CH237261A - Kommutatormaschine mit umschaltbarer Polzahl. - Google Patents

Kommutatormaschine mit umschaltbarer Polzahl.

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CH237261A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
    • H02K23/26DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the armature windings
    • H02K23/30DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the armature windings having lap or loop windings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Dc Machiner (AREA)

Description


  Kommutatormaschine mit umschaltbarer Polzahl.    Asynchronmotoren können bei gleicher  Frequenz durch Polumschaltung der Ständer  wicklung mit verschiedenen     Drehzahlen    be  trieben werden. Bei den verschiedenen Dreh  zahlen ist an der Welle ungefähr das gleiche  Belastungsdrehmoment verfügbar. Normaler  weise ist die Maschine bei allen Polumschal  tungen magnetisch und     elektrisch    praktisch  gleich     gut    ausgenützt.  



  Um Gleichstrommotoren der     üblichenAus-          führung    bei ,gleichbleibender Spannung eben  falls mit verschiedenen Drehzahlen zu be  treiben,     pflegt    man ihr Feld zu schwächen.  Zur Erreichung der zweifachen Nenndreh  zahl wird zum Beispiel der magnetische  Fluss auf die Hälfte herabgesetzt. Damit ver  mindert sich jedoch auch das Belastungs  drehmoment auf .die Hälfte; die Maschine ist  also bei einer der beiden Drehzahlen magne  tisch     nicht    voll ausgenützt. Bei der doppelten  Drehzahl ist die magnetische Ausnützung  nur 50     %.     



  Durch die Erfindung ist es     jedoch    mög  lich, mit relativ einfachen Mitteln Gleich-    Strom- oder Wechselstromkollektormotoren in  an sich     bekannter    Weise mit Polumschaltung  zu versehen und so auszuführen, dass deren  magnetische und     elektrische    Ausnützung bei  gleichbleibender Spannung und     verschiedener     Drehzahl gleich gut ist.

   Dies wird erfin  dungsgemäss dadurch erreicht, dass der Wick  lungsschritt der Schleifenwicklung :des bei  beiden Polzahlen unverändert     bleibendenLäu-          fers    gegenüber der Polteilung des Ständers  bei der kleineren Polzahl ungefähr im glei  chen Verhältnis verkürzt ist, wie er ,gegen  über der Polteilung bei der grösseren Polzahl       verlängert    ist.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel für die Erfindung     .dargestellt,    und  zwar     zeigt        Fig.    1 die Abwicklung eines     vier-          poligen    Motors, der gemäss     Fig.2    mit     un-          veränderter    Wicklung zweipolig betrieben  werden kann.

   Der     magnetische    Aufbau der  Maschine, die als Gleich- oder     Wechselstrom-          motor    läuft, ist derjenige eines gewöhnlichen  vierpoligen     gollektormators.    Der Trommel  anker besitzt eine gewöhnliche Schleifen-      Wicklung, doch ist sein Wicklungsschritt ge  mäss Fig. 1 etwa, ein Drittel grösser als die  Polteilung. Durch Aufsetzen von vier Bür  sten, die um je eine Polteilung gegenein  ander versetzt sind, entstehen in der Läufer  wicklung vier parallelliegende Ankerstrom  zweige. Der verlängerte Wicklungsschritt er  gibt eine nur wenig schlechtere Ausnutzung  der Maschine, als wenn der Wickelschritt  gleich der Polteilung wäre.  



  Wird der Motor gemäss Fig. 2 durch     Um-          schalt.ung    zweier einander benachbarter     Pol-          wicklunben    des Ständers zweipolig     betrieben,     so müssen seine Bürsten in die neue neu  trale Zone, also hier um 45  vor- bezw. zu  rückverschoben werden. Man kann auch eines  der Paare gegenüberliegender Bürsten ab  heben und das andere um 45  verschieben.  Der     'Wickelschritt    der Trommelwicklung des  Läufers beträgt hierbei nur etwa zwei Drit  tel der neuen, vergrösserten Polteilung, doch  ist. die Zahl der parallelgeschalteten Anker  stromzweige nur noch gleich zwei.

   Auch bei  dieser zweipoligen Anordnung ist die elek  trische und     magnetische    Ausnützung des  Materials nur unbedeutend     gegenüber    der  jenigen einer Maschine mit Durchmesser  wicklung vermindert. Die Verminderung ist  praktisch die gleiche Wie bei der vierpoligen  Schaltung des Motors.  



  Ein solch vierpoliger Motor nach Fig. 1  läuft bei einer bestimmten     Klemmenspannung     und Erregung mit. einer seinen     elektrischen     und magnetischen Daten entsprechenden  Drehzahl. Wird er gemäss Fig.2 zweipolig  geschaltet, so läuft er bei der gleichen Span  nung und Erregung mit der halben Dreh  zahl. Bei der gleichen     magnetischen    und elek  trischen Ausnützung ergibt sieh für     beide     Polzahlen das gleiche Drehmoment, doch ist  bei der vierpoligen Schaltung und doppelter  Drehzahl die Leistung die     doppelte    wie bei  zweipoliger Schaltung und daher auch der  Belastungsstrom doppelt so gross.  



  Die für den Übergang von einer Polzahl  zur halben Polzahl vorzunehmenden Schal  tungsänderungen sind aus den Fig.3-6 zu  entnehmen, und zwar für den Nebenschluss-    motor aus Fig. 3 und 4, für den     Hauptstrom-          rnotor    aus Fig. 5 und 6, wobei Fig. 3 und 5  die vierpolige, Fig.4 und 6 die zweipolige  Schaltung darstellen. Die Umschaltungen kön  nen, Wenn sie     betriebsmässig    zu erfolgen       haben,    mittels einfachen Dreh-, Hebel-, Mes  ser- oder Walzenschalters vorgenommen wer  den. Mit diesem an den Motor angebauten  Schalter kann zugleich die     Bürstenabhebe-          und    -verschiebevorrichtung verbunden sein.

    Andernfalls genügt es, bloss die entspre  chenden Klemmen mit Umklemmschienen     an-          zubringen,    insbesondere dann, wenn man nur  eine Type solcher Motoren auf Lager halten  und von Fall zu Fall entweder mit der  hohen oder mit der niederen Drehzahl be  treiben will.  



  Aus dem Gesagten geht ohne weiteres  hervor, dass ein Motor nach der Erfindung       bei    gleicher Leistung und Drehzahl an ver  schiedene, im Verhältnis ein zu zwei stehende       Spannungen    angeschlossen     werden    kann. Dies  vereinfacht nicht nur die Lagerhaltung, son  dern ist auch für den Motorbesitzer von Vor  teil, wenn die Spannung des Betriebsnetzes,  was häufig vorkommt, auf den doppelten  Betrag erhöht wird, zum Beispiel von 110  auf 220 Volt.  



  Wenn z1 auch das Anwendungsgebiet. von  Motoren nach der Erfindung zunächst auf  kleine     Leistungen    in der Grössenordnung von  1     kW    beschränkt ist, so ist es doch nicht.  ausgeschlossen, auch grössere Motoren in der  angegebenen Weise     umschaltbar    zu machen.  Dabei kann sich die Anbringung von Wende  polen als vorteilhaft erweisen.

   Wie diese in  einfacher Weise in die 'Schaltung einbezogen  werden können, ist aus den Fig. 7 und 8  ersichtlich, die die Nebenschlussmaschine nach       F'ig.    3 und 4 mit Wendepolen veranschaulicht;  diese sind in der Zeichnung durch dickere  Striche, als sie die     Nebenschlusswicklunb     kennzeichnet,     hervorgehoben.    Beim Übergang  von vier auf zwei Pole werden die ausserhalb  der zweipoligen     Kommutierungszonen    stehen  den Wendepole kurzgeschlossen.

   Dem Übel  stand, dass     da.s    Wendefeld bei der zweipoligen       Maschine    zu schwach ausfällt, kann man er-      forderlichenfalls durch Windungsvermehrung  bei der zweipoligen oder durch Shuntierung  bei der vierpoligen Schaltung begegnen; auch  kann man das .richtige AW-Verhältnis da  durch erreichen, dass man bei der     zweipoligen     Schaltung die beiden Wendepole     in        Reihe,     bei der     vierpoligen        Schaltung    je zwei Wende  pole parallel     schaltet,     Ein weiterer Vorteil kann bei den Ma  schinen nach der Erfindung durch Kompen  sation der     Ankerrückwirkung    erreicht wer  den.

   Bekanntlich wird infolge der Anker  rückwirkung bei Belastung die Feidstärke  unter den Polen in der Umfangsrichtung auf  der einen Polhälfte verstärkt, auf der     andern          ,geschwächt,        und    infolge Eisensättigung ist  die     Verstärkung    auf der einen     Polhälfte    ge  ringer als die .Schwächung auf der andern,  so dass der resultierende Kraftfluss bei- Be  lastung     kleiner    ist als bei Leerlauf.     Diese     Kraftflussschwächung wird um so grösser, je  grösser der Polbogen ist.

   Da     nun    bei der An  ordnung     nach    der     Erfindung    der Polbogen     in     der zweipoligen Schaltung doppelt so gross  ist wie in der     vierpoligen        Schaltung,    ist hier  die Gefahr der Kraftflussischwächung beson  ders gross. Im vorliegenden Fall lässt sich  dieser Gefahr erfolgreich dadurch     begegnen,     ,dass man die Feldwicklung auf die Pole un  gleich verteilt in der Weise, dass diejenigen  Pole mehr Amperewindungen erhalten, unter  denen im- zweipoligen Betrieb bei     Belastung     durch die Ankerrückwirkung eine Feld  schwächung eintritt.

   So gelingt es, auf ein  fache Art ohne     Verteuerung    der Maschine  beim zweipoligen Betrieb den schädlichen Ein  fluss der Ankerrückwirkung auszugleichen.  



  Selbstverständlich     ist,die    Schaltung nach  der Erfindung auch bei mehr als vier bezw.  zwei Polen möglich, nämlich für alle Polzahl  paare, bei denen der Wicklungsschritt der  Ankerwicklung die Polteilung der einen  Polzahl etwa ebensoviel übersteigt, wie er die  Polteilung der andern Polzahl unterschreitet.  



  Wie erwähnt, kann die beschriebene Ma  schine ebensogut mit Gleichstrom wie mit  Einphasenwechselstrom betrieben werden und  eignet sich daher als Universalmotor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kommutatormaschine, insbesondere Kom mutatormotor, mit umschaltbarer Polzahl und einfacher Trommelankerwicklung, dadurch gekennzeichnet, dass, der Wicklungsschritt der Schleifenwicklung des bei beiden Pol zahlen.
    unverändert bleibenden Läufers ge- genüber,der Polteilung des Ständers bei der kleineren Polzahl ungefähr im gleichen Verhältnis verkürzt ist, wie er gegenüber ,der Polteilung des Ständers bei .der grösseren Polzahl verlängert ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. -Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von der höheren auf die niedere Polzahl oder um,- gekehrt die überzähligen Bürsten mit den stromabnehmenden Bürsten zusammen an .die neue Stromabnahmestelle des Kollektors ge rückt werden. 2. Maschine nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von der höheren auf die niedere Polzahl die über zähligen Bürsten abgehoben und die strom abnehmenden Bürsten an die neue Strom abnahmestelle,des Kollektors gerückt werden. 2.
    Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erforderliche Bür stenbewegung zugleich mit der Polumschal tung des Ständers vom Polumschaltgerät be wirkt wird. 4. Maschine nach Patentanspruch, :gekenn zeichnet durch das Polzahlverhältnis 1:2. 5. Maschine nach Patentanspruch, .gekenn zeichnet durch ihre Bauart als Universal motor für Gleich- und Einphasenwechsel strom. 6. Maschine nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Nebenschlusserregung ihres Feldes. 7. Maschine nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Ilauptstromerrebgung ihres Feldes.. B.
    Maschine nach Patentanspruch mit aus geprägten Polen im Ständer, dadurch gekenn- zeichnet, dassdiejenigen Pole, deren Kraft fluss bei der kleineren Polzahl durch Anker- rückwirkung geschwächt wird, eine grössere Amperewindungszahl erhalten als die übri gen Pole. s 9. Maschine nach Patentanspruch, mit Wendepolen, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von der höheren auf die niedere Polzahl die ausserhalb der neuen Kommutierungszonen stehenden Wendepole kurzgeschlossen werden. 10.
    Maschine nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet:, dass der jeweils rich tige Wendepolfluss durch Shuntierung erreicht, wird. 11. Maschine nach Unteranspruch. 9, da durch gekennzeichnet, dass der jeweils rich tige Wendepolfluss durch Windungsänderung erreicht wird. 1 ?. Maschine nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass der jeweils rich tige Wendepolfluss durch Umschaltung der Wendepole von Reihen- in Parallelschaltung erreicht wird. 13. Maschine nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Umklemmschienen zur Vornahme der Polumschaltung. 14.
    Maschine nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Hebelumschalter zur Vornahme der Polumschaltung. 15. Maschine nach Patentanspruch, ge- kennzeichnet durch einen Drehsehalter zur Vornahme der Polumschaltung. 16. Maschine nach Unteranspruch 15, ge kennzeichnet durch einen Walzenschalter zur Vornahme der Polumschaltung.
CH237261D 1943-09-30 1943-09-30 Kommutatormaschine mit umschaltbarer Polzahl. CH237261A (de)

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