Wecker-Schalt-Uhr. Gegenstand der Erfindung ist eine Wecker-Schalt-Uhr zum Öffnen und Schlie ssen eines elektrischen Stromkreises, die mit einem Gehäuse aus Isoliermaterial versehen und an deren Stundenzeiger ein elastischer, im Uhrzeigersinn über den Stundenzeiger vorstehender Kontakt angebracht ist, der bei Berührung eines mit ihm zusammenarbeiten den, auf einem Metallring gleitenden Teils des Alarmzeigers die durch den Metallring und den elastischen Kontakt gebildete Kon- takteinrichtung schliesst.
Mittels des Erfindungsgegenstandes kann ein elektrischer Stromkreis zu einer bestimm ten, vorher eingestellten Zeit geschlossen und nach einiger Zeit wieder geöffnet werden. Ferner ist zweckmässigerweise im Uhrenge häuse ein Schalter zum willkürlichen Öffnen und Schliessen des von der Uhr zu steuern den Stromkreises vorgesehen und elektrisch parallel zu der von der Uhr gesteuerten Kon- takteinrichtung geschaltet.
Der Erfindungsgegenstand ist besonders geeignet für die Verwendung in Häusern, wo mehrere Personen schlafen, von welchen nicht alle durch das Schrillen des Weckers am frühen Morgen geweckt werden sollen. Unter diesen Umständen kann der Erfin dungsgegenstand z. B. zum Einschalten des Lichtes ungefähr 15 Minuten vor dem Er tönen des Weckeralarmes verwendet wer den, so dass die betreffende Person, welche früh aufstehen muss, durch die Helligkeit des Lichtes geweckt wird, worauf sie den Alarmmechanismus am Wecker in bekannter Weise derartig arretieren kann, dass kein Alarm ertönt.
Das vermeidet auch das be- kanntlicherweise sehr unangenehme Herum- tasten im Dunkeln zwecks Abstellens des Alarmes oder zwecks Einschaltens des Lich tes. Der akustische Alarm ertönt jedoch, wenn der Schläfer trotz des Einschaltens des Lichtes, was z. B. ungefähr 15 Minuten vor dem Ertönen des Alarmes erfolgt, nicht aufwachen sollte.
Gleichzeitig kann der Er findungsgegenstand auch für andere Zwecke, z. B. für das Einschalten eines elektrischen Kochers, eines Radioapparates oder derglei chen benützt werden; da der Erfindungs gegenstand nach einer gewissen Zeit den Stromkreis wieder unterbricht, verhütet er auch eine Verschwendung von Elektrizität, wenn das Ausschalten des oder der Strom verbraucher vergessen werden sollte.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein Schaltschema und eine schema tische Vorderansicht des Erfindungsgegen- standes, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 eine Vorderansicht der Wecker- SchaIt-Uhr mit einem damit verbundenen Dreifach-Stecker-Kontakt-Sockel zum An schliessen von Verbrauchern,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Stunden zeiger entsprechend der Linie A -B von Fig. 5, Fig. 5 eine Hinteransicht des Stunden zeigers und Fig. 6 eine Draufsicht des Stundenzeigers von unten gesehen.
In den Fig. 1 und 2 sind nur diejenigen Teile, welche für das Verständnis der Er findung nötig sind, ausgezogen gezeichnet, während die Weckeruhr selbst in strichpunk- iierten Linien angedeutet ist.
Das Uhrwerk 1 (teilweise angedeutet in Fig. 2), das Zifferblatt 2, der Minutenzeiger 3, der Stundenzeiger 4 und der Alarmzeiger 5 sind isoliert von der Fläche, auf welcher die Uhr steht, und zwar ist diese Isolierung vorzugsweise durch ein Uhrengehäuse 6 aus Isoliermaterial bewerkstelligt. In den Fig. 1, 2 und 3 ist eine elektrische Uhr dargestellt;
jedoch könnte der vorliegende Erfindungsgegenstand auch eine gewöhnliche Federwerkuhr sein.
Eine Polklemme 7 einer Stromabnahme- vorrichtung 17a ist mittels einer Leitung 11 mit einer Stromverteilungseinrichtung in Form einer Steekkontaktvorrichtung 12 (Fig. 3) verbunden, an welche Stromver braucher, z. B. eine Lampe 8 oder ein Kocher 9 oder ein Radioapparat 10, ange schlossen werden können. Eine Leitung 14 verbindet die Vorrichtung 12 mit einem Metallring 15, der mittels Isolatoren 16 am Zifferblatt 2 befestigt ist.
Der Metallring 15 kann auch in irgendeiner andern Weise am Zifferblatt 2 befestigt sein; wenn z. B. das Zifferblatt 2 aus Isoliermaterial besteht, kann der Ring 15 einfach auf das Ziffer blatt 2 aufgeklebt oder aufgeschraubt sein.
Die andere Polklemme der Stromabnehme- vorrichtung ist mittels einer Leitung 18 (Fig. 1) mit dem Uhrwerk 1 und mit den Zeigern verbunden. Die Leitungen 19 und 20 verbinden die Klemmen 7 und 17 mit dem elektrischen Treibmechanismus der im ge zeichneten Ausführungsbeispiel dargestellten elektrischen Uhr.
Der Alarmzeiger besteht aus drei Teilen, und zwar aus den leitenden Teilen 5 und 22 und dem isolierenden Teil 23, welcher zwischen den Teilen 5 und 22 angebracht ist. Der Teil 22 ist gleitbar auf dem Metall ring 15. Die Teile 5 und 23 könnten auch aus einem Stück Isoliermaterial bestehen, an welchem der leitende Teil 22 befestigt ist.
An der untern Seite des Stundenzeigers 4 sind ein Lager 24 und eine Feder 25 ange bracht, und zwar ist das Lager 24 und das Ende 26 der Feder 25 vorzugsweise mittels Verlötung am Stundenzeiger 4 befestigt. Das andere Ende 27 der Feder 25 (siehe Fig. 4 und 5) ist am Stift 28 des Kontaktes 29 mittels einer Hülse .30 und mittels Ver- lötung befestigt.
Der Stift 28 ist im Lager 24 drehbar gelagert, und der Kontakt 29 ist derartig ausgebildet und angeordnet, dass er im Uhrzeigersinn über den Stunden- zeiger vorsteht und dass er nur den leiten den Teil 22 des Alarmzeigers berühren kann, jedoch nicht das Zifferblatt. Da der Kontakt 29 im Uhrzeigersinn über den Stundenzeiger 4 vorsteht, berührt er den Teil 22 eine ge wisse Zeit vor dem Zeitpunkt, in welchem sich der Stundenzeiger 4 genau über dem Alarmzeiger befindet.
Wenn der Kontakt 29 den Teil 22 be rührt, nachdem der Stecker 17a mit den Steckerstiften 7 und 17 in eine an eine Stromquelle angeschlossene Steckdose ein gesteckt worden ist, wird der folgende Strom kreis geschlossen:
Pol 7 der Stromquelle, Leitung 11, Stromverbraucher 8 bis 10, Leitung 14, Ring 15, Teil 22, Kontakt 29, Stundenzeiger 4, Uhrwerk 1, Leitung 18, Pol 17 der Stromquelle;
die Stromverbrau cher sind also eingeschaltet. Wenn zum Bei spiel der Wecker für 6 Uhr gestellt ist und der Kontakt 29 den Teil 22 bereits um 5 Uhr 45 Minuten berührt, werden die Stromver braucher (Licht usw.) eine Viertelstunde vor dem Ertönen des Weckeralarmes einge schaltet, und die Stromverbraucher bleiben dann so lange eingeschaltet, bis der Kontakt 29 den Teil 22 verlässt. Die Zeitspanne, wäh rend welcher die Stromverbraucher einge schaltet sind, hängt also von der Breite des Teils 22 und der Kontaktoberfläche 31 (siehe Fig. 6) ab.
Um die Stromverbraucher unabhängig von der Uhrzeigerstellung ein- und aus schalten zu können, kann ein Schalter 32, vorzugsweise ein Drehschalter, am Uhrenge häuse angebracht sein. Dieser Schalter 32 ist in den Fig. 1 und 3 in geöffneter Stel lung dargestellt. In geschlossener Stellung verbindet die Kontaktbrücke 33 (Fug. 3) den Kontakt 34 mit dem Kontakt 35, wo durch die Verbindung der Leitungen 14 und 18 hergestellt ist, so dass die Stromverbrau cher eingeschaltet sind.