CH287635A - Elektrischer Lötkolben. - Google Patents
Elektrischer Lötkolben.Info
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Description
Elektrischer Lötkolben. Gegenstand vorliegender Erfindung bil det ein elektrischer Lötkolben mit zwei aus Kohle bestehenden, gegeneinander elektrisch isolierten Elektroden, die zwecks Erzeugung einer Wärmewirkung für das Schmelzen des Lotes mit dem zu lötenden Arbeitsstück in Berührung gebracht. werden. Derartige Löt kolben sind an sich bereits bekannt. Sie sind sehr wirtschaftlich, da der Strom nur wäh rend des Arbeitsvorganges fliesst. Im wei teren benötigen diese Lötkolben praktisch keine Anheizzeit. Der Hauptnachteil dieser Konstruktionen liegt aber darin, dass zwischen den Elektroden angesammelte Lotabfälle und Schmutzteile sich nur schwer entfernen lassen und das einwandfreie Arbeiten des Kolbens beeinträchtigen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung eines in dieser Hinsicht. verbesser ten Lötkolbens der eingangs definierten Art. Der Lötkolben nach der Erfindung ist. da durch gekennzeichnet, dass die Elektroden je in einem metallischen Elektrodenhalter ge halten sind und dass beide Elektrodenhalter um eine gemeinsame Achse verschwenkt wer den können. Dieser Kolben erleichtert das Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen im Vergleich zu den bekannten, mit starren Elektrodenhaltern versehenen Kolben.
Die Zeichnung enthält ein Ausführungs beispiel der Erfindung. Es stellt dar: Fig. l den Oberteil des Lötkolbens als Ansicht, Fig. 2 den teilweise aufgeschnittenen Löt kolben von der Seite gesehen, Fig. 3 eine Seitenansicht des obern Teils des Kolbens, Fig. 4 einen Elektrodenhalter von vorn gesehen, Fig. 5 den gleichen Elektrodenhalter von oben gesehen, Fig. 6 eine Seitenansicht eines Isolier- körpers, Fig. 7 eine Frontansicht des gleichen Kör pers, Fig. 8 eine Vorderansicht eines Teils eines Stromzuführungsorgans und Fig. 9 das gleiche Zuführungsorgan, teil weise geschnitten und von der Seite gesehen. Es ist noch zu erwähnen, dass die Hin weiszeichen für gleiche Teile in den verschie denen Figuren einheitlich sind.
Mit 1 ist der beispielsweise aus Holz be stehende, elektrisch isolierende Handgriff des Kolbens bezeichnet. Er ist an einem Ende durch den Metallring 2 gegen Auseinander sprengen gesichert. Im Handgriff 1 ist ein Metallrohr 3 befestigt, das an seinem vor- dern, aus zwei Lappen 3a bestehenden Ende ein Gelenk trägt. Dieses Gelenk enthält eine Schraube 11, um welche sich der nippelför- mige Isolierkörper 12 frei drehen lässt. Auf diesem sind einerseits der Elektrodenhalter 8 und anderseits der Elektrodenhalter 9 un- verdrehbar aufgesetzt.
Beide Elektroden halter 8 und 9 bestehen aus Metallbleeh. Sie weisen je einen flachen Teil 8a und 9a auf, der mit einem Loch versehen ist, dessen nicht kreisförmige Form dem Querschnitt des mit ihm zusammenwirkenden Teils des Isolier- körpers 12 angepasst ist. Es ist daher nur möglich, beide Elektroden gemeinsam, unter Beibehaltung ihrer zueinander parallelen Lage zu verschwenken. Infolge des Bundes 12a des Isolierkörpers 12 sind die beiden Elektrodenhalter 8 und 9 voneinander gal vanisch getrennt.
Die federnden Unterlags scheiben 14 und 1.5 sichern eine leichte Ver- schwenkbarkeit der Elektrodenhalter 8 und 9 und verhindern gleichzeitig das Lösen der Schraube 11. Zwischen dem Elektrodenhalter 9 und der Scheibe 14 ist noch ein isolieren der Ring 13 eingefügt. Der zur Aufnahme der Elektroden 6 und 7 bestimmte Teil der Elektrodenhalter 8 und 9 ist derart kreis bogenförmig gekrümmt, dass an den gegen einander gerichteten Seiten dieses Teils Schlitze 8b und 9b gebildet sind. Der Ab stand der beiden am Ende zugespitzten Kohleelektroden 6 und 7 kann demnach klei ner sein als die doppelte Dicke des Bleches, aus dem die Elektrodenhalter hergestellt sind; sie beträgt im gezeigten Ausführungs beispiel sogar weniger als die einfache Blech dicke.
Aus diesem Grunde lassen sieh mit diesem Lötkolben auch sehr kleine Metall teile löten. Die Stromzuführung zu der Elek trode 6 verläuft über das Metallrohr 3, die Scheibe 15 und den Halter B. Im Innern des Metallrohres 3 befindet sich der starre Zuführungsleiter 4 für die andere Elektrode 7. Dieser Leiter 4 steht in dauernder Ver bindung mit dem Teil 9a des Halters 9. Die Isolierhülse 5 verhindert ein Berühren des Eieiters 4 mit dem Metallrohr 3. Es ist. er sichtlich, dass beim Verdrehen der einen Elektrode bzw. des einen Elektrodenhalters sich die andere Elektrode zwangläufig mit dreht. Der Abstand zwischen den beiden Elektroden 6 und 7 bleibt daher immer gleich.
Dadurch werden die Arbeitsbedingungen wäh rend des Arbeitens, abgesehen vom Abbrand der Elektroden, nicht verändert.
Ein solcher Lötkolben eignet sich haupt sächlich für niedere Spannung. Das Metall- rohr 3 und der Zuführungsleiter 4 können über ein bewegliches Kabel mit. einem Trans formator mit. geeigneter Spannung, bei spielsweise 1.2 Volt, verbunden sein.
Bei der Benutzung des Kolbens ist. es not wendi-, die Enden der Elektroden 6 und 7 mit dem Arbeitsstück bzw. mit dem Lot in Verbindung zu bringen. Die Erwärmung ent steht hauptsächlich durch die grossen Über gangswiderstände an den Kontaktstellen und die sich ausbildenden, winzigen Lichtbogen.
Die besonderen Vorteile der beschriebenen Konstruktion liegen in der guten Zugäng- lichkeit der Elektroden für die Reinigung und in der leichten Handhabung des Kolbens infolge der Verschwenkbarkeit der Elektroden.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel be schränkt. Für bestimmte Anwendungsfälle könnte es auch von Vorteil sein, das Gelenk derart auszubilden, dass die Elektroden ein zeln, das heisst. unabhängig voneinander ver- schwenkt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrischer Lötkolben mit zwei aus Kohle bestehenden, gegeneinander elektrisch iso lierten Elektroden, die zwecks Erzeugung einer Wärmewirkung für das Schmelzen des Lotes mit dem zu lötenden Arbeitsstück in Berührung gebracht werden, dadurch gekenn zeichnet, dass die Elektroden je in einem metallischen Elektrodenhalter gehalten sind und dass beide Elektrodenhalter um eine ge meinsame Achse verschwenkt werden können. UNTERANSPRÜCHE 1. Lötkolben nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Elektroden halter auf einem Isolierkörper derart aufge bracht sind, dass eine Versschwenkung eines Elektrodenhalters in bezug auf den andern Elektrodenhalter verunmöglicht ist.2. Lötkolben nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Elektrodenhalter mit einem metallischen Teil des Körpers des Lötkolbens und der andere Elektrodenhalter mit. einem starren, als Zuführungsleiter dienenden Organ elektrisch verbunden ist, welches gegenüber (lern Körper des Lötkolbens unbeweglich an gebracht ist und ein mit dem benannten Iso- lierkörper im Eingriff stehendes Ende auf weist. 3.Lötkolben nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenhalter aus Metallblech be stehen und dass sie einen flachen Teil mit einem nicht kreisförmigen Loch aufweisen, dessen Form dem Querschnitt des mit ihm zusammenwirkenden Teils des Isolierkörpers angepasst ist und dass ferner jeder Elektro- denhalter einen kreisbogenförmig gekrümmten Teil zur Aufnahme einer Elektrode aufweist. 4.Lötkolben nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der gegenseitige Abstand der beiden, sich in Arbeitslage befindlichen Kohleelektroden kleiner ist als die doppelte Dicke des Bleches, aus welchem der kreis bogenförmige Tragteil der Elektrodenhalter hergestellt ist und dass die Länge des Kreis bogens dieses Teils der Elektrodenhalter so gewählt ist, dass sich die Elektrodenhalter nicht gegenseitig berühren.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH287635D CH287635A (de) | 1950-10-28 | 1950-10-28 | Elektrischer Lötkolben. |
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| CH (1) | CH287635A (de) |
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1950
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