CH321925A - Geodätisches Gerät, insbesondere Theodolit - Google Patents
Geodätisches Gerät, insbesondere TheodolitInfo
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Description
Geodätisches Gerät, insbesondere Theodolit Die Erfindung betrifft ein geodätisches Berät, insbesondere einen Theodoliten, mit. einer Röhrenlibelle und einem für die Ab lesung eines Höhenwinkels dienenden Mikro meter. Bei den bekannten Geräten dieser Art erfordert die Messung des Höhenwinkels das Einspielen der Röhrenlibelle vor jeder Ver- tikalteilkreisablesung, wenn das Ergebnis vom Restfehler der Horizontierung frei sein- soll.
Dieses Einspielen der Libelle stellt eine be sondere Feinarbeit dar, die Zeit beansprucht, und es darf das Einspielen der Libelle nicht vergessen werden, da sonst das Ergebnis un- renau wird.
Diese Nachteile werden nun erfindungs gemäss dadurch beseitigt., dass die Libelle dreh bar gelagert und mit dem Mikrometer derart gekuppelt ist, dass sie sieh bei der Einstel- lung des Mikrometers neigt, und dass eine Skala vorgesehen ist, auf der wenigstens ein Blasenende der Röhrenlibelle einen ihrer Nei- giing entsprechenden Wert anzeigt.
Zur Ein stellung des ;Mikrometers auf einen Messwert ist. vorteilhaft eine über eine kippbare plan parallele Platte auf eine für die Grobablesung dienende Skala projizierte Ablesemarke vorge sehen, deren Bild durch Kippung der plan parallelen Platte längs der Skala verschieb bar ist, und die planparallele Platte steht zweckmässig mit der Röhrenlibelle durch eine Mersetzung in Drehverbindung.
Wird die Ablesemarke durch Kippeng der planparalle- len Platte in Koinzidenz mit einem Teilstrich der für die Grobablesiang dienenden Skala ge- bracht, so wird entsprechend die Röhren libelle geneigt und wenigstens ein Blasenende dieser Libelle zeigt dann auf der vorgesehenen Skala einen der Verschiebung der Ablese- marke entsprechenden Wert an.
Die Über setzung zwischen der Platte und der Röhren libelle ist zweckmässig so gewählt, dass bei Verschiebung des Bildes der Ablesemarke um einen Teilstrich auf der für die Grobablesung dienenden Skala das Bläsenende auf der die Neigung der Röhrenlibelle anzeigenden Skala die gesamte Skala durchläuft, so dass diese Skala zur Feinablesung des Höhenwinkels be nutzt werden kann.
Da die Libellenblase aber nicht nur bei der Koinzidenzeinstelliusg aus wandert, sondern auch dann, wenn das ganze Gerät nicht genau horizontal steht, so addie ren sich beide Auswanderungen stets, d. h.
zu dem Messwert durch Koinzidenzeinstellung, der bei der ungenauen Horizontierung mit einem Fehler von der Grösse der Abweichung ,des Gerätes aus der Horizontalen behaftet ist, addiert sich dieser Abweichungswert bei jeder Messung, so dass das Ergebnis von dem Hori- zontierungsfehler frei ist.
Die Kippeng der Platte und der Röhren libelle erfolgt vorteilhaft durch an ihnen be festigte Stangen, deren Drehbewegungen um in der Libelle und der Platte angeordnete Drehpunkte durch eine drehbare Kurven- Scheibe gesteuert werden, indem die Enden der Stangen auf dieser Kurvenscheibe gleiten.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes gleitet nur eine Stange auf der Kurvenscheibe und die andere ist an dieser derart angelenkt, dass sie relativ zu dieser längs ihrer Achse verschiebbar ist. Durch Wahl des Anlenkpunktes kann erreicht werden, dass jedes gewünschte Übersetzungs verhältnis der Drehbewegungen der Röhren libelle und der planparallelen Platte erzielt werden kann.
Vorteilhaft werden weiter die für die Koinzidenzeinstellung und. die für die Libellenablesung vorgesehenen Skalen in ein gemeinsames Ablesefenster projiziert. Dabei kann die Skala für die Libellenablesung ent weder auf der Libelle oder im Ablesefenster angeordnet sein. Als verschiebbare Ablese marke für die Koinzidenzeinstellung dient zweckmässig ein Teilstrich einer Vertikalkreis- teilung.
Die Röhrenlibelle und das Mikrometer sind zweckmässig zusammen in einer Stütze des Gerätes untergebracht.. Dies ist möglich, weil die Libelle nicht mehr unmittelbar mit dem Auge gesehen zu werden braucht., da ein Einspielen entfällt.
Durch diese Anordnung ist die Libelle vor Beschädigen und Dejustie- rungen, Witterungseinflüssen, sowie Hand- und Haucheinflüssen geschützt. Die Beleuch tung der Libelle erfolgt zweckmässig durch die gleiche Lichteintrittsstelle,wie sie für das Mikrometer vorgesehen ist und als Libelle dient zweckmässig eine Libelle konstanter Bla senlänge.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigen: Fig.1 einen senkrechten Teilschnitt durch einen Theodoliten mit der Anordnung für die Vertikalteilkreisablesung, Fig.2 das Ablesefenster des Theodoliten, Fig. 3 eine Seitenansicht der Steuerung der Kippbewegung der Libelle und der planpar allelen Platte.
In einer Theodolitstütze 1 (Fig.1) ist eine Libelle 2 angeordnet. Ihre Libellenblase 3 wird durch Prismen 4 und 5, sowie eine Linse 6 in ein Ablesefenster 7 abgebildet. Im Ab- lesefenster 7 (Fig.2) ist eine Skala 8 an geordnet, die mit 1/10o Neugrad beziffert ist und auf der ein Ende 9 der Blase 3 einen Wert anzeigt-.
An einem in Neugraden be zifferten Vertikalteilkreis 1.0 (Fig.1) ist ein nicht gezeichnetes Fernrohr befestigt. Bei ver tikaler Verdrehung des Fernrohres um einen bestimmten Winkel dreht sich der Teilkreis um den gleichen Winkel. Der Winkelwert er scheint, vor einem Prisma 11 und wird über eine planparallele Platte 12, eine Linse 1.3 und ein Prisma 14 ebenfalls in das Ablese fenster 7 abgebildet.
Mit dem Teilstrich des N%Tinkelwertes des Teilkreises 10, der in Fing. 2 aas Teilstrich 91 dargestellt ist, kann auf einer Skala 15 ein Dezimalwert. des Drehungswin kels abgelesen werden. Die Platte 12 und die Libelle 3 :sind um Achsen 16 und 17 drehbar gelagert. Ihre Drehbewegung erhalten sie durch an ihnen befestigte Hebel 18 und 1.9. Der Hebel 18 ist verschiebbar in einer Muffe 22 gelagert, die ihrerseits drehbar am Hebel 19 befestigt ist.. Der Hebel 19 wird durch eine Feder 20 ständig gegen eine Kurvenscheibe 21 gezogen (Fig. 3).
Durch Drehung eines Mikro meterknopfes 23 kann die Kurv enseheibe 21 beispielsweise aus der gestrichelt gezeichneten Lage 21. in die Lage 21' geschwenkt werden. Dabei dreht sie den Hebel 19 in die Lage 19' und die Libelle 2, sowie der Hebel 18 und die Platte 12 führen eine entsprechende Winkel drehung aus. In der Theodolitstütze 1 sind weiter ein Beleuchtungsfeinster 24, ein Spiegel 25 und ein Prisma 26 vorgesehen (Fig.1), so dass sowohl Licht auf den Vertikalteilkreis 10 als auch auf die Libelle 2 fallen kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist. wie folgt: Wird das Gerät durch eine nicht gezeich nete Vorrichtung grob horizontiert, so zeigt das Blasenende 9 der Libelle 2 auf der Skala 8 einen Wert an, in der Fig. 2 beispielsweise in der gestrichelt gezeichneten Lage den Wert 1,5. Mit einem am Teilkreis 10 befestigten Fernrohr wird nunmehr das Ziel "anvisiert. Der Teilkreis 10 wird dabei aus seiner INTull- lage um einen bestimmten Winkel gedreht.
Dieser Winkel, in Fig. 2 der Winkel 916, er- seheint im Gesichtsfeld der Skala 15. Zeigt der Teilkreisstrich 91 nicht auf einen Skalen strich der Skala 15, wie in Fig. 2 gestrichelt dargestellt, so dreht man die Mikrometer- schraube 23. Dabei kippt die Platte 12 in der beschriebenen Weise und versetzt die vom Prisma 11 kommenden Lichtstrahlen parallel, so dass der Teilstrich 91 wandert.
Der Mikro meterknopf 23 wird so weit gedreht, bis der Strich 91 zur Koinzidenz mit einem Strich der Skala 15 kommt, in Fig. 2 mit, dem Teil strich drei. Auf der Skala 15 kann nun der Wert 91,36 abgelesen werden. Bei der Drehung der Mikrometerschraube 23 ist ausserdem die Libelle 2 gekippt worden. Das Blasenende ist dabei um fünf Teilstriche auf der Skala 8 weiter gewandert und zeigt jetzt auf den Wert 6,5. Der Wert 6,5 wird an den bereits abge lesenen Wert 91,36 angefügt, so dass die genaue Ablesung <B>91,3659</B> ergibt.
Der gleiche Wert würde sieh ergeben, wenn das Gerät vor der Messring genau horizontiert. worden wäre, da dann das Blasenende 9 auf der Skala 8 den Wert Null angezeigt hätte, das Fernrohr jedoch um den Winkel 0,0156 hätte weiter verschwenkt werden müssen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Geodätisches Gerät mit einer Röhrenlibelle und einem für die Ablesung eines Höhenwin kels dienenden Mikrometer, dadurch gekenn zeichnet, dass die Röhrenlibelle drehbar ge lagert und mit dem Mikrometer derart gekup pelt ist, .dass sie sich bei Einstellung des Mikro meters neigt, und dass eine Skala vorgesehen ist, auf der wenigstens ein Blasenende der Röhrenlibelle einen ihrer Neigung entspre chenden Wert anzeigt. UNTERANSPRÜCHE 1.Geodätisches Gerät nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Mikrometers auf einen Mess- wert eine über eine kippbare planparallele Platte auf eine für die Grobablesung dienende Skala projizierte Ablesemarke vorgesehen ist, deren Bild durch Kippung der planparallelen Platte längs der Skala verschiebbar ist, und dass die planparallele Platte mit der Röhren libelle durch eine Übersetzung in Drehver bindung steht. 2.Geodätisches Gerät nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Übersetzung zwischen der Platte und der Röhrenlibelle so gewählt ist, dass bei Verschiebung des Bildes der Ab- leseinarke um einen Teilstrich auf der für die Grobablesung dienenden Skala das Blasenende auf der die Neigung der Röhrenlibelle anzei genden Skala die gesamte Skala durchläiüt. 3.Geodätisches Gerät nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kippung der planparallelen Platte und der Röhrenlibelle durch an ihnen angeordnete Stangen erfolgt., und äass für die Steuerung dieser Kippbewegungen eine drehbare Kurvenscheibe vorgesehen ist.4. Geodätisches Gerät nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet., dass eine der Stangen auf der Kurvenscheibe gleitet und die andere an dieser Stange drehbar und längs ihrer Achse relativ zur ersten Stange verschiebbar angelenkt ist. 5.Geodätisches Gerät nach dem Patentan- cpruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die für die Grobablesung und die für die Ablesung der Libellenneigung dienenden Skalen durch optische Mittel in ein gemeinsames Ablesefenster projiziert sind.6. Geodätisches Gerät nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala für die Ablesung der Neigung der Röhrenlibelle auf :der Libelle angeordnet ist.. 7. Geodätisches Gerät nach dem Patentan- sTruch und den Unteransprüchen 1 und S, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala für die Ablesung der Neigung der Röhrenlibelle im Ablesefenster angeordnet ist. B.Geodätisches Gerät nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass als Ablesemarke ein Teilstrich einer Vertikalkreisteilung dient.9. Geodätisches Gerät nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Röh renlibelle zusammen mit dem Mikrometer in einer Stütze des Gerätes untergebracht ist. 10. Geodätisches Gerät nach dem Patent ansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass als Röhrenlibelle eine Libelle konstanter Blasen länge dient.
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