstellung einer Mie derware nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die<B>U</B> förmigen Federele- mente in ihrer teilweise auch räumlich ge krümmten Form im I)rackgussverfahren her gestellt werden.
CH323301D 1955-07-06 1956-03-09 Miederware mit Versteifungselementen. CH323301A (de)

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