CH322643A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Superphosphat - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von SuperphosphatInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05B—PHOSPHATIC FERTILISERS
- C05B1/00—Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly
- C05B1/10—Apparatus for the manufacture of superphosphates
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Description
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Superphosphat Gemäss den bisher bekannten Verfahren wird die Herstellung des Mineralsirperphos- phaLes in zwei getrennten Phasen vorgenom men a) Anteigung, bei welcher man die zweck mässig dosierte Schwefelsäure und das Phos- phatinehl in einen Mischapparat einfliessen lässt,
Rio sie gemischt und für eine mehr oder weniger lange Zeit unter steter Rührung ge halten werden.
Hier erfolgt bloss eine teilweise Reaktion zwischen den beiden Rohstoffen, wobei sich ein mehr oder weniger flüssiger Brei bildet, der in den darunter liegenden Reifekeller ab gelassen wird.
<I>b) Reife oder</I> Bindung. Es sind viele solche Kellertypen bekannt, aber in allen bleibt der von der Anteigung kommende Brei eine mehr oder weniger lange Zeit, d. h. so lange, bis die im Mischer begonnene Reaktion beendet ist und es die Entwicklung der Gase und der durch die Reaktion entstandenen Dämpfe erfordert.
Hier nimmt das Gut Konsistenz an, bis es fest: und porös wird und leicht pulverisiert werden kann.
Die bekannten Arbeitsverfahren für das Superphosphat können in zwei Typen, je nach der Dauer des Aufenthaltes im Reife keller, eingeteilt werden. <I>Im Typ I, dem älteren,</I> wird der halb flüssige, vom Mischer kommende Brei in grossen Mengen (von mehreren zehn Tonnen) im Keller angehäuft, in welchem er einige Stunden verbleiben muss, bevor die Reaktion und die Gasentwicklung beendet und die Masse fest und porös und genügend trocken ist, um in Pulverform entnommen werden zu können.
<I>Im Typ</I> II, <I>dem</I> neuesten (z. B. italieni sches Patent Montecatini Nr.369796 und seine Zusätze 1Vrn. 383 092 und 447 539) erhält man ein pulverförmiges stabiles Superphos phat auch mit einem viel kürzeren Aufent halt im Keller als mit dem ersten Typ.
Man hat nun gefunden, dass die im Mi scher begonnene Reaktion viel schneller vor sich geht, wenn der Brei in Mengen mit be schränktem Volumen gesammelt wird. "Wenn man in der Praxis mit passenden Gefässen und mit Mengen von wenigen hundert Kilogramm arbeitet, so kann der Aufenthalt des Super phosphates im Keller auf ungefähr eine halbe Stunde beschränkt werden. Das heisst aber nicht, dass durch eine immer weitergehende Aufteilung des Breies die zur Bildung eines Superphosphates mit den gewünschten physi- kalisch-chemischen Eigenschaften nötige Zeit beliebig verkürzt werden kann.
Die Auftei lung der Masse begünstigt zwar die Beseiti gung der sich entwickelnden gasförmigen Stoffe (C02, HF, SiF4, H20-Dampf), die rasche Vervollständigung der Reaktionen und die Bildung eines schwammförmigen und lockeren Produktes. Anderseits führt die übermässige Aufteilung zu starkem Wärme verlust und daher zu einer Temperatur erniedrigung mit daraus folgender Verlang samung oder Stillstand der Reaktion. Ferner hat die rasche Abgabe des Wassers, wenn sie nicht innerhalb gewisser Grenzen gehalten wird, eine gleiche, verlangsamende Wirkung, da die Anwesenheit von Wasser für den Ab lauf der Zonenreaktionen nötig ist.
Aus dem Gesagten ist ersichtlich, wie kompliziert die Feststellung der besten Be dingungen ist, unter welchen die Reaktionen in beschränkter Zeit ablaufen, und dabei trotzdem ein lockeres, pulverförmiges Super phosphat entsteht, welches beim Lagern im Magazin nicht zusammenbackt und hart wird, und somit leicht zu handhaben und transportieren ist.
Von zahlreichen praktischen Erfahrungen ausgehend und durch weitere Entwicklung der oben angeführten Gedanken wurde nun das vorliegende neue Verfahren gefunden.
Das erfindungsgemässe Verfahren hat die kontinuierliche Herstellung von chemisch und physikalisch stabilem, beim Lagern nicht zusammenbackendem und erhärtendem Su perphosphat zum Gegenstand. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure und das fein gemahlene Phosphat kontinuierlich einem Mischtrichter zugeführt werden, aus welchem sie in einen röhrenförmigen, koirt.i- nuierlich arbeitenden, um seine Längsachse rotierenden Reaktionstank gelangen, wo das Gut unter gleichmässiger, aber nicht wirbeln der Bewegung 10-?0 Minuten verweilt,
wobei die Temperatur der Reaktionsmasse in nicht zu weiten Grenzen schwanken und die Gas- und Wasserdampfabgabe nicht zu schnell erfolgen soll.
Gegenstand des Patentes ist auch eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfah rens.
Es wurde im allgemeinen festgestellt, dass, wenn man die Masse in Schichten mit be- schränkter Dicke und in kontinuierlichem Erneuerungszustand hält, das Gas und die Dämpfe, welche sich während der Reaktion bilden, sich freier entwickeln können und den Reaktionsstoffen der Masse ein inniger Kon takt und demzufolge eine schnellere Beendi gung der Reaktion ermöglicht wird.
Man hat ferner bemerkt, dass zwischen der Dicke der Reaktionsmasse und der erzeugten und mit der Zeit entwickelten Wärmemenge ein enges Verhältnis besteht; es ist daher notwendig, für jeden Phosphattyp die passendste Schicht dicke zu bestimmen, um die günstigste Reak tionstemperatur und die gleichzeitige Fixie rung des Kristallisationswassers zu erlangen.
Das ist von grösster Wichtigkeit, denn nur wenn man innerhalb gewisser Temperatur grenzen vorgeht, ist. es möglich, die Vervoll ständigung der Reaktion und die gleichzeitige Fixierung des Kristallisationswassers zu be schleunigen. Das letztere ist deshalb wichtig, weil auf diese Weise das Zusammenbacken und Festwerden des angehäuften Super phosphates vermieden wird.
Zur industriellen Realisierung des oben angeführten Vorgehens erwies sich als geeig- netesMittel ein Rohrreifetank, der aus einem um seine Achse rotierenden Rohr besteht, dessen Geschwindigkeit und Neigung einstell bar sind und in welchem die Beschickung der reagierenden Stoffe und auch die Absaugung der Gase geregelt werden kann. Ein solcher Rohrtank stellt das einfachste mechanische Mittel dar, um auf Wunsch sofort die Reak tionsverhältnisse zu ändern und die schnelle und vollständige Bildung des Superphos phates in lockerer pule erföriniger Struktur zu ermöglichen.
Eine beispielsweise Ausführungsform des neuen Verfahrens und eine zu deren Ausfüh rung benützte Apparatur werden an Hand des beiliegenden Anlageschemas näher be schrieben.
Das aus einem kontinuierlich arbeitenden Dosierer 1 kommende Phosphatmehl wird in einen Zulauftrichter 3 eingefüllt, in welchen man auch die Schwefelsäure von einem ge wissen spezifischen Gewicht (z. B. 53 bis 54 Be) vom Dosierer 2 bei einer gewissen Tempe ratur (z. B. 35 C) und bei einem gewissen Dreck einführt. Die wirbelnde Bewegung der Säure schleppt die Mischung Säure-Mehl direkt in den kontinuierlich roderenden Rohrtank 4.
In dieser ersten Phase erfolgt praktisch keine Reaktion und daher kein Wärmeverlust und auch keine Gasentwick lung.
Die Vervollständigung der Mischung und die Reaktionen vollziehen sich ausschliesslich im Tank, welcher im wesentlichen Teil aus einem Eisenzylinder besteht, der innen mit Zeinen tmörtel und Bimsstein ausgemauert ist, sich um seine eigene Achse dreht und in Kegelstümpfe endet, um die Beibehaltung der gewünschten Schichthöhe der Reaktions masse zu ermöglichen, in welcher sich in 10 bis :.'0 Minuten das Superphosphat mit einer vorzüglichen und stabilen Zusammensetzung bildet.
Die Masse des rotierenden, in der Praxis ausprobierten Zylinders mit einer Erzeugung von 15-16 Tonnen pro Stunde sind: 1.50 m, Länge 7 m, mit einer Vorrück- geschwindigkeit der Reaktionsmasse, welche in den Grenzen zwischen 35 und 70 cm pro Minute liegt. Die Teilchen der erhärteten Reaktionsmasse bewegen sich infolge der Rotation des Rohres entlang Bahnen, welche in ungefähr senkrechten Ebenen zur Achse der rotierenden Tanks verlaufen; die Ge schwindigkeit der Teilchen soll in diesen Bah nen vorzugsweise weniger als 8 m pro Minute betragen.
Die Zahlen 5, 6 und 7 des Anlageschemas bezeichnen den N eigungs- bzw. den Geschwin digkeitsregler des Tanks und den Gasabsaug- regler, mittels welchen es möglich ist, die Arbeitsbedingungen der Anlage zu beein flussen.
Wenn man die Umdrehungsgeschwindig keit des Zylinders, seine Neigung und die Reaktionsmittelmenge ändert, kann man längs der Wände des Zylinders mehr oder weniger dicke Schichten (z. B. 30 bis 35 cm) der Reaktionsmasse erhalten, welche be stimmte Bewegungen ausführen, die die Be- seitigung der gasförmigen Produkte erleich tern, dabei aber doch die Masse in genügender Ruhe lassen, um die Reaktion und damit die Bildung des Superphosphates mit den be schriebenen Eigenschaften zu ermöglichen.
Die Dauer der Reaktionszeit, welche je nach, den Phosphattypen ände±t, aber 20 Minuten nicht übersteigen darf, ist auch regel bar durch Veränderung der Neigung zwischen 0 bis<B>15'</B> und durch die Umdrehungsgeschwin- digkeit des Rohres. Die Temperatur und der Feuchtigkeitsgrad werden gleich bei Beginn der Reaktion, zweckmässigerweise mittels des Reglers 7, durch die Absaugung des Gases vom Ventilator 8, geregelt. Die für die Reak tionsmasse bevorzugte Temperatur liegt zwi schen 80 und<B>100'</B> C, während der Unter druck im Tank nur gering ist, z.
B. 2 bis 5 mm Hg. In der Endphase des Verfahrens und am Ende des Tanks, wo das Superphosphat seine stabile Zusammensetzung mit poröser Struk tur (Zellenstruktur) erreicht hat, geht das Produkt durch die langsame Bewegung des Tanks, welcher mit 1/5-1 Umlauf pro Minute rotiert, in Pulverform über. Das aus dem Tank kommende Produkt ist schon sehr gut gebrauchsfertig und wird mittels Förderband 9 dem Magazin zugeführt. Nur durch die beschriebene Anlage ist es möglich, das Zu sammenballen des Produktes bei dessen Bil dung zu vermeiden und direkt trockenes, pulverförmiges, lockeres Superphosphat zu erzeugen.
Ferner gestattet diese Anlage, rasch die besten Arbeitsverhältnisse, welche sich je nach der Qualität des behandelten Phos- phorites ändern, zu erreichen.
Obwohl die Zeit, in welcher sich das Super phosphat im Rotiertank aufhält, auf 10 bis 20 Minuten, vorzugsweise auf 12 bis 15 Minu- ten abgekürzt wurde, was vor allem der dün nen Schicht des in Reaktion befindlichen Rohphosphats zuzuschreiben ist, zeigt das mit einem beliebigen Phosphorittyp erhaltene Superphosphat kein Anzeichen eines Zusam menballens in Körner oder Krusten, welche normalerweise die Reaktionen verlangsamen.
Die Rotationsbewegung des Tanks bringt die Masse ohne nachträgliche mechanische Zerkleinerung leicht in Pulverform. Damit einfällt die mit einem mechanischen Zer mahlen stets verbundene Gefahr einer Ver schlechterung der physikalischen Eigenschaf ten des Produktes zufolge Tixotrol)ie-Er- scheinungen, wobei sich gewisse Gele zufolge fies mechanischen Einflusses in Sole um ändern.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur kontinuierlichen Her stellung von chemisch und physikalisch stabilem, beim Lagern nicht zusammen backendem Superphosphat, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schwefelsäure und das fein gemahlene Rohphosphat kontinuierlich einem Mischtrichter zugeführt werden, aus welchem sie in einen röhrenförmigen, kontinuierlich arbeitenden, um seine Längsachse rotierenden Reaktionstank gelangen, wo das Gut, unter gleichmässiger, aber nicht wirbelnder Bewe gung 10-220 Minuten verweilt,wobei die Tem peratur in der Reaktionsmasse in nicht zu weiten Grenzen schwanken und die Gas- und Wasserdampfabgabe nicht zu schnell ei folgen soll. 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Reaktionstank aufweist, welcher aus einem innen mit Zementmörtel und Bimsstein ausgemauerten, um seine Längsachse rotierenden Eisenbleeh- rohr besteht, dessen Aclisneigung und Rota tionsgeschwindigkeit geändert werden kön nen,und dass Mittel vorgesehen sind, uin den Abzug der Gase und des Wasserdampfes der art zu regulieren, dass ein Zusammenballen verhindert, die Fixierung von Kristallwasser ermöglicht und ein beim Lagern nicht zu sammenbackendes, pulverförmiges Produkt erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Pat:ent.anspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure mit einean gewissen Druck dem Mischtrichter zugeführt wird, so dass die mit Wirbelbewe gung strömende Säure das Phosphatmehl so- gleich in den Reaktionstank fühlt, welcher durch seine Rotationsbewegung das Durch- mischen vervollständigt. worauf die Reaktion zwischen den Komponenten ausschliesslich und vollständig in diesem Tank stattfindet,wobei die ganze Realctionswärrne ausgenützt wird und durch eine stufenweise Entwicklung der Gase und die ständige Erneuerung des Kontaktes zwischen den Pteaktionskompo- nenten die Bildung von Superphosphat in der sogenannten Zellenform stattfindet. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktions masse im rotierenden Tank in Schichten der gewünschten Dicke gehalten wird, die sich kontinuierlich erneuern, um die Entwicklung der Gase und die Vervollständigung der Reak tion innert 10-g0 Minuten zu ermöglichen, wobei die Temperatur der Masse in den gewünschten Grenzen bleibt. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die gebildeten Gase und der Wasserdampf finit Hilfe eines Ventilators in einer solchen Weise abgesaugt werden, da.ss der rasche Ablauf der Reaktion gesichert, die Fixierung von Kristallwasser ermöglicht und ein stabiles, pulverförmiges Produkt erhalten wird.4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Abzug der Gase und des Wasserdampfes derart durch gefühit wird, da.ss im Reaktionstank ein Unterdruck von ?-5 nnn Eg entsteht, wo durch ein Zusammenballen der Masse ver mieden und infolge der Rotation des Tanks ein pulveriges Produkt erhalten wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Rotations geschwindigkeit des Reaktionstanks zwischen 0,? und 1 Umdrehung pro Minute und die Neigung der Tankachse gegen die Horizontale zwischen 0 und 15 liegt. 6.Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Reaktionsgutes zwischen SO und 100 C gehalten wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Verweilzeit des Gutes im Reaktionstank 12 bis 15 Minu ten beträgt. B.Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschub geschwindigkeit der Reaktionsmasse im Tank 3:5 bis 70 cm pro Minute ist und dass sich die Teilchen der erhärteten Reaktionsmasse durch die Rotation des Rohres entlang Bah nen bewegen, welche in ungefähr senkrechten Ebenen zur Achse des rotierenden Tanks liegen, wobei die Geschwindigkeit, mit der sich die Teilchen in diesen Bahnen bewegen, kleiner als 8 m pro Minute ist. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch 1X, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des rohrförmigen Tanks mit Abschluss- organen zum Aufrechterhalten der gewünsch ten Schichthöhe des Reaktionsgutes versehen sind. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des rohrförmigen Tanks in Kegel stümpfe auslaufen.
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