CH233641A - Verfahren zur Schmierung von laufenden Maschinenteilen, insbesondere von Zahnrädern. - Google Patents
Verfahren zur Schmierung von laufenden Maschinenteilen, insbesondere von Zahnrädern.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Verfahren zur Schmierung von laufenden Maschinenteilen, insbesondere von Zahnrädern. Das Schmieren von laufenden Maschinen teilen, insbesondere von Zahnrädern, mit Fett bezw. Öl hat zum Zwecke, einerseits die Bil dung eines Ölfilms zwischen den sich berüh renden Flächen zu gestatten und anderseits die von der Reibung erzeugte Wärme stetig abzuführen, was in den meisten Fällen zur Benutzung einer Kühlvorrichtung zwingt. Zur Bildung des Ölfilms ist. nur eine sehr geringe Menge<B>01</B> notwendig. Dagegen ist die zusätzliche Ölmenge, die zur Erhaltung des laufenden Maschinenteils auf einer zu lässigen Temperatur nötig ist, bedeutend grösser. Es ist bekannt, zur Schmierung der Verzahnung von in geschlossenen Gehäu sen untergebrachten Zahnrädern ein fettes Schmiermittel zu verwenden, welches durch besondere Düsen auf die Berührungslinie der Räder gespritzt wird oder mit dem Rä.der- vorgelege durch Eintauchen der Räder in einen von dem untern Teil des Gehäuses ge- bildeten Behälter in Berührung tritt. Die von der Reibung erzeugte Wärme wird von dem Schmiermittel aufgenommen und dann diesem Schmiermittel mit Hilfe von meist zur Verfügung stehendem Wasser als Kühlmittel in einem Kühlapparat entzogen. Bei den Zahnrädern, die nur kleine Leistungen über tragen, genügt die Wärmeabgabe durch Wärmeleitung und Konvektion, -um das Ganze auf -einer zulässigen Temperatur im Gleichgewicht zu erhalten. Da Zahnräder sich im Betrieb ähnlich wie zwei aufeinander gleitende und rollende Flächen verhalten, so ergibt sich die Dicke des Häutchens der als Schmiermittel verwen deten Flüssigkeit aus -den Theorien von Osborne-Reynolds. Die kleinste Dicke des sich bei einer ge gebenen Gesamtbelastung bildenden Ölfilms ist der Viskosität des Öls verhältnisgleich, was gestattet, die je Einheit der Zahnbreite übertragene Leistung in Abhängigkeit der Viskosität zu vergrössern. Es ist also ersichtlich, da.ss es von grossem Interesse ist, zur Schmierung der Verzah nung ein Schmiermaterial zu wählen, dessen Viskosität möglichst gross ist. Jedoch kann dieses Mittel mit den bisher bekannten Vor richtungen nicht voll ausgenützt werden, da das verwendete Schmiermaterial ebenfalls zur Schmierung der Lager dienen muss, welche dagegen bei schnellaufenden Maschinen mit einem Schmiermaterial schwacher Viskosität günstiger arbeiten. Zwecks Erzielung einer vollkommeneren Ausnützung ist bereits ein System mit zwei Kühlapparaten verwendet worden, wovon der eine bis zu einer tieferen Temperatur kühlt und von dem zur Schmie rung der Vorgelegeräder dienenden 0l durch flossen wird. In :dieser Richtung ist man jedoch bei der Erhöhung der Viskosität des Öls durch die Temperatur des zur Kühlung zur Verfügung stehenden Wassers begrenzt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Schmierung lau fender Maschinenteile, insbesondere von Zahnrädern; dieses Verfahren besteht darin, dass das vorher zerstäubte und gekühlte Schmiermaterial in sehr dünner Schicht auf die Berührungsstellen der zusammenarbeitenden Maschinenteile, also z. B. bei Zahnrädern auf die Berührungslinie der Zähne bezw. in die Nähe dieser Berührungslinie, geblasen wird, wobei diese Zerstäubung und Kühlung durch Entspannung eines unter Druck stehenden, vorher abgekühlten Gases stattfindet. Als Druckgas kommt im allgemeinen Luft in Be tracht; diese durch ihre Entspannung ab gekühlte Luft gestattet, eine Temperatur zu erreichen, die niedriger ist als diejenige des Kühlwassers. Das Schmiermaterial wird durch die entspannte Luft gekühlt und in dünner Schicht und mit einer seiner neuen Temperatur entsprechend hohen Viskosität auf die Zahnfläche geblasen; infolgedessen kann ebenfalls eine Verminderung des Ge räusches im Betrieb erwartet werden. Die oben erwähnte Zerstä.ubung des Schmiermittels kann durch irgendwelche be- kannte Mittel bewerkstelligt werden. Die in dem geblasenen Öldunst vorhandene Luft entweicht z. B. durch im obern Teil des Ge häuses vorgesehene Löcher und durchfliesst gegebenenfalls eine zur Wiedergewinnung des mitgerissenen Öls dienende Filtriervor- riehtung. Diese Luft kann übrigens, falls es gewiinscht wird, zum Saugstutzen des Ver dichters zurückgeführt werden zwecks Schaf fung eines Betriebes in geschlossenem Kreis lauf. Das zur Schmierung der Räderverzah nung verwendet( Schmiermaterial kann anderer Qualität sein als dasjenige, welches zur Schmierung der Lager dient; es kann aber auch dasselbe sein; in diesem letzteren Falle geniesst man den Vorteil, dass der Öl- rücklauf finit einem genau so beschaffenen Schmierkreis in ein und dasselbe Ölgehäuse stattfinden kann. Um die Luft geniigend abzukühlen. kann es notwendig sein. dieselbe stärker zu ent spannen, als es zur Zerstäubung und zur Mitnahme des Öls eigentlich nötig wäre, und sogar diese Luft zur Abgabe einer äussern Nutzarbeit heranzuziehen. So kann z. B. das Entspannen der Luft ganz oder teilweise in einer Luftturbine geschehen, welche mittelbar oder unmittelbar dazu dient, enweder den die Zerstäubungsluft. liefernden Verdichter oder jede beliebige andere zur Aufnahme bezw. Nutzbarmachung der verfügbaren Lei stung geeignete Vorrichtung anzutreiben. Der Überdruck ain Abgasstutzen der Turbine soll so eingestellt werden, dass er genügt, um die Zerstäubung des Öls zu gewährleisten. Anstatt Druckluft kann selbstverständ lich jedes andere Gas oder Gasgemisch zur Verwendung kommen, welches die Zusam mensetzung des benutzten Öls nicht, es sei denn im Sinne einer Veredelung, zu ändern vermag. Die Anwendung des erfindungs gemässen Verfahrens ist nicht auf die Schmierung der Zahnräder allein beschränkt: dasselbe erstreckt sieh vielmehr ohne weiteres auf die Schmierung der Gleit- bezw. Roll- lager, welche in schnellaufenden Wärnie- kraft- bezw. andern Maschinen zur Verwen dung kommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Schmierung laufender Ma schinenteile, insbesondere von Zahnrädern, dadurch gekennzeichnet, dass das vorher zer stäubte und gekühlte Schmiermaterial in sehr dünner Schicht auf die Berührungsstellen der zusammenarbeitenden Maschinenteile gebla sen wird, wobei diese Zerstäubung und Küh lung durch Entspannung eines unter Druck stehenden, vorher abgekühlten Gases statt findet. UNTERANSPRtICHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Zerstäubungs- gas Luft verwendet wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil der durch die Reibung der Zahnräder entwickelten Wärme durch die entspannte Luft nebst dem bei niederer Temperatur geblasenen Schmier mittel aufgenommen und abgeführt wird. ä. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das entspannte Gas vor seiner Entweichung in die Atmo sphäre filtriert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das entspannte Gas vor seiner Rückgewinnung filtriert wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das entspannte und filtrierte Gas zum Saugstutzen des Ver dichters zwecks Schaffung eines Betriebes in geschlossenem Kreislaufe zurückgeführt wird. 6.Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass eine Entspannung des Gases zwecks Erzielung einer wirksame ren Kühlung unter Abgabe äusserer Arbeit erfolgt. 7. Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entspan nung der Luft in einer Luftturbine statt findet, welche zum Antrieb des die Zerstäu- bungsluft liefernden Verdichters beiträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR233641X | 1941-12-04 |
Publications (1)
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Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH233641D CH233641A (de) | 1941-12-04 | 1942-11-28 | Verfahren zur Schmierung von laufenden Maschinenteilen, insbesondere von Zahnrädern. |
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|---|---|
| CH (1) | CH233641A (de) |
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1942
- 1942-11-28 CH CH233641D patent/CH233641A/de unknown
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