CH322641A - Verfahren zur Herstellung wässeriger Lösungen von Zelluloseäthern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wässeriger Lösungen von Zelluloseäthern

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CH322641A
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Rudolf Dr Koehler
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Henkel & Cie Gmbh
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00Preparation of cellulose ethers
    • C08B11/20Post-etherification treatments of chemical or physical type, e.g. mixed etherification in two steps, including purification

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung wässeriger   Losungen    von Zelluloseäthern
Wasserlösliche Zelluloseäther fallen bei ihrer Herstellung meist als faserige Massen an, die beim Zusammenbringen mit kaltem Wasser nur im Laufe längerer Zeit in L¯sung gehen. Dies gilt vor allem für solche Pro  duite,    die salzbildende Gruppen nicht oder nur in untergeordneten Mengen enthalten.



  Sofern es sich bei diesen Zelluloseäthern um Produkte handelt, die in hei¯em Wasser unl¯slich. in kaltem Wasser dagegen l¯slich   sinl. hat man schon vorgeschlagen, die    Produkte zunächst mit hei¯em Wasser zu durchfenchten und sie dann unter Zusatz von kal  teiii    Wasser abzukiihlen. Heisses Wasser ist   aber unter bestimmten Bedingungen,    beispielsweise auf Baustellen, schwierig zu beschaffen.

   Man hat zwar versucht, die Zellu  loseätller    durch eine besondere Form der   Allf-      arbeitung    in eine solche äussere Beschaffenheit zu bringen, dass sie sich schneller lösen ; aber auch diese Zelluloseäther, die meist in Form von Pulvern oder Flocken in den Handel kommen schwimmen beim Anrühren in kaltem Wasser an der Oberfläche und bilden   Khonpen, die nur    durch Rühren im Verlaufe von Stunden in Lösung gebracht werden k¯nnen.



   Es wurde nun die überraschende Feststel  Iiiiig    gemacht, dass sich die Zelluloseäther in Wasser viel schneller auflösen, wenn man in    Gegenwart von nichtìonogenen kapillarakti-    ven Substanzen arbeitet.



   Wasserlösliche   Zelluloseäther,    die zu dem genannten Zweck brauchbar sind, besitzen bis zuetwa 2,   5Atherreste/Glukoseeinheit.    Bei den Ätherresten handelt es sich vorwiegend    umMethoxy-, Äthoxy-oder Glykoläthergrup-    pen, wobei die letzteren auch in Form von   Glykolätherketten    vorliegen können. Die Löslichkeitseigenschaften der Zelluloseäther werden sowohl von der Herkunft und Vorbehandlung der Zellulose als auch von der Art und Menge der   vorhandenen Ätherreste    be  einflusst.    Bekanntlich sind Methylzellulosen mit wenigstens 1, 3 Methylgruppen auf eine C6H10O5-Einheit in kaltem, jedoch nicht in heissem Wasser löslich.

   Bei Methylierung unter speziellen Bedingungen, zum Beispiel bei Gegenwart von   Kupferhydroxyd,    kann man auch bei sehr viel niedrigerem   Methylie-    rungsgrad   (z.    B. 0, 7   CHgO/CsHioOg)    wasserlösliche   Methylzellulosen    erhalten. Derartige   niedrigmethylierte    wasserlösliche Methylzellulosen sind auch   in heiBem    Wasser löslich.



  Ersetzt man die Methylgruppen durch Äthylgruppen, so wird das Temperaturgebiet der Löslichkeit nach tieferen Temperaturen hin verschoben. Glykoläther der Zellulose sind bei höheren Umsetzungsgraden in kaltem und heissem Wasser löslich. Ebenso besitzen methylierte oder   äthylierte,    niedrig umgesetzte Glykoläther eine gesteigerte Wasserlöslichkeit, die in einer Verschiebung des   Löslich-    keitsgebietes nach höheren Temperaturen hin zum Ausdruck kommt.



   Zur Herstellung der Zelluloseäther kann man in an sich bekannter Weise die   gasför-    migen   Verätherungsmittel,    wie beispielsweise Methylchlorid,   Äthylchlorid    oder Äthylenoxyd in Gegenwart von Alkali auf die Zellulose einwirken lassen. Als besonders   zweck-    mässig wurde das Verfahren des französischen Patentes 1065926 befunden, bei dem das Methylchlorid in   fliissigem    Zustand und in Gewichtsmengen angewandt wird, die wenigstens das Fünffache des Gewichtes an eingesetzter   lufttrockener    Zellulose betragen. Es wird dann bei Temperaturen zwischen 40 und   90  C    gearbeitet.

   Nach dem Verfahren des französischen Patentes 65537 kann man in Variation des beschriebenen Verfahrens die vorhandene Menge an flüssigem   Veräthe-      rungsmittel    so weit herabsetzen, dass die Alkalizellulose nur noch mit dem flüssigen   Verätherungsmittel durchfeuchtet    ist. Als Alkalien sind anorganische oder organische Alkalien, zum Beispiel   Natriumhydroxyd    oder quaternäre Ammoniumsalze, geeignet.



  An Stelle von   Alkylchloriden    oder Äthylenoxyd können auch andere, gegebenenfalls unter Normalbedingungen flüssige Verätherungsmittel, beispielsweise Chlorhydrine, Dimethylsulfat oder   Methylnatriumsulfat,    verwandt werden.



   Ganz allgemein lassen sich aber wasserlösliche Zelluloseäther, die auch Mischäther sein können, ohne Rücksicht auf deren Herstellungsweise nach dem erfindungsgemässen Verfahren verarbeiten. Man kann Zelluloseäther verwenden, die noch die Faserstruktur der Ausgangszellulose zeigen, als auch mehr oder weniger   faserfreie    homogenisierte Produkte, die nach bekannten Verfahren, aber auch nach dem Verfahren des Schweizer Patentes Nr. 317125 hergestellt sein können. Vielfach handelt es sich um körnige Zelluloseäther, deren Korngrösse etwa zwischen 0, 05 bis 0, 7 mm liegt.

   Aber auch flockige, locker zu  sammenhängende      Zelluloseäther,    wie sie zum Beispiel nach dem Verfahren des deutschen Patentes Nr. 747122 in der Form miteinander   verdrillter    oder verrollter Faserbündel   erhal-    ten werden, oder   schuppige    Zelluloseäther, wie man sie zum Beispiel beim Trocknen wässeriger Lösungen oder Pasten auf Walzentrocknern erhält, lassen sich nach dem   erfin-      dungsgemässen    Verfahren verarbeiten.



     Nichtionogene    kapillaraktive Verbindungen, wie sie zur Durchführung der Erfindung geeignet sind, sind allgemein bekannt. Man verwendet mit Vorteil solche, die im Molekül wenigstens einen nichtaromatischen Kohlenwasserstoffrest von 8-30, vorzugsweise 1020 Kohlenstoffatomen und wenigstens eine   nichtionogene    Gruppe besitzen, die ausreicht, um die Substanz in Wasser dispergierbar oder löslich zu machen. Die zurzeit praktisch wichtigsten Verbindungen dieser Art sind die Polyäther, insbesondere die Polyglykol äther.

   Diese besitzen als hydrophilen Teil des Moleküls meist mindestens 4, vorzugsweise 6-25   Polyätherreste.    Die Zahl der zur Erzielung einer ausreichenden Dispergierbarkeit oder Löslichkeit in Wasser notwendigen   Ätherreste    ist auBer von der Beschaffenheit des nichtaromatischen   Kohlenwasserstoff-    restes auch von der Zahl der vorhandenen   Ätherketten abhängig.    Sind zwei oder drei   Ätherketten    im Molekül vorhanden, so ist die Zahl der notwendigen Ätherreste geringer, als wenn nur eine   Polyätherkette    vorhanden ist. Dies ist offenbar auf die grosse wasser  löslichmaehende    Wirkung der Hydroxylgruppe zurückzuführen.

   Aus diesem Grunde ist die Erfindung nicht nur auf Polyäther beschränkt ; es können auch Produkte verwandt werden, deren Wasserlöslichkeit durch Anhäufungen freier Hydroxylgruppen hervorgerufen wird. Derartige Verbindungen sind beispielsweise Derivate mehrwertiger Alkohole, wie zum Beispiel des Mannits oder des Sorbits.



   Nichtaromatische Kohlenwasserstoffreste sind beispielsweise aliphatische, cycloaliphatische oder   aliphatisch-cycloaliphatische    Reste mit der angegebenen Zahl von Kohlenstoffatomen. Diese können mit dem nichtionogenen, löslichmachenden Teil des Moleküls direkt oder über beliebige Zwischenglie der verbunden sein. Bei den Zwischengliedern kann es sich um aromatische   Kohlenwasser-      stoffreste,    um Heteroatome oder   Heteroatom-    gruppen handeln.



   Verbindungen, die demnach als kapillaraktive nichtionogene Substanzen verwandt werden können, sind zum Beispiel die Polyglykolester von höhermolekularen Carbon-, Sulfon-oder   Sulfinsäuren,    die Polyglykol äther von höhermolekularen Alkoholen oder Merkaptanen sowie Alkylenoxyd-, insbesondere   Äthylenoxydanlagerungsprodukte    an Amine, Carbon-oder Sulfonsäureamide usw.



  Als spezielle Verbindungen seien   Fettsäure-    teilester oder Fettalkoholteiläther des Mannits oder Sorbits, Fettsäurepolyglykolester, Fettalkohol-oder Alkylphenol-polyglykol  äther. Anlagerungsprodukte    von Athylenoxyd an die Amide von   Fettsäuren, Parafnn-    sulfonsäuren oder   Alkylbenzolsulfonsäuren.   



   Die nichtionogenen kapillaraktiven Verbindungen werden mit Vorteil in einer Menge angewendet, die bis zu etwa   5%.    vorzugsweise 0. 1-3% des Zelluloseäthers, ausmacht.



  Dies gilt für die Herstellung von Zellulose  itherlösungen,    die mit Wasser in einem Ver  hältnis    von 1 : 30 bis 1 : 50 verdünnt werden.



  Sollen wesentlich konzentriertere oder wesentlich verdünntere Lösungen hergestellt werden, so können die Mengen an kapillaraktiver Substanz entsprechend verringert oder vergrössert werden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich in verschiedener Weise durchführen.



  Man kann zunächst kapillaraktive   Substan-    zen in der gewünschten Konzentration in Wasser auflösen und dann die wasserlöslichen   Zelluloseäther    einrühren. Auch bei schnellem Zugeben des   Zelluloseäthers    findet eine viel geringere Klumpenbildung statt, als wenn man ohne Zusatz von kapillaraktiven Stoffen arbeitet oder in Gegenwart ionogener kapillaraktiver Stoffe, die man zu diesem Zweck schon empfohlen hat.

   Die   getrennt, e    Anwendung von   kapillaraktivem    Stoff und   Zelheloseäther    ist anwendungstechnisch leicht durchführbar, da man den kapillaraktiven Stoff, der meist   fliissig    bis   pastenförmig    ist, der Packung des Zelluloseäthers in einem besonderen Behälter beifügen kann. Trotz der   fliissigen    bis pastenförmigen Beschaffenheit der nichtionogenen kapillaraktiven Substanzen kann man sie aber auch im Gemisch mit den feinverteilten Zelluloseäthern verwenden. Die dabei angewandte Menge an Paste ist so gering, und die Oberfläche der Zellulose äther so verhältnismässig gross, dass die pulverförmige Beschaffenheit der Zelluloseäther erhalten bleibt.



   Nach verschiedenen   Literaturangaben    lassen sich die pastenförmigen nichtionogenen kapillaraktiven Stoffe in die Form trockener Pulver bringen, beispielsweise wenn man sie mit wasserfreien, unter Aufnahme von Kristallwasser kristallisierenden anorganischen Salzen oder mit Harnstoff mischt. Auch diese, in die Form trockener Pulver   überführ-    ten nichtionogenen kapillaraktiven Stoffe können zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens verwandt werden und dem Wasser vor den Zelluloseathern oder zu  sammen    mit diesen zugegeben werden. Im allgemeinen empfiehlt es sich, wie oben beschrieben, die   Zelluloseäther    nach den nichtionogenen Stoffen oder zusammen mit diesen in das Wasser einzubringen.

   Die Wirksamkeit der   ermidungsgemäss    zu verwendenden kapillaraktiven Stoffe ist aber auch dann noch feststellbar, wenn man sie nach Zusatz der Zelluloseäther in Wasser gibt, jedoch wird ihre   Wi-rkung    in dem Masse geringer, als bereits eine Quellung der   Zelluloseäther    durch das Wasser eingesetzt hat.



   Beim Anrühren von Zelluloseäthern in kaltem Wasser erhält man bei Gegenwart von nichtionogenen kapillaraktiven Verbindungen in 10-15 Minuten klare gebrauchsfertige Lösungen, die zum Beispiel als Klebstoff, Tapetenkleister,   Farbenbindemittel    für Innenanstriche,   Emulgierungsmittel,    Dispergie  rungsmittel,    Textilhilfsmittel und dergleichen verwendbar sind. Von besonderer Wichtigkeit ist das vorliegende Verfahren für die Herstellung von   Tapetenkleister    und Farbenbindemitteln für den Gebrauch des Handwerkers.

   WÏhrend die bisher für diesen   Anwen-    dungszweck benutzten   Methylzellulosen    längere Zeit vor Gebrauch angesetzt werden mussten, wird der Handwerker durch das vorliegende Verfahren in die Lage versetzt, sich seine gebrauchsfertigen Lösungen während der Arbeit, unmittelbar vor Gebrauch,   her-    zustellen.



   In einem französischen Patent wurde vorgeschlagen, wässerige Lösungen von Zelluloseäthern in Gegenwart von kapillaraktiven, ionogenen Substanzen herzustellen. Als kapillaraktive Substanzen sind sowohl kationaktive, zum Beispiel Alkylpyridiniumsalze, als auch anionaktive, zum Beispiel   Fettalko-      holsulfate,    erwähnt. Beide verbessern die An  rührfähigkeit    von Zelluloseäthern, wenn überhaupt, dann nur in ungenügendem Masse. Es war daher sehr überraschend, dass bei Verwendung nichtionogener kapillaraktiver Substanzen wesentlich bessere Effekte erzielt werden.



   Beispiel 1
Zur Durchführung des Versuches wird ein nach folgender Vorschrift hergestelltes Produkt verwandt :
100 Gewichtsteile einer Oxäthylmethylzellulose mit etwa 1, 5   CH3O-Gruppen    und etwa 0, 3   OC2H4-Gruppen/Glukoseeinheit    und einer Korngrösse von etwa 0, 1 bis 0, 7 mm wurde mit 0, 5 Gewichtsteilen eines pastenförmigen Anlagerungsproduktes von 8-9 Mol Äthylenoxyd an ein Mol eines Fettalkoholgemisches mit   12-18    C-Atomen im Molekül vermischt. Das pastenförmige Anlagerungsprodukt enthielt 50% Aktivsubstanz, Rest Wasser.



   Das erhaltene pulverförmige Gemisch wird unter Umrühren in 3000 Teilen kalten Wassers eingestreut. Die Körner der   Oxäthyl-    methylzellulose verteilen sich sofort ohne jede Bildung von Klumpen und ohne jedes Schwimmen des Zelluloseäthers an der Oberfläche. Bereits nach 10-15 Minuten ist eine glatte, klare, gebrauchsfertige, viskose Lösung entstanden.



   Zu dem gleichen Ergebnis kommt, man. wenn man den Fettalkoholpolyglykolä-ther zuerst in Wasser auflöst und dann den Zelluloseäther zugibt.



   Wird ein Pulver der gleichen   Oxäthyl-    methylzellulose ohne Zumischung des genannten Fettalkohol-polyglykoläthers unter denselben Bedingungen in Wasser angerührt, so schwimmt der Zelluloseäther zunächst an der Oberfläche ; er lässt sich zwar durch intensives Rühren zerteilen, steigt jedoch bei Unterbrechen des Rührens wieder an die
Oberfläche und löst sich erst nach vielen Stunden auf, wobei immer und immer wieder gerührt werden muss. Unterlässt man das    s    Rühren, so bildet sich an der Oberfläche ein zäher Kuchen, der nur schwierig im Wasser zu verteilen ist.



   Mischt man der gleichen   Oxäthylmethyl-    zellulose nach dem Verfahren des erwähnten französischen Patentes 0, 5%   Alkylpyridi-    niumchlorid oder etwa die gleiche Menge eines Fettalkoholsulfates zu, so zeigt sich kaum ein Unterschied von der   Anrührung    ohne Zusatz ; es bilden sich in beiden Fällen Klumpen von gequollenem   Zelluloseäther.    die sich im obern Teil der Flüssigkeit   ansam-    meln und sich trotz langen intensiven   Rüh-    rens nur schwer auflösen.



   Verwendet man an Stelle einer   Oxäthyl-    methylzellulose eine kaltwasserlösliche, jedoch heisswasserunlösliche   Methylzellulose    gleicher Körnung mit einem Methylierungsgrad von etwa   1,      6      Methoxylgruppen/Glukose-    einheit, so kommt man zu den gleichen Er  gebnissen.   



   Beispiel 2
Zur Durchführung des Versuches wurde eine   Methylzellulose    mit etwa 1, 7 CH30  Gruppen/Glukoseeinheit    verwandt, die durch    Methylieren von Alkalizellulose xnit flüssigem    Methylchlorid bei Temperaturen von 60  SO  C, Auswaschen mit heissem    Wasser, Ho  mogenisieren    der etwa 50% Wasser enthaltenden feuchten   Methylzellulosepaste    in einer   Knetpumpe,    Zermahlen der homogenisierten Paste in einer Hammerschneidmühle und Trocknen des gemahlenen Produktes in einem Luftstrom hergestellt worden war. 



  100 Gewichtsteile des erhaltenen Pulvers mit einer Korngrösse von 0, 1 bis   1    mm wurden mit 0,6 Gewichtsteilen eines etwa 80% igen technischen Anlagerungsproduktes von 1112 Mol Äthylenoxyd an   1    Mol eines Alkylbenzolsulfamids mit etwa 10-14   Kohlenstoff-    atomen im Alkylrest gemischt.



   Löst man dieses Produkt in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise in 3000 Gewichtsteilen Wasser, so erhält man in der gleichen Weise in kurzer Zeit eine Lösung, während beim Arbeiten in Abwesenheit von nichtionogenen kapillaraktiven Substanzen oder in Anwesenheit entsprechender Mengen an anionbzw. kationaktiven Substanzen   Klumpenbil-    dung und langsames Auflösen auftritt.



   Der Alkylbenzolsulfamid-polyglykoläther kann auch vor dem Zusatz des   Zelluloseäthers    im Wasser gelöst werden.



   Die 0,6 Teile des oben beschriebenen PolyglykolÏthers lassen sich durch 1-1,5 Teile eines   Alkylbenzolsulfamid-polyglykoläthers    mit 10-14 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und 4-6 Glykolätherresten am Stickstoffatom ersetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wässeriger Lösungen von Zelluloseäthern durch Auflösen der Zelluloseäther in Gegenwart von kapillaraktiven Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass man als kapillaraktive Stoffe nichtiono- gene Verbindungen verwendet.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als kapillaraktive nichtionogene Substanz Fettalkoholpolygly koläther verwendet.
CH322641D 1953-05-21 1954-02-13 Verfahren zur Herstellung wässeriger Lösungen von Zelluloseäthern CH322641A (de)

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