Klebestreifengeber
Die Erfindung betrifft einen Klebestrei fengeber mit einer Streifenvorschubeinrichtung und einer Streifenabnehmeeinrichtung, die in parallelen Ebenen umlaufende Vor schub-beziehungsweise Abnehmeelemente aufweisen, deren Umfangsflächen auf zwei sich langes zweier Schnittgera, den schneidenden, parallele Erzeugende aufweisenden Zylinder- obenlachen liegen.
Gemäss der Erfindung besteht das neuve darin, dass die Streifenvorschub-und die Streifenabnehmeeinrichtung so zueinander an- geordnet sind, dans dite nach aussen gerieh- teten Teilebenen von zwei an die Zylinder- oberflächen angelegten, durch eine der Schnittgeraden gehenden Berührungsebenen einen Tangentenwinkel von mindestens 120 einschliessen. Bei runden Vorschubscheiben und Abnehmeseheiben kann dies durch eine solche Ausbildung der Teile erreicht werden, class die Drehachsen der beiden Gruppen von Scheiben auf einen Abstand gebracht werden, der kleiner als ein Scheibenradius ist.
Dadurch liegt dann eine Drehachse der einen Gruppe von Scheiben innerhalb des Umfanges der andern Scheibengruppe. Auf diese Weise ist es möglich, den Tangentenwinkel so stumpf zu machen, dass. der Streifen einwandfrei von den Vorschubscheiben auf die Abnehmeseheiben ohne Umbiegen oder Ausweichen bergeht. Bei einer andern Ausfüh rungsform der Erfindung sind endlose Bän- der zum Vorschieben oder Abnehmen des Streifens oder für beides vorgesehen. Bei allen diesen Konstruktionen ist es möglich, einen sehr stumpfen Tangentenwinkel zwischen den Vorschub-und Abnehmeflächen zn erreichen, so dass alle Arten von Klebestreifen einwandfrei vorgeschoben werden können.
Bei den bekannten Klebestreifengebern greifen zwar auch Vorschub-und Abnehme- elemente ineinander ein, doch ist bei diesen Klebestreifengebern a. uf Grund der gewählten Konstrulition der vorerwähnte Tangentenwinkel verhältn'ismat3tiig klein. Wenn dieser Winkel beispielsweise ungefähr ein rechter Winkel ist, was ungefähr das erreichbare Optimum bei der vorgenannten Konstruktion bedeutet, so entstehen im Betrieb beträcht- liche Schwierigkeiten, die hauptsächlich darin bestehen, dass die meisten Streifen sich nach auswärts umbiegen, so dass der Streifen auf f sich selbst wÏhrend des Vorschubs aufgerollt wird, anstatt dass er von der Machine mehr oder weniger gerade austritt.
Diese bekannten Klebestreifengeber k¯nnen bis zu einem g, ewissen Grad bei bestimmten Arten von Klebestreifen verwendet werden, besonders bei solchen, die einen sehr biegsamen Geweberücken haben und nur eine mässige Klebkraft besitzen. Doch sind derartige Einrichtungen gerade für eine ganze Anzahl von besonders wichtigen Arten von Streifen nicht brauchbar.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei- spiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Klebestreifengebers mit zwei Gruppen von sich überlappenden Scheiben,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch den Gebeteil der Vorrichtung gemäss Linie 2-2 der Fig. 3,
Fig. 3 einen Teilschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, wobei die Vorschub-und Ab nehmrollen zum Teil in Ansicht dargestellt und der Klebestreifen weggelassen ist,
Fig. 4 einen Schnitt durch das Klebestrei- fengebergehÏuse und den Antriebsmechanis- mus gemäss Linie 4-4 der Fig. 3,
Fig.
5, 6 und 7 Teilschnitte nach Linien 6-6, 7-7 und 8-8 der Fig. 2,
Fig. 8 eine schaubildliche Teilansicht der Bewegangseinrichtung des Hebels mit ein stellbarer Arretiervorrichtung und Vorschub anzeigeskala,
Fig. 9 einen Teilschnitt nach Linie 9-9 der Fig. 8,
Fig. 10 eine schematische Darstellung der Vorsehubscheibenanordnung des :
Gebers gemäss Fig. 1-9, mit eingezeichnetem Tangentenwinkel,
Fig. 11 ein ähnliches Schema mit einem Tangentenwinkel, wie er sich bei einer bekannten Anordnung ergibt,
Fig. 12 eine schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Vorschubscheiben gemäss der Erfindung,
Fig. 13 einen Teilsehnitt eines Teils des Gebers mit Vorsehubseheiben gemäss Fig. 12, wobei die Vorschubscheiben teils in Ansicht und teils im Schnitt gezeigt sind,
Fig.
14 eine Seitenansicht eines Vorsehub- elementes einer weiteren Ausführungsform der Maschine gemäss der Erfindung, mit einer Gruppe von Vorschubbändern und einer Gruppe von Abnehmescheiben, wobei die angenäherte Formel zur Bestimmung des Tan gentenwinkels in der Figur angegeben ist,
Fig. 15 eine Teilvorderansicht der Vorsehubelemente der Ausführungsform gemäss Fig. 14 mit einzelnen Teilen im Schnitt,
Fig. 16 eine der Fig. 14 ähnliche Ansicht, bei der jedoch sowohl die Vorsehubelemente als auch die Abnehmeelemente endlose BÏnder sind,
Fig. 17 eine Teilvorderansicht der Elemente gemäss Fig. 16, mit einzelnen Teilen im Schnitt.
In dem Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäss Fig. 1 bis 9 ist ein die Gebeeinrichtung in sich bergendes Gehäuse 20 auf einer Grundplatte 22 aufmontiert, die auf einen Tisch oder Pult aufgesetzt oder in irgendeiner geeigneten Weise, beispielsweise mittels Schrauben 24, befestigt werden kann.
In der gezeigten Ausführungsform der Er findung ist das Gehäuse 20 auf der Grundplatte so angeordnet, dass es darauf um eine senkrechte Achse drehbar ist und in jeder beliebigen Stellung durch Handbetätigung des Knopfes 26'mit einer hier nicht gezeigten Vorrichtung verriegelt werden kann. Das Ge häuse 20 weist einen schwenkbaren Deckel 28 auf, der in Fig. 1 in offener Stellung gezeigt ist. Das Gehäuse 20 hat eine feste, durchgehende Seitenplatte 30, an der die Betäti- gungs-und Vorschubeinrichtungen angeord- net sind, und ferner eine Teilseitenplatte 32, in der die Lager für eine Vorschubrollenwelle und andere Teile untergebracht sind.
Die Platte 32 ist am Boden 34 befestigt. An der Seitenplatte 30 ist ein Trägerstück 36 zum Anbringen einer Rolle 38 von druckempfindlichen Klebestreifen auf einem nicht näher bezeichneten Bolzen drehbar angeordnet. An geeigneter Stelle an der Platte 30 ist eine Führungsrolle 40 befestigt, unter der der Streifen 48 von der Rolle 38 hingeführt ist, wobei die nicht klebende Seite des Streifens gegen die Führungsrolle anliegt.
Die Streifenvorsehubeinrichtung weist eine Reihe von auf einer Welle 44 angeordneten Vorschubscheiben 42 auf, die durch Distanzscheiben 120 getrennt sind. Die Klebseite des Streifens wird in Berührung mit dem Umfang dieser Scheiben so vorgeschoben, dass sie beim Drehen der Scheiben einen genügend kräftigen Zug auf den Streifen ausüben, um ihn von der Rolle 38 abzuziehen. Es ist klar, dass bei 3taro klebenden Streifen die aufeinanderlie- genden Streifenlagen der Streifenrolle kräftig zusammenkleben, so da. ss also ein ziemlicher Zug notwendig ist, um den Streifen vorzuschieben.
Wegen dieses mittels der Vorschubscheiben ausgeübten Zuges klebt der Streifen an den letzteren kräftig an, und es muss daher zum Abheben und Abstreifen des vorgeschobenen Streifens von den Vorschubscheiben eine besondere Einrichtung vorgesehen werden, da sich diese Streifen sonst wieder aufwinden und nicht aus der Maschine austreten würden.
In der dargestellten Konstrttktion sind die Scheiben 42 auf dem Umfang mit Zähnen 46 versehen, die mit der Klebfläche des von der Rolle 38 kommenden Streifens in gute Berührung kommen, ohne dass dabei die Gefahr eines Sehlupfes entsteht. Anderseits kann der Streifen durch die durch die Zähne unterbrochene Oberfläche nicht so kräftig an den Scheiben hängen bleiben, als dass er nicht ohne Schwierigkeit davon abgenommen werden kann.
Die Zähne stellen ausserdem ein geeignetes Mittel zum Drehen der Scheiben dar. In der gezeigten Konstruktion wird dies mit Hilfe eines verlängerten Ritzels 50 bewirkt, dessen Zähne mit den Zähnen 46 kämmen.
Dieses Ritzel bildet entweder einen Teil der Welle 52 oder ist auf dieser Welle befestigt.
Zum Abnehmen des Streifens von den Scheiben 42 ist eine Reihe von Abnehmeringen 54 vorgesehen, die abwechslungsweise zwischen den Scheiben 42 angeordnet sind.
Die Ringe 54 haben zentrisehe, von einer glatten zylindrischen Wand 56 begrenzte Aus sparungen und werden mit Hilfe von drei voneinander in bestimmtem Abstand ange ordneten Tragerollen in der entsprechenden Lage gehalten. Eine dieser Rollen kann zweckmässig aus der Welle 44 bestehen, auf der die Scheiben 42 angeordnet sind, wobei die innern Flächen der Abnehmeringe 54 gegen die Distanzscheiben 120 der Welle-44 anliegen.
Die andern Unterstützungen der Ringe 54 sind die auf Wellen 62 angeordneten Rollen 60, wobei je eine Rolle auf jeder Seite des Ritzels 50 zwischen dem Umfang der Scheiben 42 und den innern Oberflächen 56 der Ringe angeordnet ist.
Die Drehachse der Ringe 54 ist bei 64 angedeutet,und. es ist nunmehr aus der Zeich- nung ersichtlich, dass diese Achse innerhalb des Umfanges der Scheiben 42 liegt. Dadurch wird der Abstand zwischen der Drehachse-66 der Scheiben 42 und der Drehachse 64 der Ringe 54 viel kleiner als der Radius der beiden sich drehenden Glieder. Nunmehr ist es möglich, dass die sich drehenden Glieder oder Scheiben sich so weit überlappen, dass der als Tangentenwinkel bezeichnete Winliel zwi schen den Tangenten an die Umfangslinien der Scheiben und Ringe am Punkt 68, wo diese Umfangslinien sich schneiden, so stumpf gemacht werden kann, als dies für den ein wandfreien Betrieb notwendig ist (Fig. 10).
Zur Drehung der Abnehmeringe kann irgendeine Vorrichtung vorgesehen werden.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Abnehmeringe mit Zähnen 70 versehen, die mit dem verlängerten Ritzel 72 kämmen, wobei das letztere entweder auf der Welle 74 befestigt ist oder mit ihm einen Teil bildet. Die Stirnflächen der Zähne 70 stellen eine unterbrochene Oberfläche zum Ergreifen der Klebfläche der Streifen dar, so dass ein allzu festes Ankleben des Streifens an dieser Oberfläche verhindert wird. Vorzugsweise laufen die Ringe 54 schneller um als die Scheiben 42.
Dadurch wird erreicht, dass die ZÏhne über die Klebfläche des Streifens hinweg gleiten, wenn der letztere in Berührung mit der Oberfläche der Ringe vorbeigeführt wird, wodurch ein Anhängen des Streifens an den Zähnen der Ringe verhindert wird. Der Streifen wird dabei einwandfrei von den Scheiben 42 abgehoben und läuft lose über die ZÏhne der Ringe, so dass er frei nach unten hängt, wie dies bei 48a in Fig. 2 angedeutet ist.
Bei der Konstruition einer Machine, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist, bei der der vordere Teil über die Grundplatte 22 vorsteht, ist es möglich, die Machine wie in Fig. 1 anzubringen, so dass das herabhängende Ende des Streifens mit der Grundfläehe und dem Tisch, auf dem die Machine angebracht ist, nicht in Berührung kommt Dadurch ist es möglich, dass ein gegebenenfalls langes Streifenstüek frei nach unten bis beinahe zum' Boden hängen kann, ohne mit irgendeinem Gegenstand in Berührung zu kommen, an dem es ankleben kann.
Zum Antrieb der Vorschub-und Ab nehmescheiben kann eine beliebige Einrich- tung vorgesehen werden. In dem dargestellten Beispiel ist ein hin und her gehender Vorschubhebel 80 vorgesehen, der an einer Nabe 82 eines auf einem Wellenstumpf 84 drehbar angeordneten Sperrades 83 befestigt ist (Fig. 4 und 9). Das Sperrad hat eine gerändelte oder gezahnte Oberfläche und eine Feder 86 ist mit dem Sperrad so verbunden, da, I3 dieses Rad und der Vorschubhebel 80 in die Ausgangsstellung zurückgebracht werden, wenn der Vorschubhebel nach dem Vorschwenken wieder freigegeben wird.
Neben der Scheibe 83 ist ein Zahnrad 88 angebracht, auf dem ein Paar von unter Federdruck stehenden Sperrklinken 9G zum Eingriff mit dem Sperrad angeordnet sind, so dass das Zahnrad 88 mitgedreht wird, wenn der Hebel und das Sperrad in Vorschubrichtung geschwenkt werden. Das Zahnrad 88 kämmt mit einem Zwischenrad 92. Eine Sperrfeder 94 greift in die Zähne dieses Rades so ein, dass eine Bückwärtsbewegung desselben verhindert wird. Das Zahnrad92kämmt mit einem Ritzel 96, das auf einer auf dem Wellen stumpf 102 drehbar angeordneten Buchse 98 sitzt. Allsserdem ist auf der Buchse noch ein Zahnrad 104 (Fig. 3) befestigt, das mit einem Ritzel 106 kämmt.
Das letztere ist mit einer Buchse 108 starr verbunden, die auf einem Ende der Welle 52 angeordnet ist, die das die Vorschubscheiben 42 treibende Ritzel 50 antreibt.
An der Buchse 108 ist ferner ein Zahnrad 110 (Fig. 5) befestigt, das mit einem auf einem Wellenstumpf 114 angeordneten Zwischenritzel 112 kämmt. Das Ritzel 112 kämmt mit einem Ritzel 116, das auf dem Ende der Welle 74 befestigt ist. Diese Welle 74 trägt ferner das Ritzel 72, das wiederum die Nbnehmeringe 54 antreibt (Fig. 6).
Auf diese Weise werden beim Vorwärtsschwenken des Hebels, das heisst beim Drehen desselben im Uhrzeigersinn (Fig. 4), die Scheiben 42 und die Abnehmeringe 54 so gedreht, dass der Streifen vorgeschoben wird.
Ausserdem bewegen sich durch das vorgesehene Getriebe die Abnehmeringe mit einer grösseren Drehgeschwindigkeit als die Scheiben (gemäss dem Ausführungsbeispiel unge- fähr zweimal so schnell).
Die Vorsehubscheiben und die Abnehme- ringe sind vorzugsweise mit Spiel so angeord- net, dass sie eine begrenzte seitliche Bewe gungsmoglichkeit haben. Dadurch wird ein Festklemmen verhindert und der Streifen bleibt auf seiner Bahn. In der dargestellten Konstruktion sind die Scheiben 42 auf der Welle 44 mit Spiel angeordnet und auf dieser Welle durch Abstandsringe 120 und End buehsen 122 (Fig. 3) festgelegt. Die Welle 44 dient nicht zum Antreiben, da. die Scheiben durch formschlüssige Verbindung ihrer Oberflächenzähne mit dem Ritzel 50 gedreht werden.
Die Abnehmeringe 54 sind auf den drei in bestimmten Abständen angeordneten Wellen drehbar angeordnet, wie dies bereits beschrieben wurde, und werden in seitlichem Abstand durch ihre lose Berührung mit den Vorschubscheiben und mittels eines Abstandskammes gehalten, der auf einer Querstange 126 befestigte Distanzscheiben 124 aufweist (Fig. 2, 7).
Zum Abtrennen des vorgeschobenen Streifens kann irgendeine geeignete Vorrichtung vorgesehen werden. Eine sehr einfache Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, die aus einem Trennmesser 128 besteht, das auf einer an Winkelstücken 132 befestigten Querschiene 130 abnehmbar angebracht ist. Die letztere ist einstellbar am Maschinengestell mittels nicht bezeichneter Schrauben (Fig. 1) befestigt. Die Kante des Trennmessers wird so eingestellt, dass sie sich gegenüber dem Schnittpunkt 68 zwischen den Vorschub-und Abnehmeumfangslinien befindet und vorzugs- weise ganz nahe an demselben liegt.
Das Messer kann günstig unter einem Winkel von ungefähr 45 zur Vertikalen angeordnet werden, da ein derartiger Winkel besonders geeignet zum Abreissen von Streifen ist und die Bedienungsperson dann ausserdem das Tren- nen selbst verfolgen kann. Es ist selbstverständlich, dass auch andere geeignete Schneide-oder Trenneinrichtungen, die entweder automatisch arbeiten oder von Hand bedient werden, verwendet werden können.
Bei den Vorschubscheiben (42) und den Abnehmeringen (54) handelt es sich um Teile mit zylindrischen Oberfläehen, die eine Anzahl von äussersten Mantellinien aufweisen, die zugleich die äussersten Linien der Zähne darstellen. Diese äussersten Mantellinien liegen bei den Vorschubscheiben als auch bei den Abnehmeringen je auf Kreiszylindern von gleichem Radius.
Auf diese Kreiszylinder, beziehungsweise den Radius, wird im folgenden noch besonders Bezug genommen, da es-nur auf die Grosse der Kreiszylinder ankommt und die Form der ZÏhne keine Rolle spielt.
Die Konstruktion und Anordnung der vorbeschriebenen Vorschubscheiben und Abnehmeringe ergeben einen sehr stumpfen Tangentenwinkel, wie dies aus Fig. 2 und ganz besonders aus dem Diagramm gemäss Fig. 10 zu erkennen ist. Auf der letzten Figur stellt Ru de Radius der Vorschubseheiben, RP den Radius der Abnehmeringe und OC den Abstand zwischen den betreffenden Drehachsen der Scheiben und der Ringe dar. Dann kann der Tangentenwinkel (9 nach folgender Formel berechnet werden : (RF)2+(RP)2-(OC)2 Cos (180¯-?)= 2(RF)À(RP)
Da der Abstand OC wesentlich kleiner als die Radien RF oder RP ist, wird der Winkel 0 sehr stumpf. In dem dargestellten Beispiel ist er ung, efähr 1450.
Aus der obigen Formel ist ferner zu ersehen, dass der Winkel 0 abhängig vom Abstand OC, das heisst, dem Abstand zwischen den Vorschubscheiben und den Abnehmeringen, ist.
Dieser Abstand OC ist zweekrnässig klei- ner als der Wert der Formel OC = B + ?-F + C.
In dieser Formel bedeutet R den Radius bei gleichen Kreiszylindern, beziehungsweise den Radius des Kreiszylinders mit dem gro sseren Radius, rF den Radius einer Welle, auf der die eine Einrichtung angeordnet ist, und C den Abstand der andern Einrichttmg von der vorerwähnten Welle.
In Fig. 11 ist ein typisches Beispiel einer bekannten Konstruktion dargestellt. Hier ist der Abstand OC zwischen den Drehachsen der Vorschubscheiben und der Abnehmeringe notwendigerweise wesentlich grosser als der Ra.dius einer der vorgenannten Scheiben. Tatschlich ist der Abstand OC gleich dem Radius RP (oder BF, wenn dieser grösser ist) plus dem Abstand f (oder rP), der wenig- stens dem Radius der Welle entspricht, auf der die andern Scheiben angeordnet sind, und zwar im Beispiel gleich dem Radius der Ab standsringe ist und einschliesslich des notwendigen Spiels C.
Die Formel zur Bestimmung des Tangentenwinkels kann daher wie folgt geschrieben werden : (RF)2+(RP)2-(RP+rF+C)2 cos (180¯-?)=
2(RF)À(RP)
Es ist leicht einzusehen, dass sich für diese bekannte Konstruktion ein Optimum or- gibt, wenn die Vorschubscheiben und die Abnehmeringe gleichen Durchmesser haben und deshalb die Radien der beiden durch den Buchstaben R dargestellt werden können.
Damit erhält die Formel folgende Form : 2R2-(R+rF+C)2 cos(180¯-?)=
2R2
Mit der Wirklichkeit entsprechenden Wer- ten für R, round C wird der Winkel 0 ungefÏhr ein rechter Winkel (80 bis 100 ).
In dem dargestellten Beispiel der Fig. 11 ist der Winkel 0 angenähert 80 . Die absolute mathematische Grenze unter der An nahme, dass rF und C gleich Null sind, was natürlich eine physikalische Unmögliehkeit ist, entspricht einem Wert von 0 = 120 .
Wie bereits erklärt, ist ein Tangentenwinkel von 80 oder 100 (oder auch 120 ) zu spitz, um ein genügendes Abnehmen bei den meisten handelsüblichen Streifen zu erreichen.
A. us diesem Grunde ist die bekannte Kon struktion gemäss Fig. 11 ungenügend. Durch die vorliegende Erfindung kann jedoch jede gewünschte Stumpfheit des Tangentenwinkels erreicht werden, und es können daher ein wandfrei arbeitende Streifengeber für alle handelsüblichen Streifen gebaut werden.
Eine andere Ausführungsform der Erfin dung mit Vorsehub-und Abnehmeseheiben von runder Form ist in den Fig. 12 und 13 dargestellt. Bei dieser Konstruktion ist ein Paar von feststehenden Querbolzen 190 vorgesehen, auf denen zwei Reihen von exzentri schen Lagerscheiben 145 und 146 angeordnet sind. Diese Scheiben können gegebenenfalls aus einem geeigneten, wenig Reibung aufweisenden Material bestehen oder mit einem solehen belegt sein.
Die Vorschubscheiben 136 können auf den Lagerscheiben 145, und die Abnehmescheiben 138 können auf den Lagerscheiben 146 sich drehen. Beide Reihen von Scheiben 136 und 138 werden durch geeignete Mittel angetrieben, wobei die Abnehmescheiben schneller als die Vorschubscheiben laufen. In dem dargestellten Beispiel sind zwei Gruppen von Antriebsritzeln auf einer einzigen Antriebswelle 140 angeordnet, wobei die Ritzel 142 mit den Zähnen der Scheiben 136 im Eingriff sind.
Die letzteren sind kleiner aJs die Ritzel 144, die mit den Zähnen der Abnehmescheiben 138 kämmen, so dass die Abnehmescheiben schnel- ler als die Vorsehubscheiben umlaufen. Auf diese Weise ergibt sich eine einfache und ein wandfrei arbeitende Konstruktion, wobei der Winkel ? sogar ungefähr 180 sein kann, der im übrigen von der Exzentrizität der Lager scheiben-145 und 146 abhängt. In dem dargestellten Beispiel ist der Winkel 62 lmgefähr 169 .
Anstatt die Vorschub-und Abnehmebahnen rund zu machen, können eine oder beide dieser Umfangsflächen auch die Form von endlosen Bändern annehmen. Eine derartige Konstruktion, bei der der Vorschub mittels BÏndern und das Abnehmen durch Scheiben vor sich geht, ist in den Fig. 14 und 15 gezeigt. Bei diesen Konstruktionen ist eine Varsehubrolle oder Seheibe 150 vorgesehen, die an ihrem Umfang durch Nuten 154 voneinander getrennte Ringteile 152 aufweist.
Die Abnehmerolle oder-scheibe 156, die auf einer Antriebswelle 158 angeordnet ist, hat durch Nuten 162 voneinander getrennte Abnehmeringe 160. Endlose Bänder 164 laufen über die Ringe 152 der Rollen 150 und auf dem Grund der Nuten 162 der Rolle 156.
Die Bänder können aus Gummi, Gewebe oder aus anderem geeignetem Material von entsprechender Biegsamkeit sein. Der Streifen wird von der Streifenvorratsrolle über den Umfang der Bänder zugeführt, wo diese um die Ringe 152 der Rolle 150 herumlaufen, und klebt an den Bandflächen an, bis er durch die vorstehenden Umfangsteile der Ringe 160 der Rolle 156 abgenommen wird. Da die Ringe 160 einen grosseren Radius als die gekrümmten Teile der Bänderbahnen aufweisen, ist die lineare Geschwindigkeit der Ringflä- ehen grösser als die lineare Geschwindigkeit der Bänder, so dass eine entsprechende Ab nehmewirkung erzielt wird.
Der Winkel 0 zwischen dem geraden Teil der Bänder und der Tangente an dem Ringumfang am Schnittpunkt P, an dem sich die Bandober- fläehen lmd die Ringflächen schneiden, wird durch folgende Formel bestimmt : RF cos(180¯-?)=
RP
In dem vorliegenden Beispiel ist @ lmge- fähr 156 .
Bin weiteresAusführungsbeispielderEr- findung, bei dem sowohl die Vorschubbahnen als auch die Abnehmebahnen durch endlose Bänder gebildet sind, ist in Fig. 16 und 17 dargestellt ; die Vorschubrolle weist eine Reihe von getrennten Scheiben auf, die auf einer Welle 170 frei drehbar angeordnet sind. Es sind dabei zwei Gruppen von Scheiben vorgesehen ; nämlich eine Gruppe 172, über die die Vorsehubbänder 174 laufen und die einen grösseren Durchmesser hat, als die zweite Gruppe 176, über die die Abnehmebänder 178 laufen. Auf der Antriebswelle 180 ist die Abnehmerolle 182 angeordnet, die Ringe 184 aufweist, über die, die Abnehmebänder gleiten, und ferner Nuten 186, auf deren Grund die Vorschubbänder laufen.
Da die Scheibe 182 infolge der Bewegung des Vorschubhebels 80 formschlüssig angetrie- ben ist, werden alle Bänder durch Berührung mit den entsprechenden, einen Teil dieser Rolle bildenden Flächen angetrieben, so dass die Abnehmebänder mit wesentlich grösserer Geschwindigkeit als die Vorschubbänder laufen. Der Streifen läuft über die äussern Um fangsflächen der Vorschubbänder, wenn diese sich um die Scheiben 172 bewegen, und wird den Vorschubbändem von den Abnehme- bändern bei Punkt P abgenommen, wo sich clie Bänder kreuzen.
In dem dargestellten Beispiel der Erfindung weisen die Abnehme- bänder einen runden Querschnitt auf, wäh- rend die Vorschubbänder einen rechteckigen Querschnitt und flache, mit dem Streifen in Verbindung stehende Oberfläehen haben. Dadurch ergibt sich eine grössere Klebefläehe zwischen dem Streifen und den Vorschubbän- dern, als dies bei den ruliden Abnellmebän- dern und dem Streifen der Fall ist.
Es ist klar, dass. auch andere geeignete Formen von Bändern für den vorgenannten Zweck geeignet sind. Bei dieser Konstruktion wird der Wert des Winkels ? aus folgender Formel bestimmt :
EMI7.1
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Winkel ? ungefÏhr 160¯. Es ist ohne e weiteres ersichtlich, dass durch geeignete Bemessung der Teile der Winkel ? so stumpf gemacht werden kann, wie es erforderlieh ist.