Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 208941. Im Hauptpatent ist ein Verfahren be schrieben, welches sich dadurch kennzeich net, dass durch einen gasbeheizten Körper Wärme erzeugt wird und dass durch beweg liche Stichflammen, welche einen Streifen der Sägemehloberfläche bestreichen können, das Sägemehl entzündet wird, um die vorgesehene Rauchentwicklung herbeizuführen.
Als Ergänzung zu der Erfindung gemäss dem Hauptpatent ist im nachstehenden ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, welche dazu dient, durch genau regelbare Anordnung des Sägemehls gegenüber den Stichflammen und durch Regulierung der Luftzufuhr und des Luftabzuges 1\Tärme und Rauchdichte den Erfordernissen des Räucher gUtes anzupassen.
Die Räucherkammern bestehen in der Rebel aus einem Schacht von zirka 1 m2 Horizontalquerschnitt und zirka 2 bis 3 m Höhe. Auf der Sohle des Schachtes befin det sich das Sägemehl, wobei ein Rost und Unterluftzutritt nicht vorhanden sind, so dass die Verbrennung des Sägemehls von oben nach unten stattfinden muss. In einer Höhe von zirka 1 m .über dieser Sohle ist ein ein fahrbarer Warenkorb vorgesehen. Durch die Öffnung, durch die der Warenkorb in die Räucherkammer gelangt, wird auch das Sägemehl in den Brennraum geschüttet.
Da dieser Raum meistens mit Rauch durchsetzt ist, kann die Verteilung des Sägemehls nicht beobachtet werden, es besteht daher keine Möglichkeit, das Sägemehl so in den Brenn- raum zu schütten, dass es in einen günstigen Brennbereich der Stichflammen gelangt. Die günstige Anordnung des Sägemehls zu den Stichflammen allein vermag jedoch ohne ent sprechende Frischluftzufuhr ein Entzünden und Verglimmen des Sägemehls nicht zu be wirken. Es ist daher notwendig, dass den Stichflammen und der Sägemehlschicht eine entsprechende Luftregulierung zugeordnet wird. Zur Erzeugung von Rauch ist eine Frischluftzufuhr erforderlich, die keine oder keine wesentliche Zuggeschwindigkeit hat.
Es ist daher notwendig, dass durch eine grosse Öffnung auf Höhe der Sägemehloberfläche Luft in grosser Menge eintreten kann, die das Glimmen des Sägemehls ermöglicht. Da gegen muss gleichzeitig der Abzug in den Kamin derart gedrosselt werden, dass nur ein geringes Entweichen der Gase möglich ist. Sobald Wärme und Rauchdichte das ge wünschte Mass übersteigen, muss die Möglich keit bestehen, durch Regulieren entsprechen der Organe im Rauchraum einen Durchzug zu erzeugen, um den Raum zu kühlen und zu entlüften.
Dasselbe kann auch geschehen, um den Rauch zii erneuern. Bei dieser Ent lüftung ist jedoch zweckmässig die Luft so zu leiten, dass dieselbe die glimmende Säge- mehloberfläche möglichst wenig berührt, da mit ein Anfachen des glimmenden Sägemehls vermieden wird.
Vorliegende Erfindung besteht nun unter anderem in einem Verfahren nach dem Pa tentanspruch I des Hauptpatentes, nach wel chem Verfahren durch wenigstens ein von aussen bedienbares Räumorgan in dem ein geschütteten Sägemehl mindestens eine zu einem drehbaren Stichflammenrohr wenig stens teilweise konzentrische Mulde gebildet wird, derart, dass die Stichflammen das die Mulde bildende Sägemehl erreichen können, um dieses zu entzünden, und dass durch ent sprechende Einstellung von Luftregelorganen zeitweise Frischluft zur Verminderung der Rauchdichte und zur Erneuerung des Rau ches durch den Räucherraum geleitet wird,
ohne dass dabei das Glimmen der Sägemehl schicht in unerwünschter Weise verstärkt wird.
Zur Ausübung des obigen Verfahrens dient eine weitere Ausbildung der Vorrich tung nach Patentanspruch 1I des Hauptpaten tes, bei welcher ein Heizflammenrohr mit einem darüber angeordneten Glühstab und Schutzblech und ein drehbares Stichflammen rohr mit einem gemeinsamen Hahn verbun den sind und zur Beheizung des Rauch raumes und zum Entzünden des Sägemehls dienen. Die Erfindung besteht darin, dass ein Raumorgan mit wenigstens zum Teil kon zentrisch zum Stichflammenrohr gebogenem Umfangsrand vorgesehen ist, derart, dass die Stichflammen über diesen Umfangsrand hinaus reichen können, und dass das Räum- .
Organ mit einer Stange verbunden ist, die ausserhalb des Ofens einen Handgriff zur Bedienung aufweist, dass ferner eine Luft zufuhrklappe und eine Abzugklappe derart in zwa.ngläufige Verbindung -ebracht wer den können, dass die Al)zuglklappe geschlossen ist, wenn die Luftzufuhrklappe am weitesten geöffnet ist, und dass ferner die beiden Klap pen so gestellt werden können, dass beide offen sind, wobei die Luftzufuhrklappe der art eingestellt ist,
da.ss der Luftzug nach dem Brandherd gedrosselt ist.
In beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform der Vorrich tung nach der Erfindung veranschaulicht, es zeigt: Fig. 1 einen Sehnitt durch eine Räucher kammer von vorn gesehen, Fig. 2 einen Schnitt der Räucherkammer von der Seite gesehen.
Fig. 3 eine Ansieht der Brennerpartie von vorn gesehen, Fig. -1 die Raumvorrichtung in der Drauf sieht, Fig. 5 und 6 Details.
Der Räucherraum 1 ist mit einem Rauch abzug ? und einem Warenkorb 3 mit W a.ren- tragstangen 4 versehen. Auf der Sohle 5 liegt Sägemehl 6, das in bekannter MTeise durch die Stichflammen 7 der beweglichen Brennerrohre 8 entzündet wird. Durch die Türe 9 wird der VTarenkorb 3, der beispiels weise an dem T-Träger 10 hängt. aus- und eingefahren. Das Sägemehl wird durch die geöffnete Türe 9 auf die Sohle 5 geschüttet.
Parallel zu den Brennerrohren 8, beispiels weise durch diese geführt, sind Räumorgane 1.1 verschiebbar, die mit einer aus denn Räucherrohr herausragenden, mit Handgriff 13 versehenen Stange 12 verbunden sind und welche infolge entsprechend gebogenem Um fangsrand das Sägemehl an der Oberseite zur Hauptsache konzentrisch zu den drehbaren Brennerrohren schichten. Um die Räum organe<B>11</B> verschieben zu können, werden die Brennerrohre 8 derart gedreht, dass deren Rohrstutzen 15 senkrecht nach unten stehen, so dass die Räumorgane mit ihrem Schlitz 16 die Stutzen 15 passieren können. Nach erfolgter Räumung können die Stichflammen 7 die Oberfläche der erzeugten Mulden bestrei chen.
Zur Belüftung des Brandherdes und der Räucherkammer ist eine Rauchabzugklappe 17 vorgesehen, welche mit einer Luftzufuhr klappe 18 mittels der Hebel 19 und 20 und der Zugstange 21 und 22 verbunden ist. Durch Auslösen des Stiftes 23 kann die Zug stange 21 von der Klappe 18 gelöst werden, so dass die Rauchabzugklappe 17 unabhän gig eingestellt werden kann, wobei die Stange 21 mit einem der Löcher 24 über den Stift 25 gesteckt wird. Die Luftzufuhrklappe 18 ist beispielsweise als zweiflügelige Klappe ausgebildet, deren Drehpunkt auf etwa zwei Drittel der Klappenhöhe sitzt.
Sie dreht sich auf einer feststehenden Stange 26 und kann mit der Handgriffschraube 27 und dem Klemmstück 28 in jeder Lage festgestellt werden. Die Klappe 17, auf deren Achse 29 der Hebel 30 sitzt, ist durch die Hebel 19 und 20 und durch die Stangen 21 und 22 derart mit der Klappe 18 in Verbindung, dass bei geschlossener Stellung a der Klappe 18 die Klappe 17 in Stellung d steht, also ge öffnet ist. Wenn die Klappe 18 in waag rechter Stellung b, also am weitesten geöff net ist, ist die Klappe 17 in geschlossener Stellung e.
Klappt man nun die Klappe 18 noch weiter nach oben in Stellung c, dann öffnet sich die Klappe 17 und der kurze Schenkel der Klappe 18 setzt sich gegen die Sägemehlschicht, welche an dieser Stelle un- verbrennt bleibt, und versperrt den Luft zutritt zum Brandherd. Es entsteht dadurch in dieser Stellung ein intensives Durch ziehen der Luft durch die Rauchkammer, wo durch diese entlüftet wird, ohne dass durch den Luftzug eine gesteigerte Brennwirkung des Sägemehls entsteht.
Zur Erzielung des Verfahrens sind mannigfaltige Ausführungs arten denkbar, die beschriebene beispielsweise Ausführungsform bildet jedoch eine billige und zuverlässige Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens und weist im übrigen alle jene Merkmale auf, welche im Patentanspruch II des Hauptpatentes erwähnt sind.