Kardangelenk Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kardangelenk, wie es vorzugsweise bei Last wagen, Automobilen, Motorrädern und ähn lichen Fahrzeugen zur Anwendung kommt und welches zwei- Hauptgelenkteile sowie ein diese verbindendes Zwisehenstück aufweist, wobei letzteres in zwei Punkten an dem einen Hauptgelenkteil und in zwei Punkten an dem andern Hauptgelenkteil angeschlossen ist.
Bei den bekannten Kardangelenken dieser Art ist der Anschluss des Zwischenstückes an den Hauptgelenkteilen durch zylindrische Lagersitze, das heisst mittels zylindrischer Zapfen, bewerkstelligt.
Nun erleiden aber die Kardangelenke Be anspruchungen, nicht nur wegen der Dreh momentübertragung, sondern auch wegen der Winkelabweichung zwischen den zu verbirr- denden Wellen. Daraus ergibt sich, dass beim Arbeiten der Kardangelenke die zylindrischen Zapfen zwei verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt sind, welche sich in zwei verschie denen Arten der Abnützung auswirken. An gesichts der Veränderlichkeit der Übertra gungsgeschwindigkeit liegt es auf der Hand, dass jegliches Spiel zwischen den zylindri schen Zapfen und ihren Lagern sich in<B>Schlä-</B> gen auswirkt, zum Nachteil sowohl der Zapfen als auch der zugehörigen Lager.
Aus diesem Grunde nützen sich die zylin drischen Zapfen der bekannten Kardangelenke rasch ab, ebenso die Lager, in welchen diese Zapfen gehalten sind. Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Mangel zu beheben und die Lebensdauer des Gelenkes zu verlängern.
Das Kardangelenk zeichnet sich erfin dungsgemäss dadurch aus, dass der Anschluss des Zwischenstückes an den Hauptgelenk teilen über kugelige Lagersitze bewerkstelligt ist.
Vorteilhaft ist das Zwischenstück mit Armen zwischen Lagerschalen eingebettet; die an den Hauptgelenkteilen lösbar angeord net sind, um im Falle von Abnützung. er setzt werden zu können. Der Ersatz des Zwi schenstückes und dieser Lagerschalen ist von wirtschaftlichem Vorteil angesichts der hohen Kosten eines vollständigen Kardangelenkes.
Auf der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Kardangelenkes dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Aufriss des Kardan gelenkes dar.
Fig. 2 stellt einen Grundr_ iss desselben Ge lenkes dar.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Zwi schenstück.
Fig. 4 zeigt im Schnitt eine Stelle, an welcher das Zwischenstück an einem Haupt gelenkteil angeschlossen, ist.
Das Gelenk besitzt einen antreibenden Hauptgelenkteil 10 mit einer zentralen Boh rung 11 zu dessen Verbindung mit der An triebswelle. Dieser Hauptgelenkteil 10 ist als Gabel an seinen Enden mit zwei zylindrischen Hohlsitzen 12 und 13 versehen. Gegenüber dem Teil 10 ist ein gleicher Hauptgelenkteil 14 angeordnet mit der zentralen Bohrung 15 zur Verbindung mit der angetriebenen Welle. Dieser angetriebene Teil 14 ist ebenfalls mit zwei Hohlsitzen 16 und 17 versehen. Zwischen den Teilen 10 und 14 ist ein Zwischenstück <B>18</B> angeordnet, welches einen Kernring und vier Kreuzarme 19, 20, 21, 22 aufweist.
Mit den zwei Armen 21, 22 ist das Zwischenstück an dem antreibenden Teil 10 und mit den zwei andern Armen 19, 20 an dem Teil 14 gelenkig angeschlossen. Die Arme 19, 20, 21, 22 besitzen dabei Kugelenden 191, 201, 211, 221. Diese Kugelenden sind in die Hohlsitze 12, 13 und 16, 17 gebettet.
Jedes Kugelende 191, 201, 211, 221 stützt sich gemäss Fig. 4 auf Halbkugel-Lagerschalen 23 und 24, welche im Innern der Hohlsitze derart angeordnet sind, dass das Kugelende zwischen sie zu liegen kommt. Die obere Lagerschale 24 kann, mit mehr oder weniger grossem Druck gegen die untere Lagerschale niedergehalten sein. Der Druck wird durch eine Feder 26 ausgeübt, welche die Abnützung der Halbkugelschalen 223 und 24 und des da zwischen gelagerten Kugelendes ausgleicht. Die Spannung der Feder 26 ist durch eine Schraube 25 verstellbar, welche in den obern Teil des Hohlsitzes eingeschraubt ist.
Um die Kugelenden der Arme 19, 20, 21, 22 einführen zu können, ist in den Hohlsitzen ein Schlitz 27 eingearbeitet: Die halbkugeligen Lagerschalen 23, 24 sind ebenfalls dort ausgespart, wo sie sich dem Kugelende nähern. Damit stützen sich die Halbkugelschalen 23, 24 nur auf der Gleit fläche des Kugelendes ab, ohne den Arm, der es trägt, berühren zu können.
Logischerweise besteht kein nennenswerter Unterschied zwischen dem antreibenden und dem getriebenen Hauptgelenkteil. Es könnte also auch der Teil 10 der getriebene und der Teil 14 der treibende Teil des Gelenkes sein.
Die Arme 19, 20, 27., 22 können mit dem Kernring aus einem einzigen Stück bestehen, oder sie können in diesen Ring geschraubt oder an diesem sonstwie lösbar befestigt sein, so dass sie einzeln eingesetzt oder entfernt werden können zwecks Auswechslung.
Die Hohlsitze 12, 13, 16, 17 können rund, zylindrisch, vierkantig oder von anderer Ge stalt sein.
Das beschriebene Kardangelenk hat die folgenden Vorteile: 1. Die Abnützung an den kugeligen Gleit flächen ist geringer als die an zylindrischen Gleitflächen, weil sich das Gelenk den ört lichen Beanspruchungen an diesen Stellen bes ser anpassen kann.
2. Die Abnützung an den'Gleitflächen wird durch die Federn ausgeglichen, ohne dass sich ein Spiel ergibt.
3. Nach Abnützung der Kugelenden und ihrer Lagerschalen können diese unabhängig voneinander ersetzt werden, ohne dass der trei bende und der angetriebene Teil weggenom men zu werden brauchen.
4. Wenn die Arme des Zwischenstückes mit dem Kernring nicht aus einem einzigen Stück bestehen, sondern nur in diesen einge schraubt oder sonstwie daran befestigt sind, kann man jeden der vier Arme ersetzen, ohne dass man den Kernring ersetzen muss.