Kaffeezubereitungsapparat. Vorliegende Erfindung betrifft einen Kaffeezubereitungsapparat und bezieht sich auf einen verbesserten Mechanismus für die Zirkulation und den Auf guss der Kaffeezube reitungsflüssigkeit.
Die Erfindung ermöglicht die Schaffung eines Kaffeezubereitungsapparates, in wel chem die Zirkulation der Anbrühflüssigkeit durch den gemahlenen Kaffee mit einer ver hältnismässig hohen Geschwindigkeit und in solcher Weise bewirkt, dass sich eine wirk samere Extraktion ergibt.
Die Erfindung gestattet ferner, den Kaf feezubereitungsapparat so auszubilden, dass die Flüssigkeit im Aufgussbehälter anstatt wie bei bekannten Ausführungen abwärts nach aufwärts durch den gemahlenen Kaffee hindurchströmt.
Im Flüssigkeitbehälter des Kaffeezube reitungsapparates ist eine magnetisch betätig- bare Pumpe eingebaut und ausserhalb des Flüssigkeitsbehätters sind Mittel zur magne tisch en Betätigung der Pumpe vorgesehen, so dass keine Welle oder zwangläufige Kupp lung durch die Wandung des Flüssigkeits behälters hindurchgeführt werden muss.
Wie aus den nachstehenden Angaben er sichtlich, kann die Erfindung sowohl bei Kaffeemaschinen, deren Flüssigkeitsbehälter aus Metall besteht, als auch bei solchen aus Glas verwendet werden. Ferner können elek trische Heizkörper fest in den Kaffeezube reitungsapparat gemäss der Erfindung einge- baut sein, oder ein elektrisches Heizelement kann in einem Basisofen eingesetzt sein, von welchem der Flüssigkeitsbehälter abgenom men werden kann. Zweckmässigerweise sind auch automatische Schaltmittel vorgesehen, um sowohl den Pumpenmechanismus als auch die Heizvorrichtung zu steuern.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsge genstandessind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Kaffeezubereitungsapparates in senkrechtem Schnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1 mit einigen Einzelheiten der Pump vorrichtung und des Reguliermechanismus, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie 3-3 in Fig. 1, Fig. 4 einen weiteren Querschnitt nach Linie 4-4 in Fig. 1, Fig.
5 eine perspektivische Ansicht der auseinandergenommenen Teile der Flüssig l"eitsumlaufvorrichtung, Fig. 6 in grösserem Massstab einen Schnitt durch den Steuerschalter nach Linie 6-6 in <B>Feg.</B> 2, Fig. 7 einen Schnitt durch die Thermo- st.atregul@ierung.
Fig. 8 eine Draufsicht des Rotors des Pumpenantriebsmoto@rs, Fig. 9 ein Schaltungsschema der Regu lierung; Figé 10 zeigt in perspektivischer Ansicht eine zweite Ausführungsform des Kaffeezu bereitungsapparates, Fig. 11 einen senkrechten Sehnut durch denselben nach Linie 11-11 in Fig. 10, Fig. 12 eine perspektivische Ansicht mit teilweisem Schnitt der auseinandergenomme nen Hauptteile des Pump-, Umlauf- und Auf - gussmechanismus;
Fig. 13 zeigt in grösserem Massstab eine perspektivische Darstellung des Pumpen- und Motorrotors Fig. 14 eine perspektivische Ansicht der Unterseite der Pumpe und Fig. 15 ein Schaltungsschema des Re gulierstromteils der Kaffeemascehine nach Fig. 10; Fig. 16 zeigt einen vertikalen Schnitt einerdritten Ausführungsform einer Kaffee maschine, deren Flüssigkeitsbehälter aus Glas hergestellt und abnehmbar auf einen elektri schen Heizsockel aufgestellt ist, Fig. 17 einen rechtwinklig dazu liegen- den Fig. 18 eine perspektivische Ansicht des Thermostatschalters ohne das Gehäuse, Fig. 19 eine entsprechende perspektivische Ansicht des Thermostatschaltergehäuses, Fig. 20 eine perspektivische Ansieht eines o weiteren Steuerschalters, Fig.
21 das Schaltungsschema des bei der Kaffeemaschine nach Fig. 16 verwendeten Stromkreises und Fig. 22 eine Draufsicht des Motorstators. Der in Fig. 1-9 dargestellte Kaffeezu bereiter besitzt einen mit einem Sockelteil 31 fest zusammengebauten Metalltopf 30 mit einer Flüssigkeitsvorratskammer 32 in seinem untern Teil. Die Bodenpartie 33 des Ge fässes hat einen kleineren Querschnitt und ist von einer elektrischen Heizspule 34 umgeben. Von der Bodenpartie 33 ragt ein verhältnis mässig kleiner Behälter 35 nach unten, in welchem herausnehmbar ein kleines zylindri sches Gehäuse 36 mit einer besonders ge formten, aufgeschraubten Kappe 37 einge passt ist.
Von einer Schulter des Gehäuses 36 ragt eine abnehmbare Schale 38 nach unten, welche eine Pumpenkammer 39 bildet. Eine zentral in der Kappe 37 liegende Einlassöff nung 40 leitet die Flüssigkeit aus dem Vor- ratsbehalter 32 in die Pumpenkammer 39. Am Boden des Gehäuses 36 ist eine in dem selben nach oben ragende drehbare Welle 41 gelagert. Auf dieser Welle ist in der Kammer 39 ein mit Flügeln versehener Pumpenrotor 42 gelagert. Wie am besten aus Fig. 1 und 5 ersichtlich, hat die Kappe 37 zylindrische hohle Querschnittsform und einen Einsatz, welcher den Flüssigkeitseinlass 40 bildet und einen Flansch 43 von ovaler Grundform auf weist.
Dieser Flansch bildet mit der Kappe eine Flüssigkeitsauslasskammer 45, in welche die Flüssigkeit aus der Pumpenkammer durch diametral einander gegenüberliegende Ö<B>f</B>f nungen 44 zwischen dem Flansch und der Kappenwandung eingepumpt wird.
Von der Kappe 37 aus geheng ein Paar mit der Pumpenauslasskammer 45 in Verbin- nit d dung stehende Leitungen 46 und 47 nasch oben, welche sich an einem Vereinigungsstück 48 vereinigen und von welchem aus eine weitere einzige Leitung 49 nach oben ragt. Das Ge häuse 36, der Pumpenmechanismus und die Leitungen 46, 47 und 49 bilden ein Ganzes, welches als solches aus dem Gehäuse 30 her ausgenommen werden kann.
In der obern Partie .des Gefässes 3,0 ist ab nehmbar auf der Leitung 49, mittels eines: F1ünsohes 50 ein Kaffeeaufgussbehälter 51 befestigt. Während gewöhnlich solche Kaffee behälter gelochte Wandungen haben und die Flüssigkeit am obern Ende derselben einläuft und durch den gemahlenen Kaffee abwärts und aus den Lochungen der Wand nach, aussen strömt,
hat dier Kaffeebehälter 51 im vorliegenden Falle einen Boden und Seiten wände ohne Lochungen. In der untern Partie ,des Behälters 51 ist mit Abstand von der Bo- d,enwand 52 eine gelochte Scheibe 52' einge legt, welche eine Auflage für .den gemah lenen Kaffee bildet. Diese Scheibe ist mittels einer Hülse 53 abnehmbar auf den obern Teil -der Röhre 49 aufgesetzt.
Zwischen dem<B>Ba-</B> den 9 und der Scheibe 52' besteht eine Flüs- sigkeitseinlasskammer 77, in welche die Flus- sigkeit aus der Röhre 49 durch eine Anzahl Öffnungen 54 einströmt. Infolgedessen kann die Flüssigkeit die ganze Weite des Behälters 51 durchdringen, so dass sie über die ganze Ausdehnung des Kaffeepulvervorrates nach oben gepumpt wird. Nach dem Aufguss tritt die Flüssigkeit aus dem Behälter 51 an einem Punktetwas über der Höhe der Kaffeepulver masse aus.
Man kann zwar eine Anzahl Aus trittsöffnungen an der Seite des Behälters 51 nahe dessen oberem Rand vorsehen, indessen ist es vorzuziehen, die Seitenwand auf ihrer ganzen Höhe ungelockt zu lassen und am obern Ende des Behälters eine zweite gelochte Scheibe 55 vorzusehen, welche mittels eines Halteteils 56 und eines im Zentrum der Scheibe befestigten Knopfes 57 auf dem ge schlossenen obern Ende der Leitung 49 be festigt ist.
In dem soeben beschriebenen Mechanismus wird die Flüssigkeit aus der Vorratskammer 32 wiederholt durch den Pumpenmechanis mus nach aufwärts in Umlauf gebracht; sie strömt dabei durch die Röhren 46, 47 und 49 in die untere Partie des Kaffeeaufgussbehäl ters 51, strömt unterhalb des Kaffeepulvers in den Aufgussbehälter und aufwärts durch die Scheibe 52' und die Kaffeepulvermasse, dann aufwärts durch die Deckscheibe 55 und fliesst dann über den obern Rand des Behäl ters aus und zur Vorratskammer 32 zurück. Der Pumpenmechanismus kann die Flüssig keit mit einer ständigen Strömung von ziem lich hoher Geschwindigkeit abgeben, so dass ein beträchtliches Flüssigkeitsvolumen auf wärts durch den Aufgussbehälter hindurch strömt.
Anstatt dass das Kaffeepulver sich unten absetzt und bestrebt ist, in den Vor ratsbehälter zu gelangen wie bei den gewöhn lichen Aufgusseinsätzen, wird es durch die aufsteigende Flüssigkeit nach oben ge schwemmt. Da hierdurch das Kaffeepulver weit besser im Einsatz verteilt wird, ergibt sich ein grösserer Berührungsgrad mit der Flüssigkeit und eine weit bessere Extraktion. Die Scheibe 55 verhütet ein Entweichen des Kaffeepulvers aus dem Aufgusseinsatz, und es hat sich gezeigt, dass der erhaltene Kaffee aufguss weit klarer ist als der in den übli chen Kaffeemaschinen der Umwälztype er haltene.
Da die Flüssigkeit durch den Aufgussbe hälter verhältnismässig rasch nach oben strömt, ergibt sich ein konstanter und glatter Flüssigkeitsstrom, was zur Wirksamkeit des Aufgussvorganges und zur Verhütung des Entweichens von Kaffeepulver beiträgt. Während bei den üblichen Kaffeemaschinen der Umlauftype das aus der Vorratskammer aufwärts gepumpte Wasser gegen den Deckel der Kaffeemaschine geschleudert wird, strömt im vorliegenden Fall die Aufgussflüssigkeit nur langsam über die Oberkante des Einsatzes 51, ohne auf den Deckel 58 des Gefässes auf zutreffen.
Im Gehäuse 36 ist getrennt von der Pum penkammer 39 durch die Schale 38 eine Kam mer 59 vorgesehen, in welcher der Rotor 60 eines elektrischen Induktionsmotors läuft. Dieser Rotor isst auf der Welle 41 befestigt und dient zum Antrieb des Pumpenrotors 42. Aussen an der Bodenpartie 33 des Gefässes 30 ist der im Sockelteil 31 eingesetzte Stator 62 des Elektromotors angeordnet. Wie am be sten aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, umgibt der Kern dieses, Stators den Behälter 85 in der Ebene des im Gehäuses 36 eingesetzten Ro tors 60.
Durch die Spule 63 wird bei Strom- ansehluss ein rotierendes Magnetfeld er zeugt, welches durch de dazwischenliegen- dien Wandungen .des, Ansatzes 35 und des Gehäuses 36 hindurchgehend die, Drehung -des Motorrotors 60 und des: Pumpenrotors 42 bewirkt.
Der Rotor 60 ist vorzugsweise aus einer Anzahl Stahlblechscheiben zusammen gesetzt, welche sowohl im Winkel zur Achse als auch zum Radius des Rotors -geschlitzt sind zur Aufnahme von Kupfereinsätzen 61, wie am besten aus Fig. 1 und 8 ersichtlich. Die Kupfereinsätze 61 ragen bis fast zur Mitte des Rotors nasch einwärts, da es s ;
eh ze- zeigt hat, .dass hierdurch d4e Geschw@ndizkeit und Leistung des Motors beträchtlich erhöht wird., Auf einer passenden Stütze im Sockel 31 ist, wie aus Fig. 1, 2 und 6 ersichtlich, ein motorgesteuerter Schalter 64 aufgesetzt. Die ser Schalter ist gewöhnlich geschlossen und seine Öffnung erfolgt mittels eines Schwenk- ärmes 65 durch den Nocken 67 durch Nieder drücken des Druckknopfes 66 von Hand.
Wenn der Arm 65 in die in Fig. 2 strich punktiert gezeichnete Stellung bewegt wird, tritt der Motor in Wirkung und drückt den Arm 65 so lange magnetisch gegen den gern 62, wie der Motor arbeitet. Sobald der Motor abgestellt wird, schwenkt die Feder 78 den Schwenkarm 65 nach aussen und der Schalter 64 schliesst sich. Zur Regelung des Betriebes sowohl des Heizkörpers 34 als auch des Pum penantriebsmotors dient ein Thermostabschal- ter. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, weist derselbe einen Bimetallthermöstat 69 auf.
welcher in einem wasserdichten Gehäuse 68 in der Sei tenwand des Gefässes 30 angeordnet ist, so dass der Thermostat auf die Temperatur der Flüssigkeit in der Vorratskammer 32 an spricht. In einem zweiten Gehäuse 70 an der Aussenseite der Gefässwandung sitzt ein Schalterarm 71, welcher durch den Stift 72 vom Thermostaten 69 betätigt wird. Durch die Verschwenkung des Armes 71 wird der Kontakt mit einem zweiten Schaltarm 73 her gestellt bzw. unterbrochen.
In das Gehäuse 70 ist eine Achse 74 eingeschraubt, welche mittels des Stellknopfes 75 gedreht werden kann,' um die Stellung des Schaltarmes 73 zu regulieren, durch welchen die Betriebs zeit des Motors und des Heizkörpers be stimmt wird.
Der automatische Betrieb der Kaffee maschine sei an Hand des Schaltungsschemas- in Fig. 9 erklärt. Wenn das Quantum Kaf Häf- feepulver in den Aufgussbehälter 51 einge füllt und die Vorratskammer 32 mit einer entsprechenden Wassermenge angefüllt ist, wird die Kaffeemaschine mittels eines im Sockel 31 vorgesehenen elektrischen Steck- kontäktes 76 an eine elektrische Leitung an geschlossen. Der Thermostatschalter ist hier bei geschlossen, ebenso der Druckknopfschal ter.
Der Heizkörper 34 erwärmt sich nun so- fort, da aber der Pumpenmotor durch den Schalter 64 kurzgeschlossen ist, bleibt er ausser Betrieb, bis der Druckknopf 66 betätigt wird. Dies wird am besten sofort getan, da sich das Wasser in der Vorratskammer sehr rasch erwärmt. Sobald der Motor läuft, kommt die Pumpe in Betrieb, um eine rasche Bewegung der Flüssigkeit aus der Vorrats kammer nach aufwärts durch die Aufguss einheit und zurück zur Vorratskammer zu be wirken. Nachdem der Aufguss bis zur ge wünschten Stärke vollendet ist, wie sie sieh aus der Einstellung des Sahaltarmes 73 mit tels des Stellknopfes 75 ergibt, öffnet sich der Thermostatschalter 71/73 unter dem Ein fluss der Wärme der Aufgussflüssigkeit in der Vorratskammer. Nun werden sowohl der Heizkörper 34 als auch die Motorstatorspule 63 stromlos.
Der Aufguss kann während einer unbestimmten Zeit automatisch warm gehal ten werden. Sobald sich die Flüssigkeit etwas abkühlt, sehliesst sich der Thermostatschalter 71/73 wieder, so dass der Heizkörper 34 wie der Strom erhält, und er öffnet sich wieder, sobald die richtige Temperatur wieder er reicht ist. Hierbei wird durch das Schliessen des Thermostatsahalters 71/73 der Pumpen motor nicht wieder eingeschaltet, da ein weiteres Umwälzen der Flüssigkeit durch das Kaffeepulver hindurch unerwünscht ist, so bald einmal die richtige Stärke erreicht ist. Der Motor bleibt deshalb durch den Schalter 64 kurzgeschlossen und erhält erst wieder Strom, wenn der Druckknopf 66 wieder ge drückt wird.
Die in Fig. 10-15 dargestellte Ausfüh rungsform der Kaffeemaschine ist im allge meinen gleich wie diesoeben beschriebene, mit gewissen Abweichungen und Verbesserungen der Ausfüh- rungsform,besitzt ein metallisches Kaffeezu- bereitüngigefäss 80 mit einem 'hohlen Sockel 81 und einem eingesetzten Flüssigkeitsvor- ratsbehälter 82.
Die verkleinerte Bodenpartie 83 deG Gefässes, ist von einer elektrischen Heizspule 84 umgeben. Ein verhältnismässig kleiner, abwärts regender mittlerer Ansatz 85 'bild,et'eine gaiümer 86, welche mit einer 4 abnehmbaren Kappe 87 von spezieller Form versehen ist. Der zentrale Teil der Kappe ist mit einer Anzahl Öffnungen versehen, welche Kanäle 88 bilden, durch welche das Wasser aus der Vorratskammer 82 in die Kammer 86 strömt.
Inder Mitte der Kappe befindet sich eine Nabe 89, in welche ein abwärts ragender Bolzen 90 eingeschraubt ist. In' der Kammer 86 ist auf dem Bolzen 90 ein doppelter Rotor aufgesetzt, welcher aus einem umlaufenden Pumpenflügel 91 und einem an diesem be festigten Rotor 92 eines Induktionsmotors zu sammengesetzt ist. Diese Anordnung bildet eine Vereinfachung gegenüber der in der er sten Ausführungsform dargestellten Kon struktion. Der Ansatz 85 isst vom Kern 98 des Motorstators umgeben.
Die Kappe 87 hat an ihrer Unterseite ein ander gegenüberliegende Nuten 94 und 95 von allmählich zunehmender Tiefe, deren tiefste Partien in Flüssigkeitsauslasskanäle 96 und 97 ausmünden. Auf der Kappe 87 erhebt sich ein Paar Flüssigkeitsabgaberöhren 98 und 99, deren untere Enden mit der Kammer 86 durch die Kanäle 96 und 97 in Verbindung stehen und an ihren obern Enden am Bo den eines Kaffeeaufgussbehälters 100 mit un- gelochter Wandung befestigt sind, in welchen sie ausmünden. In diesem Behälter sitzt die Kaffeepulvermasse auf der Bodenwand 101. Die Auslassenden der Röhren 98 und 99 sind von einem Siebgehäuse 102 umgeben, wel ches auf einer Stützstange 103 aufgeschraubt ist, die sich in der Mitte des Behälters 100 erhebt.
Dank dieser Anordnung besteht keine Gefahr einer Verstopfung der Röhren 98 und 99 mit Kaffeepulver. Auf der Stange 103 ist abnehmbar eine das obere Ende des Behälters 100 abschliessende, gelochte Scheibe 104 auf gesetzt, welche mit einem Flansch auf der Oberkante der Behälterwandung aufsitzt.
Sobald der Motor den Pumpenrotor 91 an treibt, wird die Flüssigkeit aus der Vorrats kammer 82 durch die Einlasskanäle 88 in die Kammer 86 eingesaugt und durch die Röh ren 98 und 99 aufwärts in die Aufgusskammer 100 gefördert. Beim Eintritt in die Aufguss- kammer strömt die Flüssigkeit nach aussen durch das Sieb 102 und nach aufwärts durch die Masse des Kaffeepulvers, verlässt hierauf den Einsatz durch die gelochte Scheibe 104 und strömt dann abwärts zur Vorratskammer 82.
Wie aus Fig. 12 und 13 ersichtlich, sind der Motorrotor 92, der Pumpenrotor 91, die Kappe 87, die Röhren 98 und 99 und die Aufgusseinheit 100 zu einem Ganzen von ein facher Konstruktion vereinigt, welches rasch aus der Kaffeemaschine herausgenommen und leicht gereinigt werden kann.
Die Regulierung der Kaffeemaschine nach dieser Ausführungsform erfolgt im allgemei nen in gleicher Weise wie bei der ersten Aus führungsform, aber mit einer etwas ver schiedenen Schaltung. Die Steuerung des Pumpenmotors erfolgt durch einen Schalter 105, welcher einleitend über einen durch den Schwenkarm 107 auf ihn einwirkenden Druckknopfsehalter 106 betätigt werden kann. Sobald der Motor unter Strom ist, wird der Arm 107 magnetisch gegen den Kern 93 des Motorstators gedrückt. In der Flüssig keitsvorratskammer 82 ist in einem wasser dichten Gehäuse 113 ein Thermostatschalter 108 eingesetzt. Wenn die im Sockel 81 ange ordneten Klemmen 109 an eine elektrische Stromquelle angeschlossen sind, erwärmt sich der Heizkörper 84 sofort.
Während dieser Zeit ist der Motorschalter 105 in Berührung mit dem Schaltarm 110 und der Motor ist abgeschaltet. Sobald der Druckknopf den Schalter 105 betätigt, wird derselbe in Be rührung mit dem Schaltarm 111 gebracht, wodurch der Motor eingeschaltet und die Pumpe in Betrieb gesetzt wird. Wenn der Umlauf während der nötigen Zeit vor sich gegangen ist, spricht der Thermostatschalter 108 unter dem Einfluss der Temperatur der Fliisssigkeüsvorratskammer an, und hierdurch wird unmittelbar -der Stromkreis des. Motors 93 unterbrochen, wodurch derselbe stromlos wird.
Der durch -den Motorkern magnetiseh festgehaltene Arm 10,7 löst aus und unter bricht den Stromkreis zwischen dem Sehäl ter 105 und .dem Schaltarm 111. Der Schalter 105 kommt wieder in Kontakt mit dem Schaltärm 110, wodurch der Stromkreis zum Heizkörper über eine Widerstandseinheit 112 wieder hergestellt wird.
Infolgedessen wird der Betrieb des Heizkörpers nicht vollstän dig unterbrochen, sondern derselbe wirkt mit geringer Erwärmung weiter, sobald sich der Thermostatsichalter 108 wieder geschlossen hat, um den Aufguss auf der erforderlichen Temperatur zu halten, Gewöhnlich ist die hierbei erzeugte Wärme so gering, dass sich der Thermostatschalter 108 nicht eher wieder öffnet, als bis ein neuer Aufgussvorgang ein geleitet wird.
Während bei den beiden oben beschriebe nen Ausführungsformen der Kaffeezuberei tersockel, der Heizkörper und der Stator des Pumpenmotors dauernd mit dem Gefäss der Kaffeemaschine verbundene sind, können diese Teile auch als vom übrigen Teil der K affee- machine getrennte Einheit ausgebildet sein. Der Vorteil eines abnehmbaren Sockels liegt darin, dass das Kaffeemaschinengefäss leichter wird, wodurch das Ausgiessen bequemer und die Reinigung erleichtert wird. Ausserdem kann das Kaffeemaschinengefäss aus Glas an statt aus Metall hergestellt werden. Eine solche Ausführung ist in der dritten Ausfüh rungsform der Erfindung nuch Fig. 16-22 dargestellt.
Bei der letztgenannten AuGführuugsforn besteht das Kaffeezubereitungsgefäss 120 aus Glas. Die Bodenpartie 121 desselben ist ent weder flach oder leicht konkav. Dank der Verwendung einer andern Form .des Pumpen motors ist es nicht erforderlich, einen beson deren herunterhängenden Behälter vorzu sehen. In der zentralen Partiedes Bodens 121 ist ein Ausschnitt vorgesehen, in welchem eine dünne, geflanschte Metallscheibe 122 für den nachstehend beschriebenen Zweck dicht eingesetzt ist. Diese Scheibe ist mit einer fla chen Vertiefung versehen, welche zum Auf setzen und Zentrieren eines abnehmbaren, kleinen, geschlossenen Gehäuses 123 dient. In diesem Gehäuse ist drehbar auf dem Bol zen 124 eine doppelte Rotoreinheit eingesetzt, welche aus dem Pumpenflügel 125 und dem Rotor 126 eines Polinduktionsmotors besteht.
Das Gehäuse 123 bildet eine Pumpenkammer 127, in welche die Flüssigkeit aus der Vor ratskammer 128 durch eine Anzahl Kanäle 129 überführt wird und welche von einem Ringflansch 130 begrenzt ist. Auf dem Ge häuse 123 erhebt sich ein Paar Umlaufröh ren 131 und 132, welche an ihren obern En den durch eine Flanschscheibe 133 miteinan der verbunden sind. Diese Scheibe bildet einen Teil des Bodens eines Aufgusseinsatzes 134 mit ungelochten Wänden. Die Röhren 131 und 132 münden in eine Eintrittskammer 135 im untern Teil des Einsatzes unter einer gelochten Scheibe 136 aus, auf welcher die Kaffeepulvermasse liegt. Die Scheibe 136 ist abnehmbar in das Aufgussgefässmittels einer, zentralen Stange 137 eingesetzt, welche in die Scheibe 133 eingeschraubt ist und die mittels eines an ihrem obern Ende vorhande nen Knopfes 138 aufgesetzt ist.
Oben auf der Stange 137 sitzt eine zweite gelochte Scheibe 139. Wie bei den vorher beschriebe nen Ausführungsformen strömt auch hier die durch die Pumpe geförderte Flüssigkeit durch die Röhren 131 und 132 aufwärts durch das Aufgussgefäss 134, tritt durch die Scheibe 139 aus und strömt dann über die Oberkante zur Vorratskammer 128 zurück.
Das Gefäss 120 kann mit einem Deckel passender Form versehen sein. Beim vorlie genden Beispiel besitzt dasselbe einen Metall- deokel 140 mit einem zentralen Glaseinsatz 141, in welchem der Knopf 142 eingesetzt ist und durch welschen das Innere der Kaffee maschine sichtbar ist. Das.
Gefäss 120 kann ausserdem mit einem Handgriff von passender Form (uissht (la gestellt) versehen:
sein. Zur Aufnahme eines Befestigungsstreifens für dlea Handgriff kann das Gefäss am Umfang mit einer verengerten Partie 143 versehen sein. und eine,dePartigte Ausbildung empfiehlt sich insbesondere mit Rücksicht darauf, dass das Gefäss aus Glas besteht.
Das Kaffeegefäss 120 ist abnehmbar auf einen Sockel 144 aus Metall aufgesetzt. In der obern Partie des Sockels ist ein Hohl- flausch 145. eingesetzt, der ein Gehäuse 146 bildet, das eine ringförmige, elektrische Heiz- vorriehtung _ 147 umgibt. Auf einer Quer-- wand 148 im Sockel 144 ist eine zweite elek trische Heizvorrichtung 149 aufgesetzt. Die Heizvorrichtung 147 ist ein Hochtemperatur heizkörper, welcher während der Kaffeezu bereitung verwendet wird, während 149 ein Niedertemperaturheizkörper ist, welcher dazu dient, den Aufguss während einer unbestimm ten Zeitdauer warm zu halten.
Wie bereits oben erwähnt, ist der Rotor 126 des Pumpen motors im Gehäuse 123 über dem Boden 121 des Kaffeegefässes 120 angeordnet. Der Mo torstator zur Erregung desselben ist im Sockel 144 angeordnet und besitzt einen U-förmigen Kern 150, dessen Schenkel nach oben gekehrt und jeder von einer Feldspule 151 umgeben ist. Dieser Stator ist durch die Trennwand 148 gehalten und ragt durch eine zentrale Öffnung 152 in derselben nach unten. Wie aus Fig. 22 ersichtlich, ist ein gespalteter Ring mit den Abschnitten 153 und 154 auf den obern Enden der Schenkel des Motorstators montiert, welcher Ring aus ferromagnetischem Material besteht und dazu dient, ein Magnetfeld zum Antrieb des Mo torrotors 126 und der Pumpe 125 zu bilden.
In Ausschnitten der Schenkel des Kernes 150 unter dem Ring sitzen Dämpferspulen 155. Auf einem sieh einwärts von der Hilfswärme vorrichtung 149 aus erstreckenden Ring flansch 156 ist eine dünne Scheibe 157 aus diamagnetischem Metall aufgesetzt, welche zum Schutz des obern Endes des Motor stators gegen Verschmutzung dient.
Zwischen den Schenkeln des Motorstators ist ein diamagnetisches Gehäuse 158 gehalten. welches einen Thermo statschalter einschliesst. Wie aus Fig. 18 ersichtlich, weist dieser Schalter einen obern Arm 150 aus Metall von geringer Wärmeausdehnung, wie z. B. Invar- stahl, auf, an welchem ein thermostatischer Bimetallstreifen 160 befestigt ist. An dem in Wärmeverbindung mit dem Streifen 160 befestigten Arm ist ein aufwärts ragendes Kontaktorgan 161 aus Silber befestigt. Vom Kontakt ragt eine Führungsstange 162 nach unten, welche im untern Ende des Gehäuses 158 gelagert ist.
Durch die Feder 163 wird der Kontakt 161 aufwärts gedrückt, o dass derselbe richtigen Kontakt mit der Metall scheibe 122 macht, welche die zentrale Par tie des Bodens 121 des Gehäuses 120 bildet. Die Scheibe 122 muss aus dünnem, nicht ma- gnetisierbarem Material bestehen, um das Magnetfeld zwischen dem Stator und dem Rotor des Pumpenmotors nicht zu stören.
Unter dem Arm 159 ist ein zweiter Arm 164 und mit Abstand unter diesem ein dritter Arm 165 gelagert. Vom Bimetallstreifen 160 ragt ein Stift 166 nach unten, welcher so aus gebildet ist, dass er nach dem Heizen einen isolierten Zapfen am untern Arm 165 be rührt, um den Arm 165 vom Arm 164 wegzu bewegen und den elektrischen Stromkreis, zu unterbrechen, welcher normalerweise durch die Kontakte zwischen diesen Armen (siehe Fig. 18) geschlossen wird. Aus Fig. 18 und 21 ergibt sich, dass die Arme 159, 164 und 165 voneinander isoliert und mit Abstand voneinander mittels der Bolzen 167 aneinan der befestigt sind. An den Bolzen 167 ist ein seitlich zum Gehäuse 158 herausragender Führungsfinger 168 befestigt, welcher zwi schen einem Paar an der Trennwand 148 be festigten, aufrecht stehenden Flügeln 169 auf genommen wird.
Diese Anordnung dient da zu, den Thermostatschalter gegen Schwing bewegungen um die Stange 162 als Folge der aufwärts und abwärts gerichteten Bewegung des Kontaktbolzens 161 zu halten.
Am untern Teil des Motorstators ist mit tels des Stiftes 170 ein Arm 171 eines ma- gnetisierbaren Materials angelenkt, welcher mittels des Druckknopfes 172 aus der in vol len Linien gezeichneten Stellung in die in Fig. 17 gestrichelt gezeichnete Stellung ver- schwenkt werden kann. In d,em letzteren, Stel lung wird das, einwärts gekehrte obere Ende 1 i 3 dies,
Armes magnetisch gegen einen Arm des Motorstators gehalten, wenn der letztere unter Strom ist. Eine Feder 174 ist normaler- weise bestrebt, dien Arm 171 in seiner lhnken Stellung zu hallen. Ein einstellbarer Bo Uzen 175,
isst auf .dem Arm 171 zur Betätigung eines Steuerschalters für den Pumpenmotor be festigt. Dieser Schalter besitzt die normaler weise einander berührenden Schaltarme 176 und 177 und einen dritten Schaltarm 178. Wenn der Arm 171 einwärts verschwenkt wird, drückt der Bolzen 175 den Arm' 177 vom Arm 176 weg, so dass er in Kontakt mit dem Arm 178 kommt. Wenn der Motor ab gestellt wird, wird der Arm 171 nach links verschwenkt, um den Stromkreis zwischen den Armen 177 und 178 zu unterbrechen. Der Stromkreis zwischen den Armen 176 und 177 wird aufrechterhalten.
Der automatischre Betrieb der Kaffee- masahine ergibt sich aus dem Schaltungs- scehema nach Fig. 21 wie folgt: Nach dem An schluss an eine elektrische Stromquelle wird,die Niederleistungswärmaspule 149 mit Strom ge speist. Beim Einwärtsdrücken des Druck knopfes 172 wird der durch den Arm 171 be tätigte Schalter geschlossen, und dieser leitet den Strom zum Pumpenmotor und zur Hoch leistungswärmespule 147, wobei die Nieder leistungswärmespule 149 ausgeschaltet wird. Am Schluss des Kaffeebereitungsvorganges drückt der Thermostatschalter 160 den Arm 165 vom Arm 164 hinweg, um den Strom kreis zum Motor und zur Hochleistungs wärmespule 147 zu unterbrechen.
Der Strom kreis durch die Niederleistungewärmespule 149 wird wieder hergestellt, so dass die Auf gussflüssigkeit während einer unbestimmten Periode warmgehalten wird. Für die Ausführungsformen der Kaffee- masehine mit einem Metallgefäss wird zweck mässig rostfreier Stahl oder ein gleichwertiges, nicht korrodierbares Metall verwendet. Zur Verbesserung des Aussehens kann das Äussere verchromt, vernickelt oder versilbert werden.
Die Metallteile der Pumpe werden zweck mässig galvanisiert, um der Zerstörung zu widerstehen; in manchen Fällen kann auch eine elektrolytische Oberflächenbehandlung der Röhren zwischen der Pumpe und dem Auf gussbehälter sowie des letzteren erwünscht sein, was von der Art der hierfür verwende ten Metalle abhängt; aber für solche Teile können auch nicht galvanisierte, nicht ro stende Metalllee, wie z. B. Aluminium, verwen det werden. Der Aufgussbehälter säwie der Pumpen mechanismus der beschriebenen Ausführungs- formen trägen beide einzeln und gegenseitig zu einer rascheren und wirksameren Zuberei tung der Kaffeeflüssigkeit bei.
Ausserdem ist ihre Konstruktion äusserst einfach und von geringem Gewicht, so dass deren Handhabung einfach und deren Reinigung leicht ist.