CH247995A - Korrosionsschutzverfahren für Rohrleitungen. - Google Patents
Korrosionsschutzverfahren für Rohrleitungen.Info
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Description
Korrosionssehutzverfahren für Rohrleitungen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Kor- rosionsschutzverfahren für Rohrleitungen, deren Oberfläche örtliell durch Reibung be ansprucht ist. Das Verfahren nach der Er findung besteht darin, dass die durch Rei bung beanspruchten Oberflächenteile der Rohrleitungen verbleit werden.
Zum Schutz gegen Korrosion werden Rohrleitungen meist mit einem Schutzüber zug aus einer bitumenhaltigen Masse ver- sellen oder mit Üffarbe oder dergleichen ge strichen. Diese VorsicUtsmassregel ist in er höhtem Masse bei sollehen Rohrleitungen am Platze, die im Freien verlegt werden, z. B. bei Druckleitungen von Wasserkraftwerken.
Solehe Leitungen sind na-türlichen Dehnun gen, beispielsweise durch Erwärmung, aus gesetzt, weslialb sie an ihren Befestigungs- stellen beweglich gelagert sein müssen. Da, die Leitungen in der Regel aus einer grossen Anzahl von Einzelrohren zusammengesetzt sind, müssen diese Einzelrohre wenigstens zum Teil so ineinander befestigt sein, dass die Verbindungsstellen gegenüber den natür- lieben Dehnungen nachgiebig sind. Infolge der Dehnungen entsteht durch die gegen seitige Bewegung der Rohre ineinander an den Verbindungsstellen Reibung.
Die Rohre weisen gewöhnlicli ein beträchtliches Ge wicht auf, so dass es nötig wird, sowohl die Verbindungs- wie auch die Befesti- "ungsstellen Cr zur Reibungsverminderung zu schmieren.
Bekanntlich sind die erwähnten Schutz- überzüge öllöslich, so dass sie bei Schmierung der durch Reibung beanspruchten Lager-. und Verbindungsstellen dort in kurzer Zeit zersetzt werden. Überdies wird der 'nicht metallische Schutzüberzug durch die Rai- bung der Leitungsteile aneinander abge scheuert und das blanke Metall der Rohr leitung der Korrosion ausgesetzt. Diese Nach teile überbrückt die vorliegende Erfindung dadurch, dass an Stelle der niehtmetallischen Seliutzüberzüge ein Bleiüberzug tritt.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes werden an Hand der schematischen Zeichnung erläutert.
Fig. <B>1</B> zeigt einen Längsschnitt durch ein Expausionsrohr einer Druckleitung, Fig. 2 einen Querschnitt, durch eine Rohr leitung mit Tragsattel, Fig. <B>3</B> einen Teillängssehnitt der Rohr leitung nach der Fig. 2 und Fig. 4 die durch Reibung beanspruchte Berührungsstelle zwischen Rohr und Sattel nach Fig. 2 in grösserem Massstab.
Zwischen dem Expansionsgehäuse<B>1</B> (Fig. <B>1)</B> und dem Degenrohr 2 ist die Brille<B>3</B> der Stopfbüchse angeordnet. Die Paekung 4 der Stopfbüehse kann aus verschiedenen Zöpfen mit irgendeinem Schmiermittel, z. B. Un- Schlitt, bestehen. An die Stopfbüchspackung 4 anschliessend sind dichtende Ringe<B>5</B> zwi- sehen Gehäuse und Degenrohr eingelegt und gegen den Ring<B>5'</B> gedrückt, welcher durch Schweissnähte<B>6</B> mit dem Gehäuse<B>1</B> verbun den ist.
Das Expansionsgehäuse<B>1</B> und der Ring<B>5'</B> <B>n</B> sind an der Innenfläche<B>T,</B> da-s Degenrohr 2 dagegen ist an der Aussenfläche<B>7</B> mit Blei überzogen, während die Brille<B>3</B> an ihrer gan zen Oberfläclie verbleit ist. Dehnt siell nun da-s Expansionsgehäuse<B>1</B> z.
B. infolge von Erwärmung in Aclisrielltung aus, so schiebt sieh das Degenrohr -weiter in das Gehäuse hinein, wodurch zwischen-Brille und Degen rohr sowie an der Berührungsstelle zwischen dem letzteren und dem Ring<B>5'</B> Reibung ent- sieht. Durch diese Reibung würde jeder An- striell in kurzer Zeit zerstört.
Iherzu kommt noch die Zersetzung des Anstrielies durch das Schmiermittel, mit welchem die Packung 4 getränkt ist, so dass die durch Reibung be anspruchten Flächen der Korrosion zugäng- lieli werden. Durch die Verbleiung sind die Flächen<B>7', 7</B> gegen Korrosion geschützt, da auch bei starker Abnützung mindestens ein Bleifilm bestellen bleibt.
Im Beispiel nach F ig. 2 bis 4 ist das Rohr<B>10</B> einer Leitung auf einem Betonsockel 21 gelagert. Der Sockel ist zur Aufnahme des Rohres mit einem Sattelbleeli <B>16</B> ver sehen, welches mittels Ankerblechen<B>20</B> am Beton befestigt ist. Durch ein Röhrchen<B>19,</B> welches in die Sarn-rnelnut <B>11</B> mündet, kann der Lagerstelle Sahmiermittel zugeführt wer den. Die Oberfläche des Rohres<B>10</B> ist im Bereich der Lagerstelle, wo sie durch Rei bung beansprucht ist, mit einer Bleischiellt 15 (Fig. 4) überzogen.
Eine Zinkschicht 14 dient zur Verbesserung der Haftung zwi schen dem Baustoff des Rohres und der Bleischiclit <B>15.</B> Entsprechend ist auch das Sattelblech<B>16</B> mit einem Zinküberzug <B>17</B> und darüber mit einer Bleischicht<B>18</B> ver sehen.
Bewegt sieh nun das Rohr<B>10</B> gegenüber dem Sattelblech<B>16,</B> so gleiten die verbleiten Oberflächen 12 und<B>13</B> aufeinander, wobei die Reibung durch Schmierung herabgesetzt werden kann. Die guten Gleiteigensehaften des Bleis sind aus Erfahrungen im Gleit- lagerbau bekannt. Durch die Verbleiung der durch Reibung beanspruchten Oberfläclien- teile von Rohrleitungen werden diese gutei) Gleifeigenschaften des Bleis ausgenützt, wo bei der Bleiüberzug gleichzeitig die Rohr oberfläche gegen Korrosion schützt.
Es sind unter den die Reibung verur- sacUenden Bewegungen selbstverständlich nicht nur solche grösseren Ausmasses zu ver stehen. Auch kleinste Verschiebungen, wie sie beispielsweise durch Erschütterungen verursacht werden, können schon zur all mählichen Zerstörung eines nichtmetallischen Scliutzfiberzuges führen, während die ver bleiten Oberfläelienteile, insbesondere durch die gefahrlose Anwendungsmöglichkeit von Schmiermittel, in jedem Falle einen wirk samen Korrosionsseliiutz für den Baustoff der Rohrleitungen bilden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Korrosionsschutzverfahren für Rohrlei tungen, deren Oberfläche örtlich durch Rei bung beansprucht ist, dadurch gekennzeieli- net, dass die durch Reibung beanspruchten Oberfläclienteile der Rohrleitungen verbleit werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH247995T | 1944-10-05 |
Publications (1)
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| CH247995A true CH247995A (de) | 1947-04-15 |
Family
ID=4466587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH247995D CH247995A (de) | 1944-10-05 | 1944-10-05 | Korrosionsschutzverfahren für Rohrleitungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH247995A (de) |
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1944
- 1944-10-05 CH CH247995D patent/CH247995A/de unknown
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