Relaisprüfeinrichtung an Lichttagessignalen. Es sind Lichttagessignalschaltungen be kannt, bei ,denen die verschiedenen Signal begriffe für "Freie Fahrt", wie beispielsweise Freie Fahrt ohne bezw. mit Geschwindig keitsbeschränkung, durch ein besonderes Re lais am Signal ,gesteuert werden.
Bei diesen .Schaltungen besteht die Gefahr, dass das Re lais unbemerkt hängen bleibt, wenn das Si gnal in die Stellung "Halt" zurückgelegt wird, so dass beim nächstfolgenden Verbrin gen des Signals in ,die Stellung "Freie Fährt" ein. falsches Signalbild erzeugt wund. Man hat daher versucht, die Stellung dieses Relais zu kontrollieren, indem man einen Kontakt 'des Relais beispielsweise in die Leitung der Lampe -für den Begriff "Halt" legt, so dass beim Hängen-bleiben des Relais .nicht mehr die ,Halt"-Lampe eingeschaltet werden kann, sondern ,diejenigen Einrichtungen zu arbeiten beginnen., :
die normalerweise beim Durchbren nen der ,Halt"-Lampe die Störung melden und für,die Sicherheit sorgen. Diese Art der Prüfung des Relais hat jedoch den Nachteil, .dass die Meldung einer Unregelmässigkeit am Relais auf dieselbe Art erfolgt wie die Mel dung des Durchbrennens der ,Halt"-Lampe.
Die Unterscheidung dieser beiden Störungs fälle wäre jedoch erwünscht, weil der Stations beamte im einen Fall, nämlich bei der Stö rung am Relais am Signal, sofort die not wendige Gegenmassnahme ergreifen muss, während ihm beim Durchbrennen der "Halt"- Lampe mehr Zeit zur Verfügung steht, ohne dass er eine Gefährdung des: Zugsbetriebes riskieren müsste.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Relaisprüfeinrichtung an Lichttages signalen, welche,dadurch .gekennzeichnet ist. ,dass im Stromkreis einer Signallampe ein Kontakt des zu prüfenden Relais liegt, der im offenen Zustand einen Widerstand in den Stromkreis :der :Signallampe einslchaltet, so dass die .Stromstärke beim Einschalten dieses Stromkreises bei offenem Kontakt nur auf .einen Bruchteil der normalen ;
Stromstärke ansteigen kann, wobei die Anordnung so .ge troffen. ist, dass dabei wohl das Signalrück- melderelaisä nicht aber das im selben Strom- kreis liegende Prüfrelais seinen Anker an ziehen kann..
Zur Unterscheidung der beiden Störungs fälle "Lampe durchgebrannt" bezw. "Relais nicht in -Grundstellung" wird vorteilhafter weise ein besonderes Prüfrelais vorgesehen, das nur bei voller Stromstärke seinen Anker anzuziehen vermag. Bei reduzierter Strom stärke vermag jedoch nur das Signalrück melderelais seinen Anker anzuziehen; nicht: aber das Prüfrelais. Um dies zu erreichen. ist es möglich, das Prüfrelais weniger emp findlich zu wählen als: das Signalrückmelde relais, wobei es möglich ist, die beiden Re lais in Serie oder auch parallel in den Strom kreis zu sehalten.
Da, die Stromstärke in .den Lampenstrom kreisen der Signale, sofern sie über Trans formatoren an das Fahrleitungsnetz ange schlossen sind, ohnehin sehr stark variieren kann, entsprechend der in Fahrleitungsnetzen unkonstanten Spannung, bietet die Wahl eines solchen Relais gewisse Schwierigkeiten. Eine andere Möglichkeit besteht. darin, dass das Prüfrelais .durch das Signalrückmelde relais erst angeschaltet wird.
Liegen diese beiden Relais parallel, so wird durch den Anschaltkontakt dem Signal rückmelderelais die volle Stromstärke zuge führt, :die in dem Stromkreis herrscht. Im Moment des Zuschaltens des Prüfrelais fliesst jedoch in jedem nur ein Teil der Stromstärke, wobei diese Strömstärke im Signalrückmelde relais geringer sein kann als der Ansprech wert dieses Relais, jedoch nicht geringer sein darf als :der Abfallwert für das Signalrück melderelais. In diesem Fall wird das Signal rückmelderelais zwar nicht mehr abfallen, das Prüfrelais vermag aber nicht mehr anzu ziehen, womit der gewünschte Zweck erreicht ist.
Ein solches Ausführungsbeispiel der er- findungsgemässen Einrichtung zeigt die bei liegende Zeichnung. Es ist hier angenom men worden, dass der Stromkreis der "Halt"- Lampe für die Prüfung des Relais am Signal verwendet wird.
Der Stromkreis der ,Halt"- Lampe schliesst sich von der Stromquelle über einen geschlossenen Kontakt des Signal anschaltrelais SA über die Spule des Signal rückmelderelais SR, der die Spule des Prüf- rela.is PR iiber einen Kontakt des Relais SR parallel geschaltet ist, über einen Ausgleich widerstand, über die Kabelleitung zum Sig nal, -o sich das zu prüfende Relais R be findet, am Signal über den in der Grund stellung geschlossenen Kontakt des zu prü fenden Relais R, dem ein Widerstand T' parallel liegt, über die ,Halt"-Lampe H und zurück über die Kabelleitung in die Station und dort zur Stromquelle.
Wird das Signal in die Stellung "Fahrt" gestellt, so öffnet. das Signalanschaltrelais den Stromkreis der ,Halt"-Lampe. Die Anker des Signalrück melderelais SR sowie des Prüfrelais PR fal len ab, wodurch auch der Kontakt des Re lais SR im Stromkreis der Spule PR geöff net wird. Je nach dem zu erzeugenden Sig nalbild wird. ,such das Relais R am Signal aus seiner Grundstellung bewegt, in welchem Falle es den Widerstand 11' in den Strom kreis der ,Halt"-Lampe schaltet.
Wird das Signal wieder auf die Stel lung "Halt" gestellt, so schliesst der Kon takt des Signalanschaltrelais SA den Strom kreis der "Halt"-Lampe wieder. Normaler weise kehrt auch das Relais am Signal in. seine Grundstellung zurück, so da.ss sein Kon takt den Widerstand T1' wieder kurzschliessi.. Befindet sich im Stromkreis des Relais PR kein Kontakt des Relais SR, dann muss die Empfindlichkeit dieser beiden Relais ver schieden sein, denn bei eingeschaltetem Wi derstand<I>W</I> darf nur das Relais<I>SR,</I> nicht aber das Relais PR seinen Anker anziehen, wodurch die Störung angezeigt wird.
Wird das Relais PR. wie in der beilie genden Zeichnung dargestellt, durch einen Kontakt des Relais SR angeschaltet, dann können die beiden Relais von gleicher Emp findlichkeit sein, denn beide Relais müssen bei kurzgeschlossenem Widerstand<B>IV</B> mit der Hälfte des dann fliessenden Stromes ihre Anker anziehen.
Ist der Widerstand TY ein geschaltet, so reicht der Strom zum Anziehen des Ankers des Relais SR. Durch den Kon- takt SR des Relais SR wird nun auch das Relais PR angeschaltet, durch dessen Spule jedoch nur noch die Hälfte des schon durch den Widerstand W reduzierten Stromes fliesst, der nun nicht mehr genügt, damit das Relais PR seinen Anker anziehen kann, wo durch die Störung angezeigt wird.