Verfahren zur HersteRung einer Dauerwellfrisur und Haarwickler zur Durchführung des Verfahrens. Bei den in neuerer Zeit hauptsäehlieh an gewendeten sogenannten Kalt- oder Laudauer- wellverfahren wird das Haar zuerst mit dem Präparat befeuchtet, dann die einzelnen Strähnen auf am Kopf der zu behandelnden Person liegend an-ebrachten. 'Wieklern auf gedreht, dann zür Einwirkung einige Zeit ]ang stehengelassen,
dann gründlieh mit Wasser abgesehwemmt, dann mit einem -indem Präparat das eingangs genannte Prä parat neutralisiert, dann die Haarsträhnen abgewickelt und weiter mit dem zweiten Präparat behandelt, damit die Locken auch -in der Innenseite, wo die Haarspitzen liegen, mit dem Neutralisator in Berührung kommen, worauf dann im leuchten Zustande neuer dings mit Hilfe von Wieklern sogenannte Wasserwellen gelegt werden, um die ge- wünselite Frisur zu erzielen, worauf dann die Haare getrocknet werden müssen.
Wie man hieraus ersieht, sind zwei voneinander ge trennte Arbeitsvor--än,o,e erforderlich, und <B>b</B> n zwar zuerst die eigentliche, Dauerwellung, bei der die Molekülverschiebung im Haar vor sieh ae <B>,</B> ht, so dass sieh dieses kräuselt und für das Legen in beliebigen Wellen geeignet wird, und ein zweiter Vorgang, bei dem mit Hilfe von Wieklern die gewünsehte Frisur hergestellt wird.
Es ist klar, dass dieses zweimalige Auf- drehen der Haarsträhnen auf Wie-kler und der dazwischenliegende Absehwemmvorgang einen bedeutenden Zeitaufwand von mehreren Stunden erfordert, der nicht nur unangenehm empfunden Wird, sondern auch die Gesamt kosten erheblich erhöht.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein verbessertes Verfahren zür Herstellung einer Dauerwellfrisur, das sieh im Gegensatz zu dem genannten bekannten Verfahren dadurch auszeichnet, dass die Haarsträhnen nur einmal und entsprechend der endgültigen Frisur auf die Wickelspulen aufgewickelt und diese Wickelspulen auf dem Kopie der behandelten Person stehend angebracht werden, dann die Haarsträhnen der Einwirkung des Dauerwell- präparates und hierauf eines NeutralisatoTs ausgesetzt und schliesslich abgewickelt und auf gekämmt werden.
Der Hauptunterschied gegenüber dem be kannten Verfahren besteht also darin, dass die Haare nur einmal auf Wiekler aufgewickelt werden anstatt wie bisher zweimal.
Es hat sich gezeigt., dass man mit den bisher bekannten Wickelspulen den Bedürf nissen des erfindungsgemässen Verfahrens nicht entsprechen kann. Einen weitem Gegen stand der Erfindung bildet eine besondere Ausführung eines Haarwieklers zur Dur#ehr führung dieses Verfahrens.
Dieser Wickler #veist einen hohlen Wiekelkörper aLif, der mit Durühbrechungen in der obern Stirnwand und im Mantel und am untern Ende mit einem Kranz von in gleicher Richtung abge bogenen Verankerungsorganen zum aufrech- ten Befestigen des Wieklers am Haarboden versehen ist, was an sieh bekannt ist.
Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen ist der Körper des Wieklers indessen an dem die Verankerungsorga-ne tragenden Ende ge- sehlossen, zum Zwecke, dass eine von oben eingeführte Behandlungsflüssigkeit nurdureh die Mantelöffnungen aListreten kann.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele von Lockenwicklern, wie sie für Aus führungsformen desDauerwellverfahrens nach der Erfindung geeignet sind, dargestellt. _C Fig. <B>1</B> zeigt einen Längsmittelsehnitt durch den Wickler und Fil-. 2 eine Unteransieht hievon-, die Fig. <B>3</B> und 4 zeigen entsprechende Dar- ste111ungen einer zweiten Ausführungsform.
Am obern Ende des Wiekelkörpers A be findet sich ein Armstern<B>1,</B> in dessen Nabe '2 eine Achse<B>3</B> eines Befestigungsteils B drehbar gelagert ist, die einen Griffknopf 4 trägt. Die -#V,ickelfläehe <B>5</B> der Spule hat in der Höhen- niitte des Körpers<B>A</B> innen den engsten Durchmesser Lind verbreitert sieh doppel konisch gegen beide Endflächen hin, so dass sie in der Gesamtheit etwa die Form eines Rotations-Hyperboloides besitzt.
An der Wickelfläche sind eine grössere Anzahl von gegeneinander versetzten öffnungen <B>6</B> anc bracht, die zum Durehtritt. von Flüssigkeiten und Luft dienen. Die axiale Län-e L der Wiekelfläche <B>5</B> ist etwas kleiner als ihr gröss ter Durchmesser<B>D,</B> weil dies am besten den gegebenen Anforderungen entspricht. Die untere End-wand <B>7</B> besitzt keine Durch- brechungen mit Ausnahmeder zweiten<U>Lager-</U> stelle der Achse<B>3.
An</B> dem unten ausragenden Ende der Achse sitzt ein Zackenstern <B>8</B> mit vier einseitig gekrümmten Zacken<B>9.</B> Diese <B>C</B> dienen zur Verankerung der Spule in auf rechter Stellun- am Haarboden.
Nach Auf- C wickeln der Haarsträhne auf die Wick-elfläehe <B>5</B> wird die Spule mitdem Zackenstern <B>8</B> auf den Haarboden aestellt und mittels des Dreh knopfes 4 der Zackenstern so verdreht, dass er sich mit seinem Zacken<B>9</B> im Haar ver ankert. Das Lösen ist durch Zurüekdrelien des Zackensternes unschwer möglich.
Wichtig ist, dass die obere Endwand des WiekelkörpersA und der Mantel öffnungen aufweisen, wäll- rend der Boden geschlossen ist, weil auf diese 'Weise beim Eingiessen der Behandlun,
-sflüs- sigkeiten durch die Öffnungen<B>1</B> diese durch die Offnungen <B>6</B> der --#lantelfläehe -und die iiif-ewiekel-Len Haare hindurch austreten <B>C</B> muss. Die 'V#'iekelspLile nach den Fig. <B>3</B> und 4 stellt eine vereinfachte Ausführungsform dar.
Hier dient der oberste, zvlindrisehe, geriffelte Teil<B>11</B> als Handhabe für die Drelibetätigling. Der mittlere, als #N,-iekelfläehe dienende Teil 12 hat die _gleiche äussere Form wie derjenige in Fig. <B>1;</B> jedoch sind hier zum Beispiel schlitzförmige, in der Längsrichtung ver laufende Durchtrittsöfliiiin---en <B>13</B> über den Ilmfan--- veiteilt angeordnet.
Die -esehlossene untere Endwand 14 trägt einen vorra <B>'</B> -enden z#Iindrisehen Ansatz<B>15,</B> in welchen ein Kranz von einseitig gekrümmten Borsten<B>15</B> fest eingesetzt ist, die zür Verankerung des Wielders in den Haaren dienen.
Von beiden Wieklern werden zwei Sorten vorgesehen, und zwar solche mit reehtsdrehen- (]ein un(1 solche mit linksdrehendem Zacken- stern bzw. Borstenkranz, da<B>je</B> nach der ge- wünsehten Wickelriehtun- der Locken die Be- iestic,
Yung am Haarboden das eine Mal durch eine Reehtsdrehung und das andere31al dureli eine Linksdrehung erzielt werden muss. Die beiden Sorten können durch verschiedene Far ben gekennzeichnet werden.
Zur Herstellung einer Da-Lierwellfrisur mit Hilfe dieser Wiekler wird beispielsweise wie fol-t vorge- g a n-eil: <B>--</B> Der Friseur teilt die Haare von vorn- lierein in bestimmte Haarpartien ein, welche in der fertigen Frisur nach der einen oder andern Richtung gedrehte Locken (Papil loten) bilden sollen.
Nun werden die betref fenden Haarsträhnen mit dem Dauerwell- präparat befeuchtet, in der für die gewünsehte Frisur festgelegten Richtung auf<B>je</B> einen Wiekler aufgewiekelt und dann die so be wickelten Spulen stehend am Haarboden da durch befestigt, dass die Verankerungsorgane verdreht werden. Sie dringen dabei in die ZD unmittelbar an der Kopfhaut sitzenden Teile der Haare ein und halten dadurch den Wick- ]er stehend am Kopf fest.
Nun wird der Kopf mit einer Battisthaube abgedeckt und (las Präparat die erforderliche Zeit auf die Haare einwirken gelassen. Darauf erfolgt das Absehwemmen der Wickler mit Wasser, und zwar sowohl von aussen als auch von innen, wobei das Wasser in die oben offenen Wiekel- spulen einge.gossen wird und dann die Öffnun- Oen oder Schlitze des Mantels und anschlie ssend den Haarwiekel von innen nach aussen durchströmt, so dass alle Haarpartien durch- 0,
ül4lehweiiimt werden. Anschliessend daran werden in gleicher Weise die Haarwiekel mit JeniNeutralisator benetzt, der ebenfalls durch die Höhlun-en der Spulen eingegossen wird und daher die Haurwickel von innen nach aussen durehdringt. Damit ist der chemische <U>Vorgang</U> des Darterwellens beendet, -und die Ilaarwiekel können nun unter der Trocken- liaube getrocknet werden.
Nach vollzogener Troeknung werden die Haarsträhnen von deii Spulen abgewickelt und die Wiekler durch Mekdrehen der Verankerungsorgane vom Kopfe gelöst; dann wird aufgekämmt und ge bürstet und die Frisur ist fertig.
Wesentlich für diese Art der Herstellung einer Dauer- wellfrisur ist die Verwendung am Kopfe slehend befestigter Wickler, weil nur auf diese Weise das Haar bis züi den Haarwurzeln und bis zu den Rändern an der Stirne uli an den Schläfen mit den Wieklern erfasst werden kann.
Würde man in der bei der Dauerwellung bisher üblichen Weise am Kopfe liegend angebraehte Wickler verwen den, so würde einerseits das Eingiessen des Absehwemmwassers. und desNeutralisators in (las Innere der Wiekler kaum möglieh sein, mid anderseits würden sieh Haarpartien er- (re <B>,</B> ben, die nicht in der richtigen Form und Richtung gewellt sind.
Wichtig ist ferner die Form der Wiekelspule mit einem engsten Querschnitt in der Mitte und allmählicher Vergrösserung des Quersehnittes nach beiden Seiten, weil nur auf diese Weise die Loeke vor dem Abgleiten nach den<B>-</B> Endfläehen auch dann geschützt ist, wenn das Haar, wie erfor- derlieh, nur locker und ohne Anspannung aufgewickelt ist.