Spülbecken-Ablaufeinrichtung <B>mit herausnehmbarem Standrohr, das als</B> Abschlussorgan und <B>als</B> Überlaufrohr <B>dient</B> Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Spülbeckenablaufeinriehtung mit heraus nehmbarem Standrohr, das als Abschlussorgan und als Überlaufrohr dient, und zwar zeich net sieh dieselbe dadurch aus, dass die obere Endpartie des Standrohres unverdrehbar mit einem trichterförmigen,
den Rahmen des Beckens überragenden Mündungsteil verbun- (Icn ist und unterhalb dem letzteren als C'ber- laut dienende U,inlauföffnungen und nach aussen vorspringende Zapfen aufweist, welche in zugeordnete sehraubenliiiienförinig ver laufende Nuten an einem das Standrohr mit Abstand umgebenden, am Rahmen befestig ten Rohr eingreifen, derart, dass durch Drehung des Mündungsteils das Standrohr wahlweise auf den zugeordneten Sitz gesenkt oder von demselben abgehoben werden kann.
Vorzugsweise ist das Standrohr in seiner Längsrichtung verschiebbar mit dein Mün- dungsteil verbunden, so dass der letztere bei seiner Drehung die Aufwärts- bzw. Abwärts bewegung des Standrohres nicht. mitmacht.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- (1).egeüstandes ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt. Es zeigt.: Fig. 1 die Ablaufeinrichtung teils im senk rechten Schnitt, und teils in Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht auf den triehter- Förmigen Mündungsteil am obern Ende des fitandrohres und Fig. 3 eine Einzelheit der Einrichtung in einem senkrechten Schnitt,
der in einer gegen über der Schnittebene von F!-. 1 geschwenk ten Ebene geführt ist.
Ein Spülbecken 10, das in Fig. 1 nur zum Teil sichtbar ist, weist einen Boden 1:1 und einen rundum laufenden Rahmen 12 auf. Der Boden 11 ist, mit einer Auslauföffnung 13 versehen, die mit einem Ablaufstutzen 14 in Verbindung steht. Ein kegeliger Rand 15 ver läuft rund um die Auslauföffnung 13 und ist unter Zwiischensehaltung von Dichtungsrin gen 16 und 17 mittels eines Gewindestutzens 18 am Ablaufstutzen<B>14</B> festgehalten.
Am Ablaufstutzen 14 ist ein Sitz 19 rür einen Ventilring 20 vorhanden, der unlösbar mit dem untern Ende eines Standrohres 21 verbunden ist. Dieses ragt in ein zweites Rohr 22 hinein, welches das Standrohr mit. Abstand umgibt und an dem Rahmen 12 des Spül beckens befestigt und auch wasserdicht mit dem Ablaufstutzen 14 verbunden ist, unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes 23.
Die obere Endpartie des Standrohres 21 ist mit mehreren Einl.assöffnungen 24 und mit zwei einander diametral gegenüberliegenden Längsschlitzen 25 versehen, von denen in Fig. 1 nur. der eine siehtba.r ist -und die eben falls als Einlassöffnungen dienen. Ferner weist die obere Endpartie des Standrohres zwei radial nach aussen vorspringende Zapfen 26 auf, die je in eine zugeordnete, sehrauben- linienföiznig verlaufende Nut 27 am festen Rohr 22 eingreifen.
Die Nuten 27 sind durch Schlitze gebildet, welche in einen zylindri schen Ring 28 eingearbeitet sind. Der letz tere ist mit Hilfe von Nieten 29 im Rohr 22 befestigt. Aus fabrikatorisehen Gründen kann es zweckmässig sein, diesen Ring aus zwei Hälften oder mehr Teilen zusammenzusetzen. Die Form der Nuten 27 ist deutlich in Fi;. 3 zu sehen. Die Nuten sind nach oben offen, da mit das Standrohr 21 gegebenenfalls vollstän dig aus dem festen Rohr 22 herausgehoben werden kann.
Ferner weisen die Nuten 27 in ihren obern Partien je eine waagmecht ver laufende Kante 30 auf, die eine Rast für den zugeordneten Zapfen 26 bildet, um das Stand rohr 21 in einer angehobenen Lage festhalten zu können, bei welcher der Ventilring 20 von seinem Sitz 19 abgehoben ist.
Koaxial zum Standrohr 21 befindet ,sieh oberhalb der Teile 24 bis 26 ein trichterförmi ger Mündungsteil 31, der mittels einer an ihm ausgebildeten Schulter 32 auf dem Rahmen 12 des Spülbeckens aufliegt und den Rahmen<B>12</B> somit überragt. Dieser Mündungsteil 31 ist starr mit einem Ansatzstutzen 33 verbunden, der verschiebbar in die obere Endpartie des Standrohres 21 hineinragt und zwei radial nach aussen abstehende Stifte 34 aufweist, von denen in Fig. 1 nur der eine sichtbar ist. und welche in die Längsschlitze 25 des Stand rohres eingreifen.
Dadurch ist das Standrohr 21 längsverschiebbar aber unverdrehbar mit. dem Mündungsteil 31 verbunden. Die Schlitze 25 sind geschlossen, damit der Mündungsteil 31 nicht vom Standrohr 21 getrennt werden kann. Das untere Ende des Ansatzstutzens 33 weist einen konisch verengten Teil 35 auf, um durch den Mündungsteil eingebrachtes<B>Ab-</B> fallgut von den Einlassöffnungen 24 und 25 des Standrohres 21 fernzuhalten.
Der trichterförmige Mündungsteil 31 :veist einen nach tunten gezogenen Rand 36 a.uf, der zur Erhöhung der Griffigkeit gemäss Fig. 2 mit Rippen 37 bzw. Nuten 38 versehen ist. An einer Stelle des Randes 36 ist derselbe ferner zur Bildung eines Zeigers 39 stärker ausge buchtet. Dieser Zeiger lässt. die jeweilige Dreh stellung des Mündungsteils 31 sofort. erkennen und kann mit entsprechenden Ablesemarken oder Beschriftungen zusammenarbeiten, die auf der Oberseite des Rahmens 12 vorhanden sein können.
Aus ästhetischen Gründen, ist. es zweck mässig, den Mündungsteil 31 aus dem glei chen. Werkstoff herzustellen wie das Spül becken 10 und dessen Rahmen 12. Vorzugs- weise ist der Mündungsteil 31 aus nicht rostendem Stahlblech, wie z. B. Chrom-Niekel- Stahl, gepresst.
Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist wie folgt Wenn sieh die beweglichen Teile der Ein richtung in der in Fig. 1 dargestellten Lage befinden, ist der Ablauf des Spülbeckens durch das Standrohr 21 abgesperrt, weil dessen Ventilring 20 auf dem Sitz 19 des Ab laufstutzens 14 aufsitzt und einen Absehluss bildet. Im Becken 10 kann somit Wasser oder eine andere Flüssigkeit aufgestaut werden, bis zu einem Niveau, das in Fig. 1 durch die strichpunktierte Linie angedeutet. ist. Hier bei steigt. auch im Raum zwischen dem Standrohr 21 und dem festen Rohr 22 der Flüssigkeitsspiegel auf die gleiche flöhe.
(liesst man mehr Flüssigkeit in das Becken 10, so findet. ein überlauf durch die Einlass- öffnungen 24 und 25 des Standrohres statt, so dass die zusätzliche Flüssigkeitsmenge durch das Innere des Standrohres 21 in dem Ablaufstutzen 14 abfliessen kann. Der Mün dungsteil 31 befindet. sich in einer naeli rechts gedrehten Stellung.
Trotzdem das Becken 10 aufgestaut sein kann, lässt sieh irgendwelches geeignetes Abfallgut. durch den Ablaufstutzen 14 entfernen, indem das Ab fallgut in den trichterförmigen Mündung:,- teil 31 geschüttet wird, von wo es in gerader Linie in den durch das Innere des Stand rohres 21 gelangenden Ablaufstutzen 14 führt. Der konisch verengte Teil 35 -verhin dert. dabei, dass das Abfallgut durch die Öff nungen 24 und 25 des Standrohres austreten kann.
Wünscht man die Flüssigkeit aus dem Becken 10 abzulassen, so dreht man den Mün dungsteil 31 entgegen dem Drehsinn des Uhr zeigers nach links, wobei auch das Stand rohr 21 im gleichen Sinn mitgedreht wird. Die Zapfen 26 des Standrohres gleiten hierbei in den schraubenlinienförmig verlaufenden Nuten 27, bis sie auf den waagrecht verlau fenden Kanten 30 aufliegen. Das Standrohr erfährt bei dieser Drehbewegung somit eine Anhebung, wobei sieh der Ventilring 20 vom Sitz 19 abhebt. Der Mündungsteil 31 macht die Aufwärtsbewegung des Standrohres rieht mit.
Aus dem Spülbecken 10 kann nun die Flüssigkeit unter Umgehung des Standrohres direkt durch den Ablaufstutzen 11 aus fliessen.
Will man das Spülbecken 10 erneut. auf stauen, so dreht man den Mündungsteil im Drehsinn des Uhrzeigers nach rechts, wobei auch < las Standrohr 21 im gleichen Sinne mit gedreht. wird und die Zapfen 26 in den Nu ten 27 naeli unten gleiten, bis der Ring 20 auf dem Sitz 19 aufsitzt..
Zwecks Reinigung der beschriebenen Ein richtung kann das Standrohr 21 auch voll ständig herausgehoben werden. Man dreht. hierfür zunächst den Mündungsteil 31 ent gegen dem Drehsinn des Uhrzeigers, bis die Zapfen 26 auf die waagrechten Kanten 30 auflaufen. Nachher lässt sieh das Standrohr 21 mit Hilfe des Mündungsteils 31 einfach nach oben herausziehen. Das Einsetzen des Standrohres geschieht. nachher in umgekehr l er Reihenfolge.
Die Vorteile der beschriebenen Einrich tung sind Da der Mündungsteil 21 aus dem gleichen Material wie das Spülbecken 10 und der Rahmen 12 besteht und dauernd auf dem Rahmen 12 aufsitzt, wenn man ihn nicht. ab sichtlich hochhebt, ergibt sich ein gutes Aus sehen der Einrichtung, gleichgültig, ob das Standrohr 21 auf Sitz 19 aufsitzt oder von diesem abgehoben ist. Das Aufstauen und das Ablassen von Flüssigkeiten kann in einfach ster Weise durch Drehung des Mündungsteils 31 erfolgen, Die triehterförrnige öffnung des Mündungsteils ist gemäss den Fig. 1 und '3 gross genug, dass Abfallgut bequem hinein geschüttet werden kann.