CH313378A - Verfahren zur Herstellung von threo-1-p-Nitrophenyl-2-amino-propan-1,3-diol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von threo-1-p-Nitrophenyl-2-amino-propan-1,3-diol

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CH313378A
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Giuseppe Alberti Carlo
Vercellone Alberto
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Farmaceutici Italia
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  Verfahren zur Herstellung von     threo-l-p-Nitrophenyl-2-amino-propan.1,3-diol       Das     1-Phenyl-2-amino-propan-1,3-diol,        wel-          ehes    in dieser Beschreibung mit der Abkür  zung     PhAP    bezeichnet wird, bietet beträcht  liches Interesse, da es ein     Zwischenprodukt     für eine Synthese des     Chloramphenikols     D (-)     -threo        -1-p        -Nitrophenyl-    2 -     dichloracet-          amino-propan-1,3-diol    ist., zu welch     letzterem     man gelangt,

   indem man das in     Para-Stellung     des     Phenylrestes    nitrierte     PhAP        N-dichloro-          aeetyliert.     



  Da das     PhAP    zwei benachbarte     asymine-          t.rische        Kohlenstoffatome    besitzt, so besteht  es in     zwei        diastereoisomeren    Formen, nämlich  in der     eis-(erythro    oder regulären) Form der  Formel  
EMI0001.0026     
    und in der     trans-(threo,        pseudo    oder     zp)    Form  der Formel  
EMI0001.0030     
    von denen nur die     threo-Form    unmittelbar  zur Fortführung des     Prozesses    der Chlor  amphenikolsynthese verwendbar ist.

      Bei den einzelnen     Diastereoisomeren        threo     und     erythro    sind folglich je drei Formen  möglich:     raeemisch,        linksdrehend    und rechts  drehend;     in.    vorliegender Beschreibung sowie  in den Ansprüchen sollen, wenn keine Aus  sage über die     sterischen    Verhältnisse gemacht  ist, unter dem allgemeinen chemischen Namen  sowohl sämtliche einzelnen möglichen stereo  isomeren Formen als auch deren Kombina  tionen verstanden werden.  



  Während bei der Synthese des     PhAP    aus       a-Amino-fl-hy        droxy-ss-phenyl-propionsäure          (Phenylserin)    gemäss dem schweizerischen Pa  tent Nr. 2911.95 nur das     threo-Isomese    erhal  ten wird, erhält man bei andern Verfahren  das Gemisch der beiden     Diastereoisomeren,     wobei die     erythro-Form    nachträglich     durch     besondere     Verfahrensschritte    in die     threo-          Form    umgewandelt werden muss.  



  Gemäss den bisher bekannten Verfahren  wird das     threo-p-Nitro-PhAP    durch Nitrieren  unter geeigneten Bedingungen aus einem       threo-PhAP-triacylat,    nämlich im allgemeinen  aus dem     Triacetat,    hergestellt.  



  Es ist nun gefunden worden, dass es     zur     Durchführung der     Nitrierung    nicht unbe  dingt nötig ist, neben den beiden OH-Gruppen  auch die     NH2-Gruppe    durch     Acylieren        zu          sehützen,    beispielsweise durch     Herstellung    des       Triacetates:    die     Nitrierung    kann bei geeigne  ten     Bedingungen    und mit gutem Erfolg an  den     0,0-Diacyl-derivaten,    das heisst ohne           Schutz    der     NH2-Gruppe,    ausgeführt. werden.

    Es wurde ferner gefunden, dass die     0,0-Di-          acylderivate    aus den     N,3-0-DiaeyIverbinduii-          gen    durch     Behandlung    mit einem     Dehydrati-          siernngsvermögen    besitzenden Stoff in An  wesenheit     organischer        Lösungsmittel    erhalten  werden können.

   Wie sich     gezeigt    hat, wird so  aus dem     Ph        AP-N,prim-0-diaeylat,    sei es die       erythro-    oder die     threo-Form,    stets     clas        threo-          PliAP-0,0-diacylat    erhalten.

   Bei der genann  ten     Behandlung        wandert    die     N-Aeyl-Gruppe     an die freie     OH-Gruppe    und bildet sieh       gleichzeiti;-,    falls die     ervthro-Foriti    benützt  wurde, aus     dieser    die     threo-Form.     



  Das den     Gegenstand    des     vorliegenden     Patentes bildende Verfahren zur Herstellung  von     threo-l-p-:Nitrophenvl-2-amino-propan-1,3-          cliol    ist     dadureli    gekennzeichnet, dass man       tlireo-1-        Plient-1-    2     -amino-propan-7.,3-diol-0,        0-          diaeylat    bei Temperaturen unter 0  C nitriert  und das Reaktionsprodukt.

       züi        threo-l-p-Nitro-          phenzl-2-amino-propan-1,3-diol        verseift.    Das       tlireo        -1-Phenyl    -     2-aanino-propan-1,3-diol-0,0-          cliacylat    kann nach dem im     sehw        eizerisehen     Patent     NTr.    306053 beschriebenen Verfahren         hergestellt         erden.    Dabei ist. es     nielit    nötig,  das Produkt vor     der    Nitrieren; zu isolieren:

    es kann auch das     Reaktions;@emiseh    unmittel  bar     weiterverarbeitet        werden.     



  Die     Nitrieruno>    des     0,0-Diaeylderivites     kann mit rauchender Salpetersäure oder mit.       Misehsäure    (Schwefel- und Salpetersäure)       dureligeführt    werden, die jeweils frei von       salpetriger    Säure sein sollten. Die     Verseifung     des Nitroproduktes kann ohne     Isoliereng    des  selben aus dem beim Nitrieren erhaltenen       Reaktionsgemisch        erfolgen,    indem man letz  teres einfach mit.

   Wasser verdünnt und auf  eine Temperatur von 60-7.00  C erhitzt oder  aber indem man das     1-p-Nitrophenyl-2-amino-          propan-1,3-diol-0,0-cliaeylat    aus dem beim Ni  trieren erhaltenen     Reaktionsgemisch    isoliert,  indem man letzteres mit Eiswasser     verdünnt.,     auf ein     p;ii        zwischen    7 und     S    einstellt, mit  einem     geeigneten    Lösungsmittel auszieht     und     die isolierte     Verbindung    in der Wärme     finit          -verdünnter    Mineralsäure behandelt.  



  Das     erfindungs@eniässe    Verfahren wird  durch     folgendes        Reaktionsschema    erläutert.-  
EMI0002.0080     
      <I>Beispiel 2</I>  1. Teil Chlorhydrat des     threo-Phenyl-2-          aniino-propan-1,3-diol-0,0-diacetats,    wird in  kleinen Portionen zu 10 Teilen     salpetrigsäure-          freier    Salpetersäure d =1,52 zugegeben, wobei  die Temperatur zwischen -5 und -10  ge  halten wird.

   Nach 15 Minuten giesst man in  3 Teile Eis,     alkalisiert    mit     Natriumkarbonat     bis zu einem     pH    zwischen 7 und 8 und extra  hiert mit     Äthylaeetat.        Dnreh    Eindampfen der       Lösung    kristallisiert     t-lireo-l-p-Nitrophenyl-2-          t        aniino    -     propan        -1,3    -     diol    -     0,0    -     diacetat        vom     Schmelzpunkt 140-145  aus,

   welches durch  Auskristallisieren aus     Äthylacetat    auf den  Schmelzpunkt. l62-163  C kommt.  



  Zu 10 g von wie oben beschrieben erhal  tenem.     threo-l-p-Nitrophenyl-2-amino-propan-          1,3-diol-0,0-diaeetat    werden 100     em3    2n     Salz-          säure    zugegeben, und es wird auf     900C     2,5 Stunden lang erhitzt;

   die erhaltene Lö  sung wird im Vakuum konzentriert und mit       Ätznatron    auf ein     p@        zwischen    10 und 11       gebracht        -.        Es        kristallisiert        threo-l-p-Nitro-          plienyl-2-amino-propan-1,3-diol    vom Schmelz  punkt     139-140     C aus.  



  Beim Nitrieren ist es ohne weiteres möglich,  die angegebenen 10 Teile Salpetersäure durch  ebensoviel Mischsäure (Schwefelsäure plus       Salpetersäare)    zu ersetzen, die ebenfalls frei  von salpetriger Säure sein soll. Ferner     kann.das          Diacetat    auch in der     Äthylacetatlösung    ver  seift werden.  



  <I>Beispiel</I>     ;?     1 Teil     Chlorhydrat    des     threo-l-Phenyl-2-          anlino-propan-1,3-diol-0,0-diacetats    wird mit  3 Teilen Salpetersäure oder Mischsäure  (Schwefelsäure plus Salpetersäure) wie in  Beispiel 1 nitriert. Das     Nitrationsgemisch     wird mit 20 Teilen     Wasser        verdünnt    und wäh  rend     mveier    Stunden auf 100  C erhitzt.

   Man       eiltfärbt    mit.      Carboraffin ,    neutralisiert mit       Natriumcarbonat,    konzentriert im Vakuum,  nachdem man mit     HCl    auf     pH    = 3 gebracht  hat,     alkalisiert    mit     Ätznatron    auf     pH    = 10 und  zieht mit     Äthylacetat    aus.  



  Durch Eindampfen der Lösung erhält man       threo    -1- p     -1\Titropheni#1-    2 -     amino        -propan-1,3-          diol    vom Schmelzpunkt 138-139  C.    <I>' Beispiel 3</I>  1 Teil     threo-    oder     erythro-l-Phenyl-2-          amino-propan-1,3-diol-N,3-0-diaeetat    oder   <B>1</B> Teil eines Gemisches der beiden Diastereo  isomeren, wird mit     PC15    oder     SOCL    in     ehloro-          formi8cher    Lösung gemäss Patent Nr. 306053  behandelt.

   Das Chlorhydrat des gebildeten       threo        -1-Phenyl-2        -amino-propan-1,3-dio1'-0,0-          diacetats    wird nicht     isoliert,    sondern nur die       ehloroformische    Lösung konzentriert und  dann in dieser nitriert.. Die Nitroverbindung       wird    wie im Beispiel 1 oder 2 angegeben ver  seift. Man erhält     tlireo-l-p-Nitrophenyl-2-          amino-propan-1,3-diol    vom     Schmelzpunkt    138  bis 139  C.  



  Die Beispiele sowie überhaupt. die vorher  gehende Beschreibung des Verfahrens gelten  wie erwähnt genau so für die Endverbindung  in ihren optisch     isomeren    Formen, indem da  bei nur von den entsprechenden D- bzw.  [-Formen der Ausgangsverbindung auszu  gehen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von threo-l-p- Nitrophenyl-2-amino-propan-1,3-diol, dadurch gekennzeichnet, da.ss man threo-l-Phenyl-2- amino-propan-1,3-diol-0,0-diacylat bei Tempe raturen unter 0 C nitriert und das Reaktions produkt zu threo-l-p-Nitrophenyl-2-amino-pro- pan-1,3-diol verseift. UNTERATNSPRL CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das threo-0,0-Di- acylderivat in Form des bei dessen Herstel lung anfallenden Reaktionsgemisches verwen det wird, indem letzteres unmittelbar der Ni trierung unterworfen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das verwendete Nitriertmgsmittel frei von salpetriger Säure ist. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Nitrierungs- mittel rauchende Salpetersäure ist. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, da.ss das ISTitrierungs- mittel Mischsäure (112S0,1 + 11N03) ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verseifung der Nitroverbindung ohne Isolierung derselben aus dem beim Nitrieren erhaltenen Reaktions gemisch vorgenommen wird. 6.
    Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Verseifung er folgt, indem man das beim Nitrieren erhaltene Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt und auf eine Temperatur von 60-100 C erhitzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das beim Ni trieren erhaltene Reaktionsgemisch mit Eis wasser verdünnt, auf ein PH von 7-8 bringt, die Nitroverbindung mit einem Extraktions- mittel auszieht und in der Wärme mit Mine ralsäure verseift. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass als Extraktions mittel Äthylacetat verwendet wird.
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