CH313013A - Verfahren zum Schutz von Holz gegen Pilzangriff - Google Patents
Verfahren zum Schutz von Holz gegen PilzangriffInfo
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Description
Verfahren zum Schutz von Holz gegen Pilzangriff Es sind zum Schutz von Holz Mittel be kannt geworden, die neben Fluoriden und Chromaten Phenolderivate enthalten. Als Phenolderivate sind zum Holzschutz Alkali salze chlorierter Phenole bekannt.
Ein be kanntes Holzschutzmittel enthält. beispiels weise neben einem wasserlöslichen Salz des Pentachlorphenols noch mindestens ein wasser lösliches anorganisches Holzkonservierungs mittel, beispielsweise anorganische Fluorid- verbindungen. Es ist ferner bekannt, Fluoride zusammen mit Chromaten bei der Holzpilz bekämpfung zu verwenden.
Nach dem Verfahren der Erfindung wird Holz gegen Pilzangriff in der Weise geschützt, dass man das Holz mit einer 4-6%igen wäss- rigen Lösung mit einem pH-Wert von über 7 behandelt, die auf 17-20 Gewichtsteile Penta- chlorphenolnatrium 48-50 Gewichtsteile Al- kalifluorid und 30-35 Gewichtsteile Kalium- chromat enthält.
Als Alkalifluorid dient vor zugsweise Natriumfluorid. Damit die Lösung den gewünschten PH-Wert von über 7 hat, kommen vorzugsweise Puffersalze, z. B. kalzi- nierte Soda, zur Anwendung. Die Lösung kann ferner in an sich bekannter Weise mit einem Netzmittel versetzt sein.
Nach dem Verfahren der Erfindung wird nicht nur ein tiefes Eindringen sämtlicher wirksamen Bestandteile, insbesondere des Pentachlorphenolnatriums, ins Holz,- sondern auch eine überraschende günstige Auslauge beständigkeit erreicht.
Wie durch zahlreiche Experimente ermit telt, ist der PH-Wert von über 7 die Ur sache des guten Eindringens des Pentachlor- phenolnatriums ins Holz, wobei nicht nur die bekannte Löslichkeit dieser Verbindung in alkalisch reagierenden wässrigen Lösungen, sondern aüch der Qüellunszüstand der Holz- fäsern ausschlaggebend sein dürfte.
Die rela tiv niedrige Alkalität begünstigt zugleich aber auch nach dem Eindringen des Pentaehlor- phenolnatriums in die Holzfaser die leichte Fällung des wasserlöslichen Alkalisalzes unter der Einwirkung der schwach sauer reagieren den Holzbestandteile als Pentachlorphenol. Ein Übermass an Alkali unterbindet diese Fäl lung und begünstigt zwangläufig wesentlich stärkere Auslaugverluste, die Auslaugungs- versuche nach DIN 52 176, 1941, Blatt 2, Prüfung von Holzschutzmitteln ,
Beuth-Ver- trieb GmbH., Berlin W 15, ergeben haben. Auf den gewichtsmässig fein abgestimmten Ge halt der Lösung an Soda oder ähnlich alka lisch wirkenden, in der Lösung chemisch in differenten Stoffen beruht mithin nicht nur die hohe Eindringungsfähigkeit, sondern zu gleich die hohe Auslaugbeständigkeit.
Es ist überraschend, dass beim erfindungs gemässen Verfahren das Verhältnis Grenzwert nach Au slaugung und Grenzwert ohne Aus- laugung gemäss DIN 52 176, Blatt 1 und als Mass der Auslaugbeständigkeit
EMI0002.0003
das heisst 3,2 beträgt, während das entsprechende Verhältnis bei Fluorehromsalzgemischen (L: Salzen) mindestens
EMI0002.0005
und bei Penta- ehlorphenolnatrium
EMI0002.0008
ausmacht.
Wür den die in der erfindungsgemäss zur Anwen dung kommenden Lösung vorhandenen Wirk stoffanteile den vorstehend bekannten übli chen Wirkungsverlust erleiden, so müsste das Verhältnis Grenzwert nach Auslaugung und Grenzwert ohne Auslaugung einen wesent lich höheren, das heisst ungünstigeren Wert ergeben.
Wenn man die auf die Gewichts anteile des gelösten Salzgemisches entfallen den Fluor-Chrom-Komponente einerseits und die Pentachlorphenolnatrium-Komponente an derseits anteilsmässig hinsichtlich des Aus- laugungsfaktors berücksichtigt, so ergibt sich rechnerisch gine etwa bei 17 liegender Wert.
Die Tatsache, dass der Auslaugungsfaktor der erfindungsgemäss angewandten Salzlösung aber fast dem des reinen Pentachlorphenol- natriums entspricht, zeigt, dass bei dieser Lö sung, was auch durch Serienversuche festge- stellt wurde, eine überraschende verstärkte Auslaugbeständigkeit erzielt wird, die keines wegs der zu erwartenden additiven Wirkung der Komponenten entspricht.
Besonders gute Ergebnisse hinsichtlich Eindringtiefe und Auslaugbarkeit werden mit einem Salzgemisch folgender Zusammenset zung erzielt, wenn es in einer 4-6%igen wäss- rigen Lösung mit einem PH-Wert von 7,5 bis 8,5 angewendet wird:
Pentachlorphenolnatrium 17% Natriumfluorid 48% Kaliumchromat 30 kalz. Soda 3,5<B>%</B> Netzmittel<B>1,5%</B> Mit dieser Salzmischung wurden in der an gegebenen Lösung nach DIN 52 176 folgende Grenzwerte vor und nach der Auslaugung er mittelt
EMI0002.0036
Grenzwert <SEP> in <SEP> kg/m."
<tb> Verhältnis <SEP> der <SEP> Grenzwerte
<tb> Prüfpilze <SEP> <I>vor <SEP> nach</I> <SEP> vor <SEP> und <SEP> nach <SEP> Auslaugung
<tb> Auslaugung
<tb> Polyporud <SEP> vap. <SEP> 0,1-0,7 <SEP> 1,0-1,4 <SEP> 2,2
<tb> Coniophora <SEP> cereb.
<SEP> 0,5-0,9 <SEP> 1,6-1,9 <SEP> 2,5
<tb> Lenzites <SEP> abietina <SEP> 0,9-1,2 <SEP> 1,4-1,9 <SEP> 1,6
<tb> Polystictus <SEP> versic. <SEP> 0,5-0,8 <SEP> 1,6-2,l <SEP> 2,8 Der in der vorangehenden Beschreibung angewandte Ausdruck vor und nach Aus- laugung bezieht sich auf den Angriff auf durch Imprägnierung mit einem Holzschutz mittel geschütztes Holz vor bzw. nach Aus laugen mit Nasser.
Der Ausdruck Grenzwert bezeichnet nach DIN 52 176 die Grenze für den Angriff durch Pilze, angegeben als die Menge (kg/m3) Hollzschu1zmittel, die noch Zerstörung des Holzes zulässt (die niedrigeren Zahlenwerte in der Tabelle) und als die Menge Holzschutz mittel, die nicht mehr Zerstörung zulässt (die höheren Zahlenwerte in der Tabelle). Hierbei wird davon ausgegangen, dass Zerstörung des Holzes immer dann vorliegt, wenn das Holz eine Gewichtsverminderung von mindestens 5% aufweist. Die Tatsache, dass die Zahlen.
in der letzten Spalte der Tabelle, die das Ver hältnis zwischen den Grenzwerten nach und vorAuslaugung angeben, nicht genau diejenigen sind, die sich aus den in den vorangehenden Spalten angegebenen obern Grenzwerten er rechnen, erklärt sich daraus, da.ss diese obern Grenzwerte Mittelwerte aus einer grösseren Zahl Versuche darstellen; die Verhältniszahlen in der dritten Spalte der Tabelle sind dagegen unter Zugrundelegung der ungünstigsten (höchsten) erhaltenen obern Grenzwerte vor und nach der Auslaugung ausgerechnet wor den.
Dasselbe gilt auch bezüglich der im fünften Absatz der Beschreibung angegebenen Verhältniszahlen für die erfindungsgemäss an gewandte Lösung einerseits und für Fluor- ehromsalzgemische und Pentachlorphenol- natrium anderseits.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Schutz von Holz gegen Pilz angriff, dadurch gekennzeichnet, dass man das Holz mit einer 4-6%igen wässrigen Lösung mit einem pH-Wert von über 7 behandelt, die auf 17-20 Gewichtsteile. Pentachlorphenol- natrium 48-50 Gewichtsteile Alkalifluorid und 30-35 Gewichtsteile Kaliumchromat ent hält. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Anwendung einer Puf fersalze enthaltenden Lösung. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung einer Lösung, die als Alkali- fluorid Natriumfluorid enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE313013X | 1951-12-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH313013A true CH313013A (de) | 1956-03-15 |
Family
ID=6138130
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH313013D CH313013A (de) | 1951-12-29 | 1952-12-17 | Verfahren zum Schutz von Holz gegen Pilzangriff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH313013A (de) |
-
1952
- 1952-12-17 CH CH313013D patent/CH313013A/de unknown
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