CH247476A - Einrichtung zur elektrischen Verstellung eines Organes in Abhängigkeit von der relativen Feuchtigkeit der Luft. - Google Patents

Einrichtung zur elektrischen Verstellung eines Organes in Abhängigkeit von der relativen Feuchtigkeit der Luft.

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CH247476A
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Fr Sauter Ag Fabrik E Apparate
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    • H01H35/00Switches operated by change of a physical condition
    • H01H35/42Switches operated by change of humidity

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Description


  Einrichtung zur elektrischen Verstellung eines Organes in Abhängigkeit  von der relativen Feuchtigkeit der Luft.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Einrichtung zur elektrischen Verstellung     eines     Organes in Abhängigkeit von der relativen  Feuchtigkeit der Luft. Diese Einrichtung ist  dadurch gekennzeichnet, dass sie einen     Tem-          peraturdifferenzgeber    mit einem der Feucht  temperatur und einem der Trockentempera  tur ausgesetzten     Temperaturfühlorgan    sowie  einen in Abhängigkeit von der Differenz       zwischen    Feucht- und     Trockentemperatur     verstellten Kontaktarm besitzt, der über Zwi  schenorgane einen Umkehrantrieb des zu ver  stellenden Organes steuert.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel der vorliegenden     Erfindung     schematisch dargestellt.  



  Die an den Temperaturfühlern 1 und 2       vorbeiströmende    Luft soll auf einen bestimm  ten Feuchtigkeitsgrad eingestellt werden. Der  Temperaturfühler 1 ist ein der sogenannten       Trockentemperatur    ausgesetzter     Verdamp-          fungsfühler,    dessen Dampfdruck durch das       Kapillarrohr    5 auf den Federbalg 6 über  tragen wird.

   Der Temperaturfühler 2 ist ein  der sogenannten     Feuchttemperatur    ausgesetz  ter     Verdampfungsfühler,    dessen Dampf  druck durch das     Kapillarrohr    5' auf den  Federbalg 6' übertragen wird. 3 ist ein Docht,  der in ein mit Wasser gefülltes Gefäss 4 ein  taucht und den     Verdampfungsfühler    2 feucht  hält. Abgesehen vom Falle gesättigter Luft  liegt hierdurch die     Temperatur    des Fühlers    2 um einen bestimmten, von der jeweiligen       Luftfeuchtigkeit    und Lufttemperatur abhän  genden Betrag tiefer als     diejenige    des Fühlers  1.

   Bekanntlich wird dieser Unterschied als  die sogenannte     psychometrische    Temperatur  differenz bezeichnet. Sie ist aus dem     Lamb-          rechtschen    oder auch dem     Mollierschen    Dia  gramm für die dazugehörende Trockentempe  ratur ablesbar.  



  Die beiden Federbälge 6 und 6' wirken  auf eine gemeinsame starre Achse 7 und sind  am Gehäuse 8 befestigt. Auf der Achse 7  sitzt der     Befestigungsring    16, an dem das       Isolierstück    17 angebracht ist, das     seinerseits     den     Kontaktarm    18 trägt.

   Dieser Kontakt  arm 18 schleift auf dem Widerstand 19 und  greift     somit    in     Abhängigkeit    von der relativen  Luftfeuchtigkeit einen     bestimmten    Geber  widerstandswert ab. - Die     Einstellung.    auf  die gewünschte Luftfeuchtigkeit geschieht  mittels der     randrierten        Schraube    11 und der  Skala 11', die in Feuchtigkeitsgraden geeicht  ist.

   Die     randrierte        Schraube    11     wirkt    über  eine, in einem nicht gezeichneten     Winkel    ge  lagerte     Welle    auf das Schneckenrad 10, das  seinerseits das in einem     Lagerwinkel    15 ge  führte Zahnrad 9 bewegt. Eine Büchse 12,  die durch eine nicht gezeichnete Führung an  einer Drehbewegung gehindert wird, ist über  ein Gewinde mit dem Zahnrad 9 verbunden.  Die Feder 13 drückt einerseits auf die Büchse  12 und anderseits auf den mit der Achse 7      fest verbundenen Ring 14.

   Durch Drehung  der     randrierten    Schraube 11 wird somit die  Büchse 12 in axialer Richtung entweder nach  oben oder unten bewegt und der Feder 13  die gewünschte     Spannung    erteilt, die als  Gegendruck gegenüber dem auf die Achse 7  von ' den Federbälgen 6 und 6' ausgeübten  Differenzdruck     auftritt.     



  Die     psychrometrische        Temperaturdifferenz          ist    von der gerade vorherrschenden     Lufttem-          peratur    abhängig. Um demgegenüber zu er  reichen, dass     innerhalb    der vorkommenden       Trockentemperaturänderungen    die Änderung  des Geberwiderstandes 19 lediglich von der       Änderung    der relativen Feuchtigkeit abhängt,

    kann beispielsweise dem Geberwiderstand 19       die        Kompensationseinrichtung        TK    durch die  in der Figur     strichpunktiert    eingezeichneten       Verbindungen    23     und    23' parallel geschaltet  werden.  



  Die     Kompensationseinrichtung        TK-    be  steht     aus    dem Widerstand 22, der mit dem       Einstellknopf    20 auf einen an der Skala 21  ablesbaren     Temperaturwerteingestelltwerden     kann. Diese Einstellung kann natürlich auch  automatisch erfolgen, indem der Verstell  knopf 20 durch ein wärmeempfindliches  Organ gesteuert wird.  



  Der vom Kontaktarm 18 verstellte Geber  widerstand 19 beeinflusst den Steuerstrom       eines        elektrischen    Steuergerätes, das seiner       seits    einen     Umkehrantrieb    des zu verstellen  den Organs steuert. Diese an sich     bekannten          Steuereinrichtungen    sind in der Figur nicht       eingezeichnet.     



  Die Wirkungsweise der in der Figur     ge-          zeichneten.    Anordnung ist die folgende:  Es sei     eine        bestimmte,        zunächst    konstante       Trockentemperatur        angenommen,    die dem an  der Skala 21     eingestellten    Wert, zu dem ein       bestimmter        Kompensationswiderstand    22 ge  hört, entspricht. Die Luft weise einen be  stimmten relativen Feuchtigkeitsgrad auf,  . der dem an der Skala 11'     eingestellten    Soll  wert entspricht.

   Die entsprechend diesem       Sollwert        gespannte    Feder 13     kompensiert    in  diesem     Zustand    den von den Federbälgen 6  und 6'     herrührenden        Differenzdruok    derart,    dass der     Kontaktarm    18 in der in der     Figur     gezeichneten Stellung steht und damit einen  solchen     Geberwiderstand    19 abgreift, dass das  elektrische     Steuersystem,    in dem der Wider  stand 19 eingeschaltet     ist,    im Gleichgewicht       bezw.    in einem solchen Zustand sich befindet,

    dass der Umkehrantrieb des zu verstellenden  Organs in Ruhe bleibt.  



  Ändert sich die relative Feuchtigkeit, so  ändert sich auch die Druckdifferenz, die von  den Federbälgen herrührt, und der Kontakt  arm 18 bewegt sich, je nachdem ob die rela  tive     Feuchtigkeit    zu- oder abnimmt, nach  oben oder unten.     Hierdurch    wird der Steuer  strom verändert, der     Gleichgewichtszustand     im Steuerstromkreis gestört, und der Um  kehrantrieb     beginnt    das. zu verstellende Organ  entsprechend der     Feuchtigkeitsgradänderung     zu bewegen.

   Der Umkehrantrieb läuft in die  sem Beispiel so lange, bis die relative     Feuch-          tigkeit    den Sollwert wieder erreicht hat und  der Kontaktarm 18 sich     wieder    in der ge  zeichneten Stellung befindet.  



  Ändert die Trockentemperatur, so nimmt  bei unveränderter Luftfeuchtigkeit die     psy-          chrometrische    Temperaturdifferenz zu, d. h.  der Kontaktarm 18 bewegt sich nach     unten,     der Geberwiderstand 19 würde vergrössert.  Um das System wieder in den Gleichgewichts  zustand zu bringen, sofern Luftfeuchtigkeit  und Sollwert übereinstimmen, ist dem Wider  stand 19 der Widerstand 22 parallel geschal  tet, so dass also der     Gleiehgewichtszustand     im     elektrischen    Steuerstromkreis nur gestört  wird, wenn die Luftfeuchtigkeit dem ein  gestellten Sollwert nicht mehr entspricht; die       Verstelleinrichtung    arbeitet somit unabhängig  von der gerade vorherrschenden Trocken  temperatur.

    



  Die     Temperaturkompensation    könnte bei  der in der Figur gezeigten Anordnung anders  ausgeführt sein. Es ist z. B. denkbar, dass  -ein dritter Temperaturfühler oder eine Bi  metallanordnung über eine     geeignete    Mecha  nik ebenfalls auf die Achse 7 einwirkt und  somit die Temperaturabhängigkeit der     psychro-          metrischen    Temperaturdifferenz kompensiert.

        - Es könnten auch die beiden Fühler 1  und 2 mit verschiedenen     Verdampfungs-          flüssigkeiten    gefüllt oder die Bälge 6 und 6'  mit unterschiedlichem Durchmesser ausge  führt sein, so dass für eine bestimmte Trocken  temperaturänderung an den Fühlern     derDruck     des Balges 6' auf die Achse 7 mehr zunimmt  als diejenige des Balges 6.  



  Die in der Figur angegebene Anwendung  ist lediglich eine beispielsweise Ausführungs  art. So ist es z. B. denkbar, statt     Verdamp-          fungsfühler    Ausdehnungsfühler zu verwen  den. In diesem Falle     ist    auch die Möglichkeit  vorhanden, zur Temperaturkompensation die  von der Trockentemperatur beeinflussten  Fühler mit einem Material     auszurüsten,    das  einen andern     Wärmeausdehnungskoeffizien-          ten    aufweist als der von der     Feuchttemperatur          beeinflusste    Fühler.  



  Mit den bisher     beschriebenen    Anordnun  gen ist es auch möglich, die Feuchtigkeit in  einem Raume oder Windkanal lediglich an  zuzeigen     bezw.        fernzumessen,    indem der Um  kehrantrieb einen Zeiger, der auf einer Skala  die Feuchtigkeit anzeigt, bewegt, wobei in  an sich     bekannter    Weise ein Widerstand,  dessen     Kontaktarm    mit dem bewegten Zeiger  auf der gleichen Achse liegt, betätigt wird,  um die durch die Verstellung des Wider  standgebers im Steuerstromkreis erzeugte  Widerstandsänderung zu kompensieren.  



  Die Geschwindigkeit der Luft ist,     wia     Versuche ergeben haben, ohne Einfluss auf  die     Regel-        bezw.        Anzeigegenauigkeit,    sofern  diese Geschwindigkeit einen     bestimmten    Mi  nimalwert nicht unterschreitet; dieser beträgt  ca. 1     m/sek.     



  Es ist auch denkbar, dass der Kontaktarm,  statt einen Widerstand zu verstellen, auf Um  schaltkontakte einwirkt, die über     Zwisclien-          organe    den Umkehrantrieb     steuern.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur elektrischen Verstellu.ig eines Organs in Abhängigkeit von der relati ven Feuchtigkeit der Luft, gekennzeichnet durch einen Temperaturdifferenzgeber mit einem der Feuchttemperatur und einem der Trockentemperatur ausgesetzten Temperatur- fühlorgan und einem in Abhängigkeit von der Differenz zwischen Feucht- und Trocken temperatur verstellten Kontaktarm, der über Zwischenorgane einen Umkehrantrieb des zu verstellenden Organes steuert.
    UNTERANSPRüCHE 1,. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die von der Feucht- und Trockentemperatur beeinflussten Organe Verda.mpfungsfühler sind, deren Ausdeh nungskörper gleichachsig angeordnet und über ein Verbindungsglied derart miteinander verbunden sind, dass das Verbindungsglied in Abhängigkeit von der Diff erenz der Dampf spannungen in den Fühlern verstellt und die hieraus resultierende Bewegung auf den Kontaktarm übertragen wird. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kontaktarm einen Regelwiderstand verstellt, der im Steuerstromkreis eines elektrischen Steuer gerätes liegt, das seinerseits den Umkehr antrieb des zu verstellenden Organes steuert. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umkehrantrieb ein Feuchtigkeits regelorgan steuert und gleichzeitig einen auf das elektrische Steuergerät rückwirkenden Widerstand verstellt.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umkehrantrieb ein Feuchtigkeits- anzeigeorgan steuert. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kontaktarm Umschaltkontakte betätigt, die über Zwi schenorgane den Umkehrantrieb des zu ver stellenden Organes steuern. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, die den Einfluss der Trockentemperatur auf die psychrometrische Temperaturdifferenz kompensieren. 7. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass zu dem Regelwiderstand ein. von der Trockentemperatur beeinflusster Widerstand parallel geschaltet ist.
    B. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass die der Feucht- bezw. der Trockentemperatur ausgesetzten Verdamp- fungsfühler zwecks Kompensierung des Ein- flusses der Trockentemperatur sich vonein ander unterscheidende Verdampfungsmittel enthalten.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und :6, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein dritter Verdampfungsfühler die Bewegung des Kontaktarmes so beein flusst, dass der Einfluss der Trockentemperatur auf die psychrometrische Temperaturdifferenz kompensiert wird.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Bimetallanordnung die Be wegung des Kontaktarmes so beeinflusst, dass der Einfluss der Trockentemperatur auf die psychrometrische Temperaturdifferenz kom pensiert wird.
CH247476D 1943-06-05 1944-05-06 Einrichtung zur elektrischen Verstellung eines Organes in Abhängigkeit von der relativen Feuchtigkeit der Luft. CH247476A (de)

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