Gerät zum Überwachen der Bearbeitung mit Hilfe einer optischen Einrichtung I) ie vorliegende Erfindamg bezieht sieh auf ein GerÏt zum Überwachen der Bearbei- tung eines Arbeitsstüekes durch e-in Werkzeug mit Hilfe einer optischen Betrachtungsein- richtung, durch deren Okular r die Arbeitsstelle und die Sollformlinie einer Vorlage betrachtet werden.
Es ist bereits eine Einrichtung dieser Art bekannt, bei welcher der Arbeitsstelle ein op, tisehes System und der Varlage ein zweites optisches System zugeordnet sind, wobei die beiden Beobachtungsbilder dureh ein gemein sames Okular betrachtet, werden. Die Anwen- dung von zwei optischen Systemen ist jedoeh naehteilig, weil die Einrichtung dadureh baulieh verwickelter sowie teuerer und ausserdem in bezug auf Verstellbarkeit. der Einrichtungs- teile schwerfÏllig wird.
Es sind auch Schleifmaschinen bekannt, bei denen die Arbeitsstelle auf eine Mattscheibe projiziert wird, welehe die Sollform enthält. Abgesehen davon, dass es sich hier um eine Projektion und nieht um eine optische Betrachtung handelt, bat diese bekannte Bau- art den Nachteil, da¯ ihre Projektionseinrich tung von vornherein eine Spezialmaschine gro- sser Abmessungen bedingt.
Die Erfindung hat nun zur Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und eine Betrachtungseinrichtung zu sehaffen, welehe in vorteilhafter Weise als Zusatzgerät für Bearbeitungsmaschinen, ins besondereFräsmaschinen.vei'wendet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Sollformlinie auf einer Vorlage aus durchsichtigem Material angebracht ist und zwischen der Arbeitsstelle und der Be traehtungsstelle liegt, so dass sowohl die Soll formlinie als auch die Arbeitsstelle mittels eines einzigen optischen Systems betrachtet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in der nachstehenden Beschreibung an liand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen :
Fig. l das optische Schema der Einrieh- tung,
Fig. 2 und 3 Einzelheiten aus Fig. 1 und
Fig. 4 baulicheAusführung der Einrich- tung.
Das Arbeitsstück ist in Fig. 1 mit 10 bezeichnet. Es soll mittels eines Werkzeuges, z. P. einer Schleifscheibe 12, nach einer Vorlage 14 bearbeitet werden. Die Vorlage 14 ist wu diesem Zweck aus einem durchsichtigen Werkstoff, beispielsweise Glas, gefertigt und trägt, eine hauchdünne Sollformlinie 16. Die Vorlage 14 kann somit oberhalb der Arbeitsstelle angeordnet sein und beide Stellen, nÏm lich sowohl die Sollformlinie 16 der Vorlage 14 als aueh das Arbeitsstück 10, können durci ein einziges optisches System, vorteilhafter- weise ein Mikroskop 18, betrachtet werden.
ITm die beiden, in der Hoche unterschiedlich liegenden Stellen an der Bildfläehe scharf zu bekommen, sind im Strahlengang des Mikro- skops 18 zwei halbdurchlässige Spiegel 20, 22 und ein Umlenkprisma24angeordnet, so da) ¯ ein Teilstrahlengang durch die Spiegel 20, 22 unmittelbar zum Okulargelangt.,währendein anderer Teilstrahlengang erst ber das Umlenkprisma 24 geleitet, wird, bevor er ebenfalls zum Okular gelangen kann. Dem Beobachter erseheinen daher die Sollformlinie 16 und die Umri¯linie 26 des Arbeitsst ckes 10 - wie Fig. 3 erkennen lϯt - scharf abgezeichnet und übereinandergelagert.
Er kann somit die Steuerung des Bearbeitungsvorganges in einfacher Weise vornehmen.
Die in der beschriebenen Weise dnrehge- fuhrte LTberlagerung der Arbeitsstelle mit der durchsichtigen Vorlage bringt den eingangs erwÏhnten Vorteil einer Vereinfachung des optischen Beobachtungssystems. Ausserdem kann man hierbei das Arbeitsstückunddie Vorlage an einem gemeinsamen Halter einstell- bar anordnen, bei des, sen Verstellung beide Teile gemeinsam mitbewegt werden.
Eine Ïhnliche Anordnung von MikroskopundSchleif- scheibe an einem gemeinsamen TrÏger ist vor teilhaft, wobei der Schleifseheibe selbstver- ständlich noch die Möglichkeit gegeben sein mllss, die zum Schleifen erforderliche, in vor- liegendem Falle lotrecht, hin und her gehende Bewegung auszuführen. Durch die gemeinsame Verstellm¯glichkeit der einzelnen Teile der Einrichtung gestaltet,sichderSteuervor- gang in besonders g nstiger Weise.
In Fig. 4 ist die bauliche Anordnung der Einrichtung veranschaulicht. Zugleich ist hier gezeigt, wie das Gerät, in einfacher Weise als Zllsatzgerät für Werkzeugmaschinen, beispiels- weise Fräsmasehinen der übliehen Bauart, angewandt werden kann, wodurch eine solche Maschine ohne Schwierigkeiten eine teuere Spezial-Schleifmaschine,beispielsweise eine Kopier-Sehleifmaschinezuersetzenvermag.
DieserUmstandistfürkleineundmittlere Betriebe von besonderer Bedeutung, weil dä- durch diewirtschaftlieheAusimtznngderMa- schine g' & steig'pri-wird.
AufdemnurteilweisedargestelltenStän- der 30 einer Fräsmasehine ist in bekannter WeiseeinwaagrechtverstellbarerFräskopf 32 mit beispielsweise einer Senkrecht-Sto¯ein richtung 4 angeordnet. Diese Stosseinrieh- tung besitzt, einen lotrecht hin und her gehen- den Schlitten 36, an dem normalerweise ein Stossstah1 befestigt wird.
Im vorliegenden Fall trait er jedoch die Schleifscheibe 12, welche ber einen Riemen 38 von einer nieht darge stelltenKraftquelleangetriebenwird. Bei den lotrechten Bewegungen des Schlittens 36 wird also die Schleifscheibe12inlotrechterRich- tung am Arbeitsst ck 10 hin und her bewegt.
Die Lagerung der Schleifscheibe 12 auf dem Schlitten 36 ist in der waagreehten Rich- tung einstellbar und au¯erdem noch schrÏgstellbar. Zu diesem Zweck ist auf dem Sehlit- ten36ein'Winkelstück40befestigt,indem ungefähr oberhalb der Arbeitsstelle ein hohler Lagerzapfen 42 sitzt. Ein Schwenkstüek 44 ist um den Lagerzapfen 42schwenkbarund mittelseinerKlemmeinriehtung46feststell- bar. Auf dem Sehwenkstück44isteinschlit- tenartigerLagerkörper48mittelseinerStell- schraube 50 verstellbar und durch einen Knebel 52 festklemmbar angeordnet.
Die Verstel- lung des Schwenkst ckes 44 dient zur Sehräg- stellung und die Verstellung des Lagerk¯rpers 48 zur waagrechten Feineinstellung der Schleifscheibe12inbezugaufdasArbeits- stück 10.
Auf dem ortsfesten Teil der Stosseinrich- tung 34 ist ferner ein TrÏger 54 befestigt, der den beweglichen Schlitten 36 br ckenartig umgreift, um seine Bewegung nicht zu stören.
Am Träger er. sitzt mittels einer Stellsehraube 56 ein lotreeht verstellbarerHalter58fürdas Mikroskop 18.
AufdemnichtdargestelltenArbeitstisch der FräsmaschineisteinHalter 60 aufgesetzt, auf dem das Arbeitsstück 10 mittels einiger Spannpratxen 62 befestigt wird. Dieser Halter weist einen lotreehten Arm 64 auf. an dem ein Winkelst ck 66 mittels einer Stellschraube 68 lotreeht verstellbar angeordnet ist. Das Winkelstück 66 trägt eine mit Hilfe einer Sehraube 70 ein-und feststellbare Bingfas- sung 72 f r die Vorlage 14.
Beim Bearbeiten des Arbeitsstiiekes 10 durch die Schleifscheibe 12 ist es infolge des beschriebenenvorteilhaftenAufbauesderEin- richtung möglich, den relativenVorschubzwi- schen diesen Stellen entweder durch Verstelungen des auf dem Maschinentisch aufgesetzten TrÏgers 60 mit. Arbeitsst ck 10 und Vorlage 14 oder aber durch Verstellungen des Fräskopfes32mitSchleifscheibe12undMikro- skop18zuerzielen. Oder es können auch beide Verstellungen kombiniert werden, immer aber derart, dassdieSollformliniederVorlage im Blickfeld der optisehen Einrichtung verbleibt.
Da der VerstellbereichdesMasehinentisches bzw. des Fräskopfes die Grosse der zu bearbei- tenden Form um ein Mehrfaches übersteigt, kann die zwanze Arbeit ohne irgendeine relative VerÏnderung der Vorlage in bezug auf das Arbeitsstückausgeführtwerden,sodass eine einwandfreie Bearbeitung gewährleistet ist.