CH301059A - Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten aus Metallpulvern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten aus Metallpulvern.

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CH301059A
CH301059A CH301059DA CH301059A CH 301059 A CH301059 A CH 301059A CH 301059D A CH301059D A CH 301059DA CH 301059 A CH301059 A CH 301059A
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CH
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Holding Intercito S A
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Intercito Holding
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/20Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces by extruding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Metalldrähten    aus     Metallpulvern.       Es ist, bekannt, dass durch Pressen und  Sintern aus Metallpulvern metallische Form  teile hergestellt werden können. Diese Her  stellungsart bietet unter anderem gegenüber  dem bis jetzt angewandten Verfahren des  Blockgiessens mit anschliessendem Verformen,  wo die Schmelze im Schmelzofen, in der Giess  pfanne und in der meist keramischen Form  neue     Verunreinigungen    aufnehmen kann, den  Vorteil, dass während des Sinterns die Rein  heit der Metallpulver nicht nur erhalten  bleibt, sondern sogar durch die Zusammen  setzung der Schutzgasatmosphäre im Sinter  ofen wesentlich verbessert werden kann.

      Vor allem für Kerndrähte in umhüllten  Schweisselektroden ist. eine möglichst gleich  bleibende Reinheit sehr wichtig, da sehr enge  Toleranzen im Gehalt an Schwefel, Phosphor,  Kohlenstoff, Silicium und den metallischen  Legierungselementen gefordert werden. Als  Ausgangsmaterial für solche Drähte bietet  Metallpulver ausserdem den Vorteil, dass fast  beliebig     grosse    Pulvermengen     gut    gemischt  werden können und so ein Ausgangsmaterial  von grosser Regelmässigkeit gewonnen werden  kann, das auch sehr gleichmässige Drähte er  gibt, im Gegensatz zur klassischen Herstel  lungsart,

   wo durch Blockseigerungen sogar  die Drahtringe aus demselben Gussblock     ziem-          lieh    verschiedene Gehalte an     Begleitelemen-          ten    enthalten können, ja sogar Anfang und  Ende desselben     Drahtringes    verschieden sein  können.

      Das Verfahren zur Herstellung von Me  talldrähten aus Metallpulvern gemäss der vor  liegenden Erfindung kennzeichnet sich da  durch, dass die durch Zusatz von mindestens  einem presserleichternden Mittel plastisch ge  machten Metallpulver in Stränge gepresst  werden, die Stränge durch Erhitzen unter  halb des Schmelzpunktes des Metallpulvers  mit dem höchsten Schmelzpunkt in reduzie  render Gasatmosphäre getrocknet und gesin  tert werden und die gesinterten, noch porösen  Metalldrähte anschliessend so nachverdichtet  werden, dass ihre Dichte und elektrische Leit  fähigkeit mindestens 80 % derjenigen der ge  zogenen Drähte aus gleichem Metall erreichen.  



  Ausgedehnte Versuche haben gezeigt, dass  es möglich ist, aus Metallpulvern, die durch  Zusatz eines Plastifizierungsmittels pressfähig  gemacht sind, durch     Strangpressen        draht-          förmige    Stränge zu erhalten, die getrocknet  und     gesintert    werden können.

   Als     Plastifi-          zierungsmittel    kann eine viskose     Lösung    von  durch     chemischen    Angriff teilweise     wasser-          löslich    gemachter     Cellulose,    wie     Methylcellu-          lose,    von     Dextrin    oder Stärke     verwendet    wer  den, die während der     Sinterung    unter Bil  dung eines Kohlenstoff und     Wasserstoff        ent-          haltenden          zerstört    werden;

   es  kann dazu auch eine öl und Wachs: enthal  tende Lösung verwendet werden, wobei diese  bei der Trocknung und     Sinterung    verdamp  fen und     teilweise    zurückgewonnen werden  können, oder es besteht die Möglichkeit, eine  w     ässrige        Aufschlämmung    von Metallhydroxy-      den als Plastifizierungsmittel anzuwenden,  wobei die Metallhydroxyde während der Sin  terung reduziert und in den Sinterkörper ein  gebaut werden.  



  Für die Herstellung von Kerndrähten für  umhüllte Schweisselektroden erwies es sich als  notwendig, die noch porösen Metalldrähte  nach der Sinterung einer Verdichtung zu  unterziehen, um eine genügend hohe Dichte  und vor allem eine gute elektrische Leitfähig  keit der Drähte zu erhalten. Es kann auch  erwünscht sein, der     Verdichtung    eine noch  malige Sinterung anschliessen zu lassen, um  die Festigkeit und Leitfähigkeitswerte noch  zu verbessern. Die     Verdichtung        erfolgt    am  besten zuerst durch Hämmern oder Walzen,  während die so vorverdichteten Drähte an  schliessend auf genaues Mass gezogen werden.  



  Das Verfahren kann sowohl zur     Herstel-          lung    von Eisendrähten als auch von legierten  Stahldrähten     und    Drähten     aus    Nichteisen  metallen dienen. Es ist vor allem     wirtschaft-          lieh    für die Herstellung von     Drähten        aus     Sonderstahllegierungen und aus Buntmetal  len, während für die Herstellung von Eisen  drähten ein sehr billiges Eisenpulver Vor  aussetzung ist.

   Am besten eignet sich als Aus  gangsprodukt für Eisendrähte ein billiges  Roheisenpulver mit einem Kohlenstoff- und  Sauerstoffgehalt zwischen 1 und 5 %, das  während der Sinterung mit dem im Pulver  stets enthaltenden Sauerstoff selbst ein Koh  lenoxyd     enthaltendes        reduzierendes    Schutz  gas entwickelt, so     dass    die Kosten für eine  Schutzgaserzeugung wegfallen.  



  Für die Herstellung von legierten Stahl  drähten, bei der Wasserstoff die geeignetste  Schutzgasatmosphäre zum Sintern bildet,  können entweder ein Pulver mit der     Zusam-          mensetzung    der gewünschten     Legierung,    oder  die Metallpulver der einzelnen Komponenten,  oder Pulver von Eisenlegierungender einzel  nen Legierungskomponenten als Ausgangs  material dienen. Dieselben Möglichkeiten be  stehen auch, die letzte sinngemäss abgeändert,  für die     Herstellung    von legierten Drähten aus  Nichteisenmetallen.

      Bei grossen Produktionsmengen ist es  zweckmässig, dass die Herstellung der Drähte  vom Pressen bis zur Nachverdichtung in  einem kontinuierlichen Strang erfolgt, wäh  rendes für die     Herstellung    von kleinen Men  gen einer Speziallegierung wirtschaftlicher  sein kann, wenn einzelne Stränge von an  nähernder Länge der einzelnen Schweisselek  trode den Fabrikationsprozess durchlaufen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Metall drähten aus Metallpulvern, dadurch gekenn zeichnet, dass die durch Zusatz von minde stens einem presserleichternden Mittel plastisch gemachten Metallpulver in Stränge gepresst werden, die Stränge durch Erhitzen unter halb des Schmelzpunktes des Metallpulvers mit dem höchsten Schmelzpunkt in reduzie render Gasatmosphäre getrocknet und ge sintert werden und die gesinterten, noch po rösen Metalldrähte anschliessend so naschver dichtet werden, dass ihre Dichte und elektri sche Leitfähigkeit mindestens 80 % derjeni gen der gezogenen Drähte aus gleichem Metall erreichen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass als presserleich- ternder Zusatz eine viskose Lösung von durch chemischen Angriff teilweise wasserlöslich ge machter Cellulose verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass als presserleieh- ternder Zusatz eine öl- und wachshaltige Lö sung verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als presserleieh- ternder Zusatz eine wässrige Aufsehlänmnmg v an Metallhydroxyden verwendet wird, die während der Sinterumg reduziert und in den Sinterkörper eingebaut werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspinzch, da durch gekennzeichnet, dass als Metallpulver Roheisenpulver mit einem Kohlenstoff- und Sauerstoffgehalt. zwischen 1 und 5 % verpresst und gesintert wird, so dass die reduzierende Gasatmosphäre im Sinterraum durch Reak tionen im Metallpulver selbst entsteht. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Pulvergemisch der einzelnen Komponenten von legierten Drähten verpresst und gesintert wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Pulver aus einer Legierung mit der Zusammensetzung des herzustellenden Sinterdrahtes gepresst und gesintert wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von Pulvern von Eisenlegierungen der einzelnen Legierungskomponenten verpresst und gesin- tert wird.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Metalldrähte vom Pressen bis zum Nach verdichten in einem kontinuierlichen Strang erfolgt.
CH301059D 1951-11-13 1951-11-13 Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten aus Metallpulvern. CH301059A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195871B (de) * 1962-11-26 1965-07-01 Mond Nickel Co Ltd Umhuellter Draht fuer Gitter elektrischer Entladungsroehren
EP0639540A1 (de) * 1993-07-16 1995-02-22 FIAT AUTO S.p.A. Verfahren zur Herstellung von Metall- und/oder Keramikplatten durch Sintern von Pulvern und nach dem Verfahren hergestellte Gegenstände

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195871B (de) * 1962-11-26 1965-07-01 Mond Nickel Co Ltd Umhuellter Draht fuer Gitter elektrischer Entladungsroehren
EP0639540A1 (de) * 1993-07-16 1995-02-22 FIAT AUTO S.p.A. Verfahren zur Herstellung von Metall- und/oder Keramikplatten durch Sintern von Pulvern und nach dem Verfahren hergestellte Gegenstände

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