Zweiphasen-Lichtbogenschweissapparat. Die vorliegende Erfindung betrifft Licht- bogensehweissa.pparate, die sich eines Zwei- phasen,Schweissstromes bedienen, der bei spielsweise aus einem nach Scott geschalteten Transformator bezogen wird, der aber auch aus andern Anordnungen entnommen werden kann.
In Fällen, in welchen eine Zweiphasen- Stromzufuhr für elektrische Lichtbogen schweissung, welche eng beieinanderliegende Elektroden benützte, verwendet worden ist, ist festgestellt worden, dass, wenn das Schwei ssen durch Entfernen der Elektroden aus der Schweissstellung in bezug auf das Arbeits- stüek unterbrochen wurde, ein Lichtbogen zwischen den beiden Elektroden bestehen blieb.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist der Zweiphasen-Lichtbogenschweissapparat, welcher zwei gleichzeitig zu verwendende Schweisselektroden, die eng nebeneinander angeordnet sind, aufweist, wobei jede mit einem Phasenleiter der Zweiphasen-Strom zufuhr verbunden ist, während der gemein ; Same Rück- oder Nulleiter mit dem zu schweissenden Arbeitsstück verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass automatisch wirkende Mittel vorgesehen sind, welche im Falle der Unterbrechung des Schweisslicht bogens zwischen den Elektroden und dem Arbeitsstück die Spannung zwischen den bei den Elektroden so stark reduziert, dass. ein Erlöschen des Lichtbogens zwischen den bei den Elektroden bewirkt wird.
Sieben Ausführungsbeispiele gemäss der vorliegenden Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 die Schaltung eines ersten Bei spiels.
Fig. 2. zeigt eine etwas abgeänderte Aus führung, Fig. 3 ein anderes Beispiel, und Fig. 4 ist ein dazugehöriges Vektordiagramm, Fig. 5 eine Variante zur Ausführung nach Fig. 3, Fig. 6 eine weitere Variante, Fig. 7 ein anderes Beispiel, Fig. 8 und 9 je ein Vektordiagramm zu der in Fig. 7 dargestellten Schaltung, Fig. 10 ein weiteres Beispiel. Bezugnehmend auf Fig.1: Ein Zweiphasen- Schweissstrom fliesst durch die zwei Leitun gen 10 und 11 und die gemeinsame Rück- oder Nulleitung 12.
Die Leitungen 10 und 11 sind an die Elektroden 13 und 14 angeschlos sen, während das zu schweissende Werkstück 15 an die Nulleitung 12 angeschlossen ist. Der Zweiphasen-Schweissstrom wird von den Sekundärwicklungen 16 und 17 eines nach Scott geschalteten Transformators 18 gelie fert, Der Transformator 18 besitzt eine Pri märwicklung 20, wovon das eine Ende an eine Dreiphasenleitung 21 angeschlossen ist, während das andere Ende an den Mittel punkt einer zweiten Primärwicklung 22 an geschlossen ist, deren Enden an die zwei an dern Dreiphasenleitungen 2,3 und 24 ange- schlossen sind. Der Anschluss der Leitung 24 erfolgt über ein Schütz 25, das geschlossen ist, wenn seine Betriebsspule 26 unter Strom steht..
Wie oben erwähnt, ist ein Ende einer jeden: Sekundärwicklung 116 und 17 des Transformators 18 an die Leitungen 10 und 11 angeschlossen. Die andern Enden der Sekundärwicklungen, 16 und 17 sind gemein sam an eine Leitung 19 angeschlossen, die an die Nulleitung 12- angeschlossen ist, und zwar über einen Sättigungsstromtransfor mator 30.
Dieser ist mit einer Primärwick lung 31 versehen, die vom Strom in der Nulleitung 12: durchflossen wird und mit einer 'Sekundärwicklung<B>32,</B> die mittels eines Gleichrichters 33 die Erregerwicklung 34 eines mit Kontakten 35 und 36 versehenen Stromrelais speist, welche Kontakte geschlos sen werden, wenn die Wicklung 34 ,Strom führt. Die Kontakte 35 und 316 sind in einen Stromkreis eingeschaltet, um die Betriebs wicklung 26 des Leitungsschützes von den Leitungen 21 und 24 unter Strom .zu setzen. Die Erregerwicklung 40 eines 'Spannungs relais ist in Reihenschaltung mit einem Gleichrichter 41 zwischen Leitung 19 und Leitung 11 geschaltet.
Das Spannungsrelais ist versehen mit Kontakten 42 und 43, die in Parallelschaltung an die Kontakte 35 und 36 des Stromrelais angeschlossen sind. Die Anordnung ist derart, dass beim Durchfliessen des Schweissstromes in die Nulleitung 12 das Leitungsschütz, das die Leitung 24 mittels Kontakten 25 mit der Primärwicklung 222 des Transformators 18 verbindet, geschlossen bleibt. Werden aber die Schweisselektroden vom Werkstück ent fernt, so verursacht dies die Abschaltung des Stromes durch die Primärwicklung 31 des Sättigungsstromtransformators 30.
Dadurch wird. die Erregerwicklung 34 stromlos, und die Kontakte 35, 36 unterbrechen den Strom der Wicklung 26 des Leitungsschützes, wo durch die Stromzuführung von der Leitung 24 zur Primärwicklung 22 des Transforma tors 18 abgeschaltet wird. Das Spannungsrelais spricht auf eine Spannungsabnahme zwischen den Leitungen 11 und 19 an, wie dies der Fall ist, wenn die Elektrode 14 das Werkstück 15 berührt, um die .Schweisszustände wieder herzustellen.
Die Abnahme in der Spannung macht. die Wick lung 40 teilweise stromlos und gestattet das Schliessen der Kontakte 42' und 43, wodurch die Wicklung 26 des Leitungsschützes unter Strom gesetzt wird, um dadurch die Drei phasenanschlüsse an die Primärwicklungen des Transformators 18 vollständig auszufüh ren.
Die vollständige Ausführung dieser An-, schlüsse an die Primärwicklungen des Trans formators stellt die Zuführung von Schweiss strom zu den Leitungen 10 und 11 und der Nulleitung 12 wieder her, so dass Strom wie der in die Primärwicklung 31 des Sätti gungsstromtransformators fliessen kann, was zur Folge hat, dass sich die Wicklung 34 des Stromrelais unter Strom befindet und die Kontakte 35 und 36 geschlossen werden, um das Speisen der Wicklung 26 des Leitungs- schützes aufrechtzuerhalten, auch wenn die Spannung zwischen den Leitungen 11 und 19 während des Schweissens zu einem Wert steigt, der eine Trennung der Kontakte 42 und 43 verursacht.
Eine Variante, die in mancher Hinsicht Ähnlichkeit mit der bereits beschriebenen Schaltung hat, ist in Fig. 2 dargestellt. Die selben Bezugszahlen werden verwendet, um die entsprechenden Teile in den beiden An ordnungen zu bezeichnen. In der in Fig. 2 dargestellten Anordnung sind die Sekundär wicklungen des nach Scott geschalteten Trans formators mit Anzapfungen versehen, die eine Änderung der Schweissspannung gestat ten, und ein Umschalter 37 ist für diesen Zweck vorgesehen.
Wenn sich der Schalter 37 in der linksseitigen Stellung befindet, werden nur die Teile 16 und 17 der Sekundärwick lungen benutzt, und diese sind zusammenge schaltet und durch die Leitung 19 und die Wicklung 31 des Sä.ttig-Lingsstromtrausforma- tors 30 an die an das Werkstück angeschlos sene Leitung 12 angeschlossen. Wenn sich der Umschalter 37 in der rechtsseitigen Stel- lang befindet, werden zusätzliche Wicklun gen 3,8 und 39, die Fortsetzungen der Sekun därwicklungen 16 und 1'7 bilden, in den Stromkreis eingeschaltet.
Die Wicklungen 38 und 39 sind über zusätzliche Teile 48 und 49 der stromregulierenden Drosselspulen 28 und 29 an die gemeinsame Rückleitung 19 ange schlossen, Wie in der in Fig. 1 dargestellten An ordnung, ist. die Wicklung 34 des strom ansprechenden Relais, normalerweise uner- regt und mit offenen Kontakten 35 und 36 versehen, derart' angeordnet, dass sie von der Sekundärwicklung 32 des Sättigungsstrom transformators 30 gespeist, wird.. In diesem Stromkreis ist '33 ein brückengeschalteter Gleichrichter.
Die Anschlüsse des strom ansprechenden Relais, mit der Erregerwick lung 40, sind ähnlich wie in Fig. 1, mit dem Unterschied, dass dieses Relais zwischen Lei tung 10 und der Verbindung der Sekundär- wieklung 16 und 38 eingeschaltet ist. Die Be triebsspule 40 wird vom brückengeschalteten Gleichrichter 41 gespiesen.
Die Anordnung der Anschlüsse für das Speisen der Erregerwicklung 26 des Schützes mit Kontakten 25 für die .Steuerung der Stromzuführung zu der in der Mitte abge zapften Wicklung 22 des nach Scott geschal teten Transformators unterscheidet sich etwas von der in Fig. 1 dargestellten An ordnung. Die Betriebswicklung 26 wird ge speist durch einen brückengeschalteten Gleichrichter 44, dessen eine Wechselstrom klemme an die Verbindung der Sekundär wicklungen 16 und 3,8 angeschlossen ist, wäh rend die andere Wechselstromklemme des Gleichrichters 44 wahlweise über drei Kon taktpaare an das Ende der Sekundärwick lung 16 angeschlossen werden kann.
Die drei abwechselnden Kontaktpaare sind die norma lerweise offenen Kontakte 35 und 36 des stromansprechenden Relais, die normaler weise geschlossenen Kontakte 42 und 43 des spannungsansprechenden Relais und ein wei teres Kontaktpaar 45 und 46, das mittels einer handbetätigten Kurvenscheibe 47 ge schlossen werden kann. Wenn sich die Kur- venscheibe 47 in der Stellung befindet, in welcher die Kontakte 45 und 46 offen sind, funktioniert der Apparat beim Zweiphasen schweissen wie oben mit Bezug auf Fig. 1 be schrieben.
Falls jedoch die Kontakte 45 und 46 mittels der Kurvenscheibe 47 geschlossen werden, so befinden sieh die Steuerungsmittel ausser Betrieb, und es kann entweder die Elektrode 13 oder die Elektrode 14 oder beide für das Einphasenschweissen verwendet wer den, wobei in jedem Fall das Werkstück an die gemeinsame Rückleitung 12 anzuschlie- i ssen ist.
Bezugnehmend auf die Fig. 3 und 4: Die Elektroden 13 und 14 werden von Zwei phasen-Schweissstromleitungen 51 und 52 über stromregulierende Drosselspulen 53 und, 54 gespeist sowie auch über einen Doppel stromtransformator 55. Das Werkstück 15 ist an eine gemeinsame Rück- oder Nulleitung 1.2 angeschlossen. Ein normalerweise offenes Schütz 56, versehen mit einer Erregerspule 57, ist vorgesehen, um die Zuführung von Strom zu der Elektrode 14 zu unterbrechen, wenn die Erregerwicklung 57 gespeist wird. Der Doppelstromtransformator 55 ist mit zwei nur angedeuteten Wicklungen versehen, die den Strom zu den Leitungen 10 und 11 führen, welche= an die Elektroden 13 und 14 angeschlossen sind.
Diese Wicklungen sind mit einer dritten, Wicklung 5$ magnetisch gekoppelt, die ihrerseits an die Erregerwick lung 59 eines Relais 60, das mit normaler weise offenen Kontakten versehen ist., ange schlossen ist.
Bei Schweissvorgängen ist das Vektor verhältnis der den Elektroden 13, und 14 zu geführten Ströme im allgemeinen ein solches, wie es durch die vollausgezogenen Linien in Fig. 4 dargestellt ist, wobei der Vektor 0.1, der die Stromzuführung zur Elektrode 13 darstellt, im allgemeinen rechtwinklig zum Vektor<I>OB</I> ist, der die Stromzuführung zur Elektrode 14 darstellt. Unter diesen Verhält nissen fliesst der Zweiphasen-Schweissstrom von den. Elektroden 13 und 14 zum Werk stück 15 und alsdann durch die gemeinsame Rückleitung 12 zur Nulleitung 19 zurück.
Die durch die Vektoren 0:1 und OB dar gestellten Zweiphasenströme verursachen das Induzieren einer Spannung in der Wicklung 58 des Doppelstromtransformators 55, so dass die Erregerwicklung 59 des Relais 60 gespeist. wird, um die Verbindung der Wicklung 57 des Schützes über die Leitungen 51 und ' 19 der Schweissstromzuführung herzustellen. Dies hält die Kontakte 56 geschlossen., so dass der Zweiphasen-Schweissstrom den Elek troden 13 und 14 zugeführt wird.
Wenn die Schweissbögen zwischen den Elektroden 1:3 und 14 und dem Werkstück 15 unterbrochen werden, beispielsweise durch das Entfernen der Elektroden 13 und 14 vom Werkstück, so bleibt nur der Bogen zwi schen den Elektroden 13 und 14 bestehen. Unter diesen Umständen fliesst ein Einphasen strom von einer Elektrode zur andern, so dass, wie durch die punktierten Linien in Fig. 4 gezeigt wird, die beiden Stromvektoren OC und OD, die die Ströme in den Leitungen 10 Lind 11 darstellen, sich entgegenstellen, so dass keine Spannung in der Wicklung 58 des Doppelstromtransformators 55 induziert und hiermit das Relais 60 stromlos wird, wodurch die Erregerwicklung 57 des Schützes eben falls stromlos wird.
Das Öffnender Kontakte unterbricht die Schweissstromzuführung zu ' den Elektroden, und damit. wird mich der Bo gen zwischen denselben gelöscht. Der 'Schweiss vorgang kann durch Berühren des Werk stückes 15 mit der Elektrode 13 wieder her gestellt werden:, so dass durch den in der Lei tung 10 fliessenden Strom eine Spannung in der Wicklung 58 induziert wird, wodurch be wirkt wird, dass hintereinander die Kontakte 60 und 56 geschlossen werden.
Die Wirkungsweise der in Fig. 5 dar gestellten Variante ist ähnlich derjenigen der Anordnung, die in Fig. 3 dargestellt ist. Strom fliesst von einer Phase 51 zu der Elek trode 13, und zwar durch eine Wicklung 70 eines Transformators, versehen mit. einem s dreigliedrigen Kern 71. Strom fliesst von der andern Phasenleitung 52, über die Kontakte 56 eines normalerweise offenen Schützes und .einer zweiten Wicklung 72 Eine dritte Wicklung 73, angeordnet auf dem -Mittel glied des Kernes 71, wird an die Wicklung 57 des Schützes mit den Kontakten 56 an geschlossen.
Während des Schweissens entsteht ein Verhältnis zwischen den Strömen in Wick lungen 70 und 72, wie im allgemeinen durch die Vektoren OA und OB in Fig. 4 ange geben. Dieses aus-der-Phase-Verhältnis zwi schen den Strömen verursacht das Induzie ren einer Spannung in der Wicklung 73, die ausreichend ist, um das .Schütz geschlossen zu halten, so dass die Elektrode 1:1 an die zweite Phasenleitung 52 der Schweissstrom zuführung angeschlossen ist. Wenn die Schweissbögen zwischen den Elektroden 13 und 1-1 und dem Werkstück 15 unterbrochen werden, so fliesst ein Einphasenstrom durch die Wicklungen 70 und 72 und durch die Leitungen. 10 und 11 und Elektroden 13 und 14.
In diesem Falle sind die im Kern 71 indu zierten Kraftlinienflüsse erheblich ausgegli chen, so dass keine Spannung in der Wick lung 73 induziert wird, und die Kontakte 56 des Schützes öffnen sich und trennen die Elektrode 14 von der Sehweissstromzufüh- rung. Die Schweisszustände können wieder hergestellt werden, indem das Werkstück 15 mit der Elektrode 13 berührt wird, so dass eine Spannung in der Wicklung 73 induziert wird, um die Wicklung 57 unter Strom zu setzen und somit die Kontakte '5:6 zu schlie ss en..
Inder in Fig. -6 dargestellten Anordnung fliesst Schweissstrom von der Stromzufüh rung 51 zu der Leitung 1:0 und von dort zu der Elektrode 13 durch eine Wicklung 80. Die Wicklung 80 besitzt. eine Anzapfung 82 (oder mehrere Anzapfungen), so dass ent weder die ganze Wicklung 80 oder ein Teil davon eingeschaltet werden kann. Auf diese Weise kann die Wicklung 80 als stromregu lierende Drosselspule für die Einstellung der Stärke des zu der Elektrode 13 fliessenden Stromes dienen.
Die andere Elektrode 14 wird in gleicher Weise gespeist durch eine zweite Wicklung 83 auf dem andern End- glied des Kernes 81, wobei auch diese zweite Wicklung 83 mit einer Anzapfung 84 (oder Anzapfungen) versehen ist für den oben an geführten Zweck. Ein Anker 8,6 ist. zwischen dem Mittelglied 85 und dem Bügel des Kernes 8,1 drehbar gelagert, so dass, wenn der Kraftlinienfluss durch das Mittelglied 85 fliesst, der Anker & 6 gegen den Kern an gezogen wird." Einer solchen Bewegung des Ankers 86 wirkt eine Feder 87 entgegen, de ren anderes Ende an einem festen oder be weglichen Halter (nicht dargestellt) befe stigt ist.
Der Anker & 6 ist mechanisch mit Schaltkontakten 88 verbunden, die in dem Stromkreis von der Zufuhrleitung 52 zur Elektrode 14 angeordnet sind. Der Kraft= linienfluss, der im Mittelglied 85 des Kernes 81 erzeugt wird, ist. beim Sehweissen grösser als in dem Fällen, wo der Bogen zwischen den Elektroden allein besteht. Die Schaltkon takte 88 sind geschlossen, wenn der Schweiss strom zu der Schweisselektrode 14 während des Schweissens fliesst..
In der in Fig. 7 dargestellten Anordnung wird der Wechsel in der Spannung zwischen einer der Schweisselektroden und der Null- leitung, wie der Wechsel zwischen dem Schweisszustand und dem Zustand, in welcher ein Interelektrodenbogen zwischen den. Elek troden 13 und 14 besteht, dazu benützt, um die automatische Steuerung der Schweiss stromzuführung zu erwirken. In dieser An ordnung wird die Schweisselektrode 13 ge speist aus einer Leitung 51 der Zweiphasen- Schweissstromzuführung, und zwar über eine stromregulierende Drosselspule 53. Die an dere Elektrode 14 wird in ähnlicher Weise aus der andern Phasenleitung<B>52</B> über eine stromregulierende Drosselspule 54 gespeist.
Die Wicklung 90 eines spannungsansprechen den Relais, mit Kontakten 91, wird zwischen der Null- oder gemeinsamen Rückleitung 19 und der Leitung 11 geschaltet, welche Schweissstrom zur Elektrode 14 führt., Die Kontakte 91 sind in der gleichen Weise an geschlossen wie die Kontakte 25 in Fig. 1. Die Wirkungsweise des in Fig. 7 gezeigten Apparates wird leichter verständlich durch Betrachtung der Fig. 8 und 9, in welchen, die voll ausgezogenen Linien die Vektoren der Spannungen und ,Ströme beim .Schweissen darstellen.
In Fig. 8 stellt der Vektor OE die Spannung zwischen der Nulleitung. 19 und der Leitung 51 dar, während der Vektor OF die Spannung zwischen der Leitung 19 und der Leitung 52: darstellt. Diese sind die Lei tungsspannungen der Zweiphasen-Schweiss stromzuführung, und es wird angenommen, dass sie im wesentlichen konstant bleiben. Während des Schweissens stellt der Vektor OP den Strom in der Leitung 51 und in der Zuleitung 10 zur Elektrode 13 dar.
Der Vek tor 0H, der in Phase mit dem Stromvektor OP steht, stellt die Spannung zwischen der Leitung 19 und der Zuleitung 10 dar, wäh rend die Spannung an der Regulierdrossel spule 5'3 durch Vektor EH dargestellt ist. In gleicher Weise stellt der Vektor OQ den Strom in der Leitung 5!2i und in der Zulei tung 11 dar und :der Vektor<I>ON</I> die Span nung zwischen der Leitung 19 und der Zu leitung 11 und der Vektor<I>NF</I> die Span nungsabnahme an der Regulierdrosselspule 54. Wenn die Hauptschweissbögen zwischen den Elektroden 13 und 14 und dem Werk stück 15 unterbrochen werden, ändert sich das Vektordiagramm, und der Vektor FG stellt den Einphasenstrom dar, während der Vektor FE die Spannung zwischen den Lei tungen 51 und 5'2, darstellt.
In der Regulier drosselspule 53 findet. eine Spannungs abnahme statt, die durch Vektor<I>EH</I> dar gestellt ist, sowie eine Spannungsabnahme in der Regulierdrosselspule @54, die durch den Vektor 1'J dargestellt ist.
Der Vektor<I>HJ</I> stellt die Spannung zwischen den Elek- trodeni d.ar. Die Spannung zwischen der Elek trode 13 und der Null- oder gemeinsamen Rückleitung 19 wird durch Vektor<I>OH</I> dar gestellt, während die Spannung zwischen der Elektrode 14 und- der Nulleitung 19 durch Vektor J0 dargestellt ist.
Man sieht also, dass die Höhe der Spannung zwischen der Nulleitung 19 und der Elektrode 13, dar gestellt durch Vektor<I>OH,</I> wesentlich bedeu tender ist im Einphasenzustand als Vektor <B>031,</B> der die Spannung zwischen diesen Stel len während des Schweissens darstellt.
Fig. 9 ist ein Vektordiagramm ähnlich wie Fig. 8, mit dem Unterschied, dass die Richtung der Phasenreihenfolge umgesteuert worden ist.. Unter normalen Schweissverhält nissen wird der Strom in Leitung 51 und Zuleitung 10 durch denn Vektor OP dar gestellt und die Spannung zwischen der Lei tung 19 und der Zuleitung 11 durch Vektor OR, wobei die Spannungsabnahme an der Regulierdrosselspule 53 durch den Vektor RE dargestellt ist. Der Strom in der Leitung 52 und, der Zuleitung 11 ist. durch den Vektor 0Q dargestellt, die Spannung zwischen der Leitung 19 und der Zuleitung 11 durch Vek tor OS und die Spannungsabnahme an der Regulierdrosselspule 54 durch Vektor SF.
Wenn die Hauptschweissbögen zwischen den Elektroden 13 und 14 und dem Werkstück 15 unterbrochen werden, verwandelt sich das Vektordiagramm in das durch punktierte Li nien dargestellte. Der Vektor PF stellt den Einphasenstrom dar, und die Vektoren, KE und FL die Spannungsabnahme an den Re gulierdrosselspulen 53 und 54, während der Vektor LK die Spannung zwischen den Elek troden darstellt. Die Spannung zwischen der Nulleitung 19 und der Leitung 10 ist durch Vektor KO dargestellt, während die Span nung zwischen :der Leitung 19 und der Zu leitung 11 durch Vektor<I>OL</I> dargestellt ist. Man sieht also, dass der Vektor OL erheblich grösser ist als der Vektor OS, der die 'Span nung zwischen- denselben Stellen während des Normalschweissens darstellt.
Mit der Phasenfolge, wie in Fig. 8 dar gestellt, sollte die Wicklung 9b des span nungsempfindlichen Relais, mit normaler- weise geschlossenen Kontakten 91, zwischen der Null- oder gemeinsamen Rückleitung 19 und der Zuleitung 10 eingeschaltet werden, weil ein grösserer Spannungswechsel zwi schen dem Schweisszustand und jenem Zu stand, in welchem nur der Bogen zwischen den Elektroden vorhanden ist, besteht. Mit der in Fig. 9 gezeigten Phasenfolge ist je- doch die Wicklung 90 des spannungsemp findlichen Relais zwischen der Null- oder ge meinsamen Rückleitung 19 und der Zulei tung 11 einzuschalten, wie aus Fig. 7 ersicht lich.
Während des Schweissens ist die der Betriebswicklung 90 des spannungsempfind lichen Relais zugeführte Spannung ungenü gend, um das Relais ansprechen zulassen, so dass die normalerweise geschlossenen Kon takte 91 auch geschlossen, bleiben. Nach Ent fernung der Elektroden 13 und 1.1, uni die Schweissbögen zwischen ihnen und dein Werkstück 15 zu unterbrechen, erhöht sich die 'Spannung an der Betriebswicklung 90, so dass sich die Kontakte 91 öffnen. Das Öff nen dieser Kontakte erwirkt eine Schalttätig keit, wie nachfolgend beschrieben, um die Spannung zwischen den Elektroden herab zusetzen., und zwar auf einen Wert, der un- genügend ist, um den Bogen zwischen den Elektroden aufrechtzuerhalten.
Vorzugs weise, in Fällen, wo die Schweissstromzufüh rung von einem nach Scott geschalteten Transformator geliefert wird, ist die Öffnung der Kontakte 91 dazu bestimmt, den Strom kreis einer Primärwicklung des Transfor mators zu unterbrechen, um den Bogen zwi schen den Elektroden auszulöschen, jedoch unter Zurücklassung einer Spannung an der Wicklung 90, die grösser ist als jene, die während des Normalschweissens vorhanden war.
Nach dem Wiederauftreffen der Schweissbögen, wobei die Elektrode, an der die Betriebswicklung 90 angeschlossen ist, in Berührung mit dem Werkstück gebracht wird, wird die Spannung an der Wicklung 90 fast. auf Null, herabgesetzt und gestattet das Schliessen der Kontakte 91, worauf die Dreiphasen-Transformatoranschlüsse wieder hergestellt werden. Die Spannung, die sich an der Betriebswicklung 90 während des Nor- malschweissens befindet, ist ungenügend, um die Kontakte 91 zu öffnen.
In der in Fig. 10 dargestellten Anord nung wird ein nach Scott geschalteter Trans formator 102 verwendet, wobei die zwei Pha senleitungen 51 und 52 und die Null- oder gemeinsame Rückleitung 19 an die Sekundär- wicklungen 100 und 101 angeschlossen sind. Die in der Mitte angezapfte Primärwicklung 103 des Transformators 102 ist mit einem Ende an die Leitung 104 angeschlossen, wäh rend das andere Ende der Primärwicklung 103 über die Kontakte 105 an eine zweite Leitung 106 einer Dreiphasen-Wechselstrom zuführung angeschlossen ist.
Die andere Pri märwicklung 107 des Transformators 102 ist finit einem Ende an den, Mittelpunkt der Wicklung 10,3 angeschlossen und wird von der dritten Leitung 108 über die Betriebs spule 109 eines Relais gespeist, das mit. Kon takten 110 versehen ist, die normalerweise offen sind.
Ein Stromtransformator 111 ist vorgesehen, um eine Spannung in seiner Se kundürwicklung 112 zu erzeugen:, wenn eine wesentliche Ungleichheit vorhanden ist. zwi schen den Strömen in den Dreiphasenleitun gen für die Speisung der Primärwicklungen 1.03 und 107 des Transformators 102. Die Sekundärwicklung 112 ist angeschlossen an die Wicklung 113 eines Relais, das mit nor malerweise geschlossenen Schaltkontakten 114 versehen ist, Die Schaltkontakte 11-1 sind in Reihenschaltung mit den Kontakten 110 eines auf den:
Strom in der Leitung 108 anspre chenden Relais verbunden, und wenn beide Kontaktsätze geschlossen sind, wird die Wicklung 115 des mit Kontakten 10.5 ver- sehenen Schützes unter Strom gesetzt. In die sem Zustand wird die Wicklung 11,5 zwischen den Leitungen 10e6 und 108 eingeschaltet.
Während des Schweissens sind die Ströme in .den Dreiphasenleitungen 104, 10e6 und 108 wesentlich ausgeglichen, so dass keine Span nung in der Sekundärwicklung 112 des Stromtransformators 111 induziert wird. Die Wicklung 113 steht infolgedessen nicht unter Strom, so dass der Stromkreis durch die Schaltkontakte 110 und 114 hergestellt ist, uni die Wicklung 115 des Schützes anspre- ehen zu lassen, damit die Kontakte 105 ge schlossen bleiben.
Wenn die Hauptschweiss bögen zwischen den Elektroden und dein Werkstück unterbrochen werden, sind die in den Dreiphasenleitungen 104, 106 und 108 befindlichen Ströme nicht mehr ausgeglichen, so dass eine .Spannung in der Wicklung<B>112,</B> induziert wird, die die Wicklung 113 speist und die Kontakte 11.1 öffnet, wodurch die Wicklung 11,5 stromlos wird und. die Kon takte 105 geöffnet werden. Das Abschalten der Primärwicklung 103 verursacht eine Ab nahme der ,Spannung zwischen den Elek troden, welche genügt, um den Bogen aus zulöschen. Das Fliessen des Stromes in der Wicklung 109 genügt in diesem Zustand nicht, um die Kontakte 110 geschlossen zu halten.
Wenn die Wiederherstellung des Schweiss zustandes erwünscht ist, wird eine der an die Schweissstromleitungen @51 oder 52 ange schlossenen Elektroden in Berührung mit dem an die Leitung 19 angeschlossenen Werkstück gebracht, so dass. .Strom vom Transformator bezogen wird, wodurch der Strom in den Leitungen 104 und 10,8 über den niedrigen Wert des Magnetsierungs- stromes erhöht wird, der vorhanden ist, wenn die Bögen zwischen den Elektroden und die Bögen zwischen den Elektroden und dem Werkstück ausgelöscht sind. Diese Erhö hung des Stromes durch die Wicklung 109 verursacht das 'Schliessen der Kontakte 110.
Da gleiche und entgegengesetzte Ströme in den Leitungen 101 und 108 fliessen, entsteht keine Ungleichheit in dem Stromtransfor mator 110, so dass die Kontakte 114 geschlos sen bleiben. Infolgedessen steht die Wick lung 115 unter Strom und schliesst die Kon takte 105, so dass Strom durch die dritte Phasenleitung 106 zu der Primärwicklung 103 des 'Transformators 10,2 fliessen kann. Nach einer kurzen Übergangszeit. kehren die in dem Transformator 111 befindlichen Ströme zu ihrem ausgeglichenen Zustand wieder zurück, so dass die Schützenkontakte 105 während des .Schweissens geschlossen bleiben. Vorausgesetzt, dass das Relais mit.
der Wicklung 113 im Ansprechen verlang samt wird, wird die momentane Ungleichheit der Primärströme im Transformator 102 während des Überganges vom Einphasen zum Dreiphasenzustand das Öffnen der Kon takte 114 nicht verursachen.