CH247113A - Elektrische Einrichtung mit piezoelektrischem Schwingkristall. - Google Patents

Elektrische Einrichtung mit piezoelektrischem Schwingkristall.

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CH247113A
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Patentverwertungs-Elektro-Hold
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Patelhold Patentverwertung
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03HIMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
    • H03H9/00Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
    • H03H9/15Constructional features of resonators consisting of piezoelectric or electrostrictive material
    • H03H9/17Constructional features of resonators consisting of piezoelectric or electrostrictive material having a single resonator

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  • Piezo-Electric Or Mechanical Vibrators, Or Delay Or Filter Circuits (AREA)
  • Oscillators With Electromechanical Resonators (AREA)

Description


      Elektrische        Einrichtung    mit     piezoelektrischem        Schwingkristall.       Es sind     elektrische    Einrichtungen be  kannt, in denen     schwingende        piezoelektri-          sche    Kristalle     verwendet    werden. Deren  Eigenschaften sind im allgemeinen von der  Temperatur abhängig. Dies ist auch für den       Temperaturkoeffizienten        Tk    der Eigenfre  quenz des     Kristalles,    das heisst für die Grösse  
EMI0001.0013     
    der Fall.

   In     dieser    Formel bedeuten f die  Eigenfrequenz des     Kristalles    und     t    die Tem  peratur desselben. Es     tritt    nun oft der Fall  ein, dass dieser Temperaturkoeffizient     Tk     nicht den verlangten     Wert    besitzt, so dass  eine     Veränderung    desselben     wünschenswert     wäre.

   Insbesondere wird im     allgemeinen    an  gestrebt werden, diesen möglichst klein zu  machen,     weil    in diesem Fall die aufgewand  ten     Mittel    zur     Konstanthaltung    der Fre  quenz     während    des     Betriebes,    die z. B. aus  einem     Thermostaten    bestehen können, ein  facher gehalten oder gegebenenfalls über  haupt     weggelassen    werden können.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass der Verlauf  des Temperaturkoeffizienten     Tk    der Eigen  frequenz als Funktion der Temperatur t  eines     Kristalles    sich durch eine Veränderung  des     Ionenradius    der Kationen     resp.    der       Anionen    mindestens bei einem Teil der Git  terbausteine des     betreffenden        griställes    ver  ändern lässt, was     praktisch    dadurch erreicht  wird, dass zur Lösung, aus der der Kristall         gezüchtet        wird,    eine zweite     kristallisierbare     Komponente beigefügt wird,

   so dass ein  Mischkristall     entsteht.    Dabei bedingt eine  Vergrösserung des     Kationenradius    eine Ver  schiebung der     Funktion        Tk        (t)    in Richtung       zunehmender    Temperaturwerte.  



  Die     Erfindung    betrifft demnach eine       elektrische        Einrichtung    mit einem     piezoelek-          trischen        Schwingkristall,    welche dadurch ge  kennzeichnet ist, dass der letztere ein aus       mindestens.    zwei Komponenten bestehender  Mischkristall ist.  



  Unter der Summe der     Ionenradien        zweier     Ionen eines     Kristalles    sei ihr gegenseitiger  Abstand verstanden. Was     die    numerischen       Werte    dieser     Ionenradien    betrifft, so sei zu  diesem Zweck auf die einschlägige     Literatur          verwiesen,    wie z.

   B.     Pauling,    Nature of     the          chemieal        bond,    oder     Euken,    Lehrbuch der  chemischen Physik, in welcher die numeri  schen Werte     dieser    Radien     angegeben    sind.  



  Die     Veränderung    des     Ionenradius    der  Gitterbausteine kann auf verschiedene Arten  erfolgen. Im einen Fall werden in das Gitter  Gitterbausteine eingefügt, die von den ur  sprünglichen chemisch verschieden sind, im  andern Fall werden nur     gewisse    Elemente  der Kristallverbindung durch Isotope ersetzt.  Im ersteren Fall besteht der     Kristall    aus  mindestens zwei chemisch verschiedenen  Komponenten, im zweiten Fall unterscheiden  sich die     Komponenten    chemisch nicht von  einander.

        Im folgenden     seien    einige Beispiele für  die     Zusammensetzung    des     piezoelektrischen          Kristalles    aufgeführt.  



       Eine        Verkleinerung    des Temperatur  koeffizienten. der Resonanzfrequenz eines  zum primären     Kalium-Phosphat    gehörenden       Kristalles        (KHzP04)    lässt sich erreichen,  indem zu     demselben    ein Teil der Kaliun  ionen durch     Rubidium-    und/oder     Thallium-          ionen    ersetzt sind.

   Weil nämlich der Ionen  radius des     Kaliumions    den Wert 1,33, der  jenige des     Rubidiumions    den Wert 1,48 und  derjenige des     Thalliumions    den Wert 1,56       aufweist,    so ergibt sich durch diese Mass  nahme eine Verschiebung des Verlaufes der  den     Temperaturkoeffizienten    als Funktion  der Temperatur charakterisierenden Kurve       TI;   <I>(t)</I> in Richtung     zunehmender    Temperatur,  und gleichzeitig     wird    der bei     Zimmertempe-          ratur    vorhandene Temperaturkoeffizient  kleiner.  



  Bei einem Kristall aus<B>80%</B> Ammonium  phosphat und 20%     Thalliumphosphat    ist  der Temperaturkoeffizient des     Mischkristal-          les   <B>30%</B>     kleiner    als der des     reinen        Ammo-          niumphosphatkristalles.    Dabei ist der Ionen  radius des     NH4-Ions    1,48.  



  Sehr     vorteilhaft    erweist es sich auch,  beispielsweise beim primären     Kaliumphos-          phat,    den Wasserstoff     teilweise    durch Deu  terium zu ersetzen. Es ist in diesem Falle  zu empfehlen, so weit zu gehen,     da.ss    der  grösste Teil der im     KH2P04-1VIolekül    vorhan  denen Wasserstoffionen durch Deuterium er  setzt ist.  



  Da der Temperaturkoeffizient der Reso  nanzfrequenz vom primären     Kaliumdeutero-          phosphat        KD1P04    bei einer     Temperatur    von  20  Null ist, empfiehlt es sich, diesen Null  punkt durch geeignete Zusätze in den Bereich  zwischen 30 und 40  zu legen. In diesem  Falle kann nämlich dessen Temperatur unter       normalen    klimatischen Verhältnissen durch  einen Thermostaten, der nur zur Heizung  eingerichtet sein muss, konstant gehalten wer  den, was eine wesentliche Vereinfachung  des Thermostaten darstellt.

   Auf diese Weise    erhält     mann    eine sehr gute     Frequenzkonstanz     der     Kristallschwingungen.    Zusätze, welche  eine solche     Verschiebung    des Kurvenpunktes  - 0 bedingen, sind beispielsweise     primä-          jdt          res        Thalliumphosphat        TI        H_PO,,    primäres       Rubidiumphosphat        Rb        H,P04    oder primäres       Cäsiumphosphat        Cs        H2P04.    .  



  Schliesslich besteht eine vorteilhafte Aus  führungsform der erfindungsgemässen     elek-          trischen    Einrichtung auch darin, dass die       entsprechenden    Verbindungen     mindestens     teilweise an Stelle von gewöhnlichem Wasser  stoff     sohweren    Wasserstoff enthalten. Zum  Beispiel können an Stelle von primärem       Ammoniumphosphat    die Stoffe     NH.IDZP04     oder     ND,DIP04    vorgesehen     sein.     



  Natürlich brauchen die Kristalle nicht  nur aus zwei Komponenten zu     bestehen,    son  dern es     lassen    sich auch solche, die aus mehr  als zwei Komponenten aufgebaut sind, vor  teilhaft verwenden.  



  Im allgemeinen wird bei der     Züchtung     eines     Kristalles    darauf geachtet werden, dass  der gewünschte     Wert    der Eigenfrequenz eher  in den Bereich zu hoher     Temperaturen        zu     liegen kommt; denn in der     Serieschaltuug     einer Kapazität zum Kristall besitzt     man    ein  einfaches     Mittel,    um eine Verschiebung der       Funktion        Ti,    (t) gegen tiefere Temperaturen  herbeizuführen.

   Daher erfolgt     vorzugsweise     bei     Oszillatoren    die genaue Einstellung des       Temperaturkoeffizienten    durch     Verändern     dieser Kapazität.     Eine    einfache, diesen  Zweck erfüllende     Ausführungsform    besteht       darin,    dass man bei dem den Kristall tragen  den Kondensator den Luftspalt veränderbar  ausführt.  



  Bei einem     Kristall,    bei dem keine solchen  zusätzlichen Mittel zur     Beeinflussung        des     Temperaturkoeffizienten vorhanden sind,  erfolgt die     Züchtung    im     allgemeinen    so, dass  der     Nullwert    desselben in den Bereich -zwi  schen 15 und 30  zu liegen kommt.  



  Die     beschriebenen    Kristalle .erweisen sich       insbesondere    geeignet als     frequenzbestim-          mende    Elemente in Sendern, wo sie in ihrer  Eigenfrequenz schwingen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Einrichtung mit piezoelek- trischem Schwingkristall, dadurch gekenn zeichnet, dass ein aus mindestens zwei Kom ponenten bestehender Mischkristall verwendet ist. UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Komponenten aus chemisch verschiedenen Stoffen bestehen. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ionenradius mindestens eines Ions einer Komponente zwecks Änderung des Verlaufes des Tempe raturkoeffizienten der Resonanzfrequenz als Funktion der Temperatur vom Ionenradius des entsprechenden Ions einer zweiten Kom ponente verschieden gewählt ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkri stall aus Komponenten besteht, von denen die Ionenradien mindestens zweier Kationen verschieden gross sind. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkri stall aus Komponenten besteht, von denen die Ionenradien mindestens zweier Anionen verschieden gross sind. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kompo nente primäres Kaliumphosphat und eine zweite primäres Rubidiumphosphat ist. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kompo nente primäres Kaliumdeuterophosphat und eine zweite primäres Rubidiumdeuterophos- phat ist.
    7. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kompo nente primäres Ammoniumphosphat und eine zweite primäres Thalliumphosphat ist. B. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kompo- nente primäres Ammoniumdeuterophosphat und eine zweite primäres Thalliumdeutero- phosphat ist 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Komponenten Isotope enthalten. 10.
    Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Isotope Wasserstoff und Deuterium sind. 11. Einrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kristall aus primärem _galiumphosphat und primärem Kaliumdeuterophosphat besteht. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an sch\verem Wasserstoff den Gehalt an ge wöhnlichem Wasserstoff überwiegt.
    13. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe zum Kristall ein Kondensator geschaltet ist. 14. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftspalt des den Kristall tragenden Kondensators veränderbar ist. 15. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhält nis der Komponenten so getroffen ist, dass die Temperatur für verschwindenden Tempe raturkoeffizienten der Resonanzfrequenz zwischen 15 und 30 liegt. 16.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in seiner Eigenfrequenz schwingende Kristall das frequenzbestimmende Element eines Senders bildet. 17. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kompo nente aus Ng4D2P04 besteht. 18. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kompo nente aus ND4D,P04 besteht.
CH247113D 1945-05-11 1945-05-11 Elektrische Einrichtung mit piezoelektrischem Schwingkristall. CH247113A (de)

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