CH221902A - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von gekräuselten Kunstspinnfasern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von gekräuselten Kunstspinnfasern.

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CH221902A
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    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/14Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using grooved rollers or gear-wheel-type members

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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von gekräuselten Kunstspinnfasern.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von krausen  Kunstspinnfasern, wobei Fäden beim Kräu  seln durch Drehung und     Streckung    erheblich  über die Elastizitätsgrenze beansprucht und  bleibend verlängert werden, sowie eine Vor  richtung zur Durchführung     dieses    Verfah  rens mit Hilfe von Riffelwalzen,

   deren Ver  zahnung die Fäden     immer    gleichzeitig mit  einer Vielzahl von Zähnen erfasst und fest  klemmt und die Fäden im Punkt grösster Ein  griffstiefe der Zähne in die Zahnlücken nur       unter    erheblicher     Dehnung    und     Streckung     über die Elastizitätsgrenze in die Zahnlücken  hineinbringt.  



  Die     Erfindung    wird am Beispiel der Vis  kose erläutert:  Bekanntlich wird beim üblichen Viskose  spinnprozess die Spinnlösung durch die feinen  Löcher einer Düse (Spinnstelle) in eine Fäll  flüssigkeit hineingedrückt, wobei ein Bündel    endloser Einzelfäden entsteht. Dabei nimmt  das Fadenbündel soviel Fällflüssigkeit an, als  es zur vollkommenen Verfestigung braucht.  Eine beim üblichen Spinnvorgang auftretende  Streckung wirkt sich derart aus, dass die  stäbchenförmigen Makromoleküle (die soge  nannten Mizellen) der Cellulose in .die einem  gerade gerichteten Faden entsprechende Ord  nung gebracht werden.  



  Um     einen    solchen Faden zu kräuseln; ge  nügt es nicht,     ihn    ohne weitere     Massnahmen     einfach     in    eine     wellige    Form zu biegen, wie  es     offensichtlich        die    bisher     dafür    vorgeschla  genen Verfahren und     Vorrichtungen    nur tun;  dadurch kann     nämlich,        wie    festgestellt wurde,  keine hinreichende und     bleibende    Neuordnung  der     Mizellen    herbeigeführt werden.

   Ein sol  cher Faden ist     -nicht        imstande,    eine ihm er  teilte     Kräuselung    bei stärkerer Zugwirkung,  und besonders in der     Nässe,    beizubehalten.  



  Versuche ergaben, dass eine permanente      und starke     Kräuselung    erhalten werden kann,  wenn man durch folgende besondere Massnah  men den Mizellen eine neue Ordnung gibt,  die nicht der gerade gerichteten, sondern der  s gekräuselten Fadenform entspricht: Man muss  die noch mit Fällmittel behafteten Fadenbün  del in die krause Form hineinstrecken und  recken, also während der Formgebung über  ihre Elastizitätsgrenze hinaus beanspruchen,  und zwar vorzugsweise in einem Zeitpunkt,  in dem der Faden nur so weit verfestigt ist,  dass die Mizellen sich noch entsprechend der  krausen Fadenform neu ordnen können.

   Da  durch wird die krause Form des Fadens zu  seiner natürlichen, und sie wird besonders be  ständig gegen Zug und Feuchtigkeit, wenn  man die Mizellen in der neuen Lage ruhig  und endgültig     miteinander    verwachsen lässt,  wozu man zweckmässig die gekräuselten Fä  den ohne Zug eine gewisse Zeit der Wirkung  von Fällmittel ausgesetzt lässt. Man darf sie  also nicht gleich nach dem Kräuseln wässern  oder nachbehandeln.  



  Für die Ausführung des Verfahrens     ha-          s    ben sich Zahnwalzen bisher nicht vorgeschla  gener Art bewährt, die zum Beispiel so ge  baut sind, dass sie das Fadenbündel, bevor es  an die Stelle grösserer Eingriffstiefe gelangt,  in seiner wellenförmigen Lage zwischen den  weniger tief eingreifenden Zähnen schon so  festhalten, dass die Fäden nur durch Strecken  und Recken über die Elastizitätsgrenze hin  aus, also mit bleibender erheblicher Verlän  gerung (Streckung) in die wellige Form ge  bracht werden können. Auf diese Weise müs  sen die Mizellen während des Durchganges  durch die Walzen gleiten, sich in ihrer Lage  verschieben und sich der krausen Lage ent  sprechend neu ordnen.

   Die durch die wellen  förmige Auflage des Fadens auf den Zahn  oberflächen hervorgerufene     Reibung    A ist  dabei im allgemeinen vor und hinter den tief  eingreifenden Zähnen grösser als die zur Neu  ordnung der Mizellen und Dehnung und Ver  längerung aufzuwendende Kraft B, also  A > B. Eine derartige Vorrichtung sei an  Hand der Fig. 1 beispielsweise beschrieben.  



  Auf den in der Fig. 1 teilweise wieder-    gegebenen Walzen 1 und 2 sind beispiels  weise 92 Zähne vorgesehen, deren entspre  chende Zahnlücken von Kreisbögen begrenzt  wverden. Charakteristisch ist aber, dass die  Zahnlücken wesentlich     breiter    sind als die  Zähne und daher nicht von den Zähnen wie  bei einer üblichen Verzahnung ausgefüllt  werden können. Bei einem Durchmesser von  etwa 52 mm ergibt sich die von Lückenmitte  zu Lückenmitte gemessene Teilung (g) bei  92 Zähnen zu 1,8 im Bogenmass Hieraus  folgt dann weiter die Zahnhöhe (a) zu  1,4 mm, die Eingriffstiefe zu 1,0 mm, der  Lückenradius (e) zu 0,6 mm, der Abstand (b)  zu 0,4 mm und der obere Zahnradius (d) zu  0,2 mm. Hierbei wurde eine Verlängerung  der Fäden von etwa 15 % und darüber ermit  telt.

   An     Stelle    einer solchen     Kreisbogenver-          zahnung    kann gelegentlich eine     Zyklaiden-          verzahnung    treten. Je grösser Walzendurch  messer und/oder Zähnezahl sind,     und/oder    je  straffer gespannt das Fadenbündel zwischen  den Walzen einläuft, um so stärker ist die  Wirkung; und je grösser diese und die durch  sie bewirkte Verlängerung ist, um so halt  barer ist im allgemeinen die Kräuselung. Die  Walzenprofile sollen, wie     Fig.    1 gleichfalls  zeigt, so zueinander abrollen können, dass  beim Lösen der Verzahnung der im Punkt  grösster Eingriffstiefe vorhandene Minimal  abstand der Zähne an keiner Stelle wesentlich  unterschritten wird.

   Eine     Beheizung    der  Walzen kann die Wirkung verstärken.  



       Vorstehende    Bedingungen kennzeichnen  für den vorliegenden Zweck     geeignete    Wal  zen, sowie deren Verzahnung, sowie im Zu  sammenhang mit dem folgenden auch ihre  Anordnung zueinander.  



  Die Walzen werden zweckmässig wie folgt  synchronisiert:  Nach     Fig.    2 treibt     beispielsweise    die eine  Walze 2 die andere Walze 1 dadurch an, dass  Gummibänder 11 über die Rollen 18 und 12  geführt werden und durch die     mir    Bruchteile  eines     Millimeters    messende Walzenfuge zwi  schen den     R.iffelwalzen    1 und 2 hindurchlau  fen, durch die auch die Fadenmasse     etwa    bei  <B>16</B> hindurchläuft. Die Walzen können durch      Hebel oder Gewicht, durch Schrauben, Fe  dern oder dergleichen     gegeneinander    gedrückt  werden.  



  Zahnräder verwendet man zweckmässig  wie in Fig. 3 angegeben. Die Walzen 1 und 2  tragen an ihren Enden Verzahnungen 21 und  22 von     etwas    kleinerem Durchmesser als die  Walzen. Diese Endverzahnungen kämmen mit  zwei auch     unter    sich kämmenden Umgehungs  zahnrädern 17 und 18. Die angetriebene  Walze 2 wälzt ihre Endverzahnung 22 auf  dem     Umgehungszahnrad    17, dieses auf dem  Umgehungszahnrad 18 und dieses wieder auf  der Endverzahnung 21 der Walze 1 ab. An  Stelle der Umgehungszahnräder zwei an den       Walzenenden    angeordnete und direkt käm  mende Zahnräder zu verwenden, ist un  sicherer.  



  Soll die     Kräuselung    nicht in der gleichen  Ebene liegen, so muss man dem Faserbündel  vor den Walzen einen falschen Drall erteilen:  Fig. 5 veranschaulicht einen drehbaren,  mit konischer Innenfläche versehenen Ring  30 und einen dazu koaxial angeordneten, im  entgegengesetzten Sinn drehbaren Konus 31.  Die Fadenmasse 16 wird durch den Ring  raum zwischen den beiden Konen hindurch  geführt und ihr dadurch ein Drall erteilt.  



  In Fig. 6 sind auf einem Träger 41 und  einem Trägerarm 42 die Walzen 33, 34, 35,  36 gelagert, über welche Gummibänder 39  und 40 gespannt sind. Der Antrieb erfolgt  von der Riemenscheibe 38 mittels des     ge-          kreuzten    Riemens 37, welcher die Rollen 33,  34, 35, 36     und    die Gummibänder 39 und 40  im     Sinne    der Pfeile bewegt, so dass die zwi  schen den Bändern 39 und 40 befindliche Fa  sermasse 16 gerollt wird. Der beweglich ge  lagerte Arm 42 steht unter dem Zug der Fe  der 43, und wird durch eine drehbare Scheibe  44 mit Nocken 45 periodisch mit den Wal  zen 33 und 34 und dem Band 39 gegen den  Federzug gehoben, so dass dann jedes Mal der  Drall zurückspringen kann.

   Beim erneuten  Senken des Armes 42 erhält der Fadenstrang  wieder falschen Drall.  



  Fadenbündel, welche mit rundem Quer  schnitt in eine solche Kräuselwalze einlaufen,    verlassen diese als gekräuselte, flache Bän  der, werden also darin stark beansprucht, und  es ist überraschend, dass man Kunstspinnfaser  auf ihrem     Herstellungswege    einer so starken  Einwirkung aussetzen kann.  



  Die Walzen müssen aus einem gegen die  Fällreageutien absolut widerstandsfähigem  Material bestehen, z. B. säurefestem Stahl,  weil eine auch nur wenig angefressene     Zah-          nung    keine so starke Einwirkung mehr er  möglicht.  



  Die Kräuselung wird besonders beständig,  wenn man den mit Fallflüssigkeit behafteten  Faden der Ruhe überlässt; man wird ihn also  nach der Kräuselung nicht sofort wässern.  nachbehandeln und mechanisch     beanspruchen,     sondern wird ihn vielmehr unter weitmög  lichster Vermeidung von Zug an eine Stelle  bringen, an der er einige Zeit,     unter    Umstän  den     minutenlang,    gewöhnlich     etwa    1/2 bis  10     Minuten,    der Einwirkung der ihm anhaf  tenden     Fallmittel    der Ruhe überlassen blei  ben kann, damit die     Mizellen    in der neuen,  durch die     Kräuselvorrichtung    erzwungenen  Lage wieder festwachsen können.

   Je länger  die Ruhezeit, desto widerstandsfähiger wird  im allgemeinen die Kräuselung. Jede Form  änderung wird übrigens permanent, wie dies  seits gefunden wurde, wenn man die mit     Üäll-          mittel    benetzten Fäden hinreichend lange  ruhen lässt. Dabei kann     Konzentrieren    der  anhaftenden     Fällflüssägkeit    durch Verdunsten  an der Luft oder Hinzufügen neuer, gege  benenfalls auch     stärker    fällend wirkenden  Mittel förderlich sein. Auch Temperatur  erhöhung kann die Verfestigung beschleuni  gen, auch kann     konzentrierte    Säure von vorn  herein angewendet werden.  



  Es gibt während der Fadenbildung, also  zwischen Düse und endgültigem Festwachsen  der     Mizellen,    ein gewisses Intervall, das für  die     Kräuselung        günstig    ist. Eingehende Ver  suche ergaben nun, dass es     in    diesem Intervall  einen für die Kräuselung optimalen Punkt  gibt, dessen zeitliche und örtliche     Lage    unter  anderem     nicht    nur von der Fadendicke, dem  Säure- und Salzgehalt des     Spinnbades,    der       Spinntempeiratur,        ,der    chemischen und physi-      kalischen Beschaffenheit der Viskose, sondern  auch noch davon abhängt,

   wie stark beim  Spinnen vor den Walzen verstreckt wurde  und wie stark der Zug ist, dem der Faden  hinter den Walzen in seiner Ruheperiode not  gedrungen ausgesetzt werden muss, wobei der  optimale Punkt im allgemeinen der Düse  näher rückt, je kleiner die nachträgliche Zug  belastung und/oder je kleiner die Eingriffs  tiefe der Zähne ist. Der optimale Punkt kann  nach Art der nachfolgenden Beispiele ermit  telt werden, er liegt bei     normaler    Viskose,  normalen Fällbedingungen und Walzen, wie  Fig. 1 im allgemeinen zwischen 0,5 und 4 m  von der Düse entfernt.

   Es sei aber ausdrück  lich bemerkt, dass es keinesweges unbedingt  erforderlich ist, im optimalen Punkt zu arbei  ten; man kann deshalb auch zum Beispiel ein  einziges Kräuselwalzenpaar am Ende einer  langen Spinnmaschine anordnen und diesem       Kräuselwalzenpaar    die Fäden aller Spinn  stellen gemeinsam     zuleiten,    wobei man trotz  dem eine genügend gute Kräuselung erhält.  



  Um beim optimalen Punkt zu kräuseln,  ergeben sich folgende technische Wege:  Einer besteht darin, dass je eine     Kräusel-          vorrichtung,    die auch als Galette dienen kann,  bei jeder Spinnstelle im optimalen Abstand  von der Düse angeordnet ist.  



  Liegt nun der optimale Punkt an einer  Stelle, wo die Anbringung einer     Kräuselvor-          richtung    unerwünscht ist, so verschiebt man  ihn durch folgende     Massnahmen    und kann  durch diese Massnahmen oder Zusätze das  Endprodukt auch ganz allgemein verbessern.  



  1. Man verändert die Fällbäder, wobei  zum Beispiel erhöhter Salzgehalt und/oder  verminderter Säuregehalt und/oder erniedrigte       Temperatur    den optimalen Punkt im allge  meinen von der Spinndüse abrückt und um  gekehrt.  



  2. Man rückt den optimalen Punkt weiter  ab durch das Zweibadverfahren: Man verwen  det zuerst ein die Cellulose nicht regenerie  rendes Bad, z. B. Ammonsulfat, und später  erst kurz vor, während oder hinter den     Kräu-          selwalzen    ein regenerierendes Bad, z. B.  Säure.    3. Man verwendet urigereifte (nur kurze       Zeit    gereifte oder bei tiefen Temperaturen ge  reifte) Viskose, vor allem urigereifte Viskose  aus ungereifter Alkalicellulose (etwa 10 bis  20   Hottenroth - beispielsweise 6 bis 11    NaCl, s. Beispiele) oder Gemische aus gereif  ter und ungereifter Viskose, wodurch oben  drein der Kräuseleffekt verbessert wird.  



  4. Man setzt kunstharzbildende Stoffe  oder Harnstoff oder Formaldehyd, einzeln  oder im Gemisch, oder andere Stoffe zu, die  die Reifevorgänge beeinflussen und/oder ver  zögern, und verbessert dadurch gleichfalls  den     Kräuseleffekt.     



  Will man bei Maschinen mit     Inngen    Rei  hen von Spinnstellen nur mit einer     Kräusel-          walze    am Ende der Maschine im optimalen c  Zustand arbeiten, was wie oben schon er  wähnt     keineswegs        absolut    notwendig ist, so  kann man bei entfernteren Spinnstellen  schwächer wirkendes     Fällbad    verwenden; man  führt zum Beispiel am Ende der Maschine  ein     Spinnbad    von solcher Zusammensetzung  und Temperatur ein, dass die aus den nächst  liegenden Düsen kommenden Fäden den opti  malen Zustand erreicht haben, wenn sie bei  dem Walzenpaar ankommen. Dieses Spinn-.

         ba.d    wird nun von :Stelle zu Stelle entweder  durch die selbsttätige Veränderung der Kon  zentration und/oder durch Zusätze von Salz       etc.        und/oder        Temperaturänderung    so ver  ändert, dass auch die länger laufenden Fäden     t     bis zur     Kräu.selwalze    den     gleichen    optimalen  Zustand erreichen.  



  Statt das Spinnbad selbst zu ändern, kann  man auch die Fäden     entfernterer    Spinnstel  len     hinter    dem     Fällbad    durch ein die Fällung     s     herabminderndes Medium, etwa Wasser oder  verdünnte Bäder, leiten und notfalls später  wieder, zum Beispiel kurz vor den     Kräusel-          walzen,    durch ein. stärker wirkendes Bad lei  ten. Zweckmässig kann man auch so     verfah-    ,       ren,    dass man zunächst in ein nur     koa-gulie-          rendeis        Bad,    z.

   B.     Ammomiumsulfat,    in übli  cher Weise     unter    Strecken hinein     verspinnt     und den koagulierten     Xanthogenatfaden    vor,  während oder nach der Regenerierung kräu- s  selt, wie     beschrieben    wurde. Die gekräuselte           Fasermasse    kann man auch kurze     Zeit    erwär  men und nun in einem Säurebad in Hydrat  cellulose umwandeln. Besonders wirkungsvoll  ist diese Arbeitsweise bei Gegenwart kunst  harzbildender Stoffe. Dabei kann man von  einer Vorricbtung nach Fig. 4 Gebrauch ma  chen, bei der durch den unrunden Lauf der  elliptischen Walzen 26 und 27 die Faser  masse 16 im Bad 29 aufgestaucht wird.  



  An den verschiedenen Spinnstellen kann  man auch verschieden weit gereifte Viskose  verspinnen und so gegeneinander abstimmen,  dass an den Kräuselwalzen optimaler Zustand  der Fäden vorliegt.  



  Man zerschneidet die gekräuselten Fäden       unter    weitgehender     Vermeidung    von Zug  schon     zweckmässig        unmittelbar,    nach dem  Kräuseln. Ist dabei Zug nicht hinreichend  vermeidbar, so     kann    man den gekräuselten  Fäden urgekräuselte Fäden als Stützfäden  beimischen. Gleich nach dem Kräuseln zu  schneiden ist günstig, weil kurze Fasern  leicht so     gelegt    werden können, dass die Kräu  selung nicht durch den beim Schrumpfen der  Faserlänge auftretenden Zug beeinträchtigt  wird. Erst nach dem Ruhen auf einem Trans  portband, einem Pilgerschrittförderer oder  ähnlichen Vorrichtungen wird nachbehandelt,  wobei längeres Verteilen in saurem Wasser  dienlich ist.  



  Was für die Arbeit auf langen Maschinen  mit nur einem Walzenpaar     gesagt    ist, gilt  sinngemäss auch, wenn jede oder einige Spinn  stellen ein besonderes Walzenpaar haben.  



  Wenn, wie es öfter vorkommt, durch Dü  senverstopfung oder dergleichen ein Faden  bündel ausbleibt oder reisst, so kann man  dieses Fadenbündel an die Gesamtfadenmasse  der andern Spinnstellen wieder anlegen. Da  mit aber das neue Ende nicht Anlass gibt, dass  sich die Fadenmasse um eine Kräuselwalze  wickelt, wird den Kräuselwalzen ein Paar  glatter Walzen vorgeschaltet, welche durch  Druck die Gesamtfadenmasse in ein glattes  Band verwandeln.  



  Das Umwickeln hindert man auch, wenn  man bei nebeneinauderliegenden     Kräuselwal-          zen    unter jeder Kräuselwalze eine mit grösse-    rar Umfangsgeschwindigkeit laufende glatte  Walze so anordnet, dass zwischen den glatten  Walzen ein so breiter Raum ist, dass die Fa  sermasse für gewöhnlich frei hindurchläuft.  Wenn jetzt das Fadenbündel an einer der  Kräuselwalzen anzuhaften beginnt, so muss  es eine der schnell laufenden Walzen berühen  und wird dadurch gehindert, sich ganz um  die Kräuselwalze zu wickeln.  



  Damit trotzdem einmal vorkommendes  Aufwickeln nicht zu einer Betriebsstörung  führt, wird zwischen Glatt- und     Kräusel-          walzenpaar    noch ein Hilfskräuselwalzenpaar  angeordnet, dessen Walzen für gewöhnlich so  weit voneinander entfernt sind, dass die Fa  denmasse frei hindurchläuft. Tritt nun am  andern Walzenpaar eine Störung ein, so wird  das Hilf swalzenpaar so lange eingedrückt, bis  das Hauptwalzenpaar wieder gesäubert ist.  



  Vorteilhaft ist das vorstehende Verfahren  anwendbar auf Spinnlösungen, denen kunst  harzbildende Massen zugesetzt sind, welche  auch schon vorkondensiert oder vorpolyme  risiert sein können, und die während oder  nach der Kräuselung entweder durch die ka  talytische Wirkung der Säure des Fällbades  oder durch eine nachträgliche oder gleichzei  tige Behandlung mit andern Katalysatoren  oder durch Wärme fertig kondensiert oder  polymerisiert werden, was auch schon kurz  vor der Kräuselung eingeleitet werden kann.

    Hierzu eignen sich bekanntlich     Vorkonden-          sate    und     Vorpolymerisate    aus Formaldehyd  und     Harnstoff    oder dessen Homologen,     Vor-          kondensate    oder     Vorpolymerisate    aus Form  aldehyd und Phenol oder dessen Homologen,       ferner    Derivate des     Vinyls    und des     Styrols     und andere.  



  Als     besonders    zweckmässig erwiesen sich       Gemische    von schon     vorkondensierten    oder       vorpolymerisierten,    noch     in    der     Spinnlösung     löslichen     Kunstharzmassen.    Diese Massen  können sowohl alkalisch als auch sauer oder  schliesslich auch neutral     vorkondensiert    oder       vorpolymerisiert    werden und werden dann  während der Kondensation oder auch erst  nach Zusatz zur Spinnlösung     miteinander     oder     mit        andern    geeigneten     Stoffen     <RTI 

   ID="0005.0037">   gemischt.              Besonderen    Erfolg haben auch Doppelharze,  die man dadurch erhält, dass man im A-Zu  stand befindliche flüssige odergelöste Form  aldehyd-Phenol-Kondensate, gegebenenfalls  unter     weiterem    Zusatz von     Lösungsmitteln,     nun nochmals mit Aldehyden und Harnstoff  versetzt und einer weiteren Kondensation un  terwirft. Die Formaldehyd-Phenolkondensate  können dabei sowohl mit Ammoniak, also al  kalisch, als auch mit Säure vorkondensiert  sein. Man kann Paraformaldehyd an Stelle  von Formaldehyd verwenden.

   Man kann die  zweite Kondensation in einem hochsiedenden  Lösungsmittel ausführen, in welchem sowohl  das im A-Zustand befindliche     Formaldehyd-          Phenol-Kondensat,    als auch das sich mit dem  zweiten Aldehyd und dem Harnstoff bildende  Produkt löslich ist.  



  Solche Stoffe, auch deren Komponenten,  einzeln oder im Gemisch, können die Lage  des optimalen Punktes verschieben und das  für die Kräuselung günstige Intervall ver  breitern, sei es durch Änderung der Reifezeit,  sei es durch Änderung der Reaktionsge  schwindigkeit zwischen Fällflüssigkeit und  Spinnlösung. Die Harze können auch die Ab  reibefestigkeit der Fasern steigern. Man kann  auch zweckmässig solche Harze wählen  und/oder ihre Herstellung so leiten, dass sie  bei der Fällung schleimig und/oder plastisch  ausfallen und allmählich erhärten; körnig  ausfallende Produkte machen den Faden  rauh; beide erhöhen die Widerstandsfähig  keit der Fasern gegen Abscheuern.  



  Die nach vorliegender Erfindung erziel  bare     Kräuselung    kann noch verbessert wer  den, wenn man die     fertig    gekräuselten, ganz  oder teilweise nachbehandelten Fasern, gege  benenfalls noch nass, mit einer Lösung der  vorkondensierten oder vorpolymerisierten  Harze bezw. Harzgemische bezw.     Mischkan-          densate    oder ihrer Ausgangsstoffe behandelt,  einen     Überschuss    entfernt und nun die Kon  densation     bezw.        Polymerisation    oder Härtung       vornimmt.     



  Um bei der Durchführung des Verfahrens  beim Spinnen von Kunstfasern alle Fasern  für die Kräuselung     in    den gleichen Zustand    zu versetzen, kann es zweckmässig sein, bei  den vom     entfernteren    Spinnstellen     herange-          führten        Fasern    etwas weniger gereifte Vis  kose zu verwenden als bei den von den der       Kräuselvorrichtung    näher liegenden Spinn  stellen, weil die von den     letzteren    kommenden  Fäden weniger lange mit dem     Koagulations-          bezw.    zersetzenden     Fällbad    in     Berührung     waren.

   Gegebenenfalls kann man auch durch  besondere Zusätze die Reife und Reaktions  geschwindigkeit     herabsetzen,    wobei besonders  ein     Zusatz    von     Harnstoff    oder auch von  Formaldehyd zur     Viskose    geeignet ist.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung kann auch für die Kräuselung von  fertigen Fasern angewendet werden, das heisst  von Fasern, die nach ihrer Herstellung schon       vollständig    nachbehandelt und getrocknet ge  wesen sind.  



  Schliesslich kann das Verfahren mit bestem  Erfolg auch für Fasern     verwendet    werden,  die aus     nichtcellulosehaltigen    Spinnlösungen  hergestellt wurden, wie beispielsweise aus  Polyamiden, oder andern polymerisierten Ver  bindungen (Polt'     vinylverbindungen,        Akryl-          verbindungen    und dergleichen).  



  <I>Beispiele:</I>  1. Das die Walzen verlassende gekräuselte  Faserbündel hing 0,4 m lang senkrecht     frei     in der Luft, bis es eine Unterlage erreichte,  auf der es ruhte.     Dort    blieben die     gekräusel-          ten    Fasern mit     Fällflüssigkeit    benetzt 3 Mi  nuten ruhen und wurden dann in Stapel ge  schnitten, blieben in saurem Wasser     bis     1,2 Stunde     liegen    und wurden dann in übli  cher Weise nachbehandelt.  



  Wie in vorliegendem Fall die     "Güte    der  Kräuselung" von der     Vorreife    und Nachreife  abhängt, zeigen Tabelle 1 und 2.  



  Die Güte der Kräuselung wird je nach  dem     beabsichtigten    Zweck wiedergegeben,  zum Beispiel dadurch, dass man das Gewicht  bestimmt,     das    am Ende der Faser angehängt,  imstande ist, die Kräuselung um einen be  stimmten     Betrag    aufzubiegen oder durch die  Festigkeit des Vlieses und der daraus herzu  stellenden Garne.      Unter Vliesfestigkeit wird das auf 1 g  Vlies umgereehriete Gewicht verstanden, das  erforderlich ist, um ein Vlies von den Aus  massen 10 X 50 cm auseinander zu ziehen.

    Das Vlies, dem die zu prüfenden Stücke ent-    nommen werden, misst 35 X 145 cm und wird  so     hergestellt,    dass man soviel     des    zu prüfen  den Materials über die Krempel gehen lässt,  dass nach zweimaligem Passieren derselben ein  Vlies von 100 g anfällt.

    
EMI0007.0003     
  
    Tabelle <SEP> 1:
<tb>  Vlies <SEP> Garne
<tb>  Reife <SEP> der <SEP> Alcalicellulose <SEP> Vliesfestigkeit <SEP> in <SEP> g <SEP> Festigkeit <SEP> Dehnung <SEP> Drehung <SEP> Meter
<tb>  bei <SEP> 20  <SEP> C <SEP> in <SEP> Stunden
<tb>  pro <SEP> 1 <SEP> g <SEP> Vlies <SEP> in <SEP> 10 <SEP> g
<tb>  in <SEP> %o
<tb>  pro <SEP> cm
<tb>  Nr.
<tb>  0 <SEP> 8,3 <SEP> 302 <SEP> 12,9 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb>  24 <SEP> 10,5 <SEP> 303 <SEP> 14,0 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb>  40 <SEP> 14,2 <SEP> 365 <SEP> 14,7 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb>  65 <SEP> 22,6 <SEP> 428 <SEP> 19,6 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb>  96 <SEP> 14,5 <SEP> 247 <SEP> 12,6 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb>  120 <SEP> 17,5 <SEP> 386 <SEP> 14,5 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb>       Die Nachreife der Viskose wurde bei allen  Versuchen so eingestellt, dass ein     Reifegrad     von 4   NaCl vorlag.

   Im Reifeverlauf der Al  kalicellulose ergeben sich hierbei bei graphi  scher Auswertung der Zahlentafel für Festig  keit, Dehnbarkeit und Vliesfestigkeit zwei         Scheitelpunkte    zwischen 48 und 72     Stunden     und zwischen 108 und 120 Stunden.  



  Nimmt man die Alkalireifezeit zwischen  48 und 72 Stunden und variiert die Nach  reife der Viskose, so ergibt sich die folgende  Zahlentafel  
EMI0007.0007     
  
    Tabelle <SEP> 2:
<tb>  Vlies <SEP> Garne
<tb>  Nachreife <SEP> der <SEP> Viskose <SEP> Vliesfestigkeit <SEP> in <SEP> g <SEP> Festigkeit <SEP> Dehnung <SEP> Drehung <SEP> Meter
<tb>  in <SEP> NaCl-Graden
<tb>  pro <SEP> 1 <SEP> g <SEP> Vlies <SEP> in <SEP> 10 <SEP> g
<tb>  in <SEP> %o
<tb>  pro <SEP> cm
<tb>  Nr.
<tb>  8 <SEP> 22,9 <SEP> 420 <SEP> 26 <SEP> 2 <SEP> 5
<tb>  5 <SEP> 17,5 <SEP> 362 <SEP> 13 <SEP> 2 <SEP> 5
<tb>  4,5 <SEP> 17,2 <SEP> 355 <SEP> 13 <SEP> 2 <SEP> 5
<tb>  3,5 <SEP> 17,6 <SEP> 367 <SEP> 12 <SEP> 2 <SEP> 5
<tb>  2,5 <SEP> 20,

  7 <SEP> 306 <SEP> 12 <SEP> 2 <SEP> 5       Auch hier ergeben sich bei graphischer       Auswertung    zwei     Scheitelpunkte    zwischen  den Kochsalzpunkten 10 und 7 und 4 und 2,5.  



  2. Optimaler Verfestigungsgrad bei ver  schiedener     Entfernung    zwischen Düse und       Kräuselwalzen.       Die Fäden aus einer     mit        kunstharzbilden-          den    Stoffen     versetzten    Viskose wurden durch  ein 50 cm langes Bad geschleppt und dann       einen        verschieden    weiten Weg bis zu den       Kräuselwalzen    geleitet.

   Dabei ergibt sich -die  folgende Zahlentafel 3:    
EMI0008.0001     
  
    Vlies <SEP> Garne
<tb>  Abstand <SEP> der <SEP> Kräuselwalzen <SEP> Vliesfestigkeit <SEP> in <SEP> g <SEP> Festigkeit <SEP> Dehnung <SEP> Drehung <SEP> Meter
<tb>  von <SEP> der <SEP> Düse <SEP> in <SEP> m <SEP> pro <SEP> 1 <SEP> g <SEP> Vlies <SEP> in <SEP> 10 <SEP> g <SEP> in <SEP>  % <SEP> pro <SEP> ein <SEP> Nr.
<tb>  2,5 <SEP> 16,4 <SEP> 610 <SEP> 12,4 <SEP> 2,05 <SEP> 6,1
<tb>  6,5 <SEP> 11,0 <SEP> 554 <SEP> 12,3 <SEP> l,89 <SEP> 6,8       3. Kunstharze.  



  a) 150 Teile Phenol werden mit 115 Tei  len Paraformaldehyd und Zusatz von Ammo  niak bei zirka 50' C während 1 bis 2 Stun  den im Vakuum am Rüekflusskühler einge  dickt.  



  In dieses Vorkondensat werden 240 Teile  Paraformaldehyd, 20 Teile Essigsäure und  175 Teile Harnstoff portionsweise eingetra  gen. Wieder wird im Vakuum am Rückfluss  kühler gearbeitet und das Kondensationspro  dukt bei 60' C während 1 bis 2 Stunden im  Vakuum eingedickt.  



  b) Wie     unter    a) ausgeführt, werden am  Rückflusskühler 150 Teile Phenol, 115 Teile  Paraformaldehyd unter Zusatz von Ammo  niak im Vakuum eingedickt. Nach Vorkon  densation werden wieder 200 Teile     Paraform-          aldehyd,    20 Teile Ammoniak und 275 Teile  Harnstoff eingerührt. Die Kondensation er  folgt im Vakuum am Rückflusskühler bei  etwa 60' C.  



  c) 15 g Phenol, 25 g Wasser, 40 g     Para-          formaldehyd    und 10 g Ammoniak werden bei  90' C zur A-Stufe kondensiert. Dauer  1/2 Stunde. Das so erhaltene A-Bakelit wird  in 75g Alkohol und 50 g Glyzerin gelöst,  mit 90 g Phthalsäure versetzt und unter  dauerndem Rühren so lange erwärmt, bis fast  aller Alkohol verdampft ist, wobei die     Phtal-          säure    mit dem Glyzerin reagiert. Die Ankon  densation erfolgt, indem man in die erkaltete  Masse 75g Paraformaldehyd einrührt, auf  etwa 60   C erwärmt und dann in kleinen An  teilen eine Lösung von 40 g Harnstoff, 5 g  Ammonchlorid und 75g Wasser zugibt.

   Un  ter ständigem Rühren muss dann noch weiter  20 Minuten erwärmt werden, worauf durch    Zusatz von Alkohol auf das gewünschte Mass  verdünnt werden kann.  



  Diese Kondensate werden der Spinnlösung  zugesetzt. Beim Verspinnen erhärten sie unter  dem Einfluss der Fällflüssigkeit. Die Vliese  aus Fasern mit saurem Kondensationsprodukt  (4%) ergaben eine Festigkeit von 21,4 g pro  1 g Vlies; Vliese mit basischem Kondensa  tionsprodukt (4 %) eine Festigkeit von 16,2 g  pro 1 g Vlies.  



  d) Die fertige gekräuselten Fasern werden  in eine Lösung von 18 Teilen Harnstoff,  21 Teilen     Paraformaldehyd,    2 Teilen Eisessig  und 800 Teilen Wasser gebracht. Im Vakuum  wird bei<B>35'</B> C 2 bis 3 Stunden     kondensiert.     Nach Kondensation wird     abgeschleudert    und  das Fasergut entweder bei 90 bis<B>100'</B> C ge  trocknet oder mit 3 %     iger    Schwefelsäure be  handelt und     ,gewaschen,    wodurch die Nach  härtung     erfolgt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von krausen Kunstspinnfasern, dadurch gekennzeichnet, dass Fäden beim Kräuseln durch Dehnung und Streckung erheblich über die Elastizi- tätsgrenze beansprucht und bleibend verlän gert werden.
    IL Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Riffelwalzen, deren Verzah nung die Fäden immer gleichzeitig mit einer Vielzahl von Zähnen erfasst und festklemmt und die Fäden im Punkt grösster Eingriffs tiefe der Zähne in die Zahnlücken nur unter erheblicher Dehnung und Streckung über die Elmtizitätsgrenze in die Zahnlücken hinein bringt. ÜNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Fäden, die infolge ungenügender Reaktion mit der Fällflüssig- keit noch nicht endgültig verfestigt sind, ge kräuselt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gekräuselten Fäden, vor nachträg licher mechanischer Beanspruchung weit gehend geschützt, bis zum Permanentwerden der Kräuselung der Einwirkung eines Fäll mittels ausgesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kräuselvorrichtung gleich zeitig als Abzugsvorrichtung dient. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zu jeder Spinnstelle eine Kräu- selwalze an dem Punkt angeordnet wird, an welchem der Faden den für die Kräuselung optimalen Zustand erreicht. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 und 2, bei welchem Grup pen von Spinnstellen zusammengefasst sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kräuselvor- richtung an dem Punkt angeordnet wird, an welchem der Faden den optimalen Zustand erreicht. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass für die einzelnen Spinn stellen Spinnbäder verwendet werden, die ver schiedene Konzentrationen aufweisen. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 6, gekenn zeichnet durch die Verwendung von in der Konzentration derart abgestuften Spinnbä dern, dass bei den der Kräuselvorrichtung ent fernter liegenden Spinnstellen schwächer wir kende Bäder zur Anwendung gelangen. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 6, gekenn zeichnet durch die Verwendung von in ihrer Temperatur abgestuften Spinnbädern. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung von ungereifter Vis kose mit einem Chlorammongrad von minde stens 10 (nach Hottenroth). 10.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 bis 3, 5 und 6, gekenn zeichnetdurch die Verwendung weniger ge reifter Viskose für entferntere Spinnstellen. 11. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3 und 9, gekennzeich net durch den Zusatz von die Reife und Re aktionsgeschwindigkeit vermindernden Stof fen zur Spinnlösung. 12. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, 9 und 11, gekenn zeichnet durch den Zusatz von Harnstoff. 13. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, 9 und 11, gekenn zeichnet durch den Zusatz von Formaldehyd. 14. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, 9 und 11, gekenn zeichnet durch den Zusatz von Vorkondensa ten aus Harnstoff und Formaldehyd. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch den Zusatz von Vorkon- densaten aus Phenol und Formaldehyd zur Spinnlösung. 16. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch den Zusatz von Polyme- risaten des Vinyls zur Spinnlösung. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch den Zusatz von Polymeri- saten des Styrols zur Spinnlösung. 18.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, 9 und 11, gekenn zeichnet durch den Zusatz von Gemischen. 19. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch den Zusatz von Doppel harzen, die aus im A-Zustand befindlichen Formaldehydphenolkondensaten durch wei tere Kondensation mit Alldehyden und Harn stoff erhalten werden, zur Spinnlösung. 20. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fadenmasse nach Verlassen der Kräuselvorrichtung in Stapel geschnitten wird: 21.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwecks Schonung der Kräuse lung beim Transport ungekräuselte Fäden als Stützfäden mitgeführt werden. 22. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass den Fasern eine spiralig ver laufende Kräuselung dadurch erteilt wird, dass man das Fadenbündel vor dem Kräuseln tordiert. 23. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Regenerierung zu Cellulose kurz vor dem Eintritt in die Kräuselvorrich- tung in die Wege geleitet wird. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die aus einer Düse austretende Spinnlösung in ein Regenerierungsbad ein tritt und der Faden während der Regenerie rung zu Cellulose durch die Kräuselvorrich- tung durchgeführt wird. 25. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Faden vor dem Eintritt in die Kräuselvorrichtung unter Vermeidung der Regenerierung zu Cellulose nur als Xan- thogenat ausgefällt und erst nach Verlassen der Kräuselvorrichtung zu Cellulose regene riert wird. 26.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Faden vor Eintritt in die Kräuselvorrichtung unter Vermeidung der Regenerierung zu Cellulose nur als Xantho- genat ausgefällt und während des Durch ganges durch die Kräuselvorriehtung gleich zeitig zu Cellulose regeneriert wird. 27. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der nur zu Xanthogenat aus gefällte Faden nach Durchgang durch die Kräuselvorrichtung erst geschnitten und dann zu Cellulose regeneriert wird. 28. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fadenbündel durch Passieren zweier parallel und entgegengesetzt laufender endloser Bänder tordiert wird. 29.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass das Fadenbündel durch Passie ren eines Ringraumes zwischen zwei abge stumpften und entgegengesetzt rotierenden Kegeln tordiert wird. 30. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nichteellulose- haltige Spinnlösungen angewendet werden. 31. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass aus einer Spinn lösung hergestellte Fäden in trockenem Zu stand gekräuselt werden.
    32. Vorrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass Zahl und Form der Zähne derart gewählt sind, dass ein Lö sen der Verzahnung ohne Unterschreitung des im Punkte tiefsten Eingriffes vorhan denen Minimalabstandes möglich ist. 33. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 32, dadurch gekennzeich riet, dass synchroner Lauf der Walzen da durch erzwungen -wird, dass zwischen den Zahnflanken endlose Gummibänder mit laufen. 34.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 32 und 33, dadurch gekennzeichnet, dass den Kräuselwalzen ein Paar glatter Walzen vorgeschaltet ist. 35. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 32 bis 34, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwischen den glatten Wal zen und den Kräuselwalzen noch ein Reserve- kräuselwalzenpaar angeordnet ist. 36.
    Vorrichtung nach Patentanspruch. II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kräuselvor- richtung zwei senkrechte zur Richtung des Fadenbündels parallel stehende und entge gengesetzt laufende endlose Bänder vorge schaltet sind. 37. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kräuselvor- richtung zwei ineinanderlaufende entgegen gesetzt rotierbare Kegelstümpfe vorgeschaltet sind, deren Achse in Richtung des Faden laufes liegt.
CH221902D 1936-03-13 1936-09-26 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von gekräuselten Kunstspinnfasern. CH221902A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1128593B (de) * 1953-03-25 1962-04-26 Dr Leo Ubbelohde Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens zur Herstellung von gekraeuselten, vollsynthetischen Faeden, wie Polyamidfaeden
DE1231391B (de) * 1960-09-30 1966-12-29 Ici Ltd Verfahren zur Behandlung von orientierten synthetischen Polyesterfaeden oder -fasern
DE1231845B (de) * 1955-07-28 1967-01-05 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Folien mit absatzweise wechselnder Dicke aus hochschmelzenden linearen Polyestern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1128593B (de) * 1953-03-25 1962-04-26 Dr Leo Ubbelohde Vorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens zur Herstellung von gekraeuselten, vollsynthetischen Faeden, wie Polyamidfaeden
DE1231845B (de) * 1955-07-28 1967-01-05 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Folien mit absatzweise wechselnder Dicke aus hochschmelzenden linearen Polyestern
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